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Unterwerfungsgesten Teil 2

14
Reflexionen
morgen 17h kniest du in der mitte deines wohnzimmers mit verbundenen augen und hörst laut über kopfhörer beethoven. unter der fussmatte liegt der haustürschlüssel.
Irene würde sicher stellen müssen, dass Julia nicht zuhause wäre. Seit die ihr Abi gemacht hatte, war ihr Tagesablauf recht unstetig geworden. Mit Schaudern dachte sie daran, wie sie wohl Julia davon überzeugen könnte, vom Haus wegzubleiben. Bestehungsversuche würden sofort zu Argwohn führen.
Die Lehrerin machte sich über all diese Dinge keine Gedanken. Die tippte einfach nur irgendwelche Befehle ins Handy und erwartete, dass Irene gehorchte.
So einfach konnte die Welt sein.
„Sag mal, was machst du denn morgen?“
„Wieso?“
„Ich frag nur.“
„Ach, du fragst nur. Was für eine komische Frage!“
Und schon hatte sie wieder einen schlafenden Tiger geweckt, der neugierig und nervig war und dumme Fragen stellen würde. Dabei war das eine ganz simple Frage gewesen. Was hatte Irene nur falsch gemacht, dass Julia darauf schon mit Argwohn reagierte?“
„Julia, ich habe dich gefragt, was du morgen machst, was ist daran komisch? Es interessiert mich halt. Ich stelle dir ständig diese Frage.“
„Ist ja schon gut.“
Sie schien keine große Lust zu haben, länger zu bohren.
„Wir gehen morgen ins Kino und danach was essen und vielleicht tanzen. Kann spät werden.“
Irene war erleichtert und antwortete dennoch streng:
„Aber lass es bloß nicht zu spät werden!“
„Ja, ja!“
Damit war Julia verschwunden und Irene froh, dass sie ein Problem weniger hatte.
Am nächsten Tag machte sie etwas früher Feierabend. Sie fuhr nachhause, duschte sich noch und suchte mit Bedacht ihre Kleidung und vor allem die Unterwäsche aus. Dann legte sie den Schlüssel an den vorgesehenen Ort.
Sie entschied sich für die 3. Symphonie, die Eroica. Irgendwie erschien ihr das passend, wollte Beethoven sie doch ursprünglich Napoleon widmen, der halb Europa unterworfen hatte.
Sie überlegte kurz, ob alles den Anordnungen entsprechend geregelt war, dann setzte sie den Kopfhörer auf, startete den CD-Player, wurde auch sogleich vom ersten wuchtigen Akkord empfangen und nahm die Augenbinde hervor. Ein letzter Blick auf die Uhr versicherte ihr, dass es fünf Minuten vor 17 Uhr war. Dann hieß sie die Dunkelheit willkommen und versuchte eine halbwegs angenehme Position zu finden, in der sie die Wartezeit überstehen konnte.
Zwar hatte Irene schon häufiger in ungewisser Erwartung der Dinge geharrt, die da auf sie zukommen würden, aber immer noch stellte es ein unglaublich reizvolles Gefühl dar, und obwohl sie eigentlich die Zeit und Gelegenheit gehabt hätte, sich der Musik zu widmen und diese zu genießen, fand sie nicht die Muße. Stattdessen wanderten ihre Gedanken immer wieder zu den letzten beiden äußerst erregenden Treffen, in denen beide Frauen sich großartige Höhepunkte geschenkt hatten.
Mit einem Lächeln stellte sie fest, dass sie nun wohl in die Kategorie Bi einzustufen wäre. Und es hatte sie keine Überwindung gekostet, und sie hatte keine Skrupel und schon gar keine Schuldgefühle. So einfach war das alles gewesen.
Was würde heute auf sie zukommen?
Erneut die Augenbinde und diesmal war ihr auch die Akustik genommen.
Würde sie sich wieder auf ihren Tastsinn verlassen müssen?
Würde sie heute die Lehrerin mit ihren Händen berühren dürfen?
Würde sie heute zu einem Höhepunkt kommen oder fast noch besser, ihr einen Höhepunkt bereiten dürfen?
Was würde heute auf sie zukommen?
Der erste Satz der CD war beendet. Der erste Satz der Eroica war knapp 15 Minuten lang.
Mit dieser Erkenntnis spürte sie zum ersten Mal ihre Knie, die schmerzten. Etwas unbeholfen rutschte sie auf dem Boden hin und her, um die Last auf ihren Knien etwas zu verteilen.
Wie lange würde sie noch warten müssen?
Was, wenn der Lehrerin etwas dazwischen gekommen war? Sie würde kein Telefon hören. Sie würde Stunden hier knien müssen, bis Julia sie schließlich finden würde. Sie würde arge Probleme haben, ihr diese Situation zu erklären. Was, wenn Julia früher nach hause käme? Daran hatte sie gar nicht gedacht! Welchen Film wollte sie überhaupt sehen? Nicht, dass der ausverkauft war und sie unverrichteter Dinge früher zurück kommen würde. Der Gedanke war grauenhaft, und er war abwegig. Sie würde nicht nachhause kommen, sie würde mit ihren Freunden andere Dinge unternehmen. Julia war schließlich kein Stubenhocker. Aber nicht nur von Julia drohte Gefahr. Auch ihr Mann hatte noch einen Schlüssel zu dem Haus. Was würde der denken? Die Putzfrau, die zweimal die Woche kam. Gut, auch der Gedanke war abwegig. Sie kam immer vormittags und war gestern da gewesen.
Langsam machte sich Paranoia breit.
Wenn wenigstens die Lehrerin da wäre! Sie wäre in der Lage, jede peinliche oder brenzlige Situation zu entschärfen.
Irene kam zu dem Schluss, dass es eine ganz dumme Idee gewesen war, dieses Treffen in ihrem eigenen Haus abzuhalten. Aber was hätte sie tun sollen?
Ihre Knie schmerzten noch stärker. Sie rutschte erneut erfolglos auf dem harten Boden hin und her. Mittlerweile war auch der zweite Satz der Eroica beendet, somit hockte sie nun schon eine halbe Stunde auf dem Boden.
Langsam wuchsen ihre Zweifel wieder. Sie versuchte durch die Musik zu hören, ob sie nicht vielleicht Geräusche jenseits der Kopfhörer vernehmen konnte.
Schließlich versuchte sie zu ergründen, ob sie vielleicht einen Lufthauch spüren konnte, der ihr verriet, dass jemand die Haustür öffnete. Und schließlich dachte sie auch daran, dass sie die Schwingungen von Schritten auf dem Parkettboden eventuell spüren konnte.
Doch ihre Knie waren bereits zu taub, um zu derartigen Wahrnehmungen fähig zusein.
Was, wenn die Lehrerin schon längst hier saß, sich an dem Anblick belustigte, den Irene bot und sie nur testen wollte, wie lange sie es aushalten konnte auf dem Boden?
Plötzlich war die Musik weg.
Irene zuckte zusammen.
„Bleib ganz ruhig, ich bin es nur“.
Die Stimme der Lehrerin kommt aus der Richtung der Couch.
„Du kannst die Kopfhörer jetzt abnehmen, aber die Maske bleibt auf.“
Irene gehorchte.
„Tu mir einen Gefallen und zieh die Bluse aus und den BH auch.“
„Natürlich.“
Irene war froh, dass die Warterei nun endlich ein Ende hatte. Mit Routine entblößte sie sich blind vor der jungen Frau.
„Ich möchte, dass du dir heute darüber Gedanken machst, wie sich dein Leben verändert hat, seit wir uns kennen.“
„Jawohl.“
„Aber während du das machst, möchte ich, dir ein wenig Stimulanz geben.“
Plötzlich hörte sie ein kleines Scheppern auf dem Boden neben sich und zuckte zusammen.
„Such die zwei Werkzeuge. Du wirst wissen, was damit zu tun ist.“
Irene beugte sich vor und tapste nach dem Geräusch, das die Lage dieser zwei Gegenstände, die sie gehört hatte, verriet.
Die Lehrerin dirigierte sie und schließlich hielt sie zwei hölzerne Teile in der Hand, vielleicht 7 oder 8 Zentimeter lang, an deren Außenseiten jeweils Metalldrähte hervorlugten.
Wäscheklammern!
Das konnte sie doch nicht ernst meinen! Sie sollte sich Wäscheklammern ansetzen? Sie sollte sich solche Schmerzen zufügen? Und wofür? Sie hatte sich nichts zuschulden kommen lassen, sie hatte nichts falsch gemacht.
Warum diese Willkür?
Vorsichtig öffnete sie eine der Klammer und ließ sie langsam ihre linke Brustwarze zerquetschen, die natürlich längst hart war.
Der Schmerz schoss durch ihren ganzen Oberkörper und unwillkürlich sackte sie etwas zusammen. Nur schwer war der Schmerz zu ertragen. Die gleiche Prozedur wiederholte sie an der rechten Brust. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich an den beißenden Schmerz gewohnt hatte und sich aufrichten konnte.
„Sehr schön. Fang doch einfach an, indem du auflistest, was ich dir bis jetzt alles aufgetragen habe.“
Ihr Oberkörper hatte sich längst verspannt. Jede Bewegung ließ die Klammern an ihrer Brust zubeißen.
Irene musste erst nachdenken, dann antwortete sie:
„Ich trage keine Hosen mehr, weil Sie es mir befohlen haben. Ich mache Sport, weil es Ihnen beliebt. Dabei trage ich auf ihr Geheiß eine Kette mit Steinen, die durch meinen Schritt geführt wird. Sie bestimmen, welche Kleidung ich trage. Sie können mich zu jeder Tages- oder Nachtzeit an jeden Ort bestellen und ich werde da sein. Ich befolge alle ihre Anordnungen und Befehlen, ohne diese in Frage zu stellen.“
„Was genau, verlange ich von dir?“
„Ich muss mich vor Ihnen entblößen, Sie demütigen mich in der Öffentlichkeit und ich muss alles daran setzen, dass ich nicht entdeckt werde. Sie befehlen mir, mich auf öffentlichen Toiletten zu rasieren und davon auch noch Fotos zu machen, sie verlangen, dass ich mitten in einem Restaurant meinen Slip ausziehen und Ihnen aushändige. Sie befehlen mir, mich auf offener Straße zu entblößen.“
Diese Antworten empfand sie als erstaunlich demütigend. Die Lehrerin wusste das alles doch ganz genau. Sie hatte all das doch initiiert. Warum konnten Irene und die Lehrerin die Natur ihrer Beziehung zueinander nicht stillschweigend akzeptieren? Warum musste sie durch schnöde Worte ans Licht gezerrt werden? Irene stand zu ihren Gefühlen für die jüngere Frau, aber sie wollte sie nicht sich durch Worte nicht so deutlich und trivial vor Augen führen lassen. Für eine Anwältin ist es immer einfacher, wenn die Dinge in Wort oder Schrift manifestiert sind. Nun also wurde Irene gezwungen, ihre Beziehung zueinander in Worten zu manifestieren.
Eine Demütigung.
„Warum lässt du das alles über dich ergehen?“
Es war klar, dass die Lehrerin es nicht dabei belassen konnte. Sie musste weiter bohren. Wahrscheinlich hatte sie bemerkt, wie unangenehm ihr diese Fragen waren.
Irene musste kurz nachdenken.
Mittlerweile waren die Schmerzen in ihrer Brust zu einem dumpfen Pochen erloschen.
Warum tat sie das alles?
Warum kniete sie hier in ihrem eigenen Haus auf dem harten Boden mit verbundenen Augen und entblößten Augen vor einer jüngeren Frau?
Warum folgte sie blind jedem Befehl der Frau?
Warum riskierte sie dabei, entdeckt zu werden?
Warum empfand sie eine solche Lust darin, sich von einer anderen Frau beherrschen zu lassen, ihr die komplette Kontrolle über sich zu geben?
„Ich mag es, wenn Sie mich kontrollieren, wenn Sie Ihre Macht ausspielen und ich mir meiner Schwäche bewusst werde. Wenn Sie mir befehlen und ich Ihnen gehorchen muss. Es erregt mich, wenn Sie mich erniedrigen, wie Sie es jetzt tun, und demütigen. Es dürstet mich danach, mich Ihnen immer wieder zu unterwerfen und immer wieder Ihre Überlegenheit zu spüren. Ich möchte Ihnen dienen, und ich möchte Sie glücklich machen. Und ich sehne mich nach all den neuen Erfahrungen, die Sie mir gewähren, nach all den unglaublichen Gefühlen, die Sie mir schenken. Sie haben mir eine Welt gezeigt, die mir bisher vollkommen fremd war. Sie haben mir eine Seite in mir gezeigt, die ich im Leben nicht vermutet hätte.“
„Sehr schön hast du das gesagt.“
Gott, wie demütigend diese Aussagen waren!
Sie konnte nicht glauben, dass sie sich zu derartigen Beichten hinreißen ließ. Aber was sollte sie machen? Es stimmte ja. In ihr steckten keinerlei Lügen oder Unwahrheiten.
„Du setzt jetzt wieder die Kopfhörer auf und spielst mit deinen Brüsten. Nach dem ersten Satz nimmst du die Klammern ab. Wenn die CD zuende ist, kannst du die Augenbinde abnehmen und aufstehen. Verstanden?“
„Natürlich.“
„Dann bitte!“
Irene konnte sich nur sehr langsam bewegen. Jede Bewegung ihrer Brüste ließ die Wäscheklammern ihr teuflisches Werk verrichten. So dauerte es eine ganze Weile, bis sie endlich die Kopfhörer aufgesetzt hatte.
Wenig später ertönte der erste Satz der Symphonie wieder.
Äußerst vorsichtig umspielten ihre Fingerspitzen ihre Brüste. Sie musste unendlich vorsichtig vorgehen, damit sie die Klammern nicht noch weiter provozierte. So kniete sie immer noch dort. Ihre Beine waren längst taub und sie hatte zu kämpfen mit der Entscheidung, ob sie versuchen sollte, ihren Beinen die Qualen zu lindern, als Konsequenz dafür aber musste sie durch die Verlagerung ihres Gewichtes den Brustwarzen neue zufügen.
So verstrich die Zeit quälend langsam, und Irene war so erfüllt von dem Schmerz, dass sie keine Lust aufbauen konnte.
Sie überlegte kurz, welch absurden Anblick sie böte. Sie erinnerte sich an Bilder von Folterkellern und Menschen in schwarzem Leder. In Ketten, mit Gasmasken, in Ganzkörperlatexanzügen. All das hatte sie als Perversion abgetan, es hatte sie angewidert, und nun hockte sie hier mit entblößtem Oberkörper und Wäscheklammern an den Brüsten.
Endlich näherte sich der erste Satz dem Ende.
Zumindest diese Schmerzen würden ein Ende nehmen.
Schnell zog sie die beiden Wäscheklammern von ihren Brustwarzen.
Und dann sackte sie zusammen.
Das Blut, das nunmehr wieder frei in die gequetschten Nervenenden schoss, brachte eine unerwartete Welle Schmerzes mit sich, die sie nicht erwartet hatte.
Scharf sog sie Luft ein und ließ sich auf die Stirn nach vorne kippen. Nur langsam nahm der Schmerz ab. Einige Tränen schossen ihr in die Augen und ganz vorsichtig, versuchte sie, ihren Brustwarzen mit ihren Fingern Linderung zu verschaffen, aber es gelang nicht.
So kauerte sie bestimmt eine Minute, bis sie sich gemäß der Vorgabe wieder aufrichtete und gehorsam ihre Aufgabe des Wartens bis zum Ende zu erfüllen.
Sie fragte sich zwar, ob die Lehrerin noch anwesend war, aber ein Gedanke des Ungehorsams kam ihr nicht.
Schließlich erreichte die Eroica den Schlussakkord und Irene stand wackelig auf, zog sich vorsichtig die Bluse über die Schultern ohne den Büstenhalter.
Sie ging ins Bad uns ließ sich sofort ein heißes Bad ein, und mit einer Flasche Rotwein pflegte sie ihren geschundenen Körper.

15
Trimm dich zum Zweiten
Irene hatte mittlerweile Spaß gefunden an der Betätigung im Fitnessstudio. Der Anfang war ganz und gar nicht leicht gewesen, doch mittlerweile hatte sie eine gewisse Kondition erreicht, die es ihr ermöglichte, nicht nach bereits wenigen Minuten die Geräte wieder verlassen zu müssen. Sie war nun in der Lage, längere Zeit auf den Fitnessgeräten zu verbleiben.
Umso mehr enttäuschte es sie, dass die Lehrerin mit ihrer Leistung nicht zufrieden war. Zum ersten Mal trainierten die beiden zusammen.
Bisher hatte die Lehrerin nie das gemeinsame Training gesucht. Gleichwohl war sie immer präsent, wenn Irene die Kette mit den Steinen trug, die ihren Po oder ihre Schritt massierten. Auf dieses Gefühl freute sie sich immer besonders, wenn sie sich zum Sport fertig machte.
Natürlich hatte die Kette einige Auswirkungen auf ihre Bekleidung. Sie trug weite Shorts, die die Abdrücke der Steine kaschierten. Dennoch war sie sich dieser stets bewusst und achtete darauf, dass sie niemandem einen Blick in ihren Schritt gewährte.
So war sie während des Sports ständig mit ihrer Gebieterin beschäftigt. Wie diese Frau sich in ihren Verstand und ihr Bewusstsein fraß, selbst wenn sie nicht anwesend war! Wie sie das Verhalten Irenes beeinflusste, ohne sich dessen vielleicht bewusst zu sein.
Auf keinem Gerät, an keiner Station konnte sie die Lehrerin zufrieden stellen. Überall war ihr die Lehrerin haushoch überlegen und zeigte dies auch.
Komm, schneller!
Machst du schon schlapp?
Du bewegst dich wie ein nasser Sack!
Jetzt blamier dich doch nicht so!
Die anderen gucken schon!
Das war das letzte Mal, dass ich mich mit dir hier so blamiert habe!
Schließlich hatte sich Irene auf die Toilette zurückziehen müssen. Die Beleidigungen, die Demütigungen und Beschimpfungen waren zu viel. Doch auch auf der Toilette wurde sie nicht in Frieden gelassen.
„Hör auf hier rumzuheulen! Was erwartetst du denn? Du bewegst dich hier wie ein flügellahmer Storch oder eine gemästete Pute und erwartetst noch, das ich dich dafür lobe.“
Die Kritik war ungerecht. Die Lehrerin war nicht nur einige Jahre jünger, sie trieb schon seit Jahren regelmäßig Sport. Da war es kein Wunder, dass die Anwältin ihr das Wasser nicht reichen konnte.
Und nun hatte sie sich in die letzten Toilette des Studios verzogen, wo sie immer noch nicht in Ruhe gelassen wurde.
„Ich glaube, ich muss dir professionelle Hilfe geben, damit du in form kommst.“
Irene wollte nichts mehr hören. Sie war der Lehrerin durchaus dankbar gewesen, das diese sie mit Sport in Verbindung gebracht hatte, aber diese Tyrannei der Fitness war nun wirklich deplaziert.
„Wenn du nicht in Form kommst, dann werde ich dir jeden Körperkontakt so lange enthalten, bis du auf einem Niveau bist, das meinen Ansprüchen gerecht wird.“
Irene hatte wirklich genug. Diese Spielereien waren ja ganz reizvoll, aber die Lehrerin ging zu weit. Das waren keine Spielereien mehr, sie wollte Irene verletzen. Sie wollte sie auf einer persönlichen Ebene angreifen.
„So, und jetzt gehen wir und laufen noch 3000 Meter auf dem Laufband, und wehe, du schaffst das nicht!“
Es war eine Qual und laufen konnte man es gegen Ende nicht mehr nennen, aber sie schaffte es. Sie schaffte die Strecke, und sie ertrug auch die Demütigungen.
„Du hast es ja doch noch geschafft, obwohl das ja mehr ein Kriechen war gegen Ende. Zur Belohnung gehst du jetzt in die Toilette zurück und trimmst deine Schamhaare auf einen Zentimeter. Ich laufe noch 1000 Meter, wenn ich fertig bin, bist du auch fertig, ich inspiziere das.“
Damit drückte sie Irene die Schere in die Hand und verschwand.
Irene ging zurück in die Damentoilette.
Seit sie zum ersten Mal die Aufgabe erhalten hatte, ihre Schamhaare auf 2 Zentimeter zu trimmen, hatte sie immer darauf geachtet, dass diese nicht nachwuchsen. Nun also musste sie sie noch weiter kürzen.
Sie entledigte sich ihrer Shorts und des Slips und begann vorsichtig über der geöffneten Toilettenschüssel ihre Arbeit. Bereits die erste Aufgabe in der Damentoilette des Kaufhauses hatte ihr keine besondere Freude bereitet. Nun, da ihre Stimmung ohnehin schon auf dem Tiefpunkt war, kam ihr die Arbeit noch ehrverletzender vor. Dennoch war sie sorgfältig bei der Sache und rebellierte allenfalls innerlich ein wenig.
Schließlich beendete sie ihre Arbeit rechtzeitig und wartete geduldig auf die Lehrerin.
„Du bist also schon fertig!“ sagte diese, als sie verschwitzt in die Toilette trat.
„Dann wollen wir doch mal sehen.“
Demonstrativ ließ sie die Kabinentür auf und Irene musste sich auf den Klodeckel stellen.
Mit kalten Händen strich die Lehrerin über die Schamhaare und drückte Irenes Beine routiniert auseinander, um einen genauen Blick auf die verbliebene Behaarung werden zu können.
Etwas widerwillig stellte Irene fest, dass diese emotionslose Begutachtung hier auf der Toilette sie doch ein wenig animierte. Eigentlich wollte sie sich dieser Gefühle nicht hingeben. Sie hätte sich heute eigentlich gerne als Mensch gefühlt und nicht als Objekt, das begafft werden konnte. Etwas später wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, als die Lehrerin mit gespielter Empörung vermeldete:
„Hier hast du wohl eine Stelle vergessen!“
Das kann nicht sein, dachte sie. Sie war sehr sorgfältig vorgegangen.
„Die werden wir wohl noch wegmachen müssen.“
Dann hatte die Lehrerin plötzlich eine Pinzette in der Hand klapperte spielerisch vor Irene damit herum.
„Beine breit!“
Irene ließ die schmerzhafte Prozedur über sich ergehen. Sie versuchte nicht zusammenzuzucken und zeigte auch nicht, wie wütend sie war, denn die Lehrerin hatte ganz offensichtlich diese Bestrafung geplant. Selbst wenn Irene eine Stunde Zeit gehabt hätte und ihr alle Frauen des Fitnessstudios geholfen hätten, die Lehrerin hätte immer etwas auszusetzen gehabt. Irene hatte keine Chance gehabt, ihrem Wunsch gerecht zu werden. Und das ärgerte sie am meisten.
Wenn alles ein Akt der Willkür war, wenn es egal war, wie sehr sie sich bemühte, warum sollte sie sich dann überhaupt anstrengen?
Obwohl sie ganz und gar nicht in der Verfassung gewesen war, großartige Demutsgesten zu ertragen, hatte sie es trotzdem getan mit der nötigen Sorgfalt, und nun wurde dies nicht nur nicht honoriert, sie wurde auch noch aus purer Willkür gequält.
Schließlich beendete die Lehrerin die Szene.
Irene musste die jüngere Frau noch nachhause fahren und war dann entlassen.
Sie war froh, dass sie nicht noch zusammen im Fitnessstudio duschen mussten. Irene vermied dies ohnehin immer und duschte zuhause, nicht zuletzt wegen der Kette, aber auch, weil sie diese Duschen immer zu sehr an ihren Schwimmunterricht erinnerten.
Irene nahm zu Gunsten der Lehrerin an, dass diese erkannt hatte, wie wenig ihr an diesem Tag der Sinn nach diesen Spielchen stand.
Sie war froh, zum ersten Mal froh, als die Lehrerin sie entließ.
Den Abend verbrachte sie allein und lenkte sich mit einem Buch ab.

16
Offenbarungen
Irenes Knie schmerzten nicht mehr. Es war vergessen, dass sie nur im Slip bekleidet in der Wohnung der Lehrerin kniete. Es kümmerte sie nicht, dass sie wieder eine Augenbinde trug, wieder in die Wohnung gekrochen war, wieder nicht wusste, was passieren würde, dass es bereits 22 Uhr war.
Es kümmerte sie alles nicht, weil das Szenario, an dem sie gerade teilnahm, alles weitere auslöschte.
Irene wäre am liebsten versunken.
Scham hatte den gesamten Raum erfüllt.
Tiefe und grenzenlose Reue regierte in ihr.
Unglaublicher Ärger über ihren Leichtsinn.
Totale Erschöpfung.
Fragen, wie es nun weiter gehen sollte.
Und immer noch mehr Scham.
Irene wurde schwindelig, und sie musste sich am Boden abstürzen.
Am liebsten wäre sie aufgestanden und davon gelaufen, aber sie wäre dazu nicht in der Lage gewesen.
Die Lehrerin hatte nur gesagt:
„Ich möchte, dass du dich genau auf meine Worte konzentrierst. Daher die Augenbinde.“
Dann hatte sie vorzulesen begonnen und nach nur wenigen Sätzen war Irene klar, was geschehen war, auf was sie sich eingelassen hatte, wie weit es gekommen war:

Der Bericht
Es ist genau 17 Uhr. Ich klingele bei Frau Wantia. Sie mag es nicht, wenn man nicht pünktlich ist. Ihre Stimme kommt aus der Sprechanlage. Sie sagt, dass sie sofort herunter käme. Ich hatte gedacht, dass das, was heute passieren soll, in ihrer Wohnung passiert.
Wir steigen in ihren Wagen und fahren los. Während der Fahrt ist sie ganz still. Sie gibt mir nur eine Anweisung: Was auch immer passiert, ich soll nichts sagen und keinen Laut machen. Es ist absolut notwendig, dass ich vollkommen ruhig bin, egal was auch passiert.
Ich verspreche es.
Zu meiner Verwunderung fahren wir zu mir nachhause.
Sie parkt den Wagen. Ich sehe, dass Irenes Wagen auch in der Einfahrt steht.
Frau Wantia steigt aus, und ich folge ihr. Als sie an der Tür angekommen ist, klingelt sie nicht, wie ich das erwartet hätte, sie bückt sich, hebt die Fußmatte und findet dort einen Schlüssel. Sie hebt ihn auf, dreht sich zu mir um und flüstert ernst:
„Von jetzt an keinen Ton mehr.“
„Ok“, flüstere ich zurück.
Sie öffnet die Tür und geht in unser Haus, und ich folge ihr ins Wohnzimmer.
Was ich da sehe, haut mich um!
In der Mitte des Raumes kniet Irene. Sie hat eine Augenbinde und Kopfhörer auf. Ich höre ganz leise Klassische Musik aus den Kopfhörern dringen. Sie bewegt sich nicht.
Frau Wantia zeigt auf die Couch und ich gehe auf Zehenspitzen dahin und setze mich. Frau Wantia nimmt die Fernbedienung vom Wohnzimmertisch und setzt sich ganz nah neben mich. Eine Hand legt sie auf meinen Schenkel und streichelt mich. Mit der anderen Hand macht sie erneut das Zeichen, dass ich absolut ruhig sein soll.
Ich nicke, dass ich verstanden habe.
Mein Gott, denke ich, was wird das hier?
Irene so auf dem Fußboden, die muss gewusst haben, dass wir kommen. Oder zumindest, dass Frau Wantia kommt, denn sonst müsste ich ja nicht so leise sein.
Was für ein spannender Gedanke! Ich sitze dabei und bekomme mit, was hier passiert und Irene hat keine Ahnung. Sie wird sich benehmen, als wäre sie allein mit Frau Wantia.
Toll!
Dann schaltet Frau Wantia mit der Fernbedienung die Musik aus.
Irene erschrickt, als die Musik in ihren Ohren weg ist.
„Bleib ganz ruhig, ich bin es nur“, sagt Frau Wantia.
Sie dreht den Kopf in unsere Richtung.
„Du kannst die Kopfhörer jetzt abnehmen, aber die Maske bleibt auf.“
Sie nimmt die Kopfhörer ab und legt sie neben sich auf den Boden.
Frau Wantia:
„Tu mir einen Gefallen und zieh die Bluse aus und den BH auch.“
„Natürlich.“
Oh Mann, die macht das wirklich, einfach so zieht die sich aus!
Während sie sich auszieht, lächelt Frau Wantia mich an und spielt an der Innenseite meiner Oberschenkel herum. Ein schönes Gefühl, aber ich weiß nicht, wie ich reagieren soll und so sehe ich einfach dem Strip zu. Es macht sie an, Irene so zu sehen, und ich finde das auch spannend.
Irene legt die Sachen neben sich auf den Boden. Frau Wantia lässt sie einige Minuten zappeln, dann sagt sie:
„Ich möchte, dass du dir heute darüber Gedanken machst, wie sich dein Leben verändert hat, seit wir uns kennen.“
Dann wirft sie ihr zwei Wäscheklammern hin und als Irene die gefunden hat, macht die die an ihren Brustwarzen fest. Einfach so, ohne gezwungen zu werden, ohne dass Frau Wantia groß was sagen muss. Man sieht, dass ihr das verdammt weh tun muss, aber sie beschwert sich nicht.
Dann muss Irene sagen, was sich alles in ihrem Leben geändert hat, seit sie Frau Wantia getroffen hat. Ich kippe fast aus den Schuhen, als ich höre, dass sie die komplette Kontrolle hat über Irene. Keine Hosen, Sport, andere Kleidung. Jetzt wird mir so einiges klar.
Aber vollkommen wahnsinnig werde ich, als ich höre, was Irene alles macht! Sie muss sich nackt ausziehen und wird in aller Öffentlichkeit gedemütigt!
Und dieses Bild von der rasierten Muschi, das war Irene!
Irene ist die Lustsklavin meiner Lehrerin!
Ein Titel für die Praline!
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite ist das total pervers. So was hätte ich nicht erwartet. Aber wenn ich Irene da sehe, wie sie da kniet, halb nackt mit den Wäscheklammern, ein Häufchen Elend und das alles erzählt, dann macht mich das schon total an.
Ich sehe Frau Wantia.
Ihre Hand ist an meinem Schenkel höher gerutscht, als Irene all das erzählt hat.
Sie lächelt mich an.
Ist meinem Gesicht ganz nah, und ich werde so was von heiß, es ist unglaublich!
Jetzt stellt sie die nächste Frage:
„Warum lässt du das alles über dich ergehen?“
Frau Wantia duzt Irene, aber die muss Siezen.
Was für eine Frage!
Wenn ich Frau Wantia sehe und höre, was die mit Irene macht, dann könnte ich mich direkt daneben knien. Na gut, auf die Wäscheklammern kann ich verzichten, aber wie sie die Hand zwischen meinen Beinen liegen hat und da so ein bisschen rumspielt, das ist schon geil. Ich würde auch einiges tun, wenn ich sie dazu verleiten könnte, mehr zu machen.
Wenn ihr Gesicht so nah an meinem ist, dann würde ich am liebsten auch auf die Knie rutschen und sie darum bitten, mich zu küssen.
Auf der anderen Seite, wenn ich Irene da so knien sehe, das macht auch total an. Dass sie so gehorcht, dass man mit ihr machen kann, was man will. Das ist geil! Ich würde ihr auch gerne Befehle erteilen. Ich würde auch gerne sehen, wie sie zu meinem Spaß Wäscheklammern anlegt. Wie sie für mich da kniet.
Ich wüsste echt nicht, auf welche Seite ich mich stellen sollte, wenn ich die Wahl hätte.
Aber Irene ist da anders, sie sagt, dass es sie anmacht, Befehlen zu gehorchen und sie spricht von neuen Erfahrungen. Ich kann mir vorstellen, dass das ein total geiles Gefühle sein muss, was sie da jetzt erlebt.
Sie sagt, dass sie gerne erniedrigt wird.
Scheiße, wenn die wüsste, dass ich, die kleine Stieftochter, daneben sitze und das alles mitkriege!
Die würde im Boden vergehen!
Die wird im Boden vergehen!
Ich habe jetzt was, womit ich sie erpressen kann. Wenn sie nicht macht, was ich will, dann sage ich es einfach Papa oder stelle es ins Internet oder so.
Was für ein Gefühl!
Ich habe sie in der Hand!
Während Irene spricht, hat Frau Wantia den Arm um mich gelegt. Sie scheint das total geil zu finden, wenn Irene so offen darüber spricht, was für eine Sklavin sie doch ist.
Ich finde es auch klasse!
Als Irene nichts mehr zu sagen hat, gibt ihr Frau Wantia den Befehl, dass sie die Kopfhörer wieder aufsetzen soll, an ihren Titten spielen soll und irgendwann die Klammern abnehmen soll.
Natürlich gehorcht sie.
Wir sehen zu, wie sie unter Schmerzen die Kopfhörer sucht und aufsetzt, dann schaltet Frau Wantia wieder die Musik an und wir sehen ihr eine Weile zu, wie sie mit den Fingerspitzen über ihre Brüste fährt.
Gott, was ist das ein geiler Anblick!
Pause.
Stille.
Nichts.
Irene war am Boden zerstört.
Fassungslos.
Sprachlos.
Nur langsam fand sie wieder zu sich.
Wie hatte die Lehrerin es wagen können, Julia mit in ihr Spiel zu ziehen?
Ein solcher Schritt hätte auf jeden Fall der Absprache bedurft.
Irene hätte dergleichen niemals zugelassen.
Wie hatte sie so etwas nur tun können?
Irene hatte der Lehrerin vertraut.
Sie hatte ihr dieses unglaubliche Geschenk des vollkommenen Gehorsams gemacht.
Im Gegenzug hatte sie nur ein wenig Respekt und Diskretion verwartet.
Mehr nicht.
Ihr Verhältnis zu Julia war nunmehr vollkommen zerstört.
Die eine Person, vor der sie ihre Betätigungen geheim halten wollte, war Zeuge der gewaltigsten Demütigungen geworden, die man ihr jemals zugefügt hatte. Etwas schlimmeres hätte sie sich nicht vorstellen können.
Was würde sie nun denken?
Irene hatte es ja gehört.
Wenn Julia auch nicht ihre Tochter war, so hatte sie schon Verantwortung für sie empfunden. Sie hatte Julia ein Vorbild sein wollen. Sie hätte es auch gerne gesehen, wenn diese Jura studiert hätte. Sie hatte sie in die Kanzlei mitgenommen.
All das war jetzt vorbei.
Julia würde jeden Respekt vor ihr verloren haben.
All das hatte sie verloren.
Alles hatte sie verloren.
Eine sittenlose Schlampe, das musste Irene jetzt in den Augen des Mädchens sein.
Sie hatte Irenes geheimsten Gedanken erfahren.
Sie wusste alles über die Natur ihrer Beziehung zu der Lehrerin.
Sie kannte ihre geheimsten Wünschen.
Und die Lehrerin hatte sie schon hineingezogen.
Sie hatte sie heiß gemacht.
Sie hatte sie auf dieses Spiel vorbereitet.
Irene war zerstört.
Fassungslos.
Gelähmt.
Paralysiert.
Zu nichts mehr fähig.
Ihr war schwindelig.
Am liebsten wäre sie ohnmächtig geworden.
Es dauerte eine Weile, bis sie verstand, dass die Stimme, die den Bericht weiter vorlas, nicht die der Lehrerin war.
Nunmehr las Julia selbst.
Und dann passiert es echt!
Frau Wantia beugt sich über mich und küsst mich!
Meine Ex-Lehrerin küsst mich!
Ich habe noch nie richtig eine Frau geküsst, aber es ist ein total geiles Gefühl!
Es ist Wahnsinn.
Wir küssen uns, während Irene da an sich rumspielt und keine Ahnung hat, was um sie rum passiert!
Wahnsinn!
Ich wünschte echt, ich könnte sagen, was das für ein geiles Feeling ist, aber mir fehlen die Worte.
Ihr Kuss ist irgendwie weich aber auch fordernd. Besser jedenfalls als der jedes Kerls.
Meinen Slip kann ich mittlerweile auswringen.
Und dann passiert noch was komisches.
Ich spüre ganz plötzlich am Ohrläppchen einen Schmerz. So als würde mir ein Ohrclip angesteckt, nur härter. Es tut etwas weh. Nicht viel, aber etwas.
Ich bin so überrascht, dass ich einen kleinen Laut ausstoße, aber Frau Wantia drückt ihren Mund auf meinen und erstickt ihn.
Ich befühle, was sie mir da ans Ohr gemacht hat, und es ist eine dieser Klammern, die Irene an ihren Brustwarzen hat!
Ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll.
Bin ich jetzt auch ihre Sklavin oder was?
Will ich das sein?
Was soll das?
Es ist scheißegal in dem Moment.
Ich küsse sie, und wenn ich dafür eine Wäscheklammer tragen muss, dann ist das in Ordnung.
Dann löst sie sich von mir und zeigt auf Irene.
Die Musik in ihrem Kopfhörer hat aufgehört.
Sie greift sich an die Brüste und macht die Klammern ab. Und dann verzieht sie das Gesicht und kippt nach vorne um.
Das muss verdammt weh tun!
Ich sehe, wie Frau Wantia grinst, und sie drückt die Klammer an meinem Ohrläppchen ein wenig fester zu.
Als Irene sich wieder in ihrer Position befindet, steht Frau Wantia auf und zieht mich an der Wäscheklammer aus dem Haus.
Wir steigen in ihren Wagen, fahren zu ihr nachhause.
Dort muss ich meinen Bericht schreiben von dem, was ich gerade gesehen habe.
Als ich fertig bin, sagt sie mir noch, dass ich meiner Stiefmutter heute aus dem Weg gehen solle. Dass ich nicht mit ihr sprechen solle und auf keinen Fall auch nur irgendeine Andeutung machen dürfe, dass ich wisse, was ich gesehen habe. Sonst wäre alles sofort vorbei!
Ich verspreche ihr das natürlich.
Dann muss ich gehen, ohne dass sie mich noch einmal küsst.

17
Stillstand
Irene war in Tränen ausgebrochen und wurde in den Arm genommen. Den Trost nahm sie dankbar an und entließ ihre Emotionen hemmungslos. Erst nach einigen Minuten erkannte sie am Duft des Parfums, dass Julia sie im Arm hielt.
Der erste Impuls, sich von ihr zu lösen, verpuffte tatenlos, und sie saugte stattdessen das Mitgefühl auf, das ihr Zuteil wurde.
„Es ist doch alles in Ordnung“, flüsterte Julia. „Mach dir keine Sorgen. Alles ist gut.“
Dann spürte sie, wie jemand eine Decke über ihren Oberkörper legte und die Augenbinde gelöst wurde.
Sofort verschloss Irene die Augen. Sie wollte nicht sehen und nicht gesehen werden.
Die Dunkelheit war die letzte Bastion vor der Wahrheit gewesen, und sie wollte nicht auch noch diese verlieren. Julia half ihr schließlich, aufzustehen und sich auf die Couch zu setzen. Die Lehrerin hatte derweil den Raum verlassen. Irene wollte sie auch gar nicht sehen.
„Warum regst du dich so auf? Es ist wirklich alles in Ordnung. Du musst dich für nichts schämen.“
Irene erkannte zwar den Versuch Julias, sie zu trösten, aber sie konnte die Worte nicht ertragen.
„Ich möchte gehen.“
Sie stand auf und ging in den Flur, ihre Kleider zu holen. Dabei wurde sie sich erneut ihrer Blöße bewusst. Der Gedanke kam ihr in diesem Moment widerwärtig vor.
Julia folgte ihr schweigend.
Die Lehrerin hatte sich immer noch nicht blicken lassen.
Zuhause angekommen nahm Irene erst ein langes Bad, dann ging sie zu Bett. Am nächsten Tag meldete sie sich krank und auch den Rest der Woche ging sie nicht in die Kanzlei.
Julia ging sie aus dem Weg, wann immer diese ein Gespräch suchte. Irene konnte ihr nicht in die Augen sehen und wollte auch nicht darüber sprechen. So entstand eine recht peinliche Stimmung zwischen den beiden, in denen Gespräche über krampfhafte Belanglosigkeiten am Frühstückstisch nicht mehr hinaus kamen.
Jeder Versuch, mit Irene zu reden scheiterte. Einige Tage später fand sie einen Brief ihrer Stieftochter auf dem Küchentisch.

Liebe Irene!
Ich weiß, dass ich mich nicht so richtig ausdrücken kann, aber wir müssen darüber reden. Was in unserem Wohnzimmer passiert ist, was du berichtet hast, das fand ich sehr schön. Du warst ehrlich und offen. Dafür musst du dich nicht schämen. Ich kann dich gut verstehen. Wenn ich Frau Wantia sehe, dann geht es mir genau wie dir und ich beneide dich darum, dass du sie dazu gebracht hast, dich so zu formen. Und ich bewundere deinen Mut, dich ihr so hinzugeben.
Und auf der anderen Seite fand ich dich unglaublich anziehend, wie du da hocktest.
Vielleicht hat Frau Wantia einen Fehler gemacht, aber es war nicht ihre Absicht, dich zu verletzen. Sollte ich dich mit meinem Bericht verletzt haben, bitte ich vielmals um Entschuldigung.
Ich bin dir unendlich dankbar für alles, was du für mich getan hast und würde dir gerne helfen. Bitte lass mich.
Ich liebe dich.
Julia

Sie las ihn und dann legte sie ihn weg. Irene wollte nichts mehr davon hören oder sehen. Auch die Lehrerin hatte einmal angerufen, aber Irene hatte den Hörer aufgelegt.
So war das Haus und die allgemeine Stimmung gekennzeichnet von einer permanenten Kälte und Unnahbarkeit. Irene ging morgens zur Arbeit und kam erst spät in der Nacht wieder zurück. Auch die Wochenenden verbrachte sie teilweise auf der Arbeit. Es war kein Problem, denn die Kanzlei boomte und anstatt einen weiteren Anwalt einzustellen, wie sie es eigentlich geplant hatte, übernahm sie selbst die Aufgaben. Teilweise waren dies Aufgaben, die einem Praktikanten gerecht geworden wären, wie Recherchen, aber sie hinterfragte nicht die Qualität der Arbeit sondern umarmte die Quantität.
Einige Wochen später überraschte Julia sie mit der Entscheidung, eine längere Reise anzutreten. Ihr Vater hatte ihr scheinbar eine solche geschenkt anlässlich des bestandenen Abiturs. Julia würde bis zum Beginn des Studiums wegfahren. Nach ihrer Rückkehr, so ihre Aussage, würde sie sich eine eigene Wohnung holen und ausziehen. Sie meinte, dass das das beste sei.
Irene konnte hinter der Wohnung ganz deutlich die Handschrift ihres immer noch nicht Ex-Ehemannes erkennen. Nachdem die beiden sich getrennt hatten, war es ihm ein Dorn im Auge gewesen, dass Julia weiter bei Irene wohnen blieb. Doch da Julia und seine neue sich wie zwei scharfgemachte Pitbulls benahmen und sich auf den Tod nicht ausstehen konnten, hatte er schließlich zugestimmt. Nun also sah er die Möglichkeit, Julia und Irene auseinander zu bringen und sofort nutzte er sie.
Langsam kam sie wieder zu sich und bestärkte sich in der Überzeugung, dass da wohl ein Komplott im Gange war, ihr Leben zu zerstören.
Als sie Julia zum Flughafen fuhr, wurde ihr klar, welch großer Verlust ihre Abwesenheit für sie darstellen würde. Als Abschiedsgeschenk hatte sie ihr ein neues Handy besorgt, eines das auch aus den USA funktionierte, und sie hatte es so eingerichtet, dass die Kosten sofort von ihrem eigenen Konto abgebucht wurden. Vor einigen Jahren hatte es damit mal große Probleme gegeben, denn Julia hatte mit ihrem ersten Handy sofort gewütet und astronomische Telefonrechnungen aufgehäuft, was sich zu einer mittleren Familienkrise ausgeweitet hatte.
Ihr nunmehr einen mobilen Blankoscheck auszustellen, war vielleicht Wahnsinn, doch Irene wollte es als Geste des Vertrauens und der Versöhnung verstanden wissen. So versprach Julia, so oft es ginge Irene anzurufen und ihr alles zu berichten, ansonsten aber verantwortungsvoll mit dem Handy umzugehen. Irene hatte keine Zweifel, dass sie das tun würde.
Als sie vom Flughafen zurückkam, erschlug sie die Stille. Die Haustür, die etwas zu wuchtig ins Schloss fiel, schien noch Stunden später nachzuhallen.
Alles im Haus hallte, jedes Geräusch, das sie machte, waren es Schritte oder sonst etwas, alles andere erzeugte ein Echo.
Selbst die Stereoanlage, die sie zur Ablenkung eingeschaltet hatten schien ihren Klang so verändert zu haben, dass jeder Ton ein Beleg dafür war, dass sie nunmehr allein war in diesem viel zu großen Haus und auch in diesem viel zu großen Leben.
Nachts schrak sie durch Geräusche auf.
Tagsüber wandelte sie durch die leere Wohnung.
Sie suchte in ihrem Terminkalender nach einer Freundin, die sie anrufen konnte, doch sie fand keinen Namen, mit dem sie sich gerne unterhalten hätte.
Zu lange hatte sie ihre Freundschaften vernachlässigt. Nunmehr waren es allenfalls noch Bekannte.
Schließlich kam sie an ihrer Sporttasche vorbei. Unschlüssig blieb sie daneben stehen. Auch wenn sie seit Monaten nicht mehr da gewesen war, so zahlte sie immer noch die Beiträge. Anstatt in der Wohnung rumzugammeln, konnte sie sich auch mit sinnlosen Bewegungen die Zeit vertreiben.
So zog sie sich um. Unversehens hatte sie die Kette in der Hand. Die beiden Steine, die ihre Füße so malträtiert hatten und die im Studio einen so großen Erinnerungswert hervorgerufen hatten.
Natürlich zog sie die Kette nicht an, sie warf sie aber auch nicht weg. Sie steckte sie zurück in die Tasche.
Im Fitnessstudio ertappte sie sich mehrere Male dabei, wie sie nach der Lehrerin Ausschau hielt. Sie versuchte den Gedanken zu verdrängen, aber so ganz gelang ihr das nicht.
Mehrere Male erblickte sie aus den Augenwinkeln den blonden Pferdeschwanz, doch wenn sie ihren Kopf drehte, entpuppte sich dieser als jemand anders, einmal sogar nur als Handtuch.
Irene versuchte auf diese Reize nicht zu reagieren, sie konzentrierte sich auf die Geräte, dachte, dass Scheuklappen angemessen wären und kam dabei unwillkürlich auf die Augenbinde, die sie mehrmals hatte tragen müssen, unter anderem an den beiden verhängnisvollen Tagen.
Alles schien irgendwie auf die Lehrerin hinzulaufen, dachte sie als sie sich bewusst wurde, dass sie im Begriff war 3000 Meter zu laufen wie bei dem letzten gemeinsamen Besuch, als sie auf die Toilette ging und sich unversehens in der gleichen Kabine befand, in der sie ihre Schamhaare getrimmt hatte, als sie über die nachgewachsenen Stellen strich, als sie in ihren Wagen stieg und hinter der Kopfstütze des Beifahrersitzes ein langes blondes Haar fand.
Als sie aus der Dusche stieg, betrachtete sie ihren Körper lange im Spiegel und dachte darüber nach, wie sie durch ihr verantwortungsloses Verhalten alles aufs Spiel gesetzt und verloren hatte.
Alles schien nunmehr fremd geworden zu sein.
Sie strich erneut über den nunmehr recht unansehnlichen Wuchs ihrer Schamhaare. An den Rändern zeigten sich bereits wieder Stoppeln. In einigen Monaten hätte sie wieder ihr Aussehen wie vor den Eskapaden.
Kurz entschlossen griff sie zur Schere und stellte wieder den bekannten Zustand her.
Und sie ertappte sich erneut dabei, dass sie etwas länger an der Zone um ihre Schamlippen herumschnitt, als dies nötig gewesen wäre.


18
Tagebuchnotizen
„Ich möchte, dass du Julias Aufzeichnungen liest. Es sind zunächst Tagebuchaufzeichnungen. Sie beginnen noch in der Schulzeit, später werden es dann eigens für mich erstellte Berichte. Julia hat ihr Einverständnis gegeben, dass du sie liest.“
Mit diesen Worten gab die Lehrerin Irene eine Mappe mit Aufzeichnungen. Gedankenverloren hatte Irene die Tür geöffnet, als es geklingelt hatte.
Mehrere Wochen waren mittlerweile vergangen und Irene hatte diese mehr oder weniger gut totgeschlagen.
Sie konnte nicht genau sagen, welche Gedanken ihr durch den Kopf schossen, als sie die Lehrerin sah. Es war kein Hass, es war keine Abneigung, irgendwie war es Erleichterung, die dann aber schnell von einer unbekannten Instanz in ihrem Kopf weggewischt wurde, eine Erwartungshaltung vielleicht, so genau war das alles nicht zu benennen.
Irene war zu verwirrt, um sich ein Bild über den Zustand in ihrem Kopf zu machen.
So nahm sie die Mappe an und war erstaunt darüber, dass die Lehrerin keine Anstalten machte, ein Gespräch mit Irene zu suchen.
Sie wusste nicht einmal mehr, ob sie das gewollt hätte.
Zunächst legte sie die Mappe einfach weg, gewillt sie zu ignorieren. Doch ihre Gedanken kehrten immer wieder zu ihr hinweg und so ergriff sie die Aufzeichnungen schließlich doch.
1. Eintragung
Heute hat mich Frau Wantia total komisch angesehen. Wir machten gerade irgendeine Aufgabe und sie lief durch die Klasse. Ich habe mich nicht drum gekümmert.
Auf einmal sah ich, wie sie am Fenster lehnte und mich ansah. Ich hatte das bauchfreie Top an. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Als ich aber einige Augenblicke später noch mal guckte, sah sie mich immer noch an.
Ich habe so getan, als hätte ich es nicht bemerkt und dann habe ich mich aufgerichtet und so richtig ausgestreckt, meinen nackten bauch so richtig gezeigt.
Der Spinner am anderen Tisch wäre fast vom Stuhl gefallen. Aber der interessiert mich nicht. Die Wantia starrte mich die ganze Zeit an.
Komisch.
2. Eintragung
Heute hat sie mich schon wieder angesehen. Ich habe extra das weite Top angezogen. Als sie hinter mir stand, habe ich sie irgendwas gefragt und mich leicht nach vorne gebeugt. Sie konnte mir genau in den Ausschnitt sehen und sie hat’s auch gemacht.
Irgendwie ein geiles Gefühl, dass meine Lehrerin mich beglotzt.
Die Typen stehen alle auf sie. Ist ja klar. Die stehen aber auch auf alles, was Titten hat.
3. Eintragung
Heute habe ich sie mir angeguckt. Nicht so, wie sie mich, sie trägt ja nicht so offene Klamotten. Sie sieht eigentlich ganz nett aus.
Ziemlich sexy für eine Lehrerin.
Mannomann. Die ist echt noch knackig und von der lasse ich mich gerne begaffen. Lieber als von diesen pickligen Typen in meiner Klasse.
Heute bin ich nach der Stunde zu ihr gegangen, hab sie was gefragt und mich über das Pult gebeugt, an dem sie saß. Die konnte mir bis zum Bauchnabel sehen.
Und das hat sie auch gemacht.
Ich hab ne Gänsehaut bekommen, als ich ihre Blicke auf meinem Vorbau gespürt habe. Geil!
4. Eintragung

Oh, Mann, das war scheiße heute!
Heute hat mich die Wantia voll fertig gemacht vor der ganzen Klasse. Ich musste nach vorne kommen und da hat die mich total ausgequetscht. Hausaufgaben abfragen. Hab ich natürlich nicht gemacht. Keiner hat die gemacht. Aber wen pickt die raus? Mich! Die hat mich aufm Kicker.
„Julia, wie heißt dies? Wann war das und was bedeutet das? Erklär mal das.“
Was weiß ich denn?
„Du hast wohl deine Hausaufgaben nicht gemacht?“
Mann, das hast du aber schnell gecheckt.
Aber das komische war, als die mich so ausgequetscht hat, da hat die sich so hingestellt, dass nur ich sehen konnte, wie die sich immer am obersten Knopf der Bluse rumgefummelt hat und einmal, bei so einer ganz fiesen Frage hat die sich an die Brüste gepackt und ich könnte schwören, dass die dabei gelächelt hat.
Ich konnte mich echt nicht konzentrieren auf ihre Fragen.
Macht die mich an oder was?
Das kann doch nicht sein, dass die mich anmacht.
Was zum Teufel soll das?
Ich habe später Anita gefragt, die hat aber nix gesehen.
Die meinte, ich würde spinnen. Und dann meinte sie, ich würde auf meine Lehrerin stehen und wie arm das wäre.
Ich habe gesagt, sie soll zum Teufel gehen.
Als ich abends im Bett lag, hab ich nachgedacht.
Geil ist die schon. Der Gedanke, was mit meiner Lehrerin zu haben, hat mich schon angemacht. Ich habe mir mit dem Gedanken an sie einen runtergeholt.
5. Eintragung
Zwei Wochen sind vergangen und sie hat nichts getan.
Diese verdammte Schnalle. Ich habe sie mit allen Tricks versucht, anzumachen. Ich habe die Tops angezogen, die am tiefsten ausgeschnitten sind. Wenn die Typen hinter mir herlaufen, stolpern sie über ihre eigenen Füße, sehen sie meine tief geschnittenen Jeans und den Tanga, der rausschaut. Meinem Mathelehrer läuft förmlich der Sabber aus dem Mundwinkel, wenn er mich in meinen bauchfreien Tanks sieht.
Und was macht sie?
Sie beachtet mich gar nicht.
Sie nimmt mich auch nicht mehr dran.
Ich melde mich wie eine Irre, mache im Unterricht mit, mache meine Hausaufgaben ständig, sie kümmert sich gar nicht darum.
Ich warte nach dem Unterricht und stelle ihr idiotische Fragen, halte ihr meine Titten hin und was macht sie? Sie beantwortet meine Fragen und sieht mir dabei ganz normal in die Augen!
Das kann doch nicht sein?
Wie kann die mich zuerst so anmachen und dann plötzlich nicht mehr reagieren?
Die kann mich doch nicht so abservieren!
Vor einigen Tagen habe ich mir Papas Kamera ausgeliehen. Er hat eine verdammt kleine Digitalkamera. Ich habe sie heimlich im Unterricht fotografiert und dann auf dem Schulhof. Nach der Schule habe ich auf sie gewartet und sie auf dem Parkplatz noch einmal fotografiert. Ich wollte einfach ein Bild von ihr haben. Die meisten sind nichts geworden, aber einige habe ich ausgedruckt. Ich muss natürlich aufpassen, dass die niemand sieht.
6. Eintragung
Heute habe ich harte Geschütze aufgefahren. Von Irene habe ich mir ein Kleid geliehen, ein Sommerkleid, ein ganz kurzes. Sieht zwar ein bisschen nach Rentner aus, aber es ist kurz. Während des Geschichtstests habe ich mich genau vor ihr Pult gesetzt. Und dann habe ich meine Beine gespreizt und mir während des Tests die Schenkel gestreichelt.
Ich musste natürlich höllisch aufpassen, dass das keiner meiner Mitschüler sieht, aber die waren alle mit dem Scheiß Test beschäftigt. Sie musste das gesehen haben.
Und sie hat es auch gesehen. Einmal hat sie mir tief in die Augen gesehen!
Sie hat mich angesehen!
Gott diese Augen! Ich war ganz hin und weg.
7. Eintragung
Test 5.
Scheiß drauf.
Ich muss unbedingt aufschreiben, was heute passiert ist. Ich kann es selbst nicht glauben!
Oh Mann!
Nachdem ich mit dem Kleid so einen Erfolg gehabt habe, habe ich es noch weiter getrieben. Heute hatten wir wieder bei Wantia und ich habe das gleiche Kleid wieder angezogen. In der Pause bin ich ins Klo gegangen und habe den Slip ausgezogen und dann habe ich in der Klasse meine Beine so gespreizt, dass sie meine nackte Pussi sehen konnte. Es war ein absolut geiles Gefühl, sich so meiner Klassenlehrerin zu zeigen.
Und total bekloppt, denn wer traut sich schon so was?
Sie hat’s gesehen, aber sie hat sich nichts anmerken lassen.
Nach der Stunde hat sie mich nach vorne gerufen und total den Aufstand gemacht.
Was mir einfallen würde, so vor ihr zu posieren?
Hier ohne Höschen rumzulaufen und das auch noch so zu zeigen.
Ich habe natürlich alles abgestritten und ihr gesagt, dass ich wohl eins trage.
Sie ist total ausgeflippt und meinte, ich solle aufhören zu lügen.
Ich hab ihr gesagt, dass ich eins anhabe.
Dann hat sie gesagt, dass man das einfach überprüfen könnte. Sie solle einfach den Rock hochheben.
Ich hab natürlich gesagt, dass ich das nicht mache. Dann hat sie gesagt, dass ich das jetzt und hier machen könne oder sie mit mir zur stellvertretenden Direktorin gehen könnten, damit das vor Zeugen geklärt wird.
Die stellvertretende ist total bescheuert und außerdem schon mindestens 55. Das wollte ich nicht.
Ich habe also zugestimmt und den Rock gehoben.
Irgendwie war das peinlich und dann aber auch wieder spannend, mich so der Lehrerin zu zeigen.
Sie hat mir gesagt, ich solle so stehen bleiben und ist dann um mich herum gelaufen, damit sie auch noch meinen Arsch sehen konnte. Dann durfte ich den Rock wieder fallen lassen. Ich war sogar ein bisschen enttäuscht, das war ein geiles Gefühl gewesen.
Aber es war noch nicht zuende.
Sie sagte, so könne ich den Rest des Tages nicht rumlaufen. Ob ich ein Höschen dabei hätte. Hatte ich na klar, aber ich wollte das Spiel noch was mitmachen. Ich fand das total geil, mich so betrachten zu lassen.
Also habe ich nein gesagt.
Sie hat einen Moment überlegt:
„Dann müssen wir improvisieren.“
Sie kramte aus ihrer Tasche einen ausgeleierten Gummi heraus und ein paar Tempotaschentücher und ein paar Büroklammern.
Ich wusste erst gar nicht, was das alles sollte.
Aber sie meinte:
„Dann machen wir dir jetzt einen Slip und wehe du verlierst den.“
Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte.
Ich musste den Rock wieder heben.
Sie kniete sich vor mich und ich musste in den Gummi steigen.
Oh Mann, ihr Kopf war ganz nah an meiner Muschi.
Das kann sich auch keiner vorstellen.
Den zog sie hoch, über meine Hüften und lies ihn auf meine Hüften klatschen. Das tat ziemlich weh und ich zuckte zusammen und beschwerte mich.
Sie sagte, ich solle den Mund halten.
Dann nahm sie zwei Tempos, faltete die zu zwei Dreiecken und klemmte die mit der Büroklammer zusammen.
Dann musste ich in die beiden Dreiecke steigen und sie befestigte sie mit Büroklammern an dem Gummiband.
Die ganze Zeit über musste ich den Rock hochhalten und ihr Gesicht war ganz nah an meiner Muschi und meinem Arsch.
Und ihre Finger, die an meiner Hüfte rumfummelten!
Oh Mann, ich wurde echt heiß!
Total geil.
Das hält doch nie, meinte ich nur.
Und sie: Ich werde das nach der sechsten Stunde noch mal überprüfen, und wehe das Teil ist nicht mehr da.
Es war ein wirklich fieses Gefühl. Mit diesem Gummiband, das mir in die Haut schnitt und diesem Papierslip. Dann stach mich eine Klammer genau in die Muschi, ich musste die ganze Zeit auf einer Arschbacke sitzen.
Es war ein Scheißgefühl!
Ich fühlte mich, als hätte ich eine verdammte Windel an.
Und dann in der nächsten Stunde, da holte die mich sogar an die Tafel. Ich musste aufstehen und verdammt vorsichtig nach vorne tippeln, denn ich spürte, dass das Teil rutschte.
Die ganze Klasse fragte sich, was ich denn wohl hätte.
Es war super peinlich.
Und sie hat nur fies gelächelt. Ich hätte ihr eine klatschen können.
Ich war froh, als ich mich wieder setzen konnte.
So eine hinterhältige Kuh.
Nach der stunde sagte sie mir, dass ich nach der sechsten vor dem Lehrerzimmer warten solle, sie würde überprüfen, ob der Slip noch da sei.
Die hat sich echt Zeit gelassen, bis sie endlich kam. Alle anderen waren schon gegangen, als sie endlich kam. Ich habe mindestens 15 Minuten gewartet.
Ich war total sauer, wie die mich behandelt hat.
Das habe ich ihr auch gesagt. Ich hab ihr gesagt, dass sie das mit mir nicht machen könne, dass sie so keine Schüler behandeln könne.
Und dann hat sie echt cool reagiert, sie meinte:
„Du hast recht. Ich habe nicht das Recht. Du hast zwei Möglichkeiten. Du kannst jetzt einfach gehen und wir vergessen alles. Ich werde dich wieder so wie alle anderen behandeln. Du hast keine Nachteile zu befürchten.“
Oder?
„Oder du hebst jetzt den Rock und zeigst mir, dass du ein braves Mädchen warst. Dann kommst du in den Genuss meiner Aufmerksamkeit. Was das heißt, kannst du dir denken. Überleg es dir.“
Ich wusste echt nicht, was sie meinte, aber ich sah ihren Blick.
Eigentlich total bescheuert.
Warum soll ich mich von einer Lehrerin noch weiter nerven lassen, als sie das ohnehin schon in der Schule tut?
Aber die hatte mich am Haken.
Ich habe echt den Rock für die angehoben.
Dann durfte ich gehen.
Oh Mann, wenn ich nur daran denke, muss ich schon wieder an mir rumspielen.
8. Eintragung
Am nächsten Tag rief sie mich nach der Klasse zu sich und sagte mir, dass sie meine Klamotten nicht gut fand.
Dabei hatte ich mich extra für sie in Schale geworfen.
Ich hatte ein tief ausgeschnittenes und bachnabelfreies Top an, eine tief geschnittene Jeans, aus der vorne und hinten ein durchsichtiger String schaute.
Ich sah verdammt heiß aus.
Den Pickel-Bubis beulten die Hosen aus und man musste aufpassen, auf deren Sabber nicht auszurutschen, so glitschig war der Boden.
Hätten die ein Thermometer an mich gehalten, die ganze Schule hätte sofort hitzefrei bekommen.
Ich war die Göttin dieses ganzen verdammten Ladens.
Und was sagte die Wantia?
„Du hast es doch nicht nötig, dich so aufzutakeln. Du siehst aus wie eine Bordsteinschwalbe.“
Ich musste mich vor sie hinstellen.
„In ein paar Monaten verlässt du die Schule mit dem Abi, und du läufst immer noch rum, als wärst du gerade in die Pubertät gekommen. Warum zeigst du einfach so alles, was du hast? Du bist attraktiv, aber es wirkt billig, wenn du das jedem einfach so zeigst.“
Und dann nahm sie ihren Rotstift und fuhr den Träger meines Tops langsam entlang. Die Schulter hinunter, über die Wölbung meiner Brüste und wieder hoch zu der anderen Schulter. Dann über den Bauch, sie umkreiste meinen Bauchnabel und fuhr über den Bund der Jeans.
Das war ein total geiles Gefühl. Da hat es echt geknistert. Ich habe eine Gänsehaut bekommen, und sie hat mich richtig angemacht.
Meine Fresse, ich hätte nicht gedacht, dass die mich so heiß machen kann.
Und mit dem Rotstift. Das hat die bestimmt absichtlich gemacht, denn mit dem Stift macht die ja ihre Noten und korrigiert ihre Arbeiten. Das ist so eine Art Machtsymbol oder so.
Sie meinte, ich solle viel weniger Haut zeigen und den Anblick für spezielle Menschen aufsparen, die es Wert wären.
Ab morgen soll ich mich anders zeigen.
Ich weiß nicht. Sie hat ja irgendwie recht, aber ich zeige mich halt gerne.
9. Eintragung
Irgendwas stimmt mit Irene nicht. Die benimmt sich in letzter Zeit total komisch. Letztens habe ich gehört, wie sie mit Frau Wantia telefoniert hat. Sie hat sich ganz komisch benommen, ich kann es nicht erklären.
10. Eintragung
Irgendwas verschweigt sie mir. Es muss irgendwas sein, was ihr total peinlich ist. Mir ist aufgefallen, dass sie nur noch Röcke trägt. Und dann die neue Wohnzimmereinrichtung. Wir haben keine Kaffeemaschine mehr, sondern eine Espressomaschine. So ein Quatsch. Sie macht jetzt Sport. Albern.
Ich wüsste gerne, was da los ist. Vielleicht hat sie einen neuen Macker. Wird ja auch irgendwie Zeit. Neuerdings geht sie öfters weg. Auch abends. Aber wenn man sie fragt, dann druckst sie nur rum und wird verlegen.
Vielleicht sollte ich ihr mal nachspionieren.
11. Eintragung
Sie hat mir einiges versprochen, wenn meine Noten besser werden und ich mich besser benehme.
Ich arbeite jetzt wie eine Wilde! Keine Ahnung, was sie zu bieten hat, sie hat nichts konkretes gesagt, aber ich nehme alles, was sie mir gibt!
Wie haben uns unterhalten, ich habe ihr gesagt, dass ich Tagebuch schreiben und sie hat mir gesagt, ich solle die Passagen, die sich mit ihr beschäftigen, kopieren und ihr mitbringen. Das ist eigentlich verdammt viel verlangt, wenn man bedenkt, dass so ein Tagebuch doch das persönlichste der Welt ist.
Ich habe es natürlich gemacht. Sie sagte nur, dass ich damit weitermachen soll wie bisher. Das werde ich.
12. Eintragung
Hab lange keine Zeit gehabt, zu schreiben. Klausuren und fürs Abi pauken. Mann. bin ich froh, wenn das alles vorbei ist.
In den letzten Wochen hat sich viel verändert.
Ich zieh mich jetzt jeden Tag so an, wie Frau Wantia das bestimmt. Das heißt keine nuttigen Klamotten mehr. Manchmal ein Rock, aber ein langer. Ich habe mich dran gewöhnt.
Vor zwei Wochen musste ich abends zu ihr kommen.
Sie hätte von Mitschülern gehört, dass ich neuerdings eine Tätowierung oder ein Piercing hätte.
Das war Quatsch, aber sie hörte nicht auf mich und so befahl sie mir, dass ich mich ausziehen sollte.
Das tat ich natürlich verdammt gerne.
Sie saß in einem Sessel und sah mir zu, wie ich mich auszog.
Mir liefen Schauer über den Rücken und ich wurde so richtig feucht.
Ich spreizte meine Beine ein wenig und hoffte, dass sie es sah und irgendwas machen würde.
Frau Wantias Augen haben etwas total erregendes. Sie sind kalt und man kann es mit der Angst bekommen, wenn sie einen ansieht. Aber sie sind auch total scharf. Man kann ihr nicht lange in die Augen gucken, dann muss man wegsehen. Es ist komisch.
Sie saß nur da, bis ich total nackt war.
Dann stand sie auf und kam zu mir. Sie blickte auf jeden Quadratzentimeter meines Körpers. Mir lief es echt heiß und kalt den Rücken runter.
Damm stellte sie sich hinter mich und ich spürte ihre Augen auf meinem Rücken.
Ich konnte das echt nicht mehr aushalten und bettelte darum, dass sie mich anfassen sollte.
Ich flehte wirklich, dass ich ihre Hände auf meinem Körper spüren wollte, dass ich wirklich alles täte, wenn sie mich anfassen würde.
Ich wollte sie küssen.
Ich wollte von ihr in den Arm genommen werden.
Ich wollte von ihr verwöhnt werden.
Gott, ich will alles von ihr!
Ich habe blitzschnell ihre Hand ergriffen und sie in meine feuchte Muschi stecken wollen, um ihr zu zeigen, wie scharf ich auf sie bin, aber sie hat sie weggezogen.
Ich bin auf die Knie gefallen und habe gefleht. Und dabei bin ich immer schärfer geworden.
Auf einmal spürte ich, wie mir mein Saft die Schenkel runterfloss. Nur ganz wenig, aber ich sah, wie es glänzte, und der Anblick machte mich noch schärfer.
Und dann hat sie mich angeschrieen.
Sie war total außer sich.
So habe ich sie noch nie gesehen.
Meinte, ich solle mich beherrschen und dass ich es bereuen würde, wenn ich nicht sofort aufhören würde.
Aber ich konnte nicht.
Ich konnte nicht aufhören.
Dann drückte sie meinen Kopf auf den Boden, aber meine Knie blieben oben, sodass mein Arsch in die Luft ragte.
Sie sagte mir, ich solle so bleiben.
Endlich, dachte ich, jetzt besorgt sie es mir.
Aber dann hörte ich ein fieses Zischen und es knallte superheftig auf meiner linken Arschbacke.
Es tat echt höllisch weh.
Dann noch so ein Schlag auf die andere Backe.
Und dann noch einen genau dazwischen auf meine feuchte Muschi.
Ich dachte echt, ich würde ohnmächtig und kippte zur Seite und heulte nur noch.
Das war echt brutal.
Sie setzte sich wieder in ihren Sessel und sah mir zu, wie ich auf dem Boden lag.
Die hatte mich mit einer Fliegenklatsche geschlagen.
Mit einer verdammten Fliegenklatsche!
Kann man sich das vorstellen!
Als ich mich endlich einigermaßen beruhigt hatte, sagte sie, ich solle sie ansehen.
Und dann sprach sie ganz ernst mit mir. Sie meinte, sie würde mich mögen, sie würde viel von mir halten und sie hätte etwas in mir entdeckt, aber ich müsse lernen, mich zu beherrschen und zu gehorchen, bevor ich weiter gehen könnte.
Ich habe keine Ahnung, was sie meinte.
Und wenn ich nicht gehorchen würde, dann würde ich dafür büßen müssen oder sie würde mich wegschicken.
Dann musste ich mich anziehen und gehen.
Nur meinen Slip behielt sie.
Jetzt, wo ich das schreibe, muss ich daran denken, wie geil das doch alles war. Mit tun immer noch die Backen weh.
Oh Mann, ich bin schon wieder rollig.
13. Eintragung
So, Abi ist geschafft!
Die Noten sind besser, als ich gedacht hätte. Aber ich habe auch wirklich dafür gelernt.
Frau Wantia hat mich heute zu sich eingeladen.
Ich freu mich schon total drauf.
Sie hatte mir versprochen, wenn ich mit Abi fertig wäre, dann könnte ich was erleben.
Ich bin fertig und sie ist zufrieden mit meinen Leistungen. Eine Belohnung habe ich mir echt verdient!
14. Eintragung
Sie hat mich über Irene ausgefragt. Sie wollte wissen, wie ich zu ihr stünde und was ich von ihr hielte. Ich habe alles wahrheitsgemäß beantwortet.
Es war seltsam.
Immerhin weiß ich jetzt, dass Irenes komisches Verhalten mit Frau Wantia zu tun hat.
Ist schon komisch.
Sie will mir jedenfalls etwas zeigen. Etwas schenken, hat sie sogar gesagt.
Nächsten Dienstag soll ich zu ihr kommen.
Ich habe die Aufgabe erhalten, von dem, was ich da sehe, einen genauen Bericht anzufertigen. Wie in der Schule.
Das hört sich nicht sehr witzig an. Warum soll ich irgendwelche Aufsätze schreiben, das ist doch doof!
Immerhin habe ich das Abi!
Naja, ich habe ihr versprochen, dass ich mich anstrenge.
Hier endeten die Eintragungen, als nächstes kam der Bericht Julias, der Irene so erschüttert hatte.
Sie las ihn erneut und fuhr dann fort mit der nächsten Eintragung nach dem Bericht:
15. Eintragung
Von jetzt an ist das hier so was wie ein Berichtsheft. Kein Tagebuch mehr.
Ich soll alles aufschreiben, was mit Irene und Frau Wantia und mir zu tun hat. Es ist eine komische Sache. Auf der einen Seite ist es super persönlich, was ich hier aufschreibe, auf der anderen Seite wird Frau Wantia das alles lesen, und sie meint, dass Irene das vielleicht auch zu lesen bekommt. Und sie sagt, dass ich offen und ehrlich sein soll und meine Gedanken so aufschreiben soll. Ich soll mir keine Gedanken machen, was Frau Wantia davon hält und ich soll nicht rumschleimen oder so.
Ich bemühe mich.
Auf der anderen Seite bin ich heute bestraft worden für den Bericht, den ich abgeliefert habe.
Frau Wantia meinte zwar, dass es keine Strafe sei, sondern dass ich nur etwas lernen müsse, aber für mich hat sich das verdammt wie eine Strafe angefühlt.
Außerdem soll ich meine Sprache ändern. Ich soll die Vulgärsprache einschränken. Also nicht mehr fluchen.
Und dann soll ich nicht mehr in dieser Berichtsform schreiben, sondern mit wörtlicher Rede, wenn irgendwer was sagt. Das würde es alles plastischer machen.
Ist ja wie in der Schule.
Aber ich versuche es.
Naja, dann schreibe ich mal auf, was nach dem Bericht passiert ist.
Ich bin nachhause gegangen und bin, weil ich das sollte, Irene aus dem Weg gegangen. Ich bin in mein Zimmer gegangen und habe Musik gehört. Am nächsten Morgen am Frühstückstisch war ich ganz kurz angebunden, damit sie nichts mitbekommt. Es war schwer.
Ich konnte mir ein Grinsen echt nur schwer verkneifen.
Frau Wantia hat mir am nächsten Tag eine SMS geschickt. Ich solle um 17 Uhr zu ihr kommen.
Ich war natürlich pünktlich.
An der Tür steckte ein Briefumschlag.
„Geh mit gesenktem Kopf ins Wohnzimmer, knie dich in der Mitte auf den Boden und halte die Augen auf jeden Fall auf den Boden gesenkt.
Das tat ich also. Nur aus den Augenwinkeln konnte ich sehen, dass Frau Wantia auf ihrer Couch saß.
Sie sagte: „Ich werde dich heute testen. Wenn du bestehst, lasse ich dich mehr kosten von dem, was du bereits gesehen hast. Wenn du versagst, werde ich dich bestrafen oder sogar fallen lassen. Hast du verstanden?“
Ich sagte nur: „Ja.“
„Gut“, sagte sie, „du wirst mich heute nicht ansehen, egal was passiert. Zunächst ein paar Worte zu deinem Bericht.“
Sie kritisierte zuerst, wie ich ja schon erwähnt habe, meine Sprache.
Dann sagte sie: „Und jetzt zum Inhalt. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem was du schreibst. Es gefällt mir und ich bin mir sicher, dass die Unsicherheiten, die du in deinem Bericht offenbart hast, bereinigen können. Du suchst nach deinem Platz und ich werde ihn dir zuweisen. Mach dir also keine Sorgen. Eins aber solltest du dir sofort abschminken. Du hast deine Stiefmutter nicht in der Hand und du wirst sie nicht erpressen. Was immer du tust, du wirst immer alles nur auf meine Anweisung und mit meiner Billigung tun, ist das klar?“
„Ja“, sagte ich nur, „Ich habe es ja nicht so -“
„Ich spreche jetzt“, würgte sie mich ab. „Dir gefallen beide Seiten des Spiels, aber einem solltest du dir immer bewusst sein. Du wirst nie über oder auch nur neben mir stehen. Ich werde immer das Sagen haben. Wenn du auch nur einmal etwas ohne meinen Willen oder hinter meinem Rücken tust, dann wirst du das bitter bereuen.“
„Ich habe es verstanden.“
„Schön. Und um sicher zu gehen, dass du das auch nicht vergisst, werde ich dir jetzt zeigen, was ich meine. Du öffnest jetzt deine Hose und ziehst sie und deinen Slip bis auf die Knie runter.“
„Verstanden.“
Ich tat, was mir befohlen worden war und achtete darauf, sie nicht anzusehen. Natürlich wusste ich, was kommen würde und ich hoffte nur, dass es nicht zu schlimm werden würde.
Dann sagte sie: „Beug dich vor und leg deinen Kopf auf den Boden.“
Ich machte, was sie wollte. Mein Hintern ragte in die Höhe, wie bei den Enten im Park. Sie stand auf und kam näher. Ich konnte es hören und ich sah ihre Schuhe auf mich zukommen.
„Mir liegt nichts an Schmerzen. Ich bereite anderen nicht gerne Ungemach. Aber du solltest lernen, dass ich keine Nachlässigkeiten dulde.“
Als ob ich das nicht aus der Schule kannte. Sie war manchmal wirklich unbarmherzig gewesen.
„Deshalb heute eine Lektion, die du so schnell nicht vergessen wirst. Hoffen wir, dass du das heute zum ersten und zum letzten Mal erleben wirst.“
Sie machte mir wirklich angst. So hatte ich mir all das nicht vorgestellt, aber ich würde das schon ertragen.
Dann sagte sie: „Sagen wir ein Duzend.“
Wenn ich an die Schmerzen der letzten Schläge dachte, dann wusste ich, dass ich das nicht würde ertragen können. Aber ich protestierte nicht, sonst hätte ich vielleicht noch mehr bekommen.
„Du zählst mit.“
Und eine Sekunde später zischte diese Fliegenklatsche schon auf meine linke Pobacke.
Es brannte wie die Hölle.
„Eins“, presste ich hervor.
Wieder ein Schlag genau auf dieselbe Stelle.
Das letzte Mal hatte sie auf beide Backen geschlagen. Ich hoffte nur, dass sie nicht alle Zwölf auf eine Stelle schlagen würde.
„Zwei“
„Das nächste Mal lauter!“
Es war wie auf einer Sträflingsgaleere.
Ich würde die niemals alle aushalten.
„Drei“
Bei dem siebten Schlag fing ich an zu heulen. Mein ganzer Hintern brannte wie die Hölle. Sie hatte nicht gewechselt. Alle zwölf sollten auf eine Backe kommen.
Bei dem neunten Schlag fing ich an zu winseln, dass sie bitte aufhören solle, dass ich verstanden hätte, was sie mir mitteilen wollte und dass ich nie mehr ihre Befehle ignorieren würde. Die Tränen liefen mir in Strömen die Backen runter und musste ständig den Rotz aus der Nase wischen.
Und sie sagte: „Wenn du willst, höre ich auf. Du kannst jederzeit aufstehen und gehen. Ich halte dich nicht zurück. Du bist freiwillig hier. Du kannst gehen, wenn du willst. Aber dann brauchst du dich hier auch nicht mehr blicken zu lassen.“
In dem Moment hasste ich sie echt.
Wie konnte man nur so brutal sein?
Ich wollte ja, aber diese Schmerzen konnte ich nicht mehr ertragen, das musste sie doch verstehen. Ich war echt drauf und dran aufzustehen.
Ich riss mich zusammen und blieb liegen. Die letzten drei würde ich auch noch ertragen können. Es wäre dumm gewesen, jetzt aufzugeben.
Beim elften Schlag war ich wieder total fertig und flehte und bettelte wieder, dass sie mir den letzten ersparen sollte, dass ich doch schon so viele ertragen hätte.
Es war idiotisch, den einen hätte ich auch noch hinnehmen können, aber die ganze Heulerei hatte mir wohl das Hirn ausgetrocknet.
Ich faltete meine Hände zusammen und flehte sie an, wie Jesus in der Kirche.
Und sie stand da, sah von oben auf mich herab, ich sah sie an und heulte ihr was vor.
Und sie stand da und sagte keinen Ton.
Ich dachte zuerst, dass ich vielleicht Erfolg hätte, dass sie überlegte, ob sie mir den letzten Schlag schenken solle, also flehte ich weiter.
Und sie stand da und sagte immer noch keinen Ton.
Schließlich checkte ich es auch.
Ich hatte sie angesehen.
Schuldbewusst senkte ich wieder meinen Kopf.
„Das war nicht klug.“
Das wusste ich selbst.
„Ich habe dich gewarnt. Wenn du den Mund hältst und mir nicht mehr die Ohren zuheulst, gebe ich mich sechs weiteren zufrieden. Wenn ich nur ein Wort höre, werden es zwölf. Wenn du einverstanden bist, dann nicke doch einfach.“
Ich hasste sie. Wie konnte man nur so fies sein? Mir gingen echt Hunderte von Dingen durch den Kopf, die ich ihr hätte sagen wollen. Aber zwölf wollte ich auch nicht.
Also nickte ich nur.
„Na dann geht’s weiter“, sagte sie und knallte mir den zwölften Schlag auf die linke Backe. Sofort liefen mir wieder die Tränen die Backen runter.
„Zwölf“, sagte ich nur mit Mühe.
„Gut, und jetzt noch sechs.“
Ich hatte Angst, ohnmächtig zu werden, doch sie schlug glücklicherweise auf die andere Backe.
Es war echt zu viel. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das durchhalten würde, aber irgendwann hörte sie auf.
„Das hast du gut gemacht, ich bin stolz auf dich“, sagte sie, und dann: „Du darfst jetzt gehen, aber sieh mich nicht an. Das war keine Strafe, das war nur eine Lektion und ein Ausblick darauf, was dich erwartet, wenn du dich mir wiedersetzt. Hast du verstanden?“
„Ja.“
„Dann darfst du jetzt gehen. Ich werde mich zu gegebener Zeit bei dir melden. Morgen erwarte ich deinen Bericht in meinem Briefkasten.“
Ich zog mir vorsichtig die Hose über meinen brennenden Hintern und verließ wie ein geprügelter Hund ihre Wohnung.
Mein Hintern ist immer noch total wund. Ich kann seit gestern nicht sitzen. Den Bericht habe ich auf dem Bauch liegend geschrieben. Ich werde wohl zu ihrer Wohnung laufen müssen, denn auf einen Fahrradsattel kann ich mich beim besten Willen nicht setzen.
Auf der letzten Seite befanden sich noch zwei knappe Fragen der Lehrerin:
Ist es das wert?
Bist du jetzt glücklicher?

19
Einsichten
Man ist sich des Wertes einer Sache erst bewusst, wenn sie verloren ist.
Ist Selbstachtung wichtiger als Befriedigung?
Führen moralische Maximen ins Unglück?
Was es das wert?
Bin ich jetzt glücklicher?
Zumindest die letzte Frage war einfach zu beantworten. Glücklicher war sie nicht. Sie war kreuzunglücklich.
Alles hatte sie verloren.
Wenn ihr in den letzten Tagen, in denen sie ihren Kopf zermartert hatte, eines klar geworden war, dann war das die Tatsache, dass sie ohne die Lehrerin nicht leben konnte.
Nicht ohne die unvermuteten Anrufe und Aufgaben, nicht ohne die bizarren Demütigungen, nicht ohne die Lust und Aufmerksamkeit.
Das, was sie heimsuchte, war mehr als Trennungsschmerz. Es war Liebeskummer. Die Frage, die sich ihr stellte, war die, wie die Lehrerin ihrerseits für sie empfand.
Liebte die Lehrerin sie ihrerseits?
Irene war klar geworden, dass es kein besseres Wort für ihre Beziehung zu der jüngeren Frau gab als Liebe.
Eine seltsame, vielleicht perverse Liebe.
Wenn sie sich herumkommandieren ließ, wenn sie sich demütigen ließ und sogar, wenn ihr Schmerzen zugeführt wurden, so empfing sie all dies als Akt der Liebe.
Es war ein Geschenk eines Liebenden.
Warum tat die Lehrerin all das?
Welche Motivation hatte sie?
War sie nichts anderes als eine Sadistin, die Spaß an der Demütigung fand?
War Irene austauschbar?
Durch jede andere Frau ersetzbar?
War sie zu einem Objekt degradiert?
Austauschbar?
Oder gab es eine besondere Bindung zwischen ihnen?
Beidseitig?
Die Lehrerin hatte einmal erzählt, dass sie noch nie zuvor eine derartige Beziehung zu einer Frau gehabt hatte, nicht einmal eine dominante Beziehung. Zuvor hatte sie ganz ordinäre Missionarsbeziehungen gehabt. Irene war also die erste Frau in ihrem Leben.
Sie musste also eine besondere Stellung inne haben.
So kalt konnte die Lehrerin nicht sein.
Irene ließ all die Begegnungen zwischen ihnen Revue passieren.
So kalt konnte die Lehrerin nicht sein.
Irenes Antworten wiederholten sich.
Aber warum hatte die Lehrerin so das Vertrauen Irenes gebrochen?
Warum hatte sie etwas so brutales getan?
Warum hatte sie Julia hineingezogen?
Sie hätte wissen müssen, dass Irene das nicht hinnehmen konnte.
Zwar hatten sie nie darüber gesprochen, aber das war doch klar.
Zwar hatte Irene Julia nie als eigene Tochter , eher als jüngere Freundin gesehen, aber dennoch war es unvorstellbar, was Julia gesehen hatte.
In den letzten Tagen hatte sie oft die Aufzeichnungen Julias gelesen. Und je öfter sie diese gelesen hatte, desto weniger hatte sie Stellen gefunden, in denen Julia ihren Unmut kundtat, in denen sie Irene kritisierte, in denen sie ihre Ablehnung formulierte. Stattdessen hatte sie im Prinzip die gleiche Lust formuliert, wie Irene selbst. Sie schien überhaupt nichts auszusetzen zu haben. Sie schien diese Menage a Trois sogar zu wollen ihr entgegenzufiebern.
War Irene die Spielverderberin, die all dem im Weg stand?
Scheiterte alles nur an ihr?
Auf der anderen Seite aber war es doch wohl nicht zuviel verlangt, dass sie bei einer solchen Entscheidung zurate gezogen wurde.
Ganz so einfach konnte man doch nicht über ihre Befindlichkeiten hinwegsehen. Oder doch?
Oder war das Teil des Spiels?
Teil der Beziehung?
Oder war sie nur eifersüchtig?
Hatte sie nur angst, dass das viel jüngere Mädchen sie ausstach. Irene hatte eigentlich nichts zu bieten, mit dem sie das jüngere Mädchen ausstechen konnte.
Vielleicht Lebenserfahrung und natürlich Geld.
Aber galt das?
Würde das reichen gegen ein so attraktives Mädchen wie Julia es war?
Eifersucht?
Je öfter sie die Aufzeichnungen las und je mehr Zeit vergangen war, desto mehr manifestierte sich ein anderes Gefühl.
Neugier und Spannung.
Sie verdrängte dieses Gefühl jedoch, wenn ihr auch mit verblassender Zeit dies immer schwerer fiel.
Sie wollte ihre moralischen Kategorien nicht so einfach über Bord werfen.
Gleichwohl wurde ihr mehr und mehr klar, dass sie in diesem emotionalen Vakuum nicht verbleiben konnte. Die Einsamkeit zermürbte sie, und die Gedanken an die Lehrerin und die vergangene Zeit wurden immer drängender.
Sie kam sich in ihrem riesigen Haus mittlerweile wie im Hamsterkäfig vor.
Und mit jedem Tag, der einsam und ohne Anruf verging wurde die Erkenntnis drängender, dass sie der Lehrerin hörig war.
Dem konnte und wollte sie sich nicht entziehen und so änderte sich ihre Einstellung mehr und mehr.
Weniger beschäftigte sie die vergangenen Vertrauensbrüche, mehr stellte sich ihr die Frage, wann sie ihren Stolz überwinden und die Lehrerin darum bitten würde, sie wieder aufzunehmen.
Der Gedanke erforderte einige Überwindung, denn im Prinzip würde sie diejenige sein, die sich entschuldigen müsste. Sie würde um Verzeihung bitten müssen, obwohl sie diejenige war, die jeden Grund hatte, eine Entschuldigung einzufordern.
Und natürlich würde sie bei einer Rückkehr auch neue Regeln zu akzeptieren haben. Zweifelsohne würde Julia Teil eines neuen Arrangements werden. Und Irene würde das zu akzeptieren haben. Aber auch dies bereitete ihr zunehmend weniger Sorge.
Wenn nur wieder alles so werden könnte, wie es einmal war!
All das war es nicht wert.

20
Veränderte Regeln
Viel Zeit war vergangen.
Julia war von ihrem Urlaub in den USA zurückgekehrt, hatte ihren Berufswunsch gefunden. Ihr Studium der Amerikanistik und Publizistik würde keinen Umzug in eine andere Stadt mit sich bringen. Dennoch war sie mittlerweile ausgezogen, allerdings nicht in eine eigene Wohnung, wie ihr Vater ihr das eigentlich versprochen hatte. Stattdessen war sie bei ihm eingezogen. Scheinbar war ihr Vater nicht in der Lage, ihr eine eigene Wohnung zu finanzieren und sie war noch nicht gewillt, sich eine eigene Wohnung durch Arbeit zu finanzieren. Aber diese Lösung des Problems stellte sich als höchst problematisch heraus, denn zwischen Julia und der Neuen ihres Ex-Mannes gab es nur und ständig Spannungen. Es war vorhersehbar gewesen.
Warum Julia überhaupt ausgezogen war, konnte Irene nicht nachvollziehen. Ihr Verhältnis hatte sich wieder normalisiert. Sie trafen sich hin und wieder im Cafe und plauderten. Mit ein wenig Distanz bekam die Beziehung ganz neue Nuancen und Irene war froh, dass zumindest hier Normalisierung eingetreten war, wenn eine bestimmte Distanz auch nicht zu übersehen war.
Vor drei Monaten war sie zum letzten Mal in der Wohnung der Lehrerin gewesen.
Damals hatte sie mit verbundenen Augen und praktisch nackt auf dem Fußboden gehockt und war schockiert gewesen, als sich herausstellte, dass Julia anwesend war.
Jetzt war Julia auch anwesend. Sie saß auf der Couch neben der Lehrerin.
Irene selbst war zwar bekleidet, kam sich in dem allein stehenden Sessel allerdings wie auf der Anklagebank vor. Alles erschien ihr fremd und abweisend.
Die Situation war ungewohnt.
„Ich möchte Sie wiedersehen“, hatte sie vor fast zwei Wochen ins Telefon gehaucht.
Im Hörer hatte sich Stille ausgebreitet, die vom Herzschlag Irenes weggeweht worden war.
Die Stille warf all die Fragen auf, die Irene sich gestellt hatte.
Was würde sie nach der Zeit sagen?
Würde sie mich noch annehmen?
Hatte sie sich nicht längst eine andere Gespielin besorgt?
„Das muss ich mir überlegen. Du wirst dir aber darüber im Klaren sein müssen, dass deine Eskapaden Konsequenzen haben werden, wenn ich mich dazu entschließen sollte, es noch einmal mit dir zu versuchen.“
„Das ist mir klar.“
„Du wirst von mir hören.“
Irene hatte ein Woche warten müssen, in der sie jedes Klingeln des Telefons aufschreckte. Sie kannte das Gefühl, und nach einer Weile gewann sie bei aller Unerträglichkeit auch Verständnis für die Taktik, sie zappeln zu lassen. Die Lehrerin wollte sie im Vorfeld bestrafen. Diese Erkenntnis ließ Irene aufatmen. Hätte sie ihr nichts bedeutet, die Lehrerin hätte sie einfach fallen lassen können. Die Tatsache, dass sie sie so quälte, konnte nur darauf hindeuten, dass sie gewillt war, Irene wieder aufzunehmen.
Und so ertrug sie dieses umso leidenschaftlicher.
Schließlich dann der erlösende Anruf.
Und nun saß sie in der Wohnung der Lehrerin.
Sie saß und kniete nicht, aber es war das Sitzen in einer reinen Verhandlungsposition. Wenn sie erfolgreich wäre, würde sie am Ende der Verhandlung zu Boden gehen müssen. Irene wünschte sich, dass es so kommen würde.
„Ich habe lange überlegt, ob ich es mit dir noch einmal versuchen soll. Julia hat sich sehr für dich eingesetzt. Ohne sie wärst du jetzt nicht hier. Ich hatte eigentlich gedacht, dass du gehorsamer sein würdest. Du hast mich sehr enttäuscht.“
„Das tut mir leid.“
„Aber machen wir dies hier nicht zu einer Gerichtsverhandlung. Wenn ich es mit dir erneut versuche, dann wirst du dich damit abfinden müssen, dass Julia Teil des Arrangements ist und nach deinem Verhalten stehst du sicherlich unter ihr in der Hierarchie.“
„Natürlich.“
Irene war klar, dass dies ein gang nach Canossa werden würde und dass sie bei diesem Treffen nicht viel zu sagen haben würde.
Sie warf einen Blick auf Julia, die ausdruckslos neben der Lehrerin saß und durch keine Regung verriet, was sie dachte.
„Gut. Die wichtigste Veränderung wird sein, dass nicht nur Julia wieder bei dir einzieht, sondern auch ich. Diese Wohnung hier ist mir zu klein. Julia ist unzufrieden bei ihrem Vater und dich wird es finanziell nicht umbringen. Bist du einverstanden?“
„Natürlich.“
Natürlich war sie einverstanden. Das war mehr, als sie sich je erträumt hatte. In den letzten Wochen hatte sie schon mit dem Gedanken gespielt, sich eine Untermieterin zu holen oder das Haus zu verkaufen und in ein kleineres Penthouse zu ziehen und nun dieses Angebot!
„Darüber hinaus erwarte ich von nun an absoluten Gehorsam. Schluss mit diesen Kinderspielen. Ist das klar?“
„Natürlich.“
„So ist es brav. Dann wäre ja alles geregelt. Wie wäre es, wenn du dich bei uns bedankst?“
Die Lehrerin wackelte bedeutungsvoll mit ihrem Schuh.
Wir?
Sie hatte wir gesagt?
Irene wusste, dass sie nicht in der Position war, sich zu zieren und so ging sie auf die Knie und kroch langsam auf die Lehrerin zu. Ihre Gedanken jedoch waren bei Julia, die sie beobachtete. Sie spürte ihre Augen auf dem Rücken, nahm ihre Gedanken wahr und mit der Erinnerung an ihre Berichte, konnte sie sich denken, dass sie diesen Anblick genoss.
Mit niedergeschlagenen Augen näherte sie sich den klassischen Pumps der Lehrerin und drückte sanft ihre Lippen auf die glänzende, schwarze Spitze.
Während sie sich dieser demütigen Geste hingab, konnte sie leise hören, wie Julia und die Lehrerin sich küssten.
Sie zögerte etwas und senkte erneut die Lippen auf den Schuh der Lehrerin, bevor sie sich abwandte.
Julia trug einfache, ausgelatschte Turnschuhe. Langsam näherte sie sich diesen. Ein seltsamer Anblick und ein seltsames Objekt für eine derartige Geste.
Sie hielt inne. Dies war eine Geste der Unterwerfung. Sie war im Begriff, sich Julia zu unterwerfen - einem 18-jährigen Teenager. Irene hatte Julia in ihrer Entwicklung begleitet, hatte sie zu ihrem ersten Date beraten und sie bei ihrem ersten Liebeskummer getröstet. Sie hatte sich das Gejammer der Lehrer bei Elternsprechtagen angehört. Wenn sie sie auch nicht und nie als eigene Tochter betrachtet hatte, so fiel es ihr doch schwer, nun einen derartigen Rollentausch zu vollziehen.
Wie würde sich das Verhältnis zu ihr verändern? Würde Julia jetzt das Sagen haben und ihr Befehle geben? So wie Irene bisher Julia befohlen hatte? Das war schwer vorstellbar. Irene würde Frau Wantia danach fragen müssen. Dies musste geklärt werden, und sie nahm an, dass die Lehrerin diesbezüglich schon Vorstellungen hatte. Alles, was sie gesagt hatte, war, dass Irene in der Hierarchie unter Julia stehen würde. Aber wo stand Julia? War sie gleichwertiger Partner Frau Wantias? War sie ihr ebenso untergeben? All diese Fragen waren offen. Aber zweifellos war dies nicht der Augenblick, Fragen zu stellen.
Dies war der Augenblick der Unterwerfung.
Langsam ließ sie ihren Kopf auf die Spitze der Turnschuhe nieder. Durch das Leder nahm sie den kalten Schweißgeruch wahr.
Irene fühlte, dass die beiden jüngeren Frauen ihren Kuss unterbrochen hatten und nun Irene all ihre Aufmerksamkeit schenkten. Ihre Blicke brannten sich Irene förmlich durch die Kleidung auf den Rücken.
Wenn sie an die Lehrerin dachte, dann erfüllte sie dies mit dem gewohnten und wohligen Stolz.
Dachte sie an Julia, deren Augen ebenso auf ihr ruhten, so spürte sie nur ein Gefühl der Ungewissheit ... und der Neugier ... und der Dankbarkeit dafür, dass sie sich für sie eingesetzt hatte.
Mit diesem Gefühl der Dankbarkeit schloss sie ihre Augen und senkte ihre Lippen vorsichtig auf die Schuhe des Mädchens. Diese schien ebenso aufgeregt zu sein, denn die Spitze des Schuhs zitterte leicht.
„Du machst das sehr schön“, ertönte die Stimme Frau Wantias schließlich, und Irene sah auf in die Gesichter der beiden über ihr thronenden Frauen, glücklich wieder in der Position zu sein, in die sie gehörte und die sie so lange vermisst hatte.
„Dann sollten wir mal die Hierarchien festlegen.“
Frau Wantia wies Julia einen neuen Platz zu und diese stand sofort auf und kniete sich neben Irene, die dies mit Interesse und auch ein wenig erleichtert zur Kenntnis nahm.
Zu Irene gewann die Lehrerin:
„Wir werden alle in dein Haus einziehen, aber von jetzt an bin ich die Hausherrin. Ich bestimme über alles, was geschieht. Davon gibt es keine Ausnahme. Es gibt auch keine Diskussion. Ich mische mich nicht in dein Berufsleben ein, aber es kann durchaus sein, dass ich Entscheidungen treffe, die darauf Auswirkungen haben. Meine Anordnungen sind für euch beide wie Gesetze. Darüber hinaus wird Julia dich in engen Grenzen kontrollieren und nach meinen Vorgaben. Sie wird zumindest im ersten Schritt dir nicht selbständig Befehle erteilen. Aber vielleicht ändert sich das. Vielleicht wird sich noch vieles ändern, ich behalte mir Regeländerungen unbegrenzt vor. Habt ihr verstanden?“
Es gab noch unzählige Fragen, aber Irene schluckte diese hinunter.
„Ich habe verstanden“, sagte sie somit.
„Ja, ich auch“, stimmte auch Julia zu.
„Dann dürft ihr zum Dank meine Finger liebkosen.“
Frau Wantia stand auf, trat zwischen die beiden knienden Frauen und hielt ihnen ihre Hände hin.
Irene konnte nicht sehen, was Julia machte, das war ihr auch egal. Der letzte Gedanke, den sie an Julia verschwendete in diesem Moment, war, dass sie, wenn nicht jetzt, so doch irgendwann in Wettbewerb treten würde um die Gunst der Lehrerin. Sie war sich sicher, dass die Lehrerin derartige Konkurrenzkämpfe veranstalten würde. Doch dies interessierte sie in diesem Moment nicht. Vielmehr konzentrierte sie sich auf die rechte Hand, die ihr dargeboten war.
Irene warf einen kurzen Blick auf die schlanken, wohlgeformten Finger, die etwas kleiner waren als ihre eigenen.
Langsam beugte sie sich vor, bis der Mittelfinger ihre geschlossenen Lippen berührte. Leicht neigte sie den Kopf, sodass der Fingernagel die Konturen ihrer Lippen nachzeichnete. Schließlich öffnete sie ihren Mund ein wenig, um den Finger in sich aufzunehmen. Sie ließ die Spitze des Fingers an ihren Zähnen entlang fahren, dann stieß sie mit der Spitze ihrer Zunge vor und erspürte die Konturen des Fingers. Schließlich nahm sie ihn weiter in sich auf. Glied für Glied, schloss ihre Lippen, um die Linien des Fingers genau zu spüren. Sie trieb dies so weit, bis sie den Finger ganz in sich aufgenommen hatte und der Nagel gegen ihren Rachen stieß. Erst dann ließ sie den Finger langsam hinausgleiten. Dies vollführte sie auch an den anderen Fingern, bis sie mit ihren geschlossenen Lippen über die Oberseite der Hand fuhr, die einzelnen Fingernägel und Kuppen erforschend, diese dann auch mit ihrer Zunge erforschte. Sie stieß mit der feinen Spitze auch in die Zwischenräume der Finger vor, um die zarte und empfindliche Haut zwischen den Fingern zu bezüngeln. Als sie auch dies ausgiebig getan hatte, rieb sie ihre Wangen entlang der Hand und der Finger. Mit einem Schauer ließ sie die Nägel über ihre zarten Lippen streichen und dachte an die Schärfe und Gefahr, die in diesen lag. Sie erinnerte sich an einen Kuss der Lehrerin, bei dem sie spielerisch aber doch mit einem gewissen Druck ihres Zeigefingers in Irenes weiche Haut am Hals geritzt hatte. Nicht soweit, dass Blut floss, aber genug, um die Machtverhältnisse deutlich zu machen. Während sie diesen Akt vollzog, den sie als Säuberungsgeste empfand, dachte sie verzückt daran, dass sie nun endlich wieder in der Position war, in die sie sich so lange schon gesehnt hatte. Schließlich leckte sie begierig und mit dem Einsatz ihrer gesamten Zunge die Innenfläche der Hand ab und folgte mit ihrer Zunge den Linien, die sie erfühlte.
Schließlich entzog die Lehrerin ihr die Hand und drehte Irenes Kopf, so dass diese Julia sah, die ihren Reinigungsdienst immer noch verrichtete, mit geschlossenen Augen. Sie ging weniger zärtlich heran, sondern mit mehr Körpereinsatz, ließ ihre ganze Zunge wild über die Finger gleiten, stieß härter in die Zwischenräume, sodass ein leises Schmatzen zu vernehmen war. Zudem waren leichte Laute des Stöhnens zu vernehmen. Ihre Augen waren geschlossen und Irene hätte liebend gerne erfahren, in welchen Sphären sie schwebte und welche Gedanken sie beschäftigten.
Irene suchte fragend die Augen der Lehrerin. Sanft lächelten diese, wie um wertungslos dem Unterschied in den Temperamenten Ausdruck zu verleihen.
Schließlich entzog die Lehrerin auch Julia die Hand und nach einiger Zeit blickte diese auf.
Irene fuhr an diesem Abend noch Julia zu ihrem Vater. Die Fahrt war von Schweigen gekennzeichnet. Allerdings war es nicht das unangenehme Schweigen zweier Menschen, die sich nichts zu sagen hatten oder kein gemeinsames Gesprächsthema fanden, vielmehr hingen beide ihren eigenen Gedanken nach.
Irene fragte sich, in welcher Beziehung genau Julia zu der Lehrerin stand. Was hatte sie schon mit ihr erlebt in der Zeit, in der Irene sich abgewandt hatte?
Hatten die beiden schon miteinander geschlafen? Der Gedanke kam ihr fremd vor. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die beiden intim geworden waren, oder vielmehr wollte sie es sich nicht vorstellen. Der Gedanke, dass Julia vielleicht schon das getan hatte, was Irene sich über alles wünschte, nämlich in den Armen der Lehrerin einzuschlafen und wieder in ihnen aufzuwachen mit dem fülligen Geruch des Morgens, war ihr unangenehm.
Sie könnte einfach fragen, doch solche Themen mit Julia zu besprechen erschien ihr unpassend. Auf der anderen Seite dürstete es sie nach Informationen, was denn Julia und die Lehrerin bereits miteinander erlebt hatten jenseits dessen. Die wenigen Seiten, die Irene aus dem Tagebuch Julias gelesen hatte, hatten viel versprochen.
Mysterien eröffneten sich. Sie sah Julia an und fragte sich, wie ihre Position in diesem Spiel aussehen würde. Was, wenn Julia ihr jetzt etwas befehlen würde? Laut den Regeln der Lehrerin war sie nicht befugt, selbständig Macht auszuüben. Aber würde sie sich daran halten und wie würde Irene darauf reagieren?
Überhaupt fragte sie sich, wie es sein würde, wenn Frau Wantia zum ersten Mal sexuelle Akte verlangen würde zwischen ihr und Julia. Zweifelsohne würde dies Überwindung kosten. Auf der anderen Seite hatte Irene während der Lektüre der Aufzeichnungen durchaus auch Lust empfunden und wann immer sie darin blätterte, steigerte sich diese Lust.
Schließlich erreichten sie das Haus ihres Ex-Mannes. Irene ließ Julia hinaus und fuhr dann in ihr eigenes Haus, das bald wieder bewohnt sein würde.
Sie schlief schließlich mit dem Bild Julias ein, die die Hand Frau Wantias mit wilden Bewegungen liebkoste.

21
Shoppingtour
„Ich nehme an, du verstehst, dass ich deine Loyalität prüfen muss, bevor ich mir sicher sein kann, dass so was nicht noch einmal passiert.“
„Natürlich.“
„Schön, dann wirst du dich sicherlich auch besonders anstrengen, diese Aufgabe zu erfüllen, und du wirst dich nicht sträuben.“
Irene hatte dergleichen erwartet. Sie hoffte nur, dass die Aufgabe zu bewältigen war. Aber eines war klar, dass sie bereit war, ihre Grenzen so weit es ging hinauszuschieben.
Sie hatte schließlich keine Wahl.
Das war ihre letzte Chance.
Irene hatte ihr Handy und die Freisprecheinrichtung eingeschaltet und die Nummer der Lehrerin gewählt. Das Handy lag so in ihrer Tasche, dass diese alle Gespräche würde verstehen können.
Die Lehrerin saß in einem Cafe und schlürfte ihren Cappuccino, während Irene sich anschickte, in den schmuddeligen Sexshop am anderen Ende der Stadt zu gehen.
Es gab ganz bestimmt gut ausgestattete Sexshops mit mehr Flair als diesen, an dem die Fassadenfarbe bereits abplatzte und der aussah, als würde er nur von schmuddeligen alten Männern besucht.
Sie trat ein durch den Perlenvorhang. Die Regale mussten noch aus den 70ern stammen und ihr schien, dass einige der Waren auch nicht viel jünger waren.
Es war düster.
Es war unappetitlich.
Magazine für scheinbar jede Perversion der Welt.
Videos.
Irene schlenderte durch die Gänge.
Dildos in allen Farben, Größen und Formen.
Billig aussehende Dessous mangelhafter Qualität zu überhöhten Preisen.
Latex.
Peitschen und Handschellen.
Wichtiger für Irene aber war die Person hinter der Theke. Sie hoffte inständig auf eine Frau. Auf eine jüngere, tolerant aussehende Frau, vielleicht eine Studentin mit ein wenig Stil. Eine sympathische Frau. Vielleicht auch eine ältere, grauhaarige Frau, die alles gesehen hatte und der nichts peinlich war.
Eine Frau, die nichts interessierte.
Natürlich hatte sie kein Glück.
Hinter der Theke saß ein kleiner, pickliger Junge, vermutlich gerade 18 geworden und vermutlich in seiner ersten Woche in dem Job. Er blätterte mit scheinbar großem Interesse in einem Magazin. Eine Domina Peitschte einen gefesselten Mann in einer Gummimaske aus.
Irene seufzte.
Mit diesem Bubi würde sie es also zu tun haben.
Sie hatte kein Glück.
Aber irgendwie kam ihr der Gedanke, dass dies alles kein Zufall war. Bestimmt war das einer der Schüler der Lehrerin oder sie kannte ihn sonst woher. Vermutlich hatte sie ihm sogar den Job besorgt.
„Entschuldigen Sie? Ich suche einen Dildo. Können Sie mir helfen?“
Der Junge sah hoch. Auf Verkaufsgespräche war er nicht vorbereitet, und so sah er Irene erst hilflos an, um dann auf ein Regal zu zeigen.
„Da hinten stehen die Dildos.“
„Könnten Sie mir helfen, ich habe nicht so viel Ahnung von diesen Dingen.“
„Klar.“
Mühsam stand er auf und kam hinter seiner Theke hervor. Lieber hätte er sich der Domina gewidmet und sich an dem Gedanken aufgegeilt, wie sie ihn an Bettpfosten kettete.
Er wusste noch nicht, was er heute erleben würde.
Die nächsten feuchten Träume würden sicherlich auf Irenes Konto gehen, dachte sie sich.
Sie folgte ihm zu dem Regal.
„Hier sind unsere Dildos.“
„Können Sie mir ein paar zeigen?“
„Äh.“
Ja, schon klar. Der Junge hatte keine Ahnung von Dildos. Woher auch. Auch Irene hatte nicht wirklich Ahnung. Sie hatte mal einen geschenkt bekommen. Es sollte ein Scherz sein, aber sie hatte ihn wirklich ein paar Mal benutzt. Mehr aus Neugier.
„Also hier haben wir einen schönen, gefühlsechten, der stufenlos verstellbar ist.“
Er las die Beschreibung von der Packung ab.
„Ich brauche den größten, den Sie haben.“
Er kramte ein wenig herum und fand dann den Riesenlümmel, einen fleischfarbenen Knüppel von mindestens 30 cm Länge.
„Das ist der größte, den wir haben.“
„Einen größeren haben Sie nicht? Der wird mich nicht ausfüllen. Ich brauche sie so dick, wie es geht.“
Dem Jungen fiel die Kinnlade herunter. Ein solches Geständnis hatte er nicht erwartet. Unwillkürlich fiel sein Blick auf Irenes Hüften, und sie konnte sehen, wie er sich fragte, wie ein Dildo in der Größe eines Pferdeschwanzes zu klein sein konnte, wie der wohl überhaupt in eine Frau passen könnte. Und Irene, die eigentlich vor Scham vergehen sollte, bekam Spaß an diesem Spielchen.
„Nein, leider haben wir keinen größeren.“
„Also gut, dann nehme ich den. Es wird wohl auch so gehen.“
„Das hoffe ich doch.“
Der Junge lächelte etwas schmutzig, als er ihr das Teil überreichte.
„Dann brauche ich noch einen Analplug.“
„Einen was?“
„Einen Analzapfen.“
„Was ist das?“
Gott, wie sollte sie ihm das erklären?
„Das ist ein Teil, das man in den After einführt. So was wie ein Dildo, nur für die andere Öffnung. Sie verstehen.“
Er verstand nicht. Gerade erst war er mit Dildos in den Dimensionen von Farmtieren vertraut gemacht worden und nun das.
Irene hatte sie bereits erspäht und ging von sich aus an das Regal. Der Junge folgte.
„Das sind Analplugs.“
„Und die steckt man sich in den ... ?“
Der Junge fand langsam Gefallen an der Lehrstunde.
„Ja.“
„Und warum sind die hinten dünner?“
„Damit sie nicht rausrutschen. Wären sie anders geformt, würde ... der Körper sie rausdrücken.“
Es war wirklich nicht einfach, die richtigen Worte zu finden.
„Und die gehen ganz rein?“
„Ja. Man kann sie sogar unter der Kleidung tragen. Ich könnte beispielsweise jetzt einen tragen.“
„Wirklich?“
Der Junge blickte ihr unverhohlen auf den Po.
„Und das fühlt sich gut an?“
„Ja, das tut es.“
„Die sehen aber verdammt dick aus, das muss doch weh tun, oder nicht?“
„Man gewöhnt sich daran.“
„Ich brauche den dicksten, den Sie haben.“
„Ich glaube der hier ist der größte.“
Er nahm ihn vom Regal. Ungläubig drehte er ihn in seinen Händen.
„Und der geht ganz da rein?“
Irene konnte es auch nicht glauben, dass man ein solches Teil wirklich in den After einführen konnte.
„Man muss natürlich daran gewöhnt werden. Man fängt mit einem kleinen an und mit der Zeit kann man dann auf größere umsteigen. Es ist eine Frage der Gewöhnung.“
„Aha. Und der ist groß genug? Dann müssen Sie ja schon Übung haben, wenn Sie den größten brauchen.“
Jetzt wurde es auch Irene langsam peinlich, deshalb fiel ihre Antwort knapp aus.
„Ja. Den nehme ich.“
Irene blickte auf den Zettel, den die Lehrerin ihr gegeben hatte, auf dem detailliert alles stand, was sie zu erledigen hatte.
„Dann brauche ich noch einen Slip Ouvert. Das ist ein Slip, der im Schritt offen ist.“
Sie fügte mittlerweile die Erklärung direkt hinzu. Er würde nicht wissen, wovon sie sprach und wenn die Lehrerin ihr nicht die Grundlagen der Sexspielzeuge erklärt hätte, Irene hätte es auch nicht gewusst.
„Die Dessous haben wir hier.“
Ungeschickt fingerte der Junge in den Kleidungsstücken herum und fand schließlich stolz einen, der im Schritt offen war. Sein Zeigefinger lugte bestätigend und stolz aus dem Loch hervor. Irene war schockiert. Sie hatte gehofft, dass der Laden so was vielleicht nicht hätte. Aber der Junge hielt das durchsichtige, billig aussehende Kleidungsstück in den Händen.
„Vielen Dank. Wo kann ich den anprobieren?“
„Anprobieren?“
„Ja, ich möchte den vorher anprobieren, ich muss doch wissen, ob der passt.“
„Aber wir haben hier keine Umkleidekabinen. Sie können den nicht anprobieren.“
„Und wie soll ich wissen, ob er passt und ob er mir steht?“
Darauf wusste der Junge auch keine Antwort.
„Sie haben doch bestimmt einen Nebenraum, eine Abstellkammer oder ein Lager.“
„Ja natürlich, aber da darf ich niemanden hineinlassen.“
„Kommen Sie schon. Es wird niemand erfahren.“
„Das kann ich nicht machen.“
Der Junge hing an seinem Job, das musste man ihm lassen.
Irene hatte die Aufgabe, auf jeden Fall den Slip anzuprobieren. Zumindest
„Ich gebe Ihnen 50€, wenn Sie mich das Teil anprobieren lassen.“
Er dachte nicht lange nach und stimmte zu. Der Junge war kein guter Verhandlungsführer. Irene wäre vermutlich auch mit 10€ davon gekommen, obwohl sie auch 200 bezahlt hätte. Es kam dem Jungen auch nicht komisch vor, dass der Slip selbst nur 15€ kostete, diese Summe an Bestechungsgeld also sinnlos hoch war. Zudem war sie froh, dass er nicht in irgendwelchen Naturalien bezahlt werden wollte.
Irene musste kurz an die Lehrerin denken, die die ganze Szene über das Handy mithören konnte. Vielleicht benahm sich Irene ein wenig zu souverän und zu sicher. Die Lehrerin hätte es vermutlich angemessener empfunden, wenn Irene scheu und unter Aufbringung all ihrer Kräfte diese Situation durchlitten hätte. Doch Irene konnte nicht anders als das alles mit großer Gelassenheit zu sehen. Hier war ein pickliger Junge, der ganz bestimmt keine Freundin hatte und auch so schnell keine finden würde. Jeder, dem er die Story erzählen würde, würde ihn für verrückt halten. Solche Dinge passierten in den Vorstellungen pickliger Jungen und in ganz schlechten Filmen, aber nicht in der Realität.
„Aber es muss schnell gehen!“
„Das wird es.“
Irene wollte auch nicht länger als nötig in dem Laden bleiben.
Der Junge ging vor und Irene folgte ihm in eine kleine Tür hinter der Theke.
Es war eine Abstellkammer, in der einige Putzsachen standen. Von den Spinnweben her zu schließen, waren sie seit Monaten nicht mehr benutzt worden.
Der Junge wollte die Tür schließen und Irene allein lassen, aber diese hielt ihn davon ab.
„Nein, nein, bleiben Sie hier! Sie müssen mir helfen!“
Der Junge sah verdutzt aus der Wäsche.
„Sie müssen mir sagen, ob er sitzt. Hier ist doch kein Spiegel.“
Und er kaufte ihr auch das ab.
Irene schlüpfte aus den Schuhen, griff unter den weiten Rock, zog in einer routiniert schnellen Bewegung ihr Höschen aus.
Der Junge blickte verwirrt drein. Irene nahm ihm den offenen Slip ab und zog ihn unter dem Rock an.
Obwohl ihr die ganze Szene ein unvermutetes Vergnügen bereitete, musste sie einen Moment inne halten und Kraft sammeln.
Dann zog sie ihren Rock über die Hüften, sodass der Junge ihren Po unter dem durchsichtigen Teil sehen konnte.
„Was sagen Sie? Steht er mir?“
Der Junge war sprachlos. In seinen wildesten Träumen hatte er sich seinen Job so nicht vorgestellt. So kam aus seinem Mund auch nichts als ein Stammeln.
„Ja, ja der steht Ihnen gut.“
Zweifelsohne hatte der Junge keinerlei Vergleichsmöglichkeiten.
Und dann trieb Irene das Spiel auf die Spitze.
Sie drehte sich um, sodass er unter dem Rock ihre getrimmten Haare sehen konnte und darunter die Ansätze ihrer Vagina.
„Wie sieht es von vorne aus?“
Jetzt stammelte er nur noch.
„Können Sie mir einen gefallen tun und ihn richten? Ich glaube er sitzt ein wenig schief.“
„Was?“
„Den Slip, können sie den etwas richten, so dass meine Schamlippen rausschauen. Ich komme leider nicht selber dran, Sie sehen ja, ich muss den Rock halten.“
Etwas dümmeres hätte sie nicht sagen können, aber ein Blick auf seine Hose verriet ihr, dass sein Blut ohnehin nicht mehr bis in den Kopf kam.
„Kommen Sie schon!“
Irene trat einen Blick auf ihn zu. Zunächst wich er zurück, schließlich begab er sich auf die Knie und zupfte ganz langsam und mit spitzen Fingern an den Rändern des Slips herum, als hätte er es mit gefährlichen Substanzen zu tun.
Irene fühlte sich gut dabei. Sie bekam für einen winzigen Augenblick einen Einblick in das, was die Lehrerin empfinden musste. Macht. Irene hatte Macht über den Jungen. Sie hätte ihm noch einiges mehr abverlangen können. Sie hätte auch die Macht gehabt, ihn dazu zu bringen, sich vor ihr auszuziehen. Es war ein fremdes, irgendwie interessantes Gefühl, aber eines, das ihr aus anderen Bezügen bekannt war und nur im begrenzten Maße neue Einsichten bescherte. Und so ertrug sie das Zupfen des Jungen, der vor Aufregung zitterte, mit mildem Spott auf den Lippen.
Was genau der Junge zu tun hatte, war ihm vermutlich schleierhaft, aber schließlich sagte er:
„So sitzt er richtig.“
„Wunderbar! Vielen Dank! Meinen Sie, dass er mir steht?“
Ein billiges Flittchen würde so sprechen. In dem Augenblick fühlte sie sich so. Wie ein billiges Flittchen, aber eines mit Macht.
„Ja, natürlich, auf jeden Fall.“
„Dann nehme ich ihn.“
Und dann fügte sie noch hinzu, obwohl das nicht Teil des vorgegeben Spiels war:
„Wissen Sie was, ich behalte ihn direkt an. Können Sie mir einen Gefallen tun und mein Höschen entsorgen, ich brauche es nicht mehr.“
Sie bückte sich, hob das Kleidungsstück auf und hielt es dem Jungen vors Gesicht. Hastig nahm der es an sich.
„Vielen Dank.“
„Was schulde ich ihnen?“
Der Junge tippte die Preise in die Kasse und Irene bezahlte. Die 50€, die er zu bekommen hatte, vergaß er vollkommen. Aber dafür bekam er den Slip der Anwältin und der war ihm vermutlich mehr wert als 50€.
Als sie den Laden verlassen hatte, stieg sie in den Wagen und nahm das Handy hervor.
„Haben Sie alles mitbekommen?“
„Ja, das hast du sehr schön gemacht. Fast schon zu schön! OK, komm zu mir ins Cafe.“
„Sofort.“
Der Rollenwechsel im Cafe zurück in die devote Rolle funktionierte reibungslos. Irene war ein wenig besorgt, ob die Lehrerin sie nicht vielleicht bestrafen würde, weil sie über die vorgegebenen Regeln hinaus gegangen war. Aber wie sich heraus stellte, störte die das in keiner Weise.
Die Lehrerin saß gewohnt kühl und unnahbar in dem Cafe. Irene war immer wieder fasziniert, als sie sie sah. Die junge Frau schien das gesamte Cafe zu bestimmen mit ihrer Anmut, Schönheit und Sicherheit.
„Setz dich hierher!“
Irene gehorchte und stellte die Plastiktüte mit den gekauften Utensilien vor die Lehrerin auf den Tisch.
„Du scheinst das alles seht genossen zu haben.“
„Es war nicht so schwer.“
„Das habe ich gemerkt. Ich hatte es eigentlich anders vorgesehen.“
„Das tut mir leid.“
„Das muss es nicht. ist schon in Ordnung. Aber du bist dir hoffentlich bewusst, dass du die Latte sehr hoch gelegt hast.“
Irene ahnte, was damit gemeint war.
„Komm, wir gehen, du hast dir eine Belohnung verdient.“
Als sie an einem Mülleimer vorbei kam, warf sie die Tüte mit den Sexspielzeugen achtlos hinein.
Irene war es recht, fast schon zu einfach hatte sie diese erworben.

22
Belohnung
Irene lag.
Bei vollkommener Dunkelheit.
Nackt.
Im Bett.
Der Lehrerin.
Im Elysium
„Ich möchte, dass du dich nur bewegst, wenn ich es dir sage. Mit wäre es lieber, wenn du das von dir aus machst, ansonsten kann ich dich auch ans Bett binden. Was bevorzugst du?“
„Ich denke, dass Fesseln nicht notwendig sein werden.“
„Sehr schön.“
War es jetzt endlich soweit?
War jetzt endlich der Moment gekommen, an dem sie mehr von der Lehrerin bekäme?
Sie hatte lange gewartet.
Sie hatte gelitten.
Sie hatte sich heiß machen lassen.
Sie war frustriert zurückgelassen worden.
Sie hatte lange gewartet.
Kein Mensch wartete heutzutage so lange auf Sex.
Selbst die etwas altmodische Anwältin wusste das.
Aber Irene hatte gewartet.
Sie hatte sich nicht beschwert.
Sie hatte nicht einmal Wünsche geäußert.
Sie hatte gewartet.
Lange gewartet.
Doch jetzt hatte Irene Grund zur Hoffnung, dass sie der lang ersehnten Belohnung nahe war.
Die Lehrerin hatte es ihr versprochen, nachdem Irene ihre letzte Aufgabe mit Bravour bestanden hatte.
Irene war sich sicher, dass es sich jetzt nicht um ein Spiel handelte.
Den Abend hatten die beiden bei einem Glas Wein wie zwei Freundinnen verbracht. Sie hatten sich unterhalten über triviale Dinge und die Lehrerin hatte die Unterschiede vollkommen vergessen, wie Irene feststellte, und auch sie hielt sie nur im Hinterkopf.
Bis spät in den Abend hatten sie sich über Mode und Politik und Klatsch unterhalten.
Nun lag Irene nackt und reglos bei vollkommener Dunkelheit auf dem Bett der Lehrerin. Der Ort, an den sie sich so lange gesehnt hatte.
Wenn sie auch jenseits der blauen Kälte häufig nicht durchschauen konnte, was die Lehrerin im Sc***de führte und ständig auf sie hereinfiel, in diesem Moment glaubte sie nicht an Spiele.
Die Augen sendeten zum ersten Mal ungesehene Signale.
Wärme.
Zuneigung.
Verlangen.
Begierde.
Die Lehrerin begehrte sie.
Eigentlich keine großartige Erkenntnis, das lag schließlich auf der Hand. Auf der anderen Seite wurde es jetzt deutlich.
Die Formulierung dieses Gedankens erfüllte sie mit Stolz.
Auch wenn sie schon viel öfter vor der Lehrerin nackt gewesen war, so erschien es doch anders.
Die Luft, die über ihren Körper strich, fühlte sich anders an.
Die Augen der Lehrerin mussten sie dementsprechend mit anderen Augen betrachten.
Die Lehrerin hatte das Zimmer komplett abgedunkelt.
Kein Lichtstrahl, keine einzige Lichtwelle drang in das Zimmer.
Trotzdem lag Irene reglos mit geschlossenen Augen im Bett.
Sie musste sich auf andere Sinne verlassen.
Irene war sich ihres Körpers sicher.
Sie war sich der Kurven ihrer Taille sicher.
Der Länge ihrer Beine.
Der Größe ihrer Brüste.
Der Härte ihrer Brustwarzen.
Der Form ihres rasierten Schamhügels.
Der Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen.
Irene war sich sicher.
Die Stille in dem Zimmer war übergreifend.
Es war kein Lärm der Straße zu hören.
Keine Nachbarn.
Irene ahnte die Luft, die durch ihre Nase in die Lange und wieder hinaus strömte.
Den Atem der Lehrerin konnte sie nicht wahrnehmen.
Von ihr war nur zu vernehmen, wie die Fasern ihrer Kleidung aneinander rieben, als sie vom Körper angestreift wurden.
Irene versuchte zu hören wie weit diese Entkleidung ging. Behielt die Lehrerin Slip und Büstenhalter an oder stellte sich die Lehrerin ihr gleich in der Nacktheit.
Sie konnte es nur vermuten.
Sie konnte es nur erhoffen.
Die Lehrerin setzte sich auf die Matratze.
Bald schon konnte spürte Irene ihre Finger auf ihrem Schenkel, die sich orientierten und dann begannen, den Körper zu streicheln. Irene genoss die Finger, die ihren Körper erforschten, später durch Lippen ergänzt wurden, die ihre Brüste erkundeten, die Brustwarzen stimulierten und schließlich den Mund fanden, bis sich ihre Zungen umkreisten.
All dies genoss Irene reglos, alles annehmend, was die Lehrerin ihr schenkte, und sie wurde nicht enttäuscht, obwohl ihr Wunsch, die Lehrerin ihrerseits zu armen, zu liebkosen, zu küssen immer stärker in ihr wuchs. Fast kam sie sich billig vor, so die Gunst der Lehrerin zu erhalten, indem sie einfach nur nahm ohne zu geben.
„Alles ist aufgehoben. Schlaf mit mir.“
Es war ein Flüstern, Irene war sich zunächst nicht einmal sicher, ob sie die Worte richtig verstanden hatte, doch dann umarmte sie die jüngere Frau, streichelte sie, küsste sie, schlief mit ihr.
Zum ersten Mal schlief sie mit einer Frau, zum ersten Mal schlief sie mit der Lehrerin, in diesem Moment war sie Angelika und nicht Frau Wantia.
Doch gerade in dem Moment, als die Lehrerin die Schranken gehoben hatte und sie Irene zum ersten Mal wie eine Gleichgestellte behandelte, empfand sie nun noch stärker den Drang zu dienen, denn gerade in den Momenten, in denen es nicht vonnöten war, konnte sie ihre Loyalität unter Beweis stellen, und so war ihr gesamter Körper umso aufmerksamer und umso mehr bemüht, der Lehrerin dienen.
Und während diese sich im Liebesspiel fallen ließ, sich vergaß, war Irene jederzeit aufmerksam bemüht, alle Wünsche zu erfüllen.
Als das Liebesspiel beendet war, sank Irene zufrieden in die erschöpften Arme ihrer Gebieterin und streichelte diese in einen gesunden Schlaf, bevor auch sie wegdöste.
Die Uhr sagte ihr, dass es 3 Uhr war.
Irene war aufgewacht.
Neben ihr wogte der regelmäßige Atem der jüngeren Frau. Die Anwältin richtete sich auf. Ihr Hals schmerzte etwas.
Leise stand sie auf und ertastete sich den Weg aus dem Schlafzimmer in die Küche, wo sie ein Glas Wasser trank.
Eigentlich sollte sie nachhause fahren, es war schon spät und am nächsten Tag stand eine ganze Menge Arbeit auf dem Plan.
Doch dies war nicht die Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Sie wollte neben Angelika einschlafen und auch wieder neben ihr aufwachen am nächsten Morgen. Auf diesen Augenblick hatte sie zu lange gewartet, um ihn aufzugeben. Sie wollte den warmen Geruch der Nacht in ihren Haaren riechen.
So nahm sie eine Kerze, um besser sehen zu können und ging leise zurück ins Schlafzimmer.
Wie Dornrösschen schlief dort so wie das Liebesspiel geendet hatte, die junge Frau.
Keine Stärke, keine Dominanz, keine Überlegenheit ging von ihr aus.
Sie war einfach nur schön.
Irene genoss den Anblick des nackten Körpers einige Minuten reglos, bevor sie schließlich die Kerze absetzte und Angelika mit dem Laken bedeckte, damit ihr nicht kalt wurde.
Dann legte sie sich leise neben Angelika, löschte die Kerze und schlief mit dem vollen Duft ihrer Haare ein.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, war die jüngere Frau neben ihr schon wach. Einen Moment lang musste Irene sich orientieren, bevor sie wusste, wo sie sich befand. Sie nahm sich Zeit mit dem Wachwerden.
Als sie die Frau betrachtete, die sich über Irene aufrichtete, wurde sie für einen Augenblick unsicher, in welcher Beziehung sie nun wohl zueinander stehen würden.
Sie nahm das Lächeln auf und fragte sich kurz, ob sich irgendwas geändert hatte durch die gemeinsam verbrachte Nacht. Ob die Intimität die Lehrerin dazu veranlasst hatte, sie anders zu behandeln.
Dann spürte sie den flüchtigen Kuss auf der Wange.
„Machst du uns Frühstück?“
Und das Ziehen in ihrer linken Brustwarze, als die jüngere Frau diese etwas stärker als nur spielerisch kniff, und Irene war glücklich, dass die Rollen wieder hergestellt waren.
„Natürlich.“
Sie stand sofort auf und verließ ohne sich etwas anzuziehen das Schlafzimmer, um der Anordnung Folge zu leisten.
Den Tag im Büro verbrachte sie in bester Laune.

23
Schausteller
„Komm bitte nach der Arbeit zu mir.“
„Natürlich.“
Klick.
Das Telefongespräch war an Effizienz nicht mehr zu überbieten.
Irene freute sich. In dieser Woche hatte die Arbeit wieder Überhand genommen und so war dieses Treffen eine angenehme Abwechslung.
„Lass uns einkaufen gehen, ich habe Lust, Geld zu verbrennen! Ich hoffe, du hast deine Kreditkarte dabei.“
„Immer.“
„Ich verspreche dir auch, dass es keine Sexshops sein werden. Keine Boshaftigkeiten heute.“
„Das war doch mal ein Angebot.“
Die Lehrerin war in bester Laune und Irene kam sogar in den Genuss eines langen Kusses.
Der Tag versprach interessant zu werden.
Die beiden Frauen schlenderten durch Boutiquen, probierten, berieten sich, lästerten über die Geschmacksverirrungen weniger stilsicherer Frauen, die Eskapaden verzweifelter Designer im Kreativitätswahn.
Und sie kauften.
Parfum.
Schuhe.
Dessous.
Irene war sich soweit ihrer Rolle bewusst, dass sie alle Tüten schleppte, und die Zahl der Tüten wuchs.
Jenseits dessen jedoch hätte kein Beobachter etwas anderes vermutet als eine ganz normale Frauenfreundschaft.
„Oh Mann, diese Dessous, die machen mich ganz heiß. Wenn ich mir die an dir vorstelle, dann wird mir ganz anders!“
Dann trat sie ganz nah an Irene heran, dass ihre Brüste sich berührten, und flüsterte ihr zu:
„Was hältst du davon, in eine Umkleidekabine zu gehen und du verwöhnst mich hier unten!“
Sie presste sich mit eindeutigen Gesten gegen Irene.
Was konnte diese darauf schon sagen?
Auch wenn es so klang, Irene hatte natürlich nicht die Wahl, und so stimmte sie zu.
„Wunderbar! Du bist ein Schatz! Dann komm!“
Die Lehrerin zog sie hinter sich her in eine der engen Kabinen.
Eng war es wirklich. Irene fragte sich, wie das klappen sollte und mehr noch fragte sie sich, was passieren würde, wenn sie erwischt würden. Aber die Lehrerin schien von Hormonen überschwemmt zu werden, und wenn Irene der Auslöser dafür war, dann erfüllte sie das durchaus mit Stolz. Die gelöste Stimmung der Frau gefiel ihr. Der Reiz des Verbotenen und die Gefahr, die darin lag, taten ihr übriges. Und auf eine seltsame Art hatte Irene das Gefühl, dass selbst wenn sie entdeckt würden, die Lehrerin die Situation zu meistern in der Lage wäre.
„Knie dich hin!“
Es war eng.
Eng mit zwei Menschen in der Kabine.
„Zieh mein Höschen aus.“
Sie griff unter den Rock und zog mit einer schnellen Bewegung fast schon roh das dünne Stück Stoff hinunter, der vollgesogen war mit warmer Feuchtigkeit.
Das hier war nicht der Zeitpunkt für ausgedehnte Zärtlichkeiten.
Es war die Zeit für schnellen Sex in einer engen Kabine.
Die Lehrerin hob den Rock und sofort klebten Irenes Lippen an den Schamlippen der Lehrerin.
Dabei ging sie so stürmisch zur Sache, dass die Lehrerin für einen Moment das Gleichgewicht verlor und sich an einer der dünnen Holzwände abstützten musste.
„Vorsicht!“ lachte sie.
Irene fand die Klitoris der Lehrerin.
Nahm sie zwischen ihre Lippen.
Presste sie zusammen.
Umspielte sie mit ihrer Zunge.
Versenkte diese in der Vagina.
Ließ ihr Gesicht benetzen
Schmeckte die Erregung.
Ihre Hände gruben sich in die weichen Pobacken
Versuchten diese auseinander zu ziehen,
Verschwanden in der schwitzigen Spalte.
Sie hörte das Stöhnen.
Irene hielt sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf und stieß ihre Zunge so hart und weit sie konnte in den Unterleib.
Die Lehrerin hatte ihre Hände längst in den Haaren der Knieenden versenkt und bestimmte den Rhythmus.
Schnell kam sie zum Höhepunkt.
„Verdammt, das war geil! Meine Güte, wo hast du das gelernt?“
Das Lächeln der Lehrerin reichte von einem zum anderen Ohr.
„War ich laut?“
„Also, du hast schon von dir hören lassen, das kann man nicht anders sagen, und die Kabine hat auch ganz schön gewackelt.“
„Meinst du, die haben was mitbekommen?“
„Wer weiß?“
„Na und wenn schon! Dann haben sie einen Grund neidisch zu sein. Weißt du was? Ich möchte mich revanchieren. Ich will dir auch was gutes tun.“
„Das ist nicht nötig.“
„Doch, du kannst mir glauben, das ist nötig! Nach dem Orgasmus, den du mir bereitet hast, ist das nötig.“
Irene war ganz sprachlos. Sie hatte sich nie als eine so gute Liebhaberin gesehen. Auf der anderen Seite hatte sie aber auch noch nie eine Frau in einer engen Umkleidekabine befriedigt.
„Also gut, wenn du meinst.“
„Ok, ich weiß was. Hier ganz in der Nähe ist ein Sexshop für Frauen. Keine Sorge, ist ganzgeschmackvoll, nicht so eine Schmuddelbude. Wir besorgen dir ein paar Liebeskugeln, die setzen wir dir ein. Ich sag dir, die werden dich so richtig heiß machen, und heute Abend wirst du mich anwinseln, dass du kommen darfst!“
Einer ganz ungewohnten Wortwahl wurde Irene hier Zeugin. Sie war überrascht über die Veränderungen, die ihre Zunge hervorgerufen hatten.
„Ich winsele aber auch ohne Liebeskugeln für sie.“
„Das weiß ich doch. Aber weißt du was? Ich will, dass du für mich geil aussiehst. Wir kaufen dir noch einen kurzen, Rock, ich will deine Beine sehen, wenn dir der Saft runterläuft!“
Also kauften sie noch schnell einen weiten Rock für Irene, der ihre Knie nicht mal bedeckte, und die Lehrerin verschwand in dem genannten Sexshop. Breit lächelnd schwenkte sie die unscheinbare Tüte, als sie herauskam.
„Mach dich auf was gefasst! Komm, wir gehen in den Park!“
Irene ließ sich hinter einen Busch zerren, wo ihr die Lehrerin erst den Slip herunterzerrte und ihr dann den Rock auszog.
Dann erst packte die Lehrerin die Liebeskugeln aus, öffnete umständlich die Verpackung und setzte sie Irene ein.
„Hier ist dein neuer Rock, zieh den an, den Slip brauchst du nicht mehr! Ich will sehen, wie es dir die Beine runterläuft!“
Irenes Muskeln umschlossen die Fremdkörper und diese reizten sofort erogene Zonen. In ihrem Unterleib loderte ein Schwelbrand.
Irene war froh, als sie schließlich in einem Cafe saßen. Die ständigen Bewegungen des Laufens fachten ihre Erregung nur noch mehr an.
Sie war froh, als sie endlich in einem Straßencafe saßen und sich ihr Unterleib abkühlen konnte.
„Bitte nimm den Rock hoch und setz deinen blanken Po auf den Stuhl.“
Irene tat wie ihr geheißen.
Obwohl ihr klar wurde, dass das wieder eine Situation war, die jederzeit von irgendwelchen Leuten entdeckt werden könnte.
Im Moment gab es nichts, was sie nicht getan hätte.
Für die Lehrerin.
Für ihre Lust.
„Na, wie fühlt es sich an?“
„Es ist geil.“
Das Grinsen der Lehrerin wurde nur noch breiter.
„Na dann genieß es!“
Unter Genuss stellte sie sich etwas anderes vor. Sie hätte lieber die Erlösung gehabt, aber das stand wohl noch nicht an. Sie hoffte, dass sie auch noch in den Genuss kommen würde, den sie selbst schon bereitet hatte. Die Lehrerin konnte schließlich jederzeit ihre Meinung ändern und ihr den versprochenen Orgasmus entziehen, und dann würde sie frustriert zurückbleiben.
Am liebsten würde sie sofort gehen. Zu der Lehrerin, zu sich, selbst in ihr Auto und wenn die Lehrerin wieder ihre teuflische Ader ausspielen wollte, selbst in den Stadtpark hinter die Büsche, die sie heute bereits besucht hatte.
Je schneller desto besser.
Doch natürlich kam es anders.
„Ach, da hinten ist eine Freundin!“
Die Lehrerin stand auf und winkte eine Frau zu sich.
Irene hoffte.
Die andere möge eine Verabredung haben.
Einen Termin.
Beim Arzt.
Beim Zahnarzt.
Wichtige Erledigungen zu machen haben.
Einen Wasserrohrbruch.
Nichts dergleichen.
„Hallo Angelika! Was für eine Überraschung!“
„Marta! Komm setz dich zu uns!“
Nein, setz dich nicht zu uns, du hast doch keine Zeit!
„Gerne!“
Küsschen rechts, Küsschen links.
Und dann setzte sie sich.
Irene schwante, dass sie die Frau so schnell nicht los würde.
Ende zwanzig, Anfang dreißig. Groß. Rothaarig. Blasser Teint. Hohe Wangenknochen. Grüne Augen. Attraktiv. Sehr attraktiv.
Irene hatte alles gesehen, was sie sollte. Jetzt konnte die andere wieder gehen.
Aber sie setzte sich.
„Das ist Martha, eine alte Schulfreundin, und das ist Irene, die mir schon mal den ein oder anderen Gefallen tut.“
Hallo.
Hallo.
Sie tut mir schon mal den ein oder anderen Gefallen?
Derzeit saß sie vollkommen heiß mit zwei Liebeskugeln zwischen den Beinen und erflehte ihren Höhepunkt.
Smalltalk.
Smalltalk.
Und noch mehr Smalltalk.
Blah blah blah.
Und währenddessen spürte Irene immer wieder die Hand der Lehrerin auf ihren Schenkeln.
Unter ihrem Rock.
Streichelte sie.
Hoch bis an das Zentrum ihrer Geilheit.
Spielte an der Schnur der Liebeskugeln.
Und sorgte dafür, dass Irene sich nicht beruhigen konnte.
Dabei lächelte sie immerzu spöttisch.
Irene rutschte unruhig auf dem Stuhl.
Dessen Sitzfläche feucht wurde.
Hin und Her.
Und Irene zählte die Zeit, die Minuten, die Sekunden.
Irene zählte die Augenblicke, in denen der Sekundenzeiger an der Wanduhr nachvibrierte, wenn er gerade zur nächsten Sekunde umgeschlagen hatte.
„Sag mal, deine Freundin ist aber auch recht schweigsam.“
„Ach, die ist immer so.“
Die?
Ein wenig respektvoller hätte es auch gehen können.
Und dann spürte sie zwei Finger vorschießen.
Irene zuckte zusammen und entließ ein kurzes Stöhnen.
„Was ist los?“
„Ach weißt du, Marta. Die ist total heiß. Die hat ein paar Liebeskugeln in ihrer Pussi und wartet darauf, dass ich ihr einen Orgasmus erlaube.“
„Was?“
Was?
Irene konnte nicht glauben, was sie gerade gehört hatte. Die Worten schwirrten in ihren Ohren.
Blut schoss ihr in den Kopf.
Das ungläubige Lachen der Rothaarigen brannte in ihren Augen.
„Ja, ernsthaft. Die hat ein paar Liebeskugeln in ihrer Pussi. Willst du mal sehen?“
„Du machst Witze!“
„Komm, schau mal.“
Irene verging vor Scham.
Die Rothaarige war perplex und lächelte unschlüssig. Irene hoffte, dass sie das Angebot aus Anstand ablehnen würde. Doch die Lehrerin feuerte die Frau an.
„Komm schon, es stimmt!“
Schließlich beugte sie sich unter den Tisch.
„Mach mal die Beine breit, damit sie besser sehen kann.“
Irene gehorchte.
Was blieb ihr übrig?
„Das machst du ganz toll!“
Der Kopf der Rothaarigen war unter dem Tisch verschwunden.
Irene blickte sich um, ob jemand auf sie aufmerksam wurde.
Dann suchte sie den Augenkontakt zu der Lehrerin.
Bitte nicht, versuchte sie zu sagen.
Und deren Augen schienen zu sagen: Stell dich nicht so an, du hast es so gewollt!
„Kannst du sehen?“
„Ich habe eine tolle Aussicht! Sogar der Rock ist hochgeschoben!“
Dann erschien die Rothaarige wieder.
„Sag mal, das ist ja etwas ungewöhnlich, dass sie hier so sitzt und dass die sich hier so zur Schau stellt. Warum macht die das alles?“
„Weil ich es ihr sage.“
„Was?“
„Ich habe ihr die Kugeln besorgt und selbst eingesetzt. Ich will das so. Die tut so ziemlich alles, was ich ihr sage.“
„Stimmt das?“
Die grünen Augen sahen sie fragend aber auch durchdringend an. Es war eine einfache Frage, aber eine, die Irene unglaubliche Schwierigkeiten bereitete.
Der Blick durchstach sie. Sie war schon vielfach gedemütigt worden, aber noch nicht in diesem Ausmaß vor einer wildfremden Frau, die scheinbar einfach so vorbei gekommen war. Und nun verlangte diese Frau auch noch in ihrer ganzen Naivität, dass Irene sich outete, dass sie ihre Perversitäten hier aufdecken müsste.
Vor einer Wildfremden.
Die Augen waren schwer zu deuten und das erschwerte ihr alles.
Irene sah nur eine Hoffnung. Die Frau müsste sich auch outen. Sie müsste sich auch zu ihrer devoten Ader bekennen oder aber zum Gegenteil. Wenn sie sich als dominant outen würde, dann hätte sie zumindest Verständnis für Irenes Position und würde nicht urteilen. Vor dem Urteil fürchtete sie sich am meisten.
Die Frau erwartete eine Antwort.
Irene nickte verschämt.
Sprechen konnte sie nicht.
„Da hast du es. Sie ist wirklich wunderbar. Ich will sie heiß machen, und wenn du mal zwischen ihren Beinen fühlst, dann wirst du merken, wie feucht die ist.“
„Aha.“
Irene konnte das Grün immer noch nicht deuten. Sie konnte immer noch nicht erkennen, was die Frau über Irene dachte. Dieser Gedanke marterte sie.
„Willst du mal fühlen wie feucht die ist?“
„Nein, danke.“
Irene war froh, dass die Frau hier die Grenze zog und es nicht noch weiter trieb.
„Bist du sicher? Sie lässt dich.“
„Nein, lass mal, ich muss nicht unbedingt anderen Frauen zwischen den Beinen rumfummeln in einem Cafe.“
Irene versuchte noch einmal in dem tiefen Grün zu ergründen, ob sich in ihnen Mitgefühl zeigte oder was sie bewegten.
„Nicht in einem Cafe wo denn sonst?“
Irene hasste die Lehrerin für deren Auffassungsgabe. Auch sie hatte gemerkt, wie die Rothaarige dies noch schnell angefügt hatte.
Warum?
Nur eine Ungeschicklichkeit?
Warum nicht sofort: Ich muss nicht unbedingt anderen Frauen in einem Cafe zwischen den Beinen rumfummeln.
Dann hätte sie den ganzen Satz verneint.
So verneinte sie nur den Ort.
„So meinte ich das nicht.“
War das glaubwürdig?
„Naja, lassen wir das. Sieh mal, sie ist ganz rot geworden, es ist ihr wohl peinlich! Süß nicht?“
Das Lächeln der Frau war nicht zu entschlüsseln. Es sah nach Verlegenheit aus.
„Hast du eigentlich Sandra noch mal gesehen? Ich habe gehört, dass sie wieder geheiratet hat.“
Irene atmete auf, als das Gespräch sich wieder unverfänglichen Themen zuwandte.
Aber natürlich blieb die Bedrohung. So lange die fremde Frau anwesend war, konnte sich Irene nicht in Sicherheit wiegen.
Irene war überzeugt davon, dass die Lehrerin mit Leichtigkeit neue Pläne entwerfen könnte.
Die Gespräche der beiden über alte Bekanntschaften ließen sie abschweifen.
Sie musste an den Jungen denken, den sie vor kurzer Zeit angemacht hatte. Das hatte ihr nichts ausgemacht. Es hatte ihr sogar Freude bereitet.
Worin bestand der Unterschied?
Warum der Schock?
Der Unterschied bestand wohl einfach darin, dass der Junge sie einfach nur als eine Phantasie betrachtet hatte, die er nicht für real gehalten hatte, und mittlerweile hatte er das Gesehene in seinen Phantasien schon so abgewandelt, dass es nicht mehr dem entsprach, was geschehen war. Vermutlich peitschte Irene den Jungen in seinen Phantasien gerade aus. Vor allem aber würde ihm niemand glauben. Die Rothaarige jedoch stammte nicht aus einer anderen Welt. Sie würde auf vielleicht auf der nächsten Party erzählen, was sich gerade ereignet hatte. Vielleicht nach ein paar Drinks zu viel. Und dann würde jemand anders irgendeine andere Story erzählen von bizarren Menschen. Jeder würde eine solche Geschichte kennen und wenn nur aus den Medien. Schließlich würden sie von den Freaks sprechen, die es mit Tieren trieben, Kinder belästigten, vergewaltigten. Am Ende stünde dann die Forderung nach der Todesstrafe für Perverse. Irene wollte nicht in einem Atemzug mit Pädophilen und Vergewaltigern genannt werden.
Mit großem Enthusiasmus gingen die beiden ihre alten gemeinsamen Bekannten durch und Irene saß stumm daneben mit dem mulmigen Gefühl, dass dies alles noch nicht das Ende war.
„Weißt du was, wir fahren zu mir. Sie kann uns was kochen und wir können uns bei einem Glas Wein unterhalten, das ist viel gemütlicher.“
Es ging also weiter.
„Klar, gerne!“
Zwei Stunden später saßen die drei Frauen in der Wohnung der Lehrerin.
Irene hatte ein Rissotto gekocht, das gut angekommen war.
Die Stimmung war gelöst, und die zweite Flasche Wein näherte sich dem Ende.
Dennoch war Irene einsilbig geblieben und auf der Hut, obwohl sie natürlich wusste, dass sie keinen Einfluss hatte auf das, was passieren würde.
Als es spät wurde und sich die Gesprächsthemen langsam dem Ende neigten, fing Irene immer häufiger den Blick der Rothaarigen ein.
Ein Blick auf die Lehrerin verriet Irene, dass auch ihr das nicht entgangen war.
Sie hoffte inständig, dass sie nicht den Mut aufbrachte, das Thema erneut anzusprechen. Doch die Lehrerin tat alles, jedes neu aufgebrachte Gesprächsthema schnell zu beenden, sodass die Konversation immer zäher wurde und die Blicke auf Irene immer häufiger.
„Sie tut wirklich alles, was du sagst?“
Das Herz Irenes sank hin.
Das Lächeln der Lehrerin entbreitete sich.
„Alles.“
Das Lächeln siegessicher.
„Soll ich es dir zeigen?“
„Es würde mich interessieren.“
„Steh auf.“
Irene stand auf. Ihr Herz raste.
Die beiden Frauen hatten sich zu ihr gedreht. Die Rothaarige rückte ihren Stuhl zurecht. Sie freute sich auf eine Show.
„Nimm die Kugeln raus.“
Sie bückte sich etwas und griff unter ihren Rock und zog vorsichtig an der Schnur die beiden Kugeln heraus. Dabei stellte sich sicher, dass man ihr nicht unter den Rock blicken konnte.
Obwohl ihre Lust in der Zwischenzeit der Besorgnis gewichen war, glänzten die beiden Kugeln von ihrer Flüssigkeit. Sie hielt die Kugeln unschlüssig hoch.
„Was soll sie damit machen?“
„Ich weiß nicht.“
„Wie wäre es, wenn wir sie die Kugeln ablecken lassen?“
„Was? Das würde sie machen?“
„Ich brauche es nur zu sagen.“
„Das ist aber ein bisschen eklig, oder nicht?“
„Glaub mir, es macht ihr Spaß.“
„Wirklich?“
Sie blickte Irene an.
Was sollte sie machen?
Verschämt senkte sie den Kopf und nickte.
Und es war noch nicht einmal gelogen.
„Mach.“
Sie nahm die beiden Kugeln in den Mund und lutschte sie ab.
„Ich möchte, dass sie mich dabei ansieht.“
Irene zögerte.
„Tu es!“
Sie hob die Augen.
Und nun wurde es deutlicher. Die grünen Augen verströmten ein interessiertes Lächeln.
Ein wenig Spott.
Vielleicht etwas Gehässigkeit.
Überlegenheit.
Gänsehaut kroch ihren Rücken hinunter.
„Ok, wenn du alles machst, dann küss mir die Füße!“
Irene stand reglos. Sie hatte sich der Lehrerin unterworfen und würde das auch in Zukunft tun.
Aber nun verlange irgendeine andere Frau etwas dergleichen von ihr. Warum sollte sie sich einer anderen hingeben?
„Tu es für mich.“
Sie fiel auf die Knie und kam dem Wunsch nach.
Der Lehrerin zuliebe.
„Sie macht das gut. Wie hast du sie dazu gebracht?“
„Sie steht einfach auf so was.“
„Stimmt das?“
Die Rothaarige strich ihr über den Kopf und hob Irenes Kinn an.
Irene nickte.
„Sag es!“
Wie kam diese Frau dazu?
Sollte sie sich das gefallen lassen?
Ihre Stimme klang flach.
„Ich gehorche gerne.“
„Ach wie süß! Du gehorchst gerne!“
Wie ein Kind kam sie sich vor.
„Wenn ich das so sehe, werde ich richtig neidisch! So was hätte ich auch gerne.“
„Ja dann form dir doch eine.“
„Meinst du?“
„Warum nicht?“
„Ich werde es mir überlegen. Aber ich will noch mehr sehen. Zieh dich aus!“
Und wieder zögerte Irene. Das konnte doch nicht sein, dass die Lehrerin all das zuließ! Sie musste doch eifersüchtig werden! Zuerst Julia, jetzt diese blasse Rothaarige, die sie gerade mal vor ein paar Stunden kennen gelernt hatte. Wurde sie einfach so rumgereicht? War sie zu einem Zirkuspferd degradiert? War sie ein Objekt in einer Freakshow geworden, an dessen Anblick man sich aufgeilen konnte?
Sie schluckte und blickte auf die Lehrerin, unschlüssig, wie sie sich verhalten sollte.
Die Lehrerin erkannte ihre Situation und reagierte.
„Wir sollten sie fragen, ob sie das möchte, immerhin kennt sie dich nicht.“
Der erste Impuls Irenes war Dankbarkeit. Die Lehrerin hatte erkannt, dass diese Situation Irene Sorgen bereitete. Und sie kam ihr entgegen mit einer Geste des Respekts. Sie nahm ihre Sorgen ernst. Irene war beeindruckt.
Aber auch unsicher, denn sie musste sich nun selbst entscheiden. Wollte sie sich dieser Frau, vor deren Füßen sie kniete, so hingeben und offenbaren? Sie wurde ständig dazu aufgefordert, ihren Exhibitionismus zu beichten, aber all das waren Zwangslagen, in denen sie keine Wahl hatte. Es ging einzig um Demütigung. Aber nun war sie gefordert, eine eigene Meinung zu formulieren und eine Entscheidung zu treffen.
Wenn sie der Situation jetzt zustimmte, dann würde sie sich outen. Sie würde zugeben, das sie das erregte, dass sie das anmachte. Sie würde damit rechnen müssen, wieder und wieder vorgeführt zu werden. Ursprünglich war es genau das, was sie am meisten gefürchtet hatte. Die öffentliche Zurschaustellung. Damals hatte sie es mit der Sorge um ihre berufliche Position getan. Jetzt war sie sich nicht mehr sicher.
Aber sie musste sich entscheiden. Es war schwer. Sie blickte erneut auf ihre Gebieterin und fragte sich, was diese wollte. Ihre eigenen Gedanken war sie bereit zurückzustellen, wenn sie der Lehrerin einen Dienst erweisen konnte.
Mit diesem Gedanken hob sie langsam ihre Hand zum obersten Knopf ihrer Bluse und öffnete diesen.
Wenig später stand sie nackt vor der Frau und erntete die bewunderten Blicke der grünen Augen.
Nackt vor einer Wildfremden in einer offensichtlichen Situation.
„Wow, du hast sie wirklich gut erzogen! Sie gehorcht ja wirklich.“
„Ich sag es dir doch.“
Die Frau stand auf und kam näher.
Die Augen zwangen sie förmlich in die Knie, und das ohne irgendeine Form von Gewalt auszuüben.
Sie schauten einfach.
Durchdrangen sie.
Vereisten ihren Verstand.
Der blasse Teint gaukelte eine Zerbrechlichkeit vor, die sich mit den flammenden Haaren zu einer Undurchdringlichkeit paarten.
Die Frau umkreiste Irene, während deren Blick von der Lehrerin wie an einer Leine gehalten wurde. Durch den Augenkontakt fühlte sie sich gefesselt wie nie zuvor. Und sie vergaß sich.
Bis sie plötzlich eine kühle Hand auf ihrem Rücken spürte.
Irene zuckte vor Überraschung leicht zusammen.
„Ganz ruhig, bleib ganz ruhig, ich tu dir doch nichts.“
Die Frau stand hinter ihr.
Sie spürte die Hand ihr Rückgrat hochfahren, an ihrem Haaransatz spielen.
Eine Gänsehaut durchfuhr sie.
„Du bist wirklich schön“, hauchte es in ihr Ohr. „Ich bin ganz neidisch auf Angelika!“
Die Worten fielen wie Schleier auf ihre Seele.
„Schließ die Augen.“
Irene zerschnitt das Band mit der Lehrerin ohne nachzudenken.
Die Hand ging ganz anders zur Sache. Die Berührungen waren so zart, dass sie Ahnungen darstellten, aber kein Kontakt hergestellt wurde.
„Wie gerne würde ich dich nehmen. Du bist wunderschön.“
Die Worte waren nur für sie bestimmt.
Und die Hand auch.
Bald schon hatte sie alles vergessen und ihr Blut sammelte sich in der Körpermitte.
Die Knie zitterten, sie hatte Probleme, sich aufrecht zu halten.
„Lass dich gehen.“
Obwohl die Hand ihre Knie kaum berührte, wusste sie, was zu tun war und öffnete ihre Beine.
Sie nahm kaum zur Kenntnis, wie das Rinnsal ihre Schenkel hinunterlief.
„So ist es brav.“
Sie nahm den Geruch ihrer Haare auf. Mittlerweile spürte Irene, wie die Frau sch gegen ihren Rücken presste. Deutlich konnte sie die beiden Brüste spüren.
Dann spürte sie die Hand zwischen ihren Beinen.
„Du rasierst dich. Das macht mich total an.“
Die Hand erforschte ihren Unterleib, drückte die Schenkel weiter auseinander und ergründete die Herkunft des Rinnsals.
Irene hatte alles um sich ausgeblendet und vergessen.
Sie konnte sich nur noch schwer auf den Beinen halten,
die Hand schien Hitze zu verteilen.
Und Irene stöhnte.
„Ja, das gefällt dir, nicht wahr?“
Nun sah sie sich genötigt zu antworten.
„Ja.“
Du es war ein Bitten und ein Flehen.
„Soll ich weiter machen?“
Die Hand umspielte die Schamlippen.
„Bitte mach weiter!“
„Oder soll ich aufhören?“
Die Hand verschwand kurzzeitig.
„Nein, bitte nicht, nicht aufhören. Bitte nicht aufhören.“
Dann war die Hand wieder da.
Irene stöhnte, stöhnte lauter, stöhnte immer drängender.
Wieder das Flüstern:
„Möchtest du kommen?“
„Bitte, bitte!“
Der Rhythmus schneller.
„Möchtest du für mich kommen, für mich einen Orgasmus bekommen, als würdest du mit mir schlafen?“
„Ja, bitte, bitte, ich möchte kommen!“
Der linke Arm umschlang Irenes Taille, um ihre einknickenden Beine abzustützen.
„Du bist total scharf auf mich:“
„Ja, ja!“
Das Flüstern:
„Dann komm, komm für mich!“
Und Irene kam.
Sie ließ es hinaus.
Sie kam.
Für die Rothaarige.
Für die Wildfremde.
Die hatte große Schwierigkeiten, Irene zu halten und konnte sie nur mit Mühe auf den Boden sinken lassen.
Und streichelte sie, während der Höhepunkt Irene davon wusch.
„Ich habe noch nie eine Frau zum Kommen gebracht.“
„Es ist ein schönes Gefühl.“
„Gefällt mir. Machst du das schon lange?“
„Nein, mache ich auch zum ersten Mal.“
„Tolle Sache.“
Und dann wandte sie sich wider Irene zu, half ihr auf die Beine und gab ihr einen Kuss auf die Lippen, der in Anbetracht dessen, was gerade passiert war, recht keusch ausfiel.


24
Trimm dich zum Dritten
„Schneller ... das kannst du besser ... mach schon!“
Es war schon peinlich gewesen, als Frau Wantia sie im Fitnessstudio angetrieben hatte, aber das, was Julia zum besten gab, war schier unerträglich!
Die Lehrerin hatte Julia aufgetragen, Irene zum Sport zu begleiten und sie ein wenig anzuspornen.
Aber davon konnte keine Rede sein. Julia lehnte an einem Laufband, saugte von Zeit zu Zeit an ihrem Milkshake, der vermutlich aus purem, leicht verflüssigten und eingefärbtem Zucker bestand und pöbelte mit großen Genuss Irene lautstark an.
„Komm schon, Schwabbelchen!“
Irene musste viel über sich ergehen lassen, nicht zuletzt die Blicke der anderen Frauen, die sich wunderten, warum Irene sich die Beleidigungen dieses Görs gefallen lies.
Aber Irene ertrug es. Es war Teil des Arrangements. Vor ihrem törichten Fehler hätte sie gegen eine solche Behandlung vielleicht protestieren können, aber nachdem sie nur unter höchster Gnade wieder hatte zurückkehren können in die Klauen Frau Wantias, hatte sie jede Einflussmöglichkeit verloren.
„Möchtest du mal probieren?“
Julia hielt ihr den Shake hin.
„Lecker!“
Irene ignorierte es. Sie ignorierte auch, als Julia ihr ins Ohr flüsterte:
„Ich mag es, wie deine Titten hüpfen, wenn du läufst. Meine sind dafür leider zu straff.“
Vor allem sind sie zu klein, dachte die Anwältin bitter.
Sie hätte nicht glauben mögen, dass Julia sich so gebären könnte. Und dieses Verhalten, dieses naive Verhalten dieses halbwüchsigen Mädchens beängstigte sie geradezu, denn schon hier blitzte ein unbekümmerter Sadismus auf, der vieles androhte.
Julia würde sich auch nicht scheuen Irene so in ihrer eigenen Kanzlei, vor ihren Mandanten zu behandeln. Sie konnte nur hoffen, dass Frau Wantia sie unter Kontrolle hatte und hielt. Derzeit benahm sie sich wie ein verspielter Pitbull, der vielleicht nur spielen wollte, dabei aber schwere Verletzungen zufügte.
„Schlussspurt mein kleines Fettschnäuzchen.“
Sie würde das in einer stillen Stunde mit Frau Wantia besprechen müssen. Diese müsste Verständnis für ihre Einwände haben. Auch ihr würde das Verhalten Julias nicht verborgen bleiben.
Aber auch das war etwas, das sie nicht sofort ansprechen konnte, denn auch dies war eine Forderung, die sie nicht stellen konnte.
Insgesamt jedoch hatte Irene keinen Grund sich zu beschweren. Wenige Wochen zuvor waren die beiden Frauen bei ihr eingezogen. Das Haus hatte sich endlich wieder mit Leben gefüllt.
Die Änderungen, die der Einzug mit sich gebracht hatten, waren endlich bewältigt.
Julia war wieder in ihr altes Zimmer gezogen. Irene hatte ihr großes Schlafzimmer an Frau Wantia abgegeben, die zudem noch ein Arbeitszimmer eingerichtet bekommen hatte. Irene war in ein kleineres Zimmer gezogen, das ursprünglich mal als Gästezimmer gedacht gewesen, faktisch aber fast nie benutzt worden war.
Irene konnte damit leben. Das große Zimmer hatte sie ohnehin nicht ausgefüllt und ein Arbeitszimmer hatte sie noch nie gebraucht, da sie Arbeit und Freizeit immer strikt getrennt hatte.
Mittlerweile hatte die Umzugsfirma ihr Werk vollendet und die drei Frauen begannen sich zu arrangieren.
Auf den ersten Blick hatte sich nicht viel geändert. Die Einflussnahmen der Lehrerin hielten sich in Grenzen. Irene und Julia wurden teilweise zum Kochen und zu den Hausarbeiten herangezogen, die nicht durch die Putzhilfe verrichtet wurden, aber das war auch schon zu Zeiten ihrer Ehe nicht anders gewesen.
Irene schwitzte und lief und ließ sich weiter beleidigen.
„Meinst du, dass die Maschine dein Gewicht aushält? Soll ich mal jemanden fragen gehen? Trampel doch nicht so auf das Laufband, die schmeißen uns hier noch raus.“
Irene warf ihr einen Blick zu, der einerseits sagen sollte: untersteh dich, auf der anderen Seite aber auch gehorsam andeuten sollte.
Ein Spagat.
Irene hatte Glück. Sie kannte Julia und wusste, dass diese zu scheu war, eine derartige Szene anzuzetteln. Sie würde nicht die Konfrontation oder den Konflikt mit einem der Angestellten suchen. Vielleicht war dies einer der Vorteile, die ihre Erfahrung und ihr Alter mitbrachte. Vielleicht konnte sie diesen spätpubertierenden Amoklauf so ein wenig unter Kontrolle halten. Viel Hoffnung hatte sie nicht.
Schließlich wurde die Szene beendet durch eine SMS, die Julia erreichte.
„Wir sollen sofort nachhause kommen.“
Irene war erleichtert. Sie ging schnell in die Umkleidekabine, zog sich um und eine Viertelstunde später waren sie zuhause.
Auf dem Wohnzimmertisch lagen die Utensilien, die Irene vor einigen Monaten hatte kaufen müssen: Schere, Nassrasierer und Rasierschaum.
Eine Schüssel mit Wasser und einige Handtücher hingen über einem Holzstuhl, den die Lehrerin scheinbar aus der Küche geholt hatte.
Irene dachte, sie wüsste was kam, musste sich bald aber eines besseren belehren lassen.
„Julia, ich möchte, dass du Irene rasiert.“
„Geil!“
Julia war immer noch in ihrer sadistischen Stimmung und vermutlich hoffte sie, dass sie Irene mit Heißwachs malträtieren könnte, dachte Irene.
„Irene, zieh dich bitte aus.“
Da war also der Befehl.
Sie hatte sich noch nie vor Julia entblößt. Nun also würde sie zum ersten Mal in eine solche Situation kommen.
„Darf ich bitte zuerst noch duschen, ich bin ganz verschwitzt“, versuchte sie Zeit zu gewinnen.
„Nein, das macht nichts.“
So stand Irene erst eine Sekunde da, dann drehte sie sich ohne nachzudenken zu Julia um, die sich mit der Zunge in Vorfreude über die Lippen fuhr und knöpfte ihre Bluse auf.
Fast wie in Zeitlupe glitt diese zaghaft von ihren Schultern und symbolisierte die Scheu, mit der sie zur Sache ging. Etwas schwerer sank der Rock. Als sie aus dem am Boden liegenden Stück Stoff gestiegen war, nunmehr nur noch mit Strümpfen und Unterwäsche bekleidet, fing sie Julias Blick ein, die breit grinste voller Vorfreude. Irene schämte sich für die lüsternen Blicke, mit denen sie bedacht wurde. Jenseits dessen aber fand sie auch ein Gefühl der Lust und der Befriedigung, dass sie Julia scheinbar so anmachte.
Sie beugte sich vor, langsam genug, dass das Mädchen einen Blick in ihren BH werfen konnte und streifte langsam die beiden Strümpfe ab. Dann öffnete sie den BH, wischte die Träger von den Schultern und hielt die Körbchen einige Sekunden in ihren Händen, um die Spannung zu erhöhen.
Als Julia ein wissendes Grinsen zu der Lehrerin schickte und diese mit einem milden Lächeln reagierte, errötete Irene. Sie legte wirklich für dieses 18-jährige Mädchen einen Strip hin und versuchte diese anzumachen.
„Du bist ein ganz schönes Miststück, wie du mich hier heiß machst!“ ertönte auch schon der Kommentar.
Irene warf einen Blick auf die Lehrerin in der Erwartung, dass sie das Mädchen schelten möge für diese Beleidigung. Doch die stand nur stumm daneben und billigte den Kommentar scheinbar.
„Komm schon! Runter mit dem Slip!“
Julia hatte Mut gefasst, da ihr der erste Kommentar nicht übel genommen worden war.
Irene hakte die Daumen in den Slip ein, blickte aber erneut zur Lehrerin in der Hoffnung, dass diese sie vielleicht vor dem äußersten Akt der Demütigung vor dem Mädchen verschonen würde. Doch die Lehrerin nickte ihr nur aufmunternd zu und so atmete Irene noch einmal tief durch und drückte dann den Slip ihre Hüften hinab.
Dann stand sie vollkommen nackt vor den beiden Frauen, vor allem aber vor Julia. Ihr erster Impuls ging dahin, ihre Scham mit den Händen zu bedecken, aber das hätte Irene nicht geduldet und so ließ sie die Arme an der Seite baumeln.
Sie sah, wie sich Julias Augen weiteten, wie sie genau Irenes intimsten Stellen inspizierte und sich neugierig vorbeugte.
„Diese halbrasierte sieht echt geil aus. Mann sieht so richtig alles! Super.“
Irene fragte sich, ob Julia das absichtlich machte, ob sie sie absichtlich so demütigte oder ob das alles nur Naivität war.
Die Lehrerin schien sich an der Peinlichkeit zu laben, die Irene empfand.
„Darf ich mal anfassen?“
„Ich möchte, dass du alles abrasierst. Es soll kein Haar mehr übrig bleiben.“
Irene setzte sich auf den Küchenstuhl und spreizte in einer Weise die Beine, die ihr äußerst obszön vorkam.
Julia kniete sich vor ihr und begann mit der Schere die ohnehin schon kurzen Haare noch weiter zu stutzen. Das kalte Metall der Schere fühlte sich angenehm auf der Haut an und Irene genoss mit geschlossenen Augen die Schere, die sich langsam den Weg zu den Schamlippen bahnte.
Unangenehm war ihr der Gedanke an ihren verschwitzten Körper.
Sie öffnete ihre Schenkel noch ein Stück und gewährte dem Mädchen weiteren Zugang. Julia hatte ihre linke Hand auf die Innenseite Irenes Oberschenkel gelegt, um sich besser abstützen zu können.
Dieses Gefühl elektrisierte Irene.
Das Geräusch der Schere und der Gedanke an die kurzen Haare, die wie Schnee zu Boden fielen, taten ihr übriges.
Je näher das Mädchen an ihren Schamlippen kam, desto mehr öffnete sich diese, um die glitzernde Flüssigkeit in diesem Tal zu offenbaren.
Der Gedanke war Irene furchtbar peinlich.
Sie war wirklich erregt!
Erregt durch die Situation.
Erregt durch die ganze Szenerie.
Erregt durch die Berührungen dieses Mädchens!
„Rutsch nach vorne, damit ich auch zwischen die Beine komme.“
Irene folgte und rutschte auf die Kante der Sitzfläche.
Erst dann wurde ihr bewusst, dass dies der erste Befehl von Julia gewesen war, den sie ohne zu zögern befolgt hatte.
Er war mit einer Natürlichkeit geäußert worden, und sie war ihm mit einer Selbstverständlichkeit nachgekommen, die keine Zweifel an ihrer Position aufkommen ließ.
Sie war zufrieden mit sich.
Sie fand gefallen daran.
„So, und jetzt noch die paar Haare am Hintern.“
Irene wünschte sich, dass Julia mit diesen Profanitäten aufhören möge, doch ihre blieb nichts anderes übrig, als auch dieses Prozedere über sich ergehen zu lassen.
Schließlich hatte das Mädchen sein Werk mit der Schere beendet. Während es den Schaum vorbereitete, hatte Irene etwas Zeit, sich ihrer Gefühle bewusst zu werden. Sie war zweifellos erregt von den Berührungen des Mädchens und schloss ihre Schenkel, um die verräterischen Spuren dessen zu verbergen.
Dann rieb Julia den Rasierschaum auf den Venushügel und zwischen die Beine. Für Irenes Geschmack benutzte sie dazu ein wenig zu viel Schaum und sie verrieb vielleicht etwas zu penibel den Schaum, vor allem zwischen den Beinen. Irene genoss die weichen Berührungen sichtbar.
Mit einem breiten Grinsen mitten in Irenes Gesicht machte sie deutlich, dass sie sich ihrer Wirkung bewusst war.
Und so fuhr sie einige Male wie zufällig zwischen die Schamlippen Irenes, bis sie von Frau Wantia zur Disziplin gerufen wurde.
„Konzentriere dich auf deine Arbeit und spiel hier nicht rum.“
„Schon gut.“
Dann begann sie die Arbeit mit der Klinge.
Der Gedanke an die Scharfe Klinge in den Fingern des Mädchens stimulierte sie noch weiter.
„Hier ist noch ein Härchen!“
Julia beugte sich ganz nah heran, strich mit der klinge über die Haut kurz über der Klitoris und ließ dann ihre Zunge blitzschnell in die Scheide der Anwältin.
Ein Schauer durchfuhr Irene, und sie konnte sich eines Seufzers nicht enthalten.
Doch die Lehrerin hatte diesen Verstoß gegen die Anordnungen nicht mitbekommen.
Als sie schließlich an sich heruntersah und die blank rasierte Stelle zwischen ihren Beine erblickte, war sie unwillkürlich an die Zeit vor ihrer Pubertät erinnert. Ihre Hand erfühlte eine weiche und wunderschöne Fläche, die sie so noch nie wahrgenommen hatte.
„So, jetzt ist Julia dran!“
Enttäuscht, dass die Prozedur schon beendet war, stand sie auf.
Nachlässig warf sie den Rasierer auf den Tisch. Während Irene noch die letzte Reste des Schaums abwischte, hatte Julia schon begonnen, sich ihrer Kleidung zu entledigen. Mit ausladenden Bewegungen streifte sie ihr Sweatshirt und das darunter befindliche Top ab. In der Bewegung offenbarte sich der schlanke und muskulöse Oberkörper. Schnell öffnete sie die Jeans und streifte diese ab, nachdem sie ihre Schuhe weggetreten hatte.
Julia ließ keinen Zweifel aufkommen, dass sie mit großen Enthusiasmus an die Sache heranging und sie zeigte keinerlei Spur von Scheu oder Schüchternheit.
Ohne zu zögern flog auch der BH und der Slip in die Ecke. Letzterer hätte nach Irenes Geschmack etwas stilvoller ausfallen können. Frottee mit rosafarbenen Blümchen war nicht ganz angemessen. Aber Julia musste auch noch lernen, dass sie nunmehr allzeit bereit zu sein hatte und solche Unterwäsche vielleicht für die unvermeidbaren Tage aufzusparen.
Mit erwartungsvollen Augen und gespreizten Beinen blickte Julia Irene an.
Diese hätte sich gerne etwas übergezogen, doch ein derartiger Befehl kam leider nicht. Und so musste Irene die weitere Arbeit in ihrer ganzen und nun noch vollständigeren Nacktheit vollziehen.
Sie kniete sich vor das Mädchen.
Zu ihrer Freude sah sie, dass dessen Haare noch in einem natürlich Zustand waren. Die Lehrerin hatte also mit ihr zumindest in dieser Hinsicht noch nichts unternommen.
Irene begann mit der Schere die Haare zu stutzen und sah, wie die längeren, brünetten Haare auf ihre eigenen braunen fielen, die immer noch unschuldig auf dem Parkett lagen.
Mit ihrer Linken richtete sie die Haare auf, um sie mit der Schere besser greifen zu können. Bei diesem Bürsten stellte sie sicher, dass sie immer mal wieder in die Region der Scheide kam, um diese ebenso zu stimulieren.
Irene ging mit großen Enthusiasmus an ihre Aufgabe, während sie immer noch die Kühle der gerade blank rasierten eigenen Haut spürte.
Zentimeter um Zentimeter legte sie den Schamhügel des Mädchens frei, strich über die jugendliche Haut und genoss den Anblick, den Widerstand der kurzen Stoppeln.
Bald erreichte sie die leichte Erhebung Oberhalb der Scheide. Als ihre linke Hand die feinen Härchen in dieser Region aufstellte, tauchte sie plötzlich und ungeplant in die Scheide des Mädchens ein. Als sie ihren benetzten Finger hinauszog, zog sie einen winzigen milchigen Flüssigkeitsfaden mit sich. Es war klar, was sich dort um ihren Finger geworfen hatte und flehend versuchte, diese zurück zu ziehen.
Dieser Anblick war unglaublich!
Sie drückte die Beine des Teenagers auseinander und schnitt nun zwischen den Beinen. Immer wieder streifte sie dabei in lustvoller Gehässigkeit über die erogensten Zonen ihres Opfers.
Ein Blick in ihr Gesicht versicherte Irene, dass Julia vor Verzückung in anderen Sphären schwebte. Dies hörte sie auch an dem leisen Stöhnen, das sie von sich gab.
Schließlich unterbrach sie kurz ihre Arbeit, um zum Rasierschaum zu greifen, den sie voller Hingabe und mit besonderer Verve zwischen den Beinen des Mädchens verrieb. Dabei ließ sie noch mehr Sorgfalt walten, als das Julia bei ihr schon getan hatte.
Je länger sie mit der Rasur beschäftigt war, desto mehr teuflische Freude entwickelte sie daran, Julia mit diesen Lustqualen zu martern, denn sicherlich würde die Lehrerin ihr keinen Orgasmus gestatten.
Je öfter sie zufällig über die erigierte Klitoris strich und je lauter das Stöhnen des Mädchens wurde, desto breiter entfaltete sich Irenes Grinsen. Das kleine Gör würde nun zahlen für die Beleidigungen, mit der sie sie im Fitnessstudio belegt hatte.
Mit der Erfahrung des Alters würde Irene sich durchsetzen.
Die kleine Gör zerfloss förmlich und die milchige Flüssigkeit bahnte sich ihren Weg durch die kühlere und luftige Konsistenz des Rasierschaums.
Irene setzte die Klinge an und folgte jedem Zug unmittelbar mit ihrem Finger, um sicherzustellen, dass das Mädchen noch mehr stimuliert wurde.
Zweifellos empfand auch Irene Lust an der ganzen Szenerie, doch vielmehr labte sie sich daran, das Mädchen an den Rand eines Orgasmus zu bringen, ohne ihr diesen zu gestatten.
Der Frust, den sie erleben musste, war wohl unbeschreiblich!
Und sie hatte ihn verdient.
Nach diesem Nachmittag im Fitnessstudio hatte sie ihn wirklich verdient!
Und während die Klinge so entlang der geschwollenen Schamlippen glitt, formulierte das Stöhnen allmählich Worte.
„Bitte, bitte!“
Bettele!
Winsel!
Du hast es verdient, du kleine Rotzgöre!
Irene wendete sich dem Bereich des Bauches zu, der am weitesten entfernt war von jeder erogenen Zone. Sie sollte sich wieder abregen, bloß jetzt nichts falsch machen und sie über die Klippen zur Erlösung schubsen.
Während der ganzen Zeit sah die Lehrerin dem Treiben schweigend zu.
Irene setzte ihre Fingernägel ein und grub sie in die empfindlichen Pobacken des Mädchens, um ihr durch das Zufügen von etwas Schmerz die Höhen der Lust zu nehmen.
Während das Mädchen sich langsam von ihrem ersehnten Höhepunkt entfernte, ging Irene ihrer Arbeit kalt und emotionslos nach. Langsam versiegte auch der Strom der milchigen Flüssigkeit und auch das Stöhnen war leiser geworden, sodass Irene, die praktisch mit ihrer Arbeit fertig war, einen neuen Anlauf wagte und die letzten Strichen mit der Rasierklinge durch gezielte Fingerspielchen begleitete, als hätte sie in ihrem Leben nichts anderes getan als Vaginas zu stimulieren.
Schnell baute sich bei dem Mädchen wieder die gerade entschwundene Lust auf. Versiert arbeiteten Irenes Finger und bald schon zeigten sich alle Symptome eines sich anbahnenden Orgasmus.
Als Höhepunkt schließlich beugte sie sich über die erigierte Klitoris, streckte ihre Zunge auf und saugte ohne nachzudenken an der dunkelrot glühenden Knospe. Dabei sammelte sie einen langen Faden milchigen Schleims auf, der als er abriss, sich auf ihrem Kinn niederließ.
Mit dem salzigen und äußerst erregenden Geschmack auf der Zunge wandte sie sich ab und ließ sie das Mädchen frustriert zurück und sich nach einem Höhepunkt sehnend, den Irene ihr nicht schenken würde.
„Fertig.“
Zufrieden nahm sie das missmutige Grunzen Julias zur Kenntnis, die mit sich kämpfte, und sich nur mühsam davon abhalten konnte, nicht selbst Hand an sich zu legen.
Als Irene sich allerdings zufrieden der Lehrerin zuwandte, blickte sie in ein frostiges Gesicht.
„Was bildest du dir ein?“
Mit einem rohen Griff nahm die Lehrerin den Schleim Julias auf, hielt ihn Irene hin und wischte dann ihre Finger grob an ihrer Wange ab.
„Das wird Konsequenzen haben!“
Zu Julia gewand sagte sie:
„Du gehst dich jetzt sofort kalt abduschen, und wehe du spielst an dir rum.“
Mühsam stand Julia auf, warf einen gehässigen Blick auf Irene, die wiederum hoffte, dass die Strafe, die sie wohl zu erwarten hatte, nicht zu drastisch ausfallen würde, und verschwand im Bad.
Derweil griff die Lehrerin in ihre Tasche und holte zwei Plastikhandschuhe heraus.
Irene wurde mulmig. Das konnte nichts gutes bedeuten. Wenn die Lehrerin schon mit Handschuhen operierte, dann musste es sich um etwas unhygienisches handeln, das nun kommen würde. Irene mochte gar nicht daran denken.
Fragend und ein wenig ängstlich blickte sie in die Augen ihrer Gebieterin, doch die machte keine Anstalten, ihr Vorhaben zu enthüllen.
Schließlich kam Julia zurück mit einem Handtuch in der Hand und trocknete ihren straffen, jugendlichen Körper ab.
„Nach dieser Show, die ihr hier gerade gezeigt habt, kann ich nicht sagen, dass ihr das verdient, was ich mit euch vorhabe. Ich werde euch ein Geschenk machen. Ich möchte, dass deutlich wird, wem ihr hörig seid, daher möchte ich euch markieren. Zunächst nur mit Henna, später tätowiere ich euch vielleicht.“
Mit diesen Worten nahm sie eine kleine Tube aus der Tasche und öffnete die Kappe.
„Julia, du zuerst. Setz dich auf den Stuhl.“
Sie gehorchte.
Die Lehrerin hockte sich zwischen die gespreizten Beine des Mädchens und machte sich an ihr zu schaffen.
Irene konnte nicht sehen, was sie machte, doch nach wenigen Minuten konnte sie das Ergebnis begutachten. Frau Wantia hatte mit geübter Hand ihre Initialen „MW“ ungefähr in der Größe einer 2 Euro Münze auf den Schamhügel gemalt. Für die nächsten Monate würde das erdige Braun des Hennas nun zu sehen sein und Zeugnis abliefern über die Zugehörigkeit der beiden Frauen.
Irene war überglücklich, auf diese Weise ihre Zugehörigkeit zu der Lehrerin zeigen zu dürfen und als auch sie endlich das Zeichen trug, betrachtete sie sich ausgiebig und voller Stolz.
Dankbar kniete sie vor der Frau und leckte innig deren Hand ab in dem gleichen Ritual, das sie bereits bei ihrer Wiederaufnahme durchgeführt hatte.

25
Badefreuden
„Da Julia unter deinem Verhalten zu leiden hatte, darf sie sich eine Bestrafung für dich ausdenken.“
„Au ja!“
Oh nein!
Wenn Julia klug wäre, würde sie eine milde Strafe wählen.
Wenn sie klug wäre, würde sie eine Solidarität der Unterwürfigen initiieren. Immerhin könnte das Blatt sich auch mal wenden. Irgendwann würde Irene die Strafe zu wählen haben, und wenn Julia da mit Irenes Wohlwollen rechnen könnte, hätte sie vielleicht mehr gewonnen als sie mit einer sadistischen Strafe Zunichte machte.
Aber das waren Gedankengänge, sie wohl zu komplex waren für das Mädchen. Deren Augen schleuderten bereits breit grinsende Dolche in ihre Richtung.
„Ich will sie als Sklavin für einen Tag! Sie soll machen, was ich will.“
„Schön, aber alle sexuellen Spielchen bedürfen meiner Genehmigung, und du solltest es nicht zu weit treiben.“
„Keine Sorge.“
Toll. Irene würde leiden müssen. Sie sah es kommen.
Das würden harte 24 Stunden.
„Gut, dann wäre das ja beschlossen. Ich möchte, dass ihr beiden mich jetzt badet.“
„Aber vorher bekommt sie noch einige Anweisungen von mir!“
Das Grauen hatte begonnen.
Irene lag nackt auf den Kacheln vor der Badewanne mit dem Gesicht zum Boden. Um den Hals trug sie ein grünes Halsband, das Micky, Julias Kaninchen vor Jahren getragen hatte. Jetzt war es tot und Irene musste erfahren, wie sich das Kaninchen gefühlt haben musste, wenn Julia an der Leine gezogen hatte.
Sie lag zwischen der Wanne und Julia, die ihrerseits vor der Wanne hockte und ihr Knie in Irenes Rücken bohrte.
Es war unerträglich, wie sie hier vor der Badewanne lag und zuhören musste, wie die beiden sich unterhielten, wie das Badewasser manchmal überschwappte und auf Irenes Rücken klatschte.
Julia stellte sicher, dass Irene über alle Details informiert wurde.
„Zuerst reibe ich mit einem Waschlappen über ihren Rücken. Mein Gott, ihre Haut ist so weich! Ich spüre die Muskeln darunter. Sie müssen wirklich gut in Form sein. Hier an der Schulter ist ein kleines Muttermahl. Meine Finger streicheln es. Es sieht so süß aus! Dann massiere ich vorsichtig ihre Schultern, fühle die Muskeln, lockere sie, liebkose die weiche Haut. Ich streichele Ihren Hals. Darf ich den Haaransatz küssen?“
„Bitte.“
„Die kleinen Härchen kitzeln in meiner Nase. Ich liebe diese dünnen Härchen am Haaransatz. Die sind so zart und weich!“
Und Irene wurde durch das knochige Knie Julias auf die Fliesen gedrückt und spürte jede Fuge, die sich auf ihrem Körper abdrückte. Ihr Blickfeld war von der Toilette erfüllt, die sie aus einer ungewohnten Perspektive, nämlich von unten betrachtete.
Sie hörte die zweifelsohne leicht übertriebenen Laute der Verzückung, die Julia ausstieß.
„Jetzt streichele ich ihr linkes Ohrläppchen. Es ist so wohlgeformt! Ich nehme den Schwamm und streiche den Hals hinab und wieder hinauf, die Arme entlang. Es ist toll!“
Wie schlampig und mit wie wenig bedacht sie an die Sache heran ging! Irene hätte all das viel ausführlicher zelebriert. Sie hätte mit ihrem kleinen Finger die Konturen des Ohrs erfühlt, die versteckte kleine Höhle hinter den Ohrläppchen erforscht, sie hätte der zarten Haut mit fast unfühlbaren Berührungen ihrer Zungenspitze gehuldigt. Sie hätte den Körper der Lehrerin wie einen Tempel verehrt. Wie sie es ja nun schon einige Male unter Beweis gestellt hatte.
Die Beschreibungen, die Julia abgab, klangen wenig enthusiastisch und dennoch ließ die Lehrerin sie gewähren.
Sie gewährte Julia den Blick auf ihren Körper, den Irene immer noch nicht gesehen hatte.
Sie gewährte Julia das Privileg, ihn zu küssen.
Womit hatte die das verdient?
War nicht Irene viel versierter, viel erfahrener, war es nicht klar, dass sie die Arbeit viel besser verrichten könnte?
Es war frustrierend, die kalten Fliesen auf ihrer Wange zu spüren, reglos dazuliegen, während über ihr die beiden Frauen sich miteinander beschäftigten.
„Als nächstes wische ich über Ihre Brüste. Nehme Ihre Brustwarzen und massiere sie. Sie stellen sich auf und werden hart. Mein Gott, was stehen die straff! Es muss ihnen wohl gefallen, was ich mit ihnen mache!“
Wie um ihre Aussagen zu unterstreichen, drückte sie ihr Knie besonders fest in Irenes Rücken.
„Nun nehme ich auch die andere! Sie haben wirklich tolle Brüste, die sind so richtig wohlgeformt, und die haben genau die richtige Größe! Klasse!“
So plumpe Bemerkungen hätte Irene nie gemacht. Sie war immer bemüht, sich zurückzuhalten, sich platter Kommentare zu enthalten, sich keine derartigen Dummheiten zu leisten und hier plapperte das Mädchen einfach so daher!
Ob die Lehrerin das mochte?
„Darf ich sie küssen?“
„Bitte.“
Julia beugte sich vor und stemmte ihr ganzes Gewicht auf den Rücken der Anwältin. Ihr blieb die Luft weg und sie konnte sich ein lautes Grunzen nicht verkneifen.
„Ruhig da unten!“
Scharf wurde an der Leine gezogen und das unwürdige Nylon biss in ihren Hals.
Irene spürte, wie das Mädchen sein Gewicht immer wieder verlagerte. Sie konnte sich vorstellen, dass es mit ausladenden Bewegungen ihres Kopfes über die Brüste streifte, ohne diesen die Zärtlichkeit entgegenzubringen, die sie verdient hatten.
„Mh, das ist gut!“
„Vorsicht mit den Zähnen.“
„Ja, schon klar!“
Ha, jetzt wurde sie zurecht gewiesen! Julia konnte unmöglich mit ihren Zähnen so vorsichtig umgehen, wie es notwendig gewesen wäre. Irene stellte sich vor, wie sie die Nippel der Frau mit ihren Schneidezähnen entlang gefahren wäre, wie sie der blonden Frau eine Gänsehaut bereitet hätte, ohne ihnen jedoch einen Schaden zuzufügen. Diese fragile Grenze zwischen Lust und Schmerz hätte sie beschritten, und das mit einer Sicherheit und Souveränität, die Julia niemals erreichen würde.
Für einen Moment überlegte Irene, was wohl passieren würde, wenn sie sich jetzt mal einfach so bewegen würde. Julia balancierte mit ihrem gesamten Gewicht auf ihr. Eine kleine Bewegung würde sie aus dem Gleichgewicht bringen. Aber Irene wusste, dass ein solches Verhalten nur zu noch mehr Strafen führen würde und so verhielt sie sich ruhig.
Was hatte Julia nur?
Sie war jung.
Sie war hübsch.
Ihr Körper war auf dem Zenit seiner Attraktivität.
Etwas gehässig dachte sie an die Schenkel des Mädchens, die sie während der Rasur ausgiebig Zeit gehabt hatte zu studieren. Bald würden auch sie den Kampf mit der Zellulitis aufnehmen und sie würden verlieren.
Wenn der Körper Julias nichts mehr zu bieten hatte, könnte Irene immer noch mit Intelligenz, Charme und, wenn es unbedingt sein musste, Geld bestechen.
„Mein Gott, Ihr Bauch ist aber straff! Ich spüre so richtig Muskeln! sie haben ja fast ein Sixpack!“
Dieser verdammte Fratz!
„Und Ihr Bauchnabel! Ich könnte stundenlang darin herum pulen!“
Wie plump!
Irene spürte, wie sich das Gewicht des Mädchens wieder verlagerte. Sie richtete sich auf und gab Irene wieder etwas mehr Raum zum Atmen.
Es war nun deutlich zu hören, wie der Schwamm in Wasser tauchte. Julia bewegte sich also weiter hinunter zu den Hüften der Lehrerin.
„Ich spüre ihren Busch, Ihre Haare da unten. Hm, das fühlt sich gut an.“
Das Wasser plätscherte.
„Darf ich Sie auch da unten sauber machen?“
Und wieder vernahm Irene das bereits bekannte bitte, welches ihr immer wieder Dolche in die Seele rammte.
„Oh, das scheint Ihnen aber auch Spaß zu machen, wie ich fühle! Ihre Lippen sind ja ganz dick!“
Der Zorn in Irene wuchs ins unermessliche.
Das konnte doch nicht wahr sein!
„Tu mir einen Gefallen. Halt den Mund und befriedige mich.“
Die Stimme klang bereits etwas schwankend.
Wie lange konnte Irene das noch ertragen. Dieser verdammte Fratz bekam die Erlaubnis, ihre Herrin zum Höhepunkt zu bringen! Einfach so.
Womit hatte die sich das verdient?
Das war so was von unfair!
Jetzt hörte sie, wie die Lehrerin sich in der Wanne zurücklehnte.
Wasser schwappte heraus, klatschte Irene ins Gesicht, lief ihr in die Augen. Da Julia mit ihren Beinen Irenes Arme an der Seite fixiert hatte, blieb ihr nichts übrig, als das Wasser zu ertragen.
Da Julia nun still war, musste Irene sich auf die Geräusche konzentrieren, die aus der Wanne zu vernehmen waren.
Zum einen war dort der Atem der Lehrerin, der schwerer und rhythmischer wurde, zum anderen zeugte das leise Plantschen des Wassers von den Fingerübungen Julias. Vom Klang zu schließen, ließ Julia nicht die Sensibilität walten, die Irene für angemessen hielt. vielmehr waren die Bewegungen schnell und hart.
Vulgär, dachte Irene.
Es war frustrierend.
Frustrierend zu hören, wie der Atem lauter wurde, wie die Bewegungen schneller wurden, wie das Badewasser immer häufiger überschwappte, bewegt von den Windungen des exstatischen Körpers.
Dann beugte sich Julia wieder vor und raubte Irene wieder die Luft.
Und in dieser Position verblieb sie, als der Orgasmus einsetzte, als das Stöhnen zu kleinen Schreien der Lust wuchs, als das Badewasser sich in Wogen über Julia ergoss, bis der Orgasmus der Lehrerin verklungen war.
Und als Irene schon glaubte, dass es nun vorbei sei, beging das Mädchen die ultimative Demütigung.
„Hier, du sollst auch nicht leben wie ein Hund“, sagte sie, steckte zwei Finger in Scheide und zwang Irene, diese abzulecken.
Sie empfand es als äußerst demütigend, in einer derartig frustrierenden Situation die Zeugnisse der jugendlichen Lust aufsaugen zu müssen, und so blieb nichts als ein bitterer Geschmack und der Gedanke, dass die zweifellos erregte Julia sicherlich einen mindestens ebenso großen Frust schob, da ihr die Erlösung verweigert geblieben war.

26
Smells like Teen-Terror
22 Stunden noch.
Ein Tag hatte die Lehrerin gesagt. Einen Tag lang musste Irene die Sklavin des Mädchens sein.
Irene erinnerte sich an die unzähligen Male, in denen sie Julia zurecht gewiesen hatte, in denen sie aufgefordert hatte, das Zimmer aufzuräumen, den Abwasch zu machen, den Müll rauszubringen. Wie Jugendliche das eben tun müssen.
Nun also hatten sich die Rollen vertauscht. Irene wusste, dass es grausam würde, und Julia hatte noch 22 Stunden.
Die Lehrerin hatte sich derweil zurückgezogen.
Keinerlei Schutz.
Nach der Szene im Badezimmer hatten die Demütigungen nicht nachgelassen.
Als Julia aus der Badewanne gestiegen war, hatte sie achtlos ein Handtuch über Irenes Kopf geworfen, auf dass diese keinen Blick auf den Körper der Lehrerin werfen konnte.
So wurde ihr auch das geringste Vergnügen genommen.
Sie musste auf den kalten Fliesen mindestens eine halbe Stunde liegen bleiben, nachdem die beiden anderen längst das Bad verlassen hatten. Als Julia endlich zurückkehrte, benutzte sie zuerst die Toilette und stupste Irene ständig mit dem Fuß, während ihr Urin mit vulgären Lauten in die Schüssel plätscherte.
Als sie ihr Geschäft erledigt hatte, führte Julia Irene am Halsband durch die Wohnung ins Wohnzimmer, wo sie sich auf den Boden knien musste. Julia hatte sich mittlerweile bekleidet.
Bei diesem Gang wäre Irene fast vergangen vor Scham. Sie in dieser Position vor dem Mädchen, das ging nun doch zu weit. Und in der gleichen Weise empfand sie bei all ihrer Abneigung und all ihrem Trotz genau deswegen Lust. Dass Julia in der Lage war, sie gegen ihren Willen so vorzuführen, sie so zu demütigen, das war es, was Irene verlangte.
Aus Dankbarkeit hätte sie dem Teenager die Füße küssen mögen. Aber dies gehörte zumindest im Moment nicht zu ihren Aufgaben.
„Mannomann, wenn ich sehe, wie du hier so vor mir kniest, das hätte ich mir auch nicht zu träumen gedacht. Ich kann es gar nicht erwarten, bis meine Freundinnen dich so sehen. Wäre das nicht geil, wenn ich hier eine kleine Party für sie machen würde? Du würdest uns bedienen und wenn alle da wären, dann würde ich die Musik ausstellen und dir sagen, dass du dich ausziehen sollst. Und du würdest das machen ohne mit der Wimper zu zucken, weil du eine kleine gut erzogenen Lustschlampe bist, meine kleine Lustschlampe. Und auf meinen Befehl würdest du alle mit dem Mund befriedigen, selbst die pickligen Spinner, die keine Freundin abkriegen. Wäre das nicht geil?“
Der Gedanke war wirklich geil. Aber er war auch unrealistisch, denn dergleichen konnte sie wirklich nicht zulassen.
„Also gut, hör mir zu! Du wirst bis morgen alles tun, was ich von dir verlange. Du wirst dich nicht beschweren und du wirst schon gar keine Befehle verweigern, klar?“
„Natürlich.“
„Sagen wir doch einfach natürlich Mademoiselle, wie wäre das?“
„Natürlich Mademoiselle.“
„Oh, wie geil! Das gefällt mir.“
Sie war außer sich vor Freude über den Gehorsam.
„Als erstes wirst du mein Zimmer sauber. Dann wäschst du meine Wäsche. Dann kochst du mir was. Ich will Pfannkuchen mit Kirschen. Heute nacht schläfst du in meinem Zimmer auf dem Fußboden. Wenn du alles zu meiner Zufriedenheit erledigst, werde ich dir eine Decke geben. Natürlich bleibst du die ganze Zeit über nackt.“
„Verstanden?“
„Natürlich Mademoiselle.“
Irene glaubte, ein wenig Enttäuschung in den Augen zu sehen, dass sie sofort die korrekte Anrede gefunden hatte. Sie würde höllisch aufpassen müssen. Dieser Teenager war gefährlich in seinem Machtrausch.
„Morgen wirst du mich zur Uni fahren. Verstanden?“
„Ich habe verstanden, Mademoiselle.“
Nun stand die Enttäuschung ganz deutlich in ihrem Gesicht zu lesen.
„Also gut, dann komm mit.“
Irene war froh, dass Julia nicht noch mehr Teufeleien einfiel.
Sie ging vor und zog so schmerzhaft an der Leine, dass Irene das Gleichgewicht verlor und sie zu Boden fiel. Ihr Hals schmerzte höllisch. Das Nylon fraß sich wie stumpfe Klavierseiten in die dünne Haut am Hals. Irene sah schon kommen, dass das Spuren hinterlassen würde.
Julia lümmelte sich auf ihrem Bett und hörte laut die nervende Musik, die Irene noch nie gemocht hatte. Früher hatte das Mädchen sie leiser machen müssen. Jetzt konnte sie alles machen, was sie wollte. Von Zeit zu Zeit zerrte sie an der Leine, die mittlerweile schmerzhaft an Irenes Hals rieb.
Irene verrichtete die Arbeiten, die ihr aufgetragen waren, gewissenhaft und immer darauf bedacht, keinen Fehler zu machen. Sie verfügte über genug Selbstdisziplin, das Mademoiselle ihren Äußerungen immer anzuhängen. Als sie es doch einmal vergaß in einer schnellen und unbedachten Antwort, da war es Julia, der das nicht auffiel.
Mit der Zeit verging Julia jedoch der Spaß an den Demütigungen. Sie brauchte neues Futter und begann Irene zu beleidigen. Sie bezeichnete sie als perverse Sau, als durchgeknallte, geile Schlampe, die in die Klapsmühle gehörte.
Irene ertrug all das schweigsam und versuchte, es nicht an sich kommen zu lassen. Doch Julia steigerte sich in dieses Spiel hinein und sie wurde immer ausfälliger Irene gegenüber, die es immer schwerer hatte, sich zu beherrschen.
Schließlich entließ das Mädchen Irene die Wäsche zu machen.
Im Waschkeller konnte Irene es nicht mehr zurückhalten. Sie kauerte sich in eine Ecke und begann schrecklich zu weinen. Die Verachtung, die das Mädchen ihr entgegenbrachte lag jenseits jeden Respekts und ging eindeutig zu weit. Das war nicht mehr Teil dessen, was Irene suchte. Sie fragte sich, woher das Mädchen eine solche Verachtung für sie entwickelt hatte. Sie kramte in ihrer Erinnerung und versuchte eine Situation in der Vergangenheit zu finden, in der sie das Mädchen so verletzt hatte, dass sie einen derartigen Hass heraufbeschworen hatte. Es fiel ihr nichts ein. Sie wusste nicht mehr aus noch ein, überlegte sogar kurz zu der Lehrerin zu gehen, ihr von all dem zu berichten. Doch sie verwarf den Gedanken schnell wieder. Zu ihrer Rolle gehörte wohl auch das, und sie würde es ertragen müssen, dachte sie.
Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sie sich so weit gefangen hatte, dass sie wieder nach oben gehen und Essen zubereiten konnte, wie es ihr aufgetragen worden war.
In der Küche traf sie die Lehrerin, die sich von Irene auch eine Kleinigkeit zubereiten ließ, dann aber in ihr Arbeitszimmer verschwand.
Sie blickte nur einmal zu Irene und fragte, ob alles in Ordnung sei.
Als diese bejahte, wandte sie sich wieder ab.
Ansonsten kommentierte sie mit keinem Wort die Tatsache, dass Irene immer noch nackt nur mit dem Halsband bekleidet war.
So sah sie auch nicht, dass Irene die Brocken, die Julia ihr hinwarf, vom Boden essen musste. Stumm ertrug Irene die Demütigungen, die Tritte in ihren Po.
Wenn Irene in die Augen Julias sah, dann erkannte sie dort nichts als puren Machthunger und einen Sadismus, der scheinbar unersättlich war. Das Lachen des Mädchens, wenn sie die kriechende Irene so trat, dass diese hilflos und schmerzhaft auf den Boden fiel, schnitt tief in Irenes Seele
„Da gehörst du hin! Auf den Boden, du verdammte Schlampe! Dein Anblick macht mich total krank!“
Den Abend musste sie zu Füßen Julias verbringen und ihre Füße küssen, während diese MTV schaute.
Ein Blick auf ihren schmerzenden Po verriet Irene, dass sich von den Tritten des Mädchens ein Blauer Fleck gebildet hatte. Dieses erste sichtbare Zeichen ihrer Misshandlung verstörte sie in einem ungeahnten Maß.
Als das Mädchen schließlich das Licht löschte und Irene neben dem Bett auf dem harten Boden lag unter der dünnen Decke, um die sie hatte betteln müssen, rannen ihr stumme Tränen die Wange hinunter, bis sie endlich einschlief.
In der Nacht wurde Irene plötzlich rüde aus dem Schlaf gerissen.
„Ich muss pinkeln, komm!“
Sie zerrte an der Leine und schleifte die noch benommene Irene hinter sich her bis zur Toilette. Mittlerweile hatte Julia die Fliegenklatsche gefunden, die die Lehrerin an ihr bereits angewandt hatte und Julia machte regen Gebrauch von dem Utensil, als Irene nicht schnell genug hinterher kroch.
Am nächsten Morgen fühlte sich Irene wie gerädert. Die Nacht über hatte sie nur wenig geschlafen. Die Schmerzen an ihrem Hals und Po hielten sie wach und die Tatsache, dass das Halsband immer noch in ihre Haut biss, tat ihr übriges. Julia musste das Band um ihr Handgelenk gewickelt haben, denn immer, wenn sie sich im Schlaf bewegte, wurde erneut an Irenes Hals gezogen. So mehrten sich die Schmerzen.
Als Irene endlich allein im Bad stand, um sich zu duschen und für den Tag fertig zu machen, konnte sie nur unter großen Schmerzen das Halsband ablegen. Die synthetischen Fasern des Nylons hatten sich tief in die empfindliche Haut gegraben und einen breiten roten Streifen hinterlassen. Vorsichtig rieb sie unter Schmerzen Wundsalbe auf die Stellen.
Nur mit größter Mühe konnte Irene die rot glühenden Stellen durch ein Halstuch kaschieren.
Sie fuhr Julia an die Uni und kassierte zum Abschluss noch eine Ohrfeige, für die es keinerlei Grund gab.
„Damit du dich den Tag über an mich erinnerst!“ flötete das fröhlich Mädchen und schlenderte davon.
Irene musste zehn Minuten in ihrem Auto warten, bevor die Rötung ihrer Wange verschwunden war und sie ihre Kanzlei betreten konnte.
Sie war ein Wrack
Erst als sie in ihrem Büro saß, konnte sie ein wenig aufatmen. Ihrer besorgten Assistentin musste sie eine hanebüchene Geschichte erzählen, um die Verletzung zu erklären.
Doch da die junge Frau etwas einfältig war, glaubte sie die Geschichte wohl.
Irene arbeitete an diesem Tag extra länger, um der sadistischen Furie möglichst lange aus dem Weg zu gehen.

27
Lektionen
Als sie schließlich gegen 6 nachhause kam, war sie die letzte. Die beiden anderen beratschlagten gerade, was sie zu Abend essen sollten.
Julia schwärmte davon, dass Irene doch für sie kochen könnte, nackt natürlich, als die Lehrerin die Verletzungen bemerkte.
„Was ist das denn?“
Vorsichtig öffnete sie das Halstuch und legte die Wunden frei.
„Wie ist das passiert?“
Der Tonfall der Lehrerin wandelte sich von einer Sekunde zur anderen in den eines schweren geschliffenen Säbels.
Irene wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Sie war kein Denunziant. Sie wollte das Mädchen nicht verraten oder sie in Schwierigkeiten bringen, denn für Irene war das alles Teil des Spiels, wenn Julia sicherlich auch recht weit gegangen war.
„Wie das passiert ist, habe ich gefragt?“
Die Lehrerin hatte sich mittlerweile Julia zugewandt, die ängstlich zurückwich.
„Das ist doch nichts. Ein bisschen gerötet, das geht morgen wieder weg.“
„Stammen diese Verletzungen von dir?“
Julia drückte sich um die Antwort!“
„Stammen diese Verletzungen von dir?“
Die Stimme der Lehrerin war nah am Schreien und als sie die Frage wiederholen musste, war es ein Schreien, das Julia zusammenzucken ließ.
„Stammen diese Verletzungen von dir?“
„Naja, vielleicht.“
„Ich will jetzt sofort eine vernünftige Antwort von dir haben!“
Irene kannte Julia gut genug um zu sehen, dass diese den Tränen nahe war.
„Fang nicht an zu heulen, sondern gib mir eine Antwort!“
Aber Julia war dazu nicht mehr in der Lage. Die Tränen liefen ihr in Strömen die Wangen hinunter und was immer sie zu sagen versuchte, es kam als unverständliches Gurgeln heraus.
„Also gut, Irene, ich möchte alles wissen, was du gestern hast tun müssen. Alles!“
Irene zögerte. Was gerade passierte, war nicht mehr Teil des Spiels, Teil der unausgesprochenen Übereinkunft und des Arrangements, das sie alle drei eingegangen waren. Somit sah Irene auch nicht die Möglichkeit der Rache, nach der sie sich innerhalb des Spiels zweifelsohne gesehnt hatte, vielmehr empfand sie das Bedürfnis, Julia vor dem Zorn der Lehrerin zu schützen. Gleichwohl würde sie Irene eine Lüge nicht abnehmen. Derweil kauerte Julia in einer Ecke der Küche, rieb sich die verheulten Augen und schniefte erbarmungswürdig.
In diesem Moment hatte sich die Rollen komplett gewandelt. Irene und die Lehrerin standen auf einer Ebene des Erwachsenseins, während das Mädchen ihre mangelnde Reife zur Schau stellte. Irene hätte sich gewünscht, dass Julia zu ihren gestrigen Taten gestanden hätte, dass sie sie selbstbewusst dargelegt hätte. Stattdessen benahm sie sich wie ein Kind, versuchte sich klein zu machen, sich vor der Verantwortung zu drücken und Mitleid zu erregen.
Irene streifte der Gedanke, wie sich diese Szene auf ihr Verhältnis zu Julia auswirken würde. Durfte eine Person, die den Anschein erwecken wollte, Macht zu haben, eine derartige Schwäche zeigen, so ihre fehlende Autorität zur Schau stellen? Konnte Irene ein Mädchen respektieren, das in dieser eklatanten Weise ihre Inkompetenz zu führen und zu befehlen offen legte?
Irene zeigte sich enttäuscht. Gestern hatte sie gehorcht und jedes Mitleid abgelehnt. Sie hatte gelitten, wie es ihrer Rolle entsprach, eine zweifelsohne übertriebene Strafe ertragen. Und ihre Peinigerin war nun nicht in der Lage, die Verantwortung für ihre eigenen Taten zu übernehmen? Mit welchem Recht sollte Irene sich Julia unterwerfen, wenn diese sich auf eine Weise benahm, dass sie den Respekt, den sie einforderte, nicht verdiente?
In diesem Moment des Versagens erkannte Irene die Natur ihrer Beziehung zu der Lehrerin, die niemals explizit Respekt einfordern musste, sondern jederzeit durch ihr gesamtes Verhalten Dominanz ausstrahlte. Das, was Irene so erschrak im Verhalten Julias waren nicht die Tränen, sondern die Flucht vor der Verantwortung. Irene konnte sich durchaus vorstellen, die Lehrerin weinen zu sehen, und des hätte an ihrem Respekt nichts geändert, aber die Lehrerin würde in einer solchen Situation nicht die Verantwortung abzulegen versuchen.
Je länger Irene über die Situation nachdachte, desto deutlicher wurde es, dass jede weitere Geste der Unterwerfung, die sie Julia entgegen bringen würde, immer ein Zeugnis Irenes Überlegenheit war. Sie erbrachte diese Geste, obwohl Julia sie nicht verdient hatte. Es war ein Almosen, das sie dem Mädchen überließ. Und diese Erkenntnis strahlte auch auf ihre Beziehung zu der Lehrerin aus. Irene war dieser keineswegs unterlegen, sie war keineswegs ein wertloses Objekt, das bedingungslos dankbar zu sein hatte. Irene war ihrerseits in einer respektablen Stellung, denn sie gewährte der Lehrerin das Recht, sie zu demütigen. Es war ein Geschenk, das sie der Lehrerin zur Not auch entziehen konnte. Einmal hatte sie dies nicht geschafft und sie hatte mit eingekniffenem Schwanz zurückkehren müssen. Aber vielleicht lag darin gar nicht eine so große Niederlage, wie sie zunächst gedacht hatte, vielleicht hatte sie der Lehrerin damit zu verstehen gegeben, dass sie Grenzen hatte, die nicht überschritten werden durften. Und vielleicht hatte gerade der zeitweilige Entzug ihrer Loyalität dazu geführt, dass die Lehrerin sich verantwortungsvoller benahm und sich nicht wie eine Furie aufführte.
All dies schoss ihr in kürzester Zeit durch den Kopf.
Sie begann zu berichten, was gestern alles passiert war. Sie kleidete ihre Worte in möglichst besänftigende Formulierungen, die sich die Lehrerin ruhig anhörte und manchmal durch knappe Fragen unterbrach.
Irene konnte erkennen, dass die Lehrerin entsetzt war über das Ausmaß, in dem Julia die Regeln verletzt hatte, und in der Retrospektive wurde auch Irene klar, dass sie sich an mancher Stelle hätte weigern müssen. Dass sie es nicht getan hatte, zeigte ihr nur, dass ihre devote Ader stärker war, als sie gedacht hätte.
Nachdem Frau Wantia alles gehört hatte, wandte sie sich an das Mädchen und sprach:
„Hol dein Berichtsheft und komm ins Wohnzimmer.“
Das Mädchen kauerte immer noch verheult in der Ecke und versuchte verzweifelt ihre Mitleidskarten auszuspielen, die sie als Teil ihres weiblichen Charmes verstand. Aber sie hätte erkennen müssen, dass eine solche Masche bei einer Frau wie Frau Wantia nicht zog und dass jeder Lehrer solche Verhaltensmuster kannte und durchschaute. Und so konnte Julia auch nicht mit Mitleid rechnen.
„Geh schon und hör auf zu heulen!“
Irene und Frau Wantia blieben so lange in der Küche stehen, bis das Mädchen endlich aufgestanden war und die Küche verlassen hatte.
Dann griff die Lehrerin die Anwältin sanft am Arm und sagte:
„Komm.“
Es war nicht das Komm eines Befehles, sondern das Komm zweier Frauen, die sich ihrer Rollen bewusst waren und diese bei aller Unterschiedlichkeit in gleicher Redlichkeit ausfüllten.
Als Irene zu Füßen der Lehrerin saß und auf Julia warteten, saßen dort zwei starke Frauen. Die Lehrerin stark in Dominanz und Irene stark in Demut.
Schließlich erschien Julia mit ihrem Heft. Sie musste sich auf den Boden knien.
„Ich möchte, dass du uns deinen Bericht vorliest, in dem wir über die Behandlung von Irene gesprochen haben.“
Julia blätterte
16. Eintragung
Mein Hintern hat endlich aufgehört, wehzutun. Das waren aber auch Qualen!
Frau Wantia hat mich heute angerufen, ich soll sie morgen um 15h treffen.
Ich freue mich schon total!
17. Eintragung
Ich habe sie wiedergesehen. Um 15h war ich bei ihr. Wir sind mit ihrem Wagen in den Großforst gefahren. Wir sind ein wenig durch den Wald spaziert. Auf einer Lichtung haben wir uns dann hingesetzt und geredet.
Frau Wantia hat mich gefragt, was mit meinem Hintern sei, und ich habe ihr gesagt, dass es nicht mehr weh tut, aber noch ein paar blaue Flecken zu sehen sind. Ich hatte gehofft, dass sie sagt, ich solle sie ihr zeigen, aber sie wollte sie nicht sehen.
Es war ein wenig enttäuschend. Naja!
Sie wollte wissen, was ich dabei empfunden hätte, als sie mich geschlagen hat.
Ich habe gesagt, dass ich es nicht mag. Es hat weh getan und es war kein tolles Gefühl.
Sie sagte, dass sie sich so etwas selbst gedacht hat.
„Du übst gerne selbst Macht aus.“
Dann hat sie mich gefragt, was ich von der Beichte Irenes gehalten habe.
Ich sagte, dass ich das total geil fand.
„Warum?“
Warum? Mann, die findet es toll, sich benutzen zu lassen, man kann mit ihr machen, was man will, das ist doch ein geiles Gefühl! Zu wissen, dass man alles mit einem machen kann.
„Das stimmt nicht“, sagte sie.
Sie meint, dass man sehr vorsichtig mit Irene umgehen muss, dass es nicht viele Menschen gibt, die sich so für einen anderen auf- und hingeben.
„Irene ist ein Mensch, der glücklich ist, wenn er sich selbst aufgeben kann und andere glücklich machen darf. Sie findet ihr Vergnügen darin, anderen zu dienen. Sie gibt ihre Kontrolle ab und lässt es zu, dass andere Menschen sich an ihr verlustigen. Darin empfindet sie Befriedigung.“
So richtig verstand ich zwar noch nicht, was sie meinte, aber sie sagte:
„Wenn du über jemanden Macht hast, dann hast du auch eine Verantwortung. Du bist für ihren Körper und ihre Seele verantwortlich. Du hast dafür zu sorgen, dass du ihr nie bleibende Schäden zufügst.“
Kann sie darauf nicht selbst aufpassen?
„Wenn sie sich in ihre dienende Rolle hineinsteigert, ist sie schutzlos. Sie wird dir grenzenlos vertrauen, und deshalb musst du immer wissen, was du tust. Wenn du sie disziplinieren willst, ,musst du selbst Disziplin haben. Das ist der Unterschied. Sie kann sich gehen lassen, wenn sie kontrolliert wird. Sie kann alles um sich herum vergessen. Du darfst dich nie gehen lassen. Du musst jederzeit wissen, was du tust.“
Ich glaubte, das verstanden zu haben.
„Schön“, sagte sie, „das darfst du nie vergessen. Begegne ihr immer mit Respekt. Sie erlaubt dir, dass du sie kontrollierst. Nutz das nicht aus. Und halte sie nicht für minderwertig oder so. Sie will seelisch gequält werden, du kannst das für pervers halten, aber du willst selbstseelisch quälen, das müsste dann genauso pervers sein. Du bist also keinen Deut besser. Ihr seid zwei Seiten einer Medaille.“
Verstanden.
Ich muss sagen, ich komme mir wie Luke Skywalker vor, der in irgendeinem Sumpf zum Jedi-Ritter gemacht wird. Ich will einfach nur spielen.
Dann sagt die Lehrerin:
„Ich glaube, du wirst einmal eine gute Gebieterin, du hast etwas dominantes in dir, aber bevor ich dich das Gefühl auskosten lasse, möchte ich, dass du die andere Seite verstehst, deshalb wirst du mir zuerst dienen.
„Danke, du kannst aufhören. Du hast alles mit den Füßen getreten, was ich dir beigebracht habe. Du bringst Schande über dich und über mich. Ich hätte nicht übel Lust, dich wegzuschicken. Derartig gravierende Verstöße kann ich nicht dulden. Irene hier ist mein, und sie ist unglaublich wertvoll. So wirst du nie wieder mit meinem Eigentum umgehen, ist das klar?“
„Ja.“
„Irene, ich möchte mich bei dir entschuldigen, für das, was dieses Mädchen dir angetan hat. Ich hätte dich ihr nicht ausliefern dürfen. Ich hatte angenommen, dass sie verantwortungsbewusster mit dir umgegangen wäre. Ich habe mich geirrt, ich möchte dich um Verzeihung bitten.“
Irene war sprachlos, rang mit den richtigen Worten und nickte schließlich nur, als sie sie nicht fand.
„Ich werde dich bestrafen müssen, für das, was du Irene angetan hast. Und es wird eine harte Strafe sein. Deine Schmerzen sollen schwerer sein als die Irenes und deine Wunden sollen länger zu sehen sein als ihre.“
Julia schluckte und sammelte wieder Tränen in ihren Augen. Dieses Mal aufrichtige Tränen. Sie tat Irene in diesem Moment unendlich leid.
„Du sollst wissen, dass ich so was nicht mag. Es widert mich an, derartige Schmerzen auszuteilen. Das ist nicht mein Stil. Aber du sollst die Konsequenzen deiner Tat lernen. Irene musste sie erleiden, da ist es nur fair, dass du kennen lernst, was du ihr angetan hast.“
Sie nickte nur und Irene war klar, dass Julia nicht verstand.
„Dann zieh dich jetzt aus.“
Irene stand auf und verließ den Raum. Julias und Irenes Augen trafen sich. Die Angst in Julias Augen war unübersehbar. Mit einem sanften Lächeln versuchte sie ihr ein wenig Mut zu geben, aber Julias Verstand wurde von den Schmerzen gehetzt, die sie zu erwarten hatte.
Langsam zog sie sich aus.
Schließlich kam die Lehrerin mit dem Holzstuhl zurück, auf dem die Rasur stattgefunden hatte.
Und dann zischte der Rohrstock dumpf und schwer durch die Luft. Er zeugte von der rohen Gewalt, die von ihm ausging. Die Lehrerin hatte ihn einmal prüfend durch die Luft sausen lassen. Irene konnte die blauen Flecken auf dem Po schon sehen.
Als Julia das dumpfe Bellen vernahm, fiel sie weinend der Lehrerin vor die Füße.
„Bitte, bitte nicht! Ich flehe sie an! Ich mache alles, aber nicht das! Nicht den Stock!“
Jedes Julias Worte war ihr so ernst, wie vermutlich noch kein jemals zuvor ausgesprochenes.
Die Lehrerin blickte nur reglos zu ihr hinunter und sagte dann kalt:
„Du kannst jederzeit gehen, das weißt du. Niemand hält dich hier. Niemand zwingt dich. Du kannst aufstehen und jederzeit das Haus verlassen. Du weißt aber auch, dass es kein Zurück gibt.“
Julia war außerstande, eine Entscheidung zu finden. Flehend richtete sich ihr Blick auf Irene, in der Hoffnung hier Hilfe zu bekommen. Irene konnte sehen, dass das Mädchen ernsthaft erwog, aufzustehen und das Haus zu verlassen, sie war vollkommen überfordert mit der Situation. Zum ersten Mal musste das Mädchen lernen, dass die Entscheidung, die es getroffen hatte, auch mit Verantwortung verbunden war und nicht eine reine Spielerei.
In diesem Moment tat sie ihr leid.
Irene stand auf, trat zu ihr, nahm sanft das Gesicht des Mädchens in ihre Hände und sprach:
„Denk daran, was du bisher alles schönes erlebt hast, und dann frage dich, ob du das alle entbehren möchtest. Die Schmerzen, die jetzt kommen, die werden bald vergangen sein, aber die Trauer um die verpasste Chance, wenn du jetzt gehst, die wird länger dauern und schwerer wiegen. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche.
Sie blickte Irene eine ganze Zeit lang an und überlegte intensiv.
Schließlich legte sie sich über den Stuhl, dass ihr Po in die Höhe ragte.
Und dann überreichte die Lehrerin der vollkommen überraschten Anwältin den Stock.
„Auf den Hintern, mit aller Kraft. Jeder Schlag, der nicht hart genug ist, wird von mir selbst noch einmal ausgeführt. Wenn du ihr also Schmerzen ersparen willst, dann mache es beim ersten Mal richtig. Sechs Schläge.“
Der Gedanke, selbst Schmerzen auszuteilen, missfiel ihr immens. Wie die Lehrerin wollte sie mit solchen Szenen nichts zu tun haben und schon gar nicht wollte sie selbst Schmerzen verteilen.
Als Irene fertig war, wusste sie, dass sie keinerlei sadistische Ader in sich trug.
Sie musste dem Mädchen beim Aufstehen helfen, stützte sie, führte sie in ihr Zimmer, legte sie bäuchlings auf das Bett. Irene wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht und putzte ihr die Nase. In den nächsten Stunden blieb sie bei ihr, versorgte vorsichtig den geschundenen Po des Mädchens und spendete ihr Trost.
Und in ihrer Pflege erkannte sie einen neuen Aspekt ihres neu gewonnenen Seins.
Sie war eine Dienerin.
Sie diente der Lehrerin.
Sie diente ihr mit Stolz.
Sie diente Julia.
Sie diente ihr auf ihrem Weg zu einer dominanten Person.
Auch dieses Gefühl erfüllte sie mit Stolz und wies ihr den Weg, sich auch in Zukunft dem Mädchen unterwerfen zu können.

28
Wiederaufbau
„Warum tust du das?“
„Was meinst du?“
„Ich habe dir so weh getan und jetzt sitzt du hier und versorgst mich.“
„Ich habe dir auch weh getan, vermutlich mehr als du mir. Sagen wir, wir sind quitt.“
„Nein, das sind wir nicht. Was du mir getan hast, war gerechtfertigt. Das hatte ich verdient, außerdem hast du nur die Befehle der Lehrerin befolgt. Ich habe dich aber misshandelt. Was ich dir getan habe, ist nicht zu entschuldigen. Aber trotzdem habe ich nicht gehört, dass sie dir befohlen hat, mir zu helfen.“
„Nun, es sind meine Striemen, die du da trägst, dass ich mich um sie kümmere, ist doch selbstverständlich.“
„Nee, das ist nicht selbstverständlich. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann hätte ich mich an deiner Stelle nicht um dich gekümmert. Und du hast dir sogar einen Tag frei genommen und bist nicht zur Arbeit gegangen, nur um dich um mich kümmern zu können.“
„Vielleicht ist das der Unterschied zwischen uns. Ich diene dir, du lässt dienen.“
„Aber das stimmt nicht. Gestern habe ich versucht, dich zu demütigen, und es hat mit viel Gewalt auch geklappt. Und jetzt liege ich hier und du demütigst mich durch deinen Großmut. Das zu sehen ist tausendmal beschämender für mich, als all das, was ich dir antun könnte.“
Irene verrieb ganz sanft ein wenig kühlender Salbe auf dem Po des Mädchens und streichelte liebevoll ihren Kopf.
„Du solltest deine Rolle nicht anzweifeln. Du hast vielleicht einen Fehler gemacht, aber dennoch stehst du über mir. Vielleicht verstehst du nicht warum, aber es ist so. Vertau mir. Du musst halt noch etwas lernen.“
„Aber wie soll ich dir jemals wieder einen Befehl geben, nachdem, was du hier für mich getan hast.“
„Das geht schon, mach dir keine Sorgen. Meine Rolle ist es, dir zu dienen und du musst vielleicht noch ein wenig lernen zu befehlen. Aber ich sag dir was: Wer vom Pferd gefallen ist, soll möglichst schnell wieder in den Sattel steigen. Befiel mir etwas.“
„Das kann ich nicht.“
„Ich bitte dich darum.“
„Das geht echt nicht, nicht jetzt.“
Irene fiel neben dem Mädchen auf die Knie, senkte den Kopf und sprach:
„Mademoiselle, bitte lassen Sie mich Ihnen dienen. Bitt machen Sie mich dadurch glücklich, dass ich einen Befehl ausführen kann.“
Das Mädchen blickte sie lange fragend an, dann sprach sie endlich. Irene hätte schwören können, dass sie ein feuchtes Glitzern in Julias Augen sehen konnte.
„Zieh dich aus!“
Sofort kam sie der Aufforderung nach, bis sie schließlich nackt vor dem Mädchen kniete.
„Kriech ins Bad und bring mir mein Schminkzeug.“
Irene gehorchte.
„Ich will dich schön machen! Leg dich hier flach auf den Rücken.“
Irene gehorchte und legte sich so neben das Bett, das Julia, die sich immer noch nicht richtig bewegen konnte, ihr Gesicht problemlos erreichen konnte.
Dann begann sie, Irene mit dem grellen Farben zu schminken, die junge noch nicht ganz stilsichere Mädchen so benutzen.
Irene ließ es still über sich ergehen und war froh, dass sie dem Mädchen wieder etwas Selbstvertrauen geben konnte. Sie schloss die Augen und genoss die Berührungen an ihren Lippen und Wangen. Als das Mädchen mit seiner Arbeit geendet hatte, sprach es:
„Weißt du, dass ich dich um deinen Körper beneide? Er ist so weich und weiblich. Ich mag deine weichen Brüste, deine fleischigen Hüften. Du siehst aus, wie eine Frau aussehen soll. Ich dagegen bin nur ein kleines Mädchen, das keine Rundungen hat, knochig, bestimmt nicht so angenehm anzufassen.“
Irene genoss das Kompliment und schwieg. Sie beneidete das Mädchen um seinen straffen Körper, doch es war nicht der Zeitpunkt, darüber zu sprechen.
Sie spürte, wie das Mädchen den rosa Lippenstift über ihre Brüste kreisen ließ, die Brustwarzen umspielte, schließlich einen geschwungenen Strich zu ihrem Bauchnabel vollführte, ihn einige Male in weiter werdenden Kreisen umrahmte.
Dann musste sie den Lippenstift absetzen und sich mühsam wie ein Seehund im Bett näher robben, um an den blank rasierten Schamhügel zu gelangen.
„Es ist schwer zu glauben, dass wir hier nebeneinander liegen mit blank rasierten Muschis und den Initialen einer anderen Frau. Komisch, nicht wahr?“
„Sehr komisch.“
„Aber es ist ein geiles Gefühl.“
„Das ist es.“
„Ich werde deine Muschi rot anmalen.“
Und so malte sie den Schamhügel Irenes pink an, vermied es aber mit peinlicher Genauigkeit, die Initialen zu übermalen oder auch nur zu berühren.
Und Irene war dankbar für die beiden Farben, mit denen ihr Körper geschmückt war. Wenn die Zeichnungen Irenes auch etwas krakeliger und weniger ausgereift waren, so trug sie diese Farben doch wieder mit Stolz und der Gewissheit, dass es eine Möglichkeit gab, dem Mädchen trotz dessen Vertrauensbruches zu dienen.
„Soll ich dir vorlesen, wie ich zum ersten Mal mit der Lehrerin geschlafen habe? Als Belohnung sozusagen?“
„Sehr gerne!“
„Gut. Hol bitte mein Berichtsheft, es liegt auf meinem Schreibtisch.“
Irene stand auf und holte die gewünschten Aufzeichnungen.
„Leg dich hierhin, ich brauche eine Unterlage.“
Sie bedeutete Irene, sich mit gespreizten Beinen vor sie zu setzen, sodass sie ihr Heft genau zwischen die Beine legen konnte. und nur durch dieses und wenige Zentimeter von Irenes Vagina entfernt lag.
„Was jetzt kommt passierte direkt nach der Stelle, die ich euch vorlesen musste.“
18. Eintragung
Am nächsten Tag trafen wir uns wieder. Dieses Mal hatte sie mich direkt zu dem Wald bestellt. Ich war also dorthin geradelt, so weit ist es ja nicht. Wir gingen wieder durch den Wald spazieren und Frau Wantia sprach von Gehorsam und Disziplin und wie wichtig das alles war.
Wir umrundeten den kleinen Weiher.
Ich schob mein Rad neben ihr her und hörte nur mit einem Ohr zu.
Es war so schön in dem Wald, ein richtig toller Tag, sonnig, warm, angenehm, die Vögel sangen. Fast wie in einem kitschigen Film. Da sprach man doch nicht über so philosophische Dinge!
Ich wünschte mir, dass sie mich in den Arm nahm, dass sie mich küsste, dass wir zumindest Hand in Hand durch den Wald gingen.
Aber was war?
Nichts!
Fast wie in der Schule.
Total langweilig!
Ich hatte überhaupt keine Lust, über so was zu reden, ich wollte nur in ihrer Nähe sein.
Aber ich hörte natürlich zu.
Zumindest tat ich so.
Aber sie merkte wohl, dass ich nicht so richtig aufpasste.
„Du hörst mir nicht zu“, sagte sie dann auch.
„Doch, das tue ich!“
„Wovon habe ich denn gerade gesprochen?“
„Von Ergebenheit.“
„Und was ist das genau?“
Mann, jetzt hatte sie mich, so genau hatte ich es nicht mitbekommen.
Ich druckste ein wenig herum.
„Du hast also nicht aufgepasst. Also gut. Bist du mir ergeben?“
„Natürlich bin ich das, das wissen Sie doch!“
„Dann beweise es mir.“
Ah, das hörte sich doch schon interessant an! Jetzt würde es interessant, dachte ich.
„Was verlangen Sie von mir? Ich tue alles, was Sie wollen!“
„Du solltest vorsichtig sein, was du anderen versprichst, vielleicht kannst du es nicht einhalten, und dann stehst du da.“
„Nein, ich tue wirklich alles!“
Ich dachte, sie wollte vielleicht mit mir in die Büsche verschwinden, oder dass ich ihr hier im Wald einen mit der Zunge runterholte oder so.
Aber sie dachte nicht daran. Sie brach einen Stock von einem morschen Baum und warf ihn in hohem Bogen in den Weiher.
Dann sah sie mich nur an.
Ich brauchte ein bisschen, bevor ich verstand.
Verdammt, das konnte doch nicht wahr sein.
Die konnte doch nicht wollen, dass ich ihr den Stock aus der Brühe zurück holte.
Aber sie stand nur da und sagte nichts.
Du ich dachte mir, wenn ich den jetzt nicht hole, dann habe ich es mir mit ihr verscherzt.
„Darf ich wenigstens meine Klamotten ausziehen? Sonst hole ich mir ne Erkältung, wenn ich hier reinspringe.“
„Wie du es machst, ist mir egal.“
Na toll.
„Und was ist, wenn mich einer sieht.“
„Dann hast du wohl Pech gehabt. Vielleicht solltest du dich beeilen.“
Der war das echt alles egal.
Aber gut, ich hatte ja keine Wahl, als mich ergeben zu zeigen. Und der Gedanke, hier nackt in den Weiher zu springen, der hatte auch was für sich.
„Gut, ich mach’s.“
Ich drückte ihr mein Fahrrad in die Hand und trat einen Schritt ans Ufer.
Weit und breit war keiner zu sehen.
Mein Herz klopfte echt total laut. So eine Mutprobe hatte ich schon lange nicht mehr gemacht!
Frau Wantia lehnte das Rad an einen Baum und setzte sich ins Gras.
Und ich begann, mich auszuziehen. Ich wollte so eine richtige Show hinlegen, sie so richtig geil machen. Ich schwenkte meine Hüften und machte ganz langsam einen Knopf nach dem anderen an meiner Jeans auf, zeigte ihr meinen Slip und zog die Hose dann wieder hoch.
Aber sie guckte gar nicht.
Sie schien mehr Interesse zu haben an irgend so einem doofen Vogel im Baum.
Also zog ich mich ganz aus und versuchte es noch ein letztes Mal, indem ich ganz nah an sie heran ging, und ihr meine Klamotten gab. Ihr Kopf war höchstens 20 Zentimeter von meiner Muschi entfernt.
Und sie hörte den Vögeln zu!
Ich meine, vögeln hätte ich sie auch wollen!
Aber sie nahm nur meine Sachen.
Das Wasser war ok, ein wenig kalt, aber es ging noch. Ich drehte mich um, damit die Lehrerin meine aufgerichteten Brustwarzen sehen konnte, aber sie beachtete mich nicht. Langsam ging ich hinein, bis ich nicht mehr stehen konnte, dann schwamm ich. Es waren so 10 Meter bis zu dem Stock.
Als ich ihn erreicht hatte, hörte ich die Klingel von meinem Fahrrad.
Ich konnte es echt nicht fassen!
Da saß die auf meinem Fahrrad, meine Klamotten auf dem Gepäckträger und winkte mir zu.
„Du scheinst das ja zu mögen, dich nackt zu zeigen! Ich fahr schon mal nachhause. Das Fahrrad stelle ich am Parkplatz ab. Wenn du es schaffst, in einer halben Stunde bei mir zu sein, dann kriegst du eine Belohnung.“
Und dann winkte die doch und fuhr los.
„Bis dann!“
Mit meinem Fahrrad und meinen Klamotten!
Und ich schwamm in diesem verfluchten Tümpel mit einem Stöckchen, wie ein verdammter Köter!
Eine halbe Stunde, das war knapp aber zu schaffen.
Ich kraulte an Land und lief so schnell es ging den Waldweg zurück. Barfuß über die Kieselsteine ging es nicht so richtig schnell.
Immer wieder sah ich mich um, ob nicht irgendwer von hinten oder von vorne kam. Aber ich hatte Glück. Kein Mensch weit und breit.
Schließlich kam ich an den Parkplatz.
Der Wagen von Frau Wantia war natürlich schon weg, aber ich konnte mein Fahrrad sehen, das da, wo ihr Auto gestanden hatte, an einem Baum lehnte. Und meine Klamotten waren da auch zu sehen.
Ich wollte schon losrennen, als ich einen Opa sah, der an seinem Auto stand mit seinem Köter. So einem Rauhaardackel. In aller Ruhe stand der da und guckte auf seine Landkarte.
Der konnte da noch stundenlang stehen bleiben!
So Opas brauchen ja immer verdammt lange, bis die was checken.
Was sollte ich also machen?
Der alte Knacker war vielleicht 50 Meter rechts von mir entfernt. Das Fahrrad mit meinen Sachen genau vor mir, vielleicht 20 Meter.
Ich konnte ja nicht stundenlang da warten. Also versuchte ich zuerst, entlang des Waldrandes an mien rad zu kommen, aber da waren überall Brennnesseln und vor allem dorniges Gestrüpp. Das klappte auf keinen Fall.
Aber was sollte ich machen?
Splitterfasernackt in diesem verdammten Wald?
Mann, war ich blöd gewesen, echt!
Der Opa wollte und wollte einfach nicht wegfahren.
Und dann machte ich ganz kurz entschlossen etwas super cooles.
Ich lief einfach los. Wie eine Irre aus dem Wald hinaus zu meinem Rad. Ich hatte es fast erreicht, ohne dass der Opa mich gesehen hatte, bis sein dummer Köter losbellte.
Aber er checkte es gar nicht.
Der wusste gar nicht ,wie ihm geschah.
Ein splitternacktes Mädchen, das über den Parkplatz lief!
Ich zerrte meine Klamotten im Laufen vom Rad und hüpfte in die Büsche.
Natürlich hatte fehlte mein Slip und mein BH..
Ich stellte mir vor, wie sie jetzt gerade zuhause saß und daran schnüffelte!
Verdammt!
Ich zog mich schnell an, Socken stopfte ich einfach in die Hosentasche und sprang aus dem Busch, aufs Rad und flitzte an dem Opa vorbei, der überhaupt nicht checkte, was abging.
Rentner halt!
Ich fuhr wie eine Wilde und schaffte das echt noch so grade, rechtzeitig bei ihr anzukommen!
Ich klingelte und verdammt es war nicht zu glauben, als sie die Tür aufmachte, merkte ich, dass ich immer noch den doofen Stock in der Hand hatte.
„Bitteschön!“ sagte ich.
„Danke, komm doch rein. Du bist ganz außer Atem!“
Natürlich war ich das! Was tat die so scheinheilig!
„Möchtest du was trinken?“
„Gerne:“
Dann hol dir doch eine Cola aus dem Kühlschrank und bring mir auch eine mit. Eiswürfel sind im Frosterfach, und dann schneide doch bitte noch ein paar Zitronenscheiben.
Sie ging ins Wohnzimmer, und ich konnte die Arbeit machen!
Als ich mit den Gläsern ins Wohnzimmer kam, saß sie auf ihrer Couch.
„Setz dich doch hier auf den Boden.“
„Weißt du, ich bin zufrieden mit dir. Du hast es echt geschafft. Nicht jeder wäre in den Teich gesprungen und nicht jeder hätte es an dem netten alten Herrn vorbei geschafft.“
Was?
„Woher wussten Sie von dem?“
„Nun, als ich an mein Auto kam, da stand er da, und ich habe ihm erklärt, dass da gleich ein nacktes Mädchen aus dem Wald gelaufen käme und habe ihn gebeten, noch solange dazubleiben und so zu tun, als würde er nichts mitbekommen. Der war ganz nett und hat sich bestimmt über deinen Anblick gefreut!
Ich fiel fast vom Glauben ab!
„Der hat mich gesehen?“
„Das nehme ich doch an.“
„Wie konnten Sie mir das antun?“
„Was denn? Das war ein alter Mann, harmlos. Du hast ihm eine Freude bereitet. Und wenn du ehrlich bist, dann macht dich der Gedanke doch selbst an!“
Da hatte sie Recht.
„Na gut, da haben Sie recht.“
„Ich mag deine Art und ich verspreche dir, wenn du noch ein wenig mitspielst, dann mache ich dir ein Geschenk, das ich Irene noch nicht gemacht habe.“
Wirklich?
Wow!
Ich hätte ohnehin alles für sie getan, aber mit einem solchen Ansporn, was sollte ich da anders machen?
„Du bist verschwitzt und riechst nach dem Teich. Zieh dich aus und dusche doch bitte für mich.“
Das musste sie mir nicht zweimal sagen.
„Und zeig mir deinen Körper, ich werde dich diesmal auch nicht ignorieren.“
Sie lächelte und ich gab alles.
Ich kam mir so richtig sexy vor und wurde so richtig geil.
Oh Mann, das konnte man sehen.
Und ich glaube, sie wurde auch geil.
Als ich ganz nackt war, sagte sie mir, ich solle auf alle Viere gehen, und sie hielt mir die Zitronenscheiben hin, die ich auslecken musste.
Mann, war das sauer, aber ich lutschte die blank!
Dann durfte ich zum Duschen ins Bad kriechen.
Als ich fertig war, empfing sie mich mit dem Handtuch und trocknete mich ab.
Mir wurde ganz wuschig zumute!
Aber sie berührte mich nur mit dem Handtuch.
Ich drehte mich zu ihr und wollte sie küssen, aber sie sagte nein.
Das war echt hart, da war sie so nah, ich war in ihrem Bad, total nackt und sie trocknete mich ab.
Ich fing echt an zu quengeln, presste meinen Körper an sie, bettelte, suchte ihre Lippen, aber sie wies mich zurück, setzte sich auf den Rand der Badewanne und sagte:
„Das kannst du besser.“
Ich musste echt überlegen. Dann ging ich vor ihnr auf die Knie und winselte.
Aber sie blieb kühl und ging zurück ins Wohnzimmer.
Ich kroch hinter ihr her, bettelte, zeigte ihr meine Muschi, die feucht und geschwollen war wie ne Pflaume.
Ich bettelte, flehte, versprach ihr alles, was mir so einfiel.
Und schließlich sagte sie:
„Wenn du mich deine gereizte Haut versorgen lässt, dann darfst du mich vielleicht anfassen.“
Ich wusste gar nicht, was sie meinte, dachte, sie spräche über meine Pussi.
Die war verdammt gereizt!
Ich richtete mich auf und schob meine Hüften nach vorne.
Aber sie sprach von was anderem.
Sie kramte eine Salbe heraus gegen Hautirritationen, Schwellungen und Reizungen.
Ich sah sie fragend an und sie zeigte auf den Wohnzimmertisch, auf dem in einer hohen, schmalen Vase eine Brennnessel steckte.
Ich sah die jetzt zum ersten Mal.
„Habe ich aus dem Wald mitgebracht. Schön, nicht?“
Noch so eine verdammte Mutprobe!
Mir wurde echt mulmig.
„Wohin?“ fragte ich.
„Das entscheidest du.“
Verdammt! Mir wäre es lieber, sie hätte etwas gesagt. Ich hätte lieber einen Befehl ausgeführt. Vielleicht reichte es ihr, wenn ich mal über den Arm strich, und wenn ich in der Nessel wälzt, dann hätte ich zuviel getan!
Aber sie würde sich mit dem Arm nicht zufrieden geben.
Vorsichtig nahm ich die Vase in die Hand und rieb sie über beide Brüste und den Bauch hinunter bis an die Schamhaare.
zuerst spürte ich überhaupt nichts, aber dann fing es an zu beißen , wurde warm und juckte fürchterlich. Das war ein fieses Gefühl.
Wenn ich nur dran denke, fängt es schon wieder an zu jucken!
Ich sah sie fragend an, aber sie war zufrieden.
„Komm her.“
Ich kroch zu ihr, und sie rieb mit ihren Händen die Salbe auf meine Brüste, spielte an meinen Brustwarzen.
Es war ein geiles Gefühl!
Dann rieb sie meinen Bauch ein, bis zum Beginn meines Buschs.
Ihre Finger auf meinem Körper zu sehen, war echt toll.
Ich vergaß das Brennen als sie ihre Finger durch meinen Busch pflügte, sie in meine Pussi steckten und herauszogen. Sie waren voll meines Schleims. Langsam führte sie ihre Finger an ihren Mund, nahm ein winziges Stücken mit ihrer Zunge auf und bot mir den Rest an.
Gierig leckte ich meinen eigenen Schleim von ihren Fingern!
Es war total geil!
Ich wurde noch schärfer.
Sie spielte an mir herum und ihr Mund kam ganz nah an mein Ohr.
Sie hauchte ganz leise:
„Winsele, und ich gebe dir, was du willst.“
Und ich winselte. Ich bettelte. Ich flehte, ich würde alles machen, was sie wollte, wenn sie mich nur nehmen würde. Ich bettelte, während ihre Zunge an meinem Ohr spielte.
Aber ich fand nicht die richtigen Worte. Sie tat einfach nichts als mit ihrem Finger an meiner Klit zu spielen. Gerade so, dass sich so richtig heiß wurde.
„Bitte, bitte, nehmen Sie mich. Ich flehe Sie an! Ich tue, was Sie wollen!“
„Gehörst du mir?“
„Ich gehöre Ihnen, ich will Ihnen gehören, ich will immer nur Ihnen gehören.“
„Du wirst fortan tun, was ich sage? Dir mir schenken? Dich mir ganz ergeben?“
„Ja, ja, jaaa!“
„Dann soll es so sein.“
Und das waren ihre letzten Worte für die nächsten zwei Stunden. Sie legte Ihre Lippen auf meine und küsste mich.
Bald schon wälzten wir uns auf dem Fußboden.
Ich durfte sie ausziehen.
Sie überall streicheln.
Ich schleckte ihre süße Muschi.
Ich spielte mit ihren Brustwarzen.
Ich leckte sie zum Höhepunkt.
Wieder und wieder.
Ich roch ihren Schweiß und ihren Saft.
Ich war so stolz, dass ich sie befriedigen konnte.
Sie war heiß auf mich.
Vor ein paar Monaten noch war ich ihre Schülerin.
Jetzt lag ich zwischen ihren Beinen.
Ich konnte es echt nicht glauben.
Es war zu schön.
Und dann fingerte sie mich zum Höhepunkt.
Ich habe schon mit ein paar Jungs geschlafen, aber so schön war es noch nie.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer so gut ist, wie sie.
Danach lag ich noch lange schweigend in ihrem Arm.
Ich sagte nichts, sie sagte nichts.
Wir waren beide still.
Es gab irgendwie nichts zu sagen.
Es war das Paradies.
So was hatte ich noch nie erlebt.
Und ich will nicht mehr ohne.


29
Dienstleistungsabend
Einige Tage später bat Irene um eine Unterredung mit der Lehrerin.
„Es geht um Julia.“
„Was ist mit ihr?“
„Nun, ihre Entgleisung macht ihr immer noch sehr zu schaffen. Sie ist sich ihrer Rolle nicht mehr sicher. Was mich betrifft, so hat sie Schuldgefühle und kann sich nicht mehr dazu durchringen, mir Befehle zu geben. Aber ich glaube, dass es in ihrer Natur liegt und ...“
Irene senkte den Kopf und suchte nach Worten.
„ ... ich hätte es auch gerne.“
Die Lehrerin lächelte wissend.
„Was schlägst du vor?“
„Ich möchte sie langsam wieder aufbauen. Ganz langsam.“
Und dann erzählte sie ihre Vorstellungen, und die Lehrerin hörte ihr schweigend zu. Es lag nicht in Irenes Natur, hinterhältige Pläne zu entspinnen, Ränke zu schmieden, zu manipulieren. Sie wollte einfach nur dem Mädchen auf die Sprünge helfen. Sie brauchte ein paar Aufforderungen.
Einige Tage später besuchte Irene Julia wieder in ihrem Zimmer. Der ging es körperlich wieder besser. Sie konnte wieder sitzen und auch ihre Stimmung hob sich wieder. Zwar verließ sie immer noch nur selten das Zimmer und ging den beiden Frauen aus dem Weg, doch wenn Irene sie besuchte, reagierte sie zunehmend erfreut und unterhielt sich lange und ausgiebig.
Aber eben auf gleicher Ebene und nicht, wie Irene es gewollt hätte.
„Darf ich reinkommen?“
„Gerne. Komm setz dich.“
Irene gehorchte, jedoch in der Gewissheit, dass das Mädchen nicht als Gehorchen auffasste.
„Habe ich dir schon erzählt, wie ich bei Frau Wantia bei ihrem Frauenabend helfen musste?“
„Nein.“
„Soll ich? Hast du Zeit?“
„Für dich immer. Aber nicht so.“
„Was meinst du?“
„Du musst wieder auf die Beine kommen.“
„Ach, meinem Hintern geht es schon wieder besser. Das geht schon. Wie geht es deinem Hals?“
„Dem geht es gut, aber das meine ich nicht.“
„Es tut mir so leid, ich wollte dich echt nicht so verletzen. Tut es immer noch weh?“
„Julia, lass mich dir etwas erklären. Ich mag keine Schmerzen. Ich ... ich unterwerfe mich Frau Wantia ...“
Irene war versucht, wieder den Kopf zu senken, doch sie zwang sich Julia in die Augen zu sehen, und so zeugte nur das winzige Schwanken ihrer Stimme davon, wie es für sie war, die nächsten Worte auszusprechen.
„ ... und ich würde mich gerne auch dir unterwerfen. Aber ich tue es nicht, um Schmerzen zu suchen. Manche Menschen mögen das aus diesen Gründen tun, ich tue es nicht. Aus diesem Grund habe ich diese Situation, in die du mich gebracht hast, auch nur sehr widerwillig ertragen, und die Schmerzen, die du mir zugefügt hast, waren echte und kein Vergnügen. Ich habe sie gehasst.“
Irene musste nachdenken, wie sie ihre Gedanken am besten Ausdrücken konnte, denn sie wollte, dass Julia verstand, was sie meinte.
„Der Hals tut immer noch ein wenig weh und es wird noch eine Weile dauern, bis das alles vollkommen verheilt und verschwunden ist, aber ich bin auch stolz auf die Wunden. Ich bin stolz darauf, dass ich sie ertragen habe für dich. Du wolltest mir wehtun, und ich habe die Schmerzen genommen, die du mir gabst. Es hat mich angewidert, aber ich habe sie ertragen, ohne zu murren, ohne mich zu beschweren, ohne zu Frau Wantia zu gehen und mich zu beklagen. Ich habe mir gezeigt, dass ich eine gute Sklavin bin. Ich habe dir, Frau Wantia und vor allem mir bewiesen, dass ich mich aufgeben kann. Verstehst du, was ich meine?“
Das Mädchen nickte unsicher.
„Leider nur hat sich herausgestellt, dass ich eine zu gute Sklavin bin für eine noch unerfahrene Herrin, und das hat sich gerächt.“
„Ich hätte mich besser im Zaum halten sollen und besser auf dich achten sollen.“
„Das wird es wohl gewesen sein. Nun, wie auch immer, es ist geschehen, wir können es nicht rückgängig machen. Ich bin dir jedenfalls dankbar dafür, dass du mir gezeigt hast, wie weit ich mich entwickelt habe.“
Irene wusste nicht zu sagen, ob Julia verstanden hatte, aber wichtig war auch nur, dass Irene ihr das Gefühl gab, dass alles wieder gut würde und dass keine bleibenden Schäden in ihrer Beziehung zueinander zurück blieben.
„Ich habe ein Geschenk für dich.“
„Für mich?“
„Nun, eigentlich ist es für mich, aber du bekommst es.“
Das Mädchen war verwirrt.
„Was ist es?“
„Sieh selbst.“
Julia riss das Paket schnell auf. Sie fand ein breites, schweres schwarzes Lederhalsband und eine metallene Kette. Ein Hundehalsband für wirklich große Hunde.
„Das ist passender als dein Geschirr für Kaninchen, und es wird mich nicht verletzen.“
Julia war sprachlos vor Freude.
„Oh Mann, das ist klasse! Wenn es deinem Hals besser geht, werden wir es sofort ausprobieren!“
„Du darfst es mir schon jetzt anlegen. Wenn du vorsichtig bist, wird es schon gehen.“
„Bis du sicher?“
„Ganz sicher. Aber ich habe einige Bedingungen.“
„Bedingungen?“
„Gut, es ist das falsche Wort, ich habe dir keine Bedingungen zu stellen, sagen wir Bitten.“
„Also?“
„Erstens: Wir sprechen nie wieder über den Vorfall. Zweitens: Du befiehlst mir wieder. Drittens, ich darf dich fortan Mademoiselle nennen, wenn wir nicht in der Öffentlichkeit sind.“
Julia zögerte kurz.
„Abgemacht.“
Sie drehte das Halsband in ihren Händen.
„Aber so kann ich es dir nicht anlegen.“
„Wieso nicht?“
„Das ist nicht passend. Zieh dich aus!“
„Natürlich, Mademoiselle!“
Schließlich lag Irene vor dem Mädchen, ihr Kopf reglos zwischen deren Schenkeln.
„Also gut! Meine Geschichte, wie ich Frau Wantia auf ihrem Frauenabend dienen musste!“
„Na da bin ich ja gespannt!“
„Sie rief mich vor ein paar Wochen an. Es war ein Freitag. Ich hatte schon meine Pläne für den Abend gemacht. Wir wollten tanzen gehen. Ich war echt sauer, als sie dann anrief und meinte, sie würde ein paar Gäste erwarten und ich solle ihr helfen. Ich meine, ich hatte meine Pläne schon, und dann entscheidet die, dass ich alle meine Pläne über den Haufen werfen soll!“
„Ich kenne das. Was will man machen?“
„Ich habe den anderen dann abgesagt und bin zu ihr geradelt. Sie war ziemlich gestresst. So kannte ich sie gar nicht. In der Schule ist sie immer super beherrscht und hat sich unter Kontrolle, selbst wenn die Schüler den Larry machen und über Tisch und Bänke gehen. Aber an dem Abend war sie total aufgeregt. Als ich reinkam stand sie in der Küche und kochte. Sie begrüßte mich nicht und sagte auch sonst nichts. Weißt du, ich hatte gehofft, dass sie mir irgendeinen geilen Befehl gibt. So was wie, ich soll mich ausziehen oder so.“
„Was solltest du denn machen?“
„Ach Tisch decken und so, dann hatte sie noch irgendwas zu besorgen vergessen, das musste ich dann noch holen fahren, es war echt doof.“
„Was für Gäste erwartete sie?“
„Das waren irgendwelche Freundinnen aus dem Studium. Keine Ahnung, die unterhielten sich jedenfalls übers Studium. Die waren alle in ihrem Alter. Ich hab mich jedenfalls da total abgerackert für nichts. Ich war echt ein wenig schadenfroh, als sie irgendwas anbrennen lies und es noch mal machen musste. Ich meine, ich bin doch nicht ihre Dienerin oder so!“
„Eigentlich bist du das doch.“
„Naja, schon klar, aber nicht so. Ich meine, hättest du da gerne das Dienstmädchen gespielt?“
Irene zögerte auf diese Suggestivfrage zu antworten.
„Naja gut ,du bist da auch anders. Du stehst auf so was. Ich will nur den Schweinkram. Wie auch immer. Als sie soweit alles vorbereitet hatte, checkte sie noch mal alles, und dann sah sie sich mich zum ersten Mal an und meinte, ob ich hier so rumlaufen wollte. Ich wusste überhaupt nicht, was sie wollte. Ich hatte ganz normal Jeans an und dieses kurze gelbe Top, weißt du?“
„Mmh, das ist ziemlich kurz.“
„Naja, ich wollte sie halt scharf machen. Ich will die immer scharf machen. Da ist doch nichts verkehrt dran, oder?“
„Ich bin da anders.“
„Ja, das ist mir schon klar. Wie auch immer. Jedenfalls rastete sie so ein bisschen aus wegen meiner Klamotten und zerrte mich zu ihrem Kleiderschrank. Wenigstens ein wenig Action dachte ich, wenn ich mich vor ihr umziehen könnte, ihr meinen nackten Hintern zeigen könnte.“
„Du bist unmöglich!“
„Was soll ich machen? Ich steh halt auf sie! Aber sie ging nur zu ihrem Kleiderschrank und nahm einen schwarzen Rock und eine weiße Bluse heraus und meinte, ich solle die anziehen. Und dann war sie auch schon verschwunden und ich konnte mich allein umziehen. Ach und Schuhe hatte sie mir auch noch hingestellt, die ich anziehen sollte. Aber die waren mir zu klein und haben ganz schön gedrückt. Ich hab die, wann immer es ging, ausgezogen. Dann sagte sie mir, was ich zu tun hatte. Ich sollte sie einfach bedienen, servieren, abräumen, mich um die Getränke kümmern. Wirklich wie so eine Kellnerin. Na toll. Ich war echt begeistert. Ich hatte mehr so an Sexsklavin oder so was gedacht. Aber nichts dergleichen. Miese, einfache Arbeit.“
„Jetzt stellst du dich aber an, so schlimm ist das doch nun auch nicht.“
„Also ich kann mir was besseres vorstellen an einem Freitag Abend. Wie auch immer. Etwas später kamen dann die Gäste, einer nach der anderen. Sie begrüßten sich recht herzlich, aber ich bekam davon nichts mit, ich musste in der Küche darauf aufpassen, dass nichts anbrannte. Du weißt ja, dass ich nicht kochen kann, ich habe einfach überall drin rumgerührt. Sie unterhielten sich, tranken einen Sekt, erzählten. Dann kam Frau Wantia in die Küche und meinte, ich solle mit der Vorspeise beginnen. Also brachte ich die Vorspeise. Als ich ins Wohnzimmer kam, sahen die fünf unbekannten Frauen mich alle an und Frau Wantia stellte mich vor. Aber ganz normal. Die sagte einfach: Das hier ist Julia, sie hilft mir. Und das war es auch schon. Die Frauen sagten alle Hallo. Ich wusste nicht so recht, was ich tun sollte, und da habe ich doch echt einen Knicks gemacht.“
„Einen Knicks? Warum das denn?“
„Na ja, das machen Dienstmädchen doch so, oder nicht?“
„Ach so. Netter Gedanke.“
„Die Frauen fanden das alle witzig und meinten, wie süß das doch aussähe. Ich fand das nicht so witzig. Süß sollte das ja eigentlich nicht sein. Aber ich meine, ich hab so was ja auch noch nie gemacht. Frau Wantia meinte dann auch, dass ich es faustdick hinter den Ohren hätte und lächelte fies. Das gefiel mir schon besser. Die Frauen wollte wissen, was sie damit meinte, aber sie sagte nur: Du solltest aufpassen, dass das Essen nicht anbrennt. Und dann konnte ich schon wieder gehen.“
„Das hat dir gefallen, als die Frauen so über dich gesprochen haben?“
„Ja, das gefällt mir. Den ganzen Abend habe ich sie jedenfalls bedient und bin immer in der Küche geblieben, wenn gerade nichts zu tun war. Mann, so einen Job will ich echt nicht machen müssen! Hausmädchen zu sein für irgendwelche reichen Typen. Das ist total ätzend, die ganze zeit zu schuften oder rumzuhängen, bis mal wieder einer von denen was will. Irgendwann waren sie jedenfalls mit dem Essen fertig und ich konnte abräumen. Dann habe ich denen noch einen Espresso gemacht – also die Lehrerin hat mir gezeigt, wie das geht, sonst hätte das nicht geklappt – und dann wollten die noch einen Grappa. Habe ich auch gebracht. Und dann hat eine von den Frauen gesagt, dass man Grappa nicht aus Cognacgläsern trinkt. Ja woher soll ich das wissen? Hast du dieses Grappa-Zeugs mal probiert? Ich dachte erst, das wäre was zum Einreiben, das schmeckt ja total fies. Aber so eine andere Frau ist mir zu Hilfe gekommen und meinte, dass das nicht so schlimm wäre, und dass ich das alles recht gut gemacht hätte. Ich ging jedenfalls die richtigen Gläser holen und als ich zurückkam sprachen sie über mich. Die wollten wissen, wer ich sei und so. Frau Wantia meinte, ich wäre was ganz besonderes, und ich wäre ganz besonders folgsam.“
„Folgsam? Na, da muss sie aber jemand anders gemeint haben, oder nicht?“
„Na stimmt doch. Die anderen meinten das auch! Ich habe die echt bedient! Die Lehrerin meinte, ich würde so ziemlich alles tun, was man mir auftrüge. Ich glaube, so ganz wollte sie mit der Sprache nicht raus, aber die hatten alle schon was getrunken, auch Frau Wantia, und da lief das alles viel lockerer. Die anderen fragten, dann auch, was sie meine und die Lehrerin forderte sie auf, mir einen Befehl zu geben und ich würde den dann ausführen.“
„Ach, wirklich?“
„Sie hat es nicht so gesagt, als ginge es um Schweinkram, die anderen haben das auch nicht so verstanden.“
„Und was haben sie von dir verlangt?“
„Ganz doofe Sachen. So richtig albern. Eine meinte, ich solle mich auf ein Bein stellen und den Finger in die Nase stecken.“
„Hast du es gemacht?“
„Ich habe Frau Wantia angesehen, weil ich ja nicht wusste, ob ihr das recht sei, und sie hat mir ins Ohr geflüstert, dass ich mitspielen solle. Dabei hat sie mir an den Hintern gepackt und ihre Hand zwischen meine Beine geschoben. Aber so, dass die anderen das nicht sehen konnten. Da war alles klar. Also hab ich den Affen gemacht für die.“
„Das muss doch super peinlich gewesen sein, oder nicht?“
„Ja, das war es schon irgendwie, aber irgendwie war es auch geil.“
„Ich wäre im Boden versunken.“
„Nee, so schlimm war es nicht. Ich hoffte ständig darauf, dass eine von denen mal endlich zur Sache kommen würde und was richtig hartes verlangen würden. Stattdessen meinte eine von denen wörtlich: Komm lass das Mädchen doch in Ruhe, ihr würdet auch nicht gerne so behandelt werden. Boah, da wär ich echt fast ausgerastet! Das Mädchen! Ich hätte ihr echt am liebsten gesagt, dass ich die total tabulose Sexsklavin ihrer feinen Freundin wär und bestimmt schon mehr Schweinereien gemacht hätte, als die sich vorstellen könnte. Die macht doch bestimmt nur Blümchensex!“
„Jetzt aber mal langsam. Wir beide sind auch nicht die Sexexpertinnen und so versaut sind wir nun auch nicht. Weder du noch ich.“
„Ach komm schon. Wir wohnen hier zu dritt zusammen. Drei Frauen, du liegst hier nackt zwischen meinen Beinen, obwohl ich so was wie deine Stieftochter bin und tust was ich dir sage. Und wir lassen uns beide rumkommandieren von meiner ehemaligen Lehrerin und demütigen und schlagen und runtermachen. Wenn das nicht ein wenig abgedreht ist, dann weiß ich es auch nicht.“
Irene wollte das nicht so sehen, sie sah ihre Beziehung als etwas ganz natürliches an, aber natürlich hatte Julia recht mit dem, was sie sagte.
„Also gut, stimmt ja.“
„Ist ja auch egal. Der Lehrerin jedenfalls gefiel das Spielchen und sie meinte dann auch zu den anderen, dass ich das durchaus mögen würde, und ich solle doch zum Abschluss den anderen alle einen Handkuss geben.“
„Einen Handkuss?“
„Ich glaube, sie hatte zu viel Schiss, mir zu befehlen, ihnen die Füße zu küssen. Das wäre wohl zu offensichtlich geworden.“
„Und, hast du es gemacht?“
„Ja natürlich, was sollte ich sonst machen? Ist doch eine geile Sache! War ja auch nur ein einfacher Kuss, so wie in den Seeräuber-Filmen. Nicht mit Zunge oder so.“
„Du hast dich nicht geschämt, nicht mal ein bisschen?“
„Geschämt? Nee! Ich hätte denen auch die Fotzen geleckt!“
„Julia! Deine Wortwahl ist wieder bezaubernd.“
„Stimmt doch!“
„Wie haben die reagiert?“
„Ganz unterschiedlich - “
Kurze Pause.
„Sag mal, hast du mich gerade Julia genannt?“
„Ja, wieso?“
Verdammt! Dann fiel es ihr ein.“
„Ich bitte um Verzeihung, Mademoiselle meinte ich.“
Julia zögerte. Jetzt musste sie eigentlich aktiv werden.
Irene war gespannt, wie sie handeln würde.
Ok, das verlangt nach einer Bestrafung. Erst mal gehst du runter auf den Boden. Du darfst weiter reden, aber du wirst meinen linken kleinen Zeh küss und liebkosen, verstanden?“
Irene musste ein Lächeln unterdrücken. Sie senkte stattdessen den Kopf und sagte:
„Natürlich, Mademoiselle.“
„Und damit du nicht zu viel Spaß hast, wirst du die nächsten zwei Wochen lang den Müll für mich rausbringen!“
Irene war etwas belustigt über die ungewöhnliche Strafe, aber immerhin gehörten diese Dinge zum täglichen Leben, und Julia mochte die Aufgabe überhaupt nicht. Julia musste halt wieder mehr Sicherheit erlangen.
Irene rutschte auf den Boden und küsste wie befohlen den kleinen Zeh, der für ihren Geschmack etwas weniger hätte riechen können. Aber sie beschwerte sich nicht.
„Einige fanden das komisch und wussten gar nicht so richtig, wie sie sich verhalten sollten. Andere fanden das lustig und einer schien das richtig zu gefallen und sie tätschelte mir den Kopf und meinte, wie brav ich doch wäre. Bei der habe ich mich auch ganz lange aufgehalten und die hat mich später immer wieder angelächelt.“
„Wie sah die aus?“
„War so ne blasse, mit langen roten Haaren. Aber echt rot, nicht gefärbt. So hellrot. Etwas größer als ich, grüne Augen.“
Was?
Irene konnte es nicht glauben! Das war alles kein Zufall gewesen, ihre Begegnung mit der Rothaarigen war vorbereitet worden!
Mal wieder hatte sie gezeigt, wie sehr sie zur Manipulation neigte!
Irene war beeindruckt.
„Die Lehrerin jedenfalls beobachtete ganz genau, wer sich wie benahm. Dann war es aber auch schon vorbei und ich konnte wieder gehen. Die haben noch lange gefeiert. Mir war so langweilig, dass ich irgendwann angefangen habe zu spülen. Am nächsten Tag hätte ich es ja sowieso machen müssen.“
„Hört sich nicht so an, als wäre es so spannend für dich gewesen.“
„Es ging so, hätte prickelnder sein können. So richtig habe ich nicht verstanden, was das alles sollte.“
„Da kann ich dir vielleicht helfen, denn vor zwei Wochen hat sie mit mir etwas getan, was damit im Zusammenhang steht.“
Und dann erzählte Irene die Geschichte mit der rothaarigen Frau und nibbelte zwischendurch am kleinen Zeh.

30
Schleichfahrt
In den kommenden zwei Wochen legte die Lehrerin eine Pause ein. Sie initiierte keine Spiele mit Irene oder Julia. Zunächst war es Irene ganz recht, denn sie ganz damit beschäftigt, das Mädchen wieder aufzurichten, ihr Selbstbewusstsein einzuhauchen und ihr ihre Selbstzweifel zu nehmen. Auf der einen Seite hatte sie Mitleid mit dem Mädchen, das sich scheinbar in einer der schwersten Krisen ihres Lebens befand. Auf der anderen Seite war klar, dass sie daraus nur stärker hervorgehen konnte. Irene hatte Niederlagen immer als äußerst fruchtbar empfunden, fruchtbarer als Siege, denn Niederlagen eröffneten die Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Siege bestätigten nur den Status quo.
Julia hatte zum ersten Mal ihre dunkle Seite entdeckt. Sie hatte sich ohne nachzudenken einem Sadismus hingegeben, der ihr zuvor nie bewusst gewesen war. Nun musste sie damit leben und ihn kanalisieren lernen.
Im Moment war sich Julia ihrer Rolle sehr unsicher. Der Lehrerin gegenüber verhielt sie sich sehr zuvorkommend und vorsichtig. Sie war höflich und zurückhaltend, nahm sich sichtlich zurück. Irene gegenüber aber zeigte sie sich äußerst unsicher. Sie zeigte kein Anzeichen von Dominanz, stellte keine Forderungen und ging ihr aus dem Weg. Irene konnte spüren, dass sie immer noch ein schlechtes Gewissen hatte. Es würde ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, bis Julia den Mut gefasst hatte, sich wieder über Irene zu erheben. Und genau das wünschte diese sich, dass der Teenager sich über sie erhob.
Aber nicht nur Julia befand sich in einem Lernprozess. Auch Irene hatte aus dieser Situation etwas gelernt. Wenn auch sie zuvor häufig gezweifelt hatte an sich und auch an der Lehrerin, so war sie seit dieser Bestrafung Julias sicher, dass sie das richtige tat. Die Art und Weise, in der die Lehrerin reagiert hatte, hatte sie sehr beeindruckt und ihr Vertrauen in meinem Maße gemehrt, das sie sich nicht hatte vorstellen können.
Vor allem die Tatsache, dass die Lehrerin sich bei ihr entschuldigt hatte, imponierte Irene. Die Souveränität, mit der die jüngere Frau diese Situation gemeistert hatte, zeugte von wahrer Dominanz. Ein schwächerer Mensch hätte diese Verantwortung nicht auf sich genommen.
Irene war dafür äußerst dankbar.
Sie selbst war sich ihrer Position immer sicherer geworden und so schockierte sie der Gedanke auch nicht, dass Frau Wantia mit Julia vor ihr geschlafen hatte.
Aus der Perspektive der Devoten erkannte sie mehr und mehr die Mechanismen und dass Frau Wantia Irene und Julia unterschiedlich zu behandeln hatte.
Als die beiden Frauen eines Morgens zusammen in der Küche saßen und die Lehrerin aufstand und sich auf den Weg zur Arbeit machte, trat Irene neben sie, nahm ihr schweigend die Schlüssel ihres Fiestas aus der Hand und legte ihr die Schlüssel ihres Sportwagens in die Hand.
Es war eine spontane Idee, und sie wusste nicht genau, was sie zu bedeuten hatte, ob sie ihr den Wagen schenke oder nur zur Verfügung stellte. Aber in diesen Kategorien dachte sie nicht. Sie sah es vielmehr wie in einer Ehe, in der das Eigentum des einen und das des anderen nicht mehr sauber zu trennen war. Sie wusste auch nicht, ob die Lehrerin diese Geste nicht vielleicht als aufdringlich auffassen würde, es schien ihr einfach richtig.
Die jüngere Frau sah sie an, lächelte und gab ihr dann einen langen gefühlvollen Kuss und verließ ohne ein weiteres Wort das Haus.
Der Kuss allein war den Tausch schon wert, dachte Irene still und fuhr mit dem Kleinwagen in die Kanzlei.
Irenes Blessuren verschwanden langsam und auch Julia konnte sich wieder frei bewegen.
So vergingen die Tage recht ereignislos und still. Manchmal hatte Irene das Gefühl, das der Ausrutscher Julias auch die Lehrerin beschäftigte.
Beruflich lief es gewohnt gut und Irene machte auch große fortschritte in der Abwicklung ihrer Scheidung. Hauptsächlich, weil sie das ganze Geschehen mit großer Distanz betrachtete. Ihre Ehe war Geschichte und mittlerweile war Irene in einen anderen Abschnitt ihres Lebens eingetreten. Da empfand sie es als zunehmend albern, sich noch mit den Gehässigkeiten ihres Ex-Mannes auseinander zu setzen.
Insgeheim empfand Irene die ganze Aufregung als einigermaßen übertrieben. Es gab andere Grenzen, die die Lehrerin gebrochen hatte, die ihr mehr zu schaffen machten.
Nach zwei Wochen dann brachte sie endlich den Mut auf, mit der Lehrerin zu sprechen.
Leise klopfte sie an die Tür des Arbeitszimmers und trat nach erteilter Aufforderung ein.
„Darf ich mit Ihnen sprechen?“
„Bitte, was kann ich für dich tun?“
Irene blickte zu Boden. Sie war im Begriff etwas törichtes zu fordern und schämte sich. Die eigene Unterwerfung zu fordern war idiotisch. Wie kam sie dazu? Doch es war das Gefühl der Scham, das ihr das wohlige Gefühl durch den Körper jagte und die Gänsehaut erzeugte, die sie so sehr brauchte.
„Bitte kontrollieren Sie mich wieder. Ich möchte wieder zu Ihren Füßen liegen und mich Ihnen unterwerfen.“
Die Lehrerin sah sie stumm an.
„Auf diese Aufforderung habe ich schon gewartet. Du darfst mich heute Abend baden.“
„Ich danke Ihnen vielmals“, brachte Irene zögernd hervor und dann fiel sie impulsiv vor der Lehrerin auf die Füße und küsste ihre Hand ausgiebig, wie es mittlerweile bereits zum Ritual geworden war.

31
Neue Welten
Auf den Abend hatte sie sich schon seit Wochen gefreut. Die Lehrerin hatte immer nur Andeutungen gemacht. Nun war er gekommen. Irene probierte die Kleidung an, die sie in ihrem Zimmer vorgefunden hatte. Ein kurzer schwarzer Lederrock, eine schwarze Lederbluse und ein schwarzer Ledertrenchcoat und extrem hochhackige Pumps, keine Unterwäsche. Es würde nicht einfach sein, in diesen Schuhen zu laufen.
Sie betrachtete sich im Spiegel. Der Anblick war ungewohnt, fremd, erregend. Das Outfit musste teuer gewesen sein, aber Irenes Kreditkarte würde es aushalten. Seit sie die Kontrolle über ihre Finanzen vollkommen abgegeben hatte, machte sie sich über derartige Dinge keine Gedanken mehr.
Außer den genannten Kleidungsstücken trug sie nichts am Körper.
Auch die Lehrerin war komplett in einer schwarzen Ledermontur gekleidet, die sehr figurbetont ausfiel mit einem eng geschnürten Korsett. Das Leder lag eng an der Haut ab und Irene ertappte sich dabei, wie sie auf den knöchellangen Rock starrte und an das dachte, was er verdeckte.
„Bist du fertig?“
„Ja.“
„Hast du dich auch noch mal rasiert?“
Die Lehrerin hatte ihr aufgetragen, darauf zu achten, dass sie vollkommen blank rasiert war. Zur Sicherheit hatte Irene noch einmal die Klinge geschwungen.
„Natürlich.“
„Dann komm.“
Die Lehrerin war seit Tagen kurz angebunden gewesen und hatte Irene im Unklaren gelassen über das, was kommen sollte.
Die Fahrt ging ins Industriegebiet. Schließlich erreichten sie eine alte Lagerhalle. Im Hof standen viele Cabrios oder andere extravagante Wagen, aber auch ganz normale PKW.
„Bevor du aussteigst, muss ich dir noch etwas sagen.“
Eine ungewohnte Ansage.
„Du wirst heute einiges erleben. Was immer auch passiert, denk immer an mich und sei immer daran erinnert, was du mir bedeutest.“
„In Ordnung.“
Wenn Irene zuvor neugierig war, dann mischte sich jetzt Angst hinein. Wenn die Lehrerin eine derartige Ansage machen musste, dann würde Irene viel zu erwarten haben.
„Und um sicher zu gehen, dass du deine Anonymität behältst, bedecken wir jetzt dein Gesicht.“
Sie zog eine Lederkappe hervor, die Irenes gesamtes Gesicht bis zum Hals hinunter verdeckte. Sie hatte nur Schlitze für Augen, Mund und Nase. Die Lehrerin stülpte ihr diese Kappe über und schnürte sie hinter dem Kopf zusammen. Die Kappe saß eng und ungewohnt. Sofort begann Irene darunter zu schwitzen.
„Du siehst interessant aus!“
Der ihr hingehaltene Spiegel offenbarte ein furchterregendes Bild. Irene erschrak, als sie sich sah. Ein wenig unwohl betrachtete sie sich. Das Wort Ledersklavin kam ihr in den Sinn. In einer derartigen Rolle hatte sie sich noch nie gesehen.
„So, dann lass uns gehen, und vergiss nicht: Vertrau mir!“
Die Lehrerin öffnete die Wagentür mit einem größeren Enthusiasmus, als Irene aufbringen konnte. Sie musste erst durchatmen, bevor sie folgen konnte.
Eine bizarre Kleidung, eine bizarre Location, eine bizarre Atmosphäre. Menschen in Lack und Leder kamen ihr entgegen. Sie hielt sich nah an die Lehrerin, um instinktiv Schutz zu suchen. Von der Halle tönten dissonante Laute harter Heavy-Metal-Musik. Je näher sie der Halle kamen, desto mehr sank ihr Herz.
Es war schwer sich daran zu gewöhnen, dass sie eigentlich keine Scheu zu haben brauchte und sie mit ihrer Maske vollkommen anonym war. Trotz dieser Tatsache hatte sie immerzu das Gefühl, nicht sicher zu sein.
Als sie die schweren Metalltüren öffneten, umfing sie der Lärm wie eine Sturzwelle. Menschen in Schwarz, bizarr gekleidet unterhielten sich oder tanzten zu der bedrohlichen Musik, die dunkel durch das Backsteingewölbe krachte. Die Bässe donnerten so durchdringend, dass sie sich in Irenes Eingeweide gruben. Menschen, vollkommen in Latex gekleidet mit Gasmasken oder in Ketten; Menschen, die komplett in Zellophanfolie eingewickelt waren wie Mumien; Menschen die gefesselt an Leinen geführt wurden; Menschen, die angsteinflößende Schlagwerkzeuge mit sich führten: Reitgerten, Paddeln, Peitschen. Dazu jagte immer wieder gleißendes Stroboskoplicht durch die Halle. An den Wänden hingen Leinwände und Bildschirme in verschiedenen Größen. Auf letzteren wurden stumm Filme abgespielt, die häufig und schnell wechselten. Auf diesen waren kurze SM-Szenen zu sehen. Menschen wurden ausgepeitscht, mit brennenden Kerzen traktiert, mit Nadeln gequält. Irene konnte sich jenseits ihrer Angst einem faszinierten Blick nicht enthalten. Fasziniert wurde ihr Blick immer wieder auf die Bildschirme gezogen, die alle synchron im gesamten Raum immer die selben Szenen zeigten.
Die Lehrerin bahnte sich einen Weg durch die Halle. An den Wänden hingen riesige Gemälde mit dunklen, verstörend anmutenden Motiven. Intelligent dreinblickende Menschen mit Sektgläsern, aber ebenso dubios gekleidet unterhielten sich über diese Bilder anregend, so dass der Eindruck aufkam, dass es sich hierbei um eine seltsame Vernissage handelte. Die Lehrerin ließ sich Zeit und betrachtete stumm alle Bilder.
Schließlich bahnten sie sich ihren Weg in die Mitte des Raumes, wo eine kleine Bühne aufgebaut war. Dort hing an einem großen stählernen Bogen an Händen und Füßen angekettet eine weibliche Gestalt. Um sie herum leuchteten lange Kerzen. Nur ihr Kopf war mit einer schwarzen Haube bedeckt. Trotzdem erkannte Irene, dass es Julia sein musste!
Sie erschrak.
Was sollte das?
Was machte das Mädchen in dieser Position?
Irene sah die Lehrerin fragend an, doch diese lächelte nur beruhigend.
Neben der Bühne trafen sie auf die Rothaarige. Die Lehrerin begrüßte sie ausgiebig. Sie unterhielten sich und ließen Irene einige Schritte entfernt stehen.
Während die beiden sich unterhielten, beobachtete Irene das Mädchen, das reglos an ihren Fesseln hing und nur von Zeit zu Zeit ihren Kopf bewegte. Irene hätte dem Mädchen gerne zu bedeuten gegeben, dass sie anwesend war, aber sie konnte nichts unternehmen.
Schließlich kam die Lehrerin zurück und sagte nur:
„Mach dir keine Sorgen, sie macht das alles aus freien Stücken.“
Irene hatte das ohnehin vermutet, aber nachvollziehen konnte sie nicht, wie das Mädchen einwilligen konnte, sich nackt vor einer Meute seltsam aussehender Gestalten zur Schau stellen zu lassen.
Die Lehrerin und Irene hatten sich vor der Bühne positioniert, als die Musik leiser und das Licht aufgedreht wurde. Dann trat ein hagerer großer Mann auf die Bühne und stellte sich genau vor Julia. Die Menge begann unwillkürlich laut zu klatschen und zu johlen.
Mit einer ausladenden Handbewegungen bat er um Stille, was zunächst den Jubel nur noch erhöhte. Schließlich aber kam die Menge zur Ruhe. Er stellt
„Willkommen meine lieben Freunde!“, rief er pathetisch. „Ich freue mich, dass ihr alle gekommen seid zu meiner neuen Ausstellung! Aber ich will hier nicht lange rumlabern. Ihr seid nicht gekommen um mich reden zu hören. Ihr wollt euren Spaß haben!“
Die Menge jubelte wieder. Der Mann trug ein schwarzes Ledersakko, verwaschene schwarze Jeans, Hornbrille und einen großen Totenkopfring. Einer dieser Künstlertypen halt.
Der Mann bat wieder um Ruhe und nach einiger Zeit beruhigte sich die Menge.
Irene betrachtete währenddessen den weißen Körper des Mädchens, der rein und unschuldig im kalten Licht schimmerte.
„Ich werde also nicht viel reden! Aber wir sollten die Ausstellung würdig eröffnen. Und wie könnte man die Ausstellung würdiger eröffnen als durch das Opfer einer Jungfrau!“
Er drehte sich zu Julia um. Die Menge grölte. Er trat auf das Mädchen zu und legte seine Hand in ihren Schritt. Stieß dem Mädchen einen Finger in die Scheide und rollte genüsslich die Augen. All dies wurde auch in Großaufnahme auf die Bildschirme übertragen. Irene suchte und fand schließlich eine kahlgeschorene kleine Frau mit einer Digitalkamera.
Der Mann zog seinen Finger aus Julias Scheide und leckte ihn genüsslich ab.
„Verdammt heiß, die Kleine!“
Die Menge grölte.
Dann holte er Marta auf die Bühne.
„Das hier ist meine gute Freundin! Was für eine Rasse-Frau! Sie wird ihr so richtig einheizen!“
Die Rothaarige trat auf die Bühne. Erst jetzt konnte Irene sie richtig bewundern. Sie trug einen langen roten Ledermantel und hohe Lackstiefel. Die roten Haaren wallten in einer Feuermähne über dem Mantel. Der Anblick war atemberaubend. Die Männer im Raum ließen dies auch lautstark vernehmen.
„Aber bevor wir beginnen ... Schatz, wir wollen doch dein Gesicht sehen!“
Dann riss er mit einer großen Bewegung Julia die Haube herunter.
Sie war sichtlich erschrocken und schloss reflexartig die Augen. Nur langsam öffnete sie sie nach einiger Zeit, während die Menge weiter johlte.
Irene hoffte, dass sie Julia auf sich Aufmerksam machen konnte, aber sie wollte auch nicht groß winken, und so hoffte sie nur, dass das Mädchen zu ihr hinsehen möge. Erst einige Minuten später wurde ihr wieder bewusst, dass das Mädchen sie gar nicht erkennen konnte durch die Maske.
Die Menge johlte wieder, als Marta mit einer beiläufigen Bewegung eine lange Bullenpeitsche entrollte.
Sie ließ die Peitsche einige Male über die Köpfe des Publikums krachen. Irene lief ein Schauder über den Rücken, als sie den durchdringenden Laut hörte. Sie konnte sich kaum vorstellen, welche brutalen Schmerzen diese Peitsche auf einem Körper hervorrufen müsste.
Die Lehrerin sah, wie Irene erzitterte und sprach sanft:
„Keine Sorge, wenn man mit so einer Peitsche umgehen kann, dann ist das ziemlich ungefährlich. Es ist halb so schlimm, wie es sich anhört.“
Irene blieb skeptisch.
Dann trat Marta an das gefesselte Mädchen heran, gab ihr einen langen Kuss und machte einige Schritten zur Seite. Dann ließ sie die Peitsche auf den Rücken des Mädchens schlagen.
Irenes Augen blieben auf dem Mädchen und sahen es zusammenzucken. Immer wieder verzerrte sich ihr Blick, als die Lederpeitsche ihr teuflisches Werk verrichtete. Irgendwann sah Irene, wie der Blick Julias sich verklärte, entrückte, wie er es zuvor bereits getan hatte.
Währenddessen wurde die Menge immer stiller und schaute fasziniert zu. Erst als Marta ihren letzten Schlag vollzogen hatte, brach die Menge wieder in Jubel aus.
Doch Julia blieb immer noch in ihrer Welt versunken. Und die Performance war noch nicht vorbei.
Der Mann trat wieder nach vorne.
„War das heiß oder was?“
Die Menge kochte.
„Yeah, Baby! Aber wir sind noch nicht fertig! Wir werden dieser Jungfer jetzt zeigen, wo der Hammer hängt und sie hier auf der Bühne entjungfern!“
Sie sahen, wie Marta sich einen Dildo an einem Geschirr umband. Gleichzeitig wurden die Beine des Mädchens von zwei Männern, angehoben und so gedreht, dass das Publikum sie nun von der Seite sehen konnte.
Irene konnte nicht glauben, was gerade passierte. Hier war Julia, das Mädchen, das Irene durch die Pubertät begleitet hatte, in einer Fabrikhalle angekettet und ausgepeitscht worden. Jetzt sollte sie auch noch vor der versammelten Menge gefickt werden. Anders konnte man es nicht nennen. Irene konnte es nicht fassen. Und dennoch hatte sie keinen Zweifel daran, dass dies alles aus freiem Willen geschah.
Der Mann trat hervor und spielte erneut zwischen den Beinen Julias herum.
„Ihr glaubt gar nicht, wie nass die ist! Bringt mir mal einen Eimer, die zerfließt vor Geilheit!“
Irene empfand diesen Typen als recht unangenehm, glücklicherweise aber trat Marta vor. Ohne große Anstalten zu machen, rammte sie Julia sofort den Dildo zwischen die Beine. Sie griff die Pobacken des Mädchens und legte sofort ein schnelles Tempo vor.
Die Menge johlte.
Irene kannte Julia gut genug, um zu sehen, dass diese nach nur ganz kurzer Zeit kurz vor ihrem Orgasmus stand.
Das Bild war unwirklich.
Obwohl Irene einige Meter entfernt war, konnte sie das Stöhnen hören.
Auch Marta erkannte es. Ihre Bewegungen wurden härter. Sie war gewillt, das Mädchen über die Klippen zu stoßen. Ganz kurz bevor es kam, gab die Rothaarige ein Zeichen, und die beiden Männer ließen heißen Kerzenwachs auf die Brüste des Mädchens träufeln. Im gleichen Moment ertönte die Halle von den Schreien des Mädchens, die sich ihrer ganzen Lust hingab. Sie hielt nichts zurück.
Es dauert einige Minuten, bis das Mädchen sich beruhigt hatte und erschöpft in ihren Fesseln hing. Marta war zu ihr getreten und streichelte liebevoll den Kopf und gab ihm ein wenig Halt.
Irene musste ihm Bewunderung zollen.
Aber es sollte noch nicht zuende sein. Erneut trat der Mann auf die Bühne und rief:
„Was für eine geile Show! Wahnsinn.“
Die Menge johlte.
„Aber es ist noch nicht vorbei! Heute wird das süße kleine Mädchen, das so geil Orgasmen haben kann, sich für immer dieser unglaublichen Rothaarigen hingeben! Ihr wisst, was das heißt. Sie wird gezeichnet!“
Irene verstand kein Wort, aber die Menge johlte.
Von hinter der Bühne kam eine kleine Frau nach vorne. Sie war übersäht mit Tätowierungen und Piercings. Aus einer kleinen Tasche holte sie ein Spray und ein Tuch, kniete sich vor das Mädchen und desinfizierte die Stelle über den Schamlippen.
Als sie fertig war, winkte sie nur kurz und zu einer lauten Fanfare brachten die beiden Männer vorsichtig einen Grill nach vorne, in dem Kohlen gelb und rot glühten.
Irene konnte sich denken, was nun kommen sollte, aber der Gedanke erschreckte sie. Ihr wurde flau im Magen. Instinktiv griff sie nach dem Arm der Lehrerin.
„Keine Sorge!“, beruhigte diese, „auch das ist halb so schlimm!“
Daran allerdings hatte Irene wirkliche Zweifel.
Die tätowierte Frau nahm aus der Glut ein langes Eisen mit einer Spitze und betrachtete diese prüfend. Dann steckte sie das Eisen zurück in die Glut.
Derweil schien Julia nervös zu sein. Irene konnte es in den Augen des Mädchens sehen, die rastlos umher blickten und immer wieder die Augen der Rothaarigen suchten. Diese hatte sich hinter Julia gestellt und streichelte sie, um sie zu beruhigen.
Der schwarzgekleidete Mann trat wieder nach vorne an die Bühne und erhob seine Stimme:
„Jetzt ist es soweit! Sie wird von heute Abend an das Eigentum dieser tollen Frau sein! Wären wir das nicht alle gern?“
Die tätowierte Frau nahm nun erneut das Eisen aus dem Feuer. Gleichzeitig nahm Marta den Kopf des Mädchens in die Arme und gab ihm einen langen Kuss. Aus der Menge kamen anerkennende Pfiffe. Erneut ertönte die Fanfare. Dann senkte sich Stille über die Menge.
Irene erwartete, das Mädchen vor Schmerz laut schreien zu hören, doch sie verzog nur einmal kurz die Miene. Stattdessen glaubte Irene eine kleine Wolke zu sehen und ein Zischen zu vernehmen, als das glühende Eisen auf den Venushügel traf.
Obwohl es recht unspektakulär aussah, musste Irene wegsehen.
Die Menge jubelte, und als Irene wieder hinsah, küsste Marta das Mädchen leidenschaftlich. Dann war es vorbei. Die Tätowierte betrachtete ihr Werk und verschwand dann von der Bühne. Ein letztes Mal trat der Mann nach vorne und rief euphorisch:
„Was für eine Show! Was für eine Show! Und nun tanzt, trinkt und nicht zuletzt kauft meine Bilder! Kauft, meine Freunde!“
Dann fiel ein Vorhang, und das Spektakel war vorbei.
Irene konnte es nicht glauben.
Die Musik wurde wieder angestellt und langsam begann die Menge wieder zu tanzen. Die Lehrerin zog Irene fort.
„Wow, das war ein tolles Erlebnis! Ich muss sagen, ich könnte das nicht, was Julia da gemacht hat.“
„Nun, der Abend ist noch nicht zuende.“
„Ach?“
„Ja, ich habe noch eine Überraschung für dich!“
„Da bin ich aber gespannt. Ich hoffe nicht vor den ganzen Leuten!“
„Keine Sorge, aber du bist doch ohnehin geschützt!“
„Nun, es wäre trotzdem heftig.“
„Wirklich?“
„Na ja, es ist schon ein geiles Gefühl, das muss ich zugeben.“
„Keine Sorge, komm!“
Sie zog Irene hinter sich her, eine Stahltreppe hinauf, bis sie schließlich in einem engen Gang standen, in dem vermutlich einmal Büros gewesen waren. Hinter der Stahltüre war die Musik sofort gedämpft und erträglicher.
Die Lehrerin öffnete eine Tür und zog Irene hinein. Sie befanden sich in einem kargen Raum.
„Zieh dich aus!“
„Hier?“
„Hier! Nur die Kappe bleibt auf.“
Irene sah sich unsicher um. Die verstörende Atmosphäre der Halle hatte sie nicht vergessen, und auch die Bilder der entblößten Julia standen ihr noch vor Augen. Natürlich bestand kein Zweifel an ihrer Gefolgschaft, und so stand sie wenig später vollkommen nackt in dem kleinen Raum.
„Sehr schön! Und nun geh auf die Knie!“
Irene gehorchte.
„Was sagst du zu dem Branding?“
„Das war schon heftig. Ich könnte das nicht. Ich könnte die Schmerzen nicht ertragen.“
„Das ist gar nicht so schlimm. Wenn das Fleisch verbrannt wird, schüttet der Körper eine Menge Endorphine aus. Sie hat davon wenig gespürt.“
„Na ja, trotzdem.“
„Was stört dich?“
„Die Schmerzen und Brandings sind nicht so meine Sache.“
„Aber das alles ist ja nur ein Symbol. Nun ist Julia für immer ein Eigentum Martas, und das Branding bezeugt dies. Was hältst du davon?“
„Das Symbol ist wunderschön. Aber diese Brandwunden sind so schrecklich archaisch.“
„Na gut. Leck mich!“
Das kam unerwartet, doch Irene ging sofort auf die Knie, hob den schweren schwarzen Lederrock und kroch darunter.
Irene fackelte nicht lange, sofort fand sie ihren Weg zwischen die Schenkel ihrer Gebieterin, die, wie sie herausfand, auch keine Unterwäsche trug leckte über die schwitzigen Innenseite der Oberschenkel und gab sich dann sofort an die Schamlippen der Lehrerin. Hart und impulsiv, wie sie es zuvor noch nie praktiziert hatte, stieß sie ihre Zunge in die feuchte Scheide, nahm die Klitoris zwischen ihre Lippen und zog fast schon roh und gewaltsam daran. Die ganze Atmosphäre des SM-Szene hatte sie stimuliert. Wenn sie vielleicht auch im Allgemeinen kein Interesse daran hatte, so war sie nun entflammt. Und so vergrub sie ihren Kopf im Schritt der jungen Lehrerin, gewillt ihr einen schnellen und wilden Orgasmus zu gönnen.
Und obwohl sie in voller Dunkelheit agierte, konnte sie an den weichen Knien der Lehrerin bald erkenne, welche Wirkung sie erzielte. Die Lehrerin kam schnell und hart und Irene musste sie ein wenig stützten, dass sie nicht nach vorne umkippte.
Während die Lehrerin sich beruhigte, saugte Irene weiter lustvoll an deren Klitoris.
„Mann, du hast dich ja richtig ins Zeug gelegt!“
„Danke.“
„Ich habe zu danken! Aber wir sind noch nicht fertig. Jetzt könnte es für dich etwas härter werden, aber wenn du mir vertraust, dann wird das schon.“
„Sie wissen, dass ich Ihnen vertraue, und ich werde es schon schaffen!“
„Nun gut, dann komm!“
Die Lehrerin öffnete ein Tür und trat in einen weiteren Raum. Dort befand sich ein altmodischer Gynäkologiestuhl. Irene musste unwillkürlich an einen elektrischen Stuhl denken.
„Komm rein und setz dich, deine Kleidung kannst du hier lassen, ich kümmere mich drum.“
Ein mulmiges Gefühl wischte Irene schnell weg und setzte sich in den Stuhl. Von unten brüllte immer noch die Musik und drohte die Bilder von vor einigen Minuten an. Es war der Blick auf die kühle Lehrerin, der ihr die Sicherheit gab.
Sie setzte sich in einen Stuhl, den sie noch nie gemocht hatte. So vollkommen nackt hatte sie noch nie in einem Gynäkologiestuhl gesessen.
„Du bietest einen netten Anblick!“
Die Lehrerin umrundete den Stuhl mehrfach du blieb immer wieder vor ihr stehen, um einen vulgären Blick zwischen Irenes Beine zu werfen. Die fand zunehmend Gefallen an dem Spiel und daran, dass sie ihrer Gebieterin einen anregenden Anblick bieten konnte.
„Du scheinst das ja zu genießen!“, kam dementsprechend auch gleich der Kommentar.
„Also gut, dann wollen wir mal!“
Die Lehrerin griff einige Lederbänder, die am Stuhl baumelten und fesselte Irene damit in den Sitz. Die Lederbänder um ihre Schenkel, den Bauch, die Schultern und die Arme saßen eng und kalt auf ihrer Haut. Bisher waren solche Fesseln nie notwendig gewesen. Doch in die Sorge mischte sich gleichermaßen Aufregung und Spannung.
„Kannst du dich noch bewegen?“
Sie bäumte sich gegen ihre Fesseln auf. Vergeblich.
„Sehr schön!“
Die Lehrerin stellte sich zwischen die geöffneten Schenkel Irenes und streichelte sie.
„Weißt du, ich möchte mit dir etwas Ähnliches machen wie Marta es mit Julia gemacht hat. Ich möchte dich zeichnen. Ich möchte, dass du ein bleibendes Zeichen deiner Zugehörigkeit zu mir trägst. Kein Branding, ich dachte mir schon, dass du das nicht mögen wirst. Ich möchte meine Initialen auf deinen schönen, weichen Körper tätowieren lassen, damit du immer weißt, wem du gehörst.“
„Ja, bitte!“, stöhnte Irene. Sowohl von dem Gedanken erregt, wie auch von der Hand zwischen ihren Beinen.
„Ich dachte mir, dass du das mögen wirst. Die Frau, die eben Julia gebrandet hat, wartet mit ihrer Assistentin draußen. Bist du bereit?“
„Ja natürlich.“
Irene konnte sich nicht zurückhalten und brach aus der Routine der knappen und präzisen Antworten aus.
„Ich möchte mich bedanken für die Ehre. Das habe ich mir so lange gewünscht. Ich werde Ihnen immer eine gute Sklavin sein.“
Ihre Stimme wurde brüchig.
„Du wirst mehr als das sein.“
Und dann beugte die Lehrerin sich vor und gab ihr einen tiefen, langen Kuss.
Irene vergaß den Stuhl.
Die donnernde Musik aus der Hölle unter ihnen.
Die Riemen.
Ihre Hilflosigkeit.
Sie war geborgen im Kuss der Lehrerin.
Spürte die Lippen.
Die Zunge.
Fühlte die Wärme des Körpers.
Roch das Parfum.
Versank vollkommen in diesem Kuss.
Als sie sich lösten, rollte eine Träne Irenes Wange hinab.
Mit einer zärtlichen Geste wischte die Lehrerin sie weg.
Die Situation mochte bizarr sein:
Irene, die erfolgreiche Anwältin, nackt auf einem SM-Event in einen altmodischen Gynäkologiestuhl gefesselt. Über ihr thronte eine jüngere Frau, die mittlerweile die vollkommene Kontrolle übernommen hatte und der Irene vollkommen hörig war. Die ehemalige Lehrerin ihrer Stieftochter, die ihrerseits gerade mit einem glühenden Eisen traktiert und vorher ausgepeitscht worden war vor einer riesigen Menge seltsam anmutender Menschen mit den unterschiedlichsten, vermutlich ausnahmslos aber außergewöhnlichen sexuellen Neigungen.
Es war bizarr.
Aber es war auch richtig.
Irene war so froh über ihre bevorstehende Markierung, dass sie es am liebsten der ganzen Welt mitgeteilt hätte. Und es wäre ihr vollkommen egal gewesen, was die Welt dazu sagte.
Schließlich löste die Lehrerin sich von ihr.
„Bist du bereit?“
„Natürlich.“
„Nun denn! Damit du dich nicht zu sehr schämst, verdecke ich dir jetzt die Augen. Außerdem trägst du ja die Maske, sodass ich niemand erkennen kann. Dessen solltest du dir immer gewiss sein.“
Irene nickte. Dann wurde es schwarz.
Die Tür wurde geöffnet und an den Schritten konnte Irene hören, dass zwei Personen in den Raum traten. Sie sprachen kein Wort. Ein Koffer oder eine Kiste wurde geöffnet und sie konnte hören, wie darin gekramt wurde. Dann spürte sie eine Person, die sich zwischen ihre Beine stellte.
Plötzlich fühlte sie ein kaltes, feuchtes Tuch, das über ihren Venushügel gerieben wurde. Sie zuckte leicht erschrocken zusammen, doch die Lehrerin, die dicht an ihrem Kopf stand, beruhigte sie und strich über ihre Wangen:
„Sie desinfiziert die Stelle nur. Keine Sorge.“
Schließlich war dies erledigt. Nach erneutem Kramen und einer kurzen Pause ertönte dann plötzlich ein Geräusch. Ein fieses summendes Geräusch. Irene sah förmlich die Nadel des Tätowiergeräts wie die einer Nähmaschine auf und ab schlagen. Eine Gänsehaut lief ihr über den Rücken, aber die Lehrerin beruhigte sie schnell wieder, sprach mit ihr und streichelte sie. So konnte sie auch das Geräusch der Nadel ertragen und vor allem die winzigen Nadelstiche, die auf ihren empfindlichen Venushügel einstachen.
Schließlich war das Werk vollendet.
Irene hörte wieder, wie gekramt wurde, dann verschwanden die beiden Personen aus dem Raum, ohne dass sie auch nur ein Wort gesagt hatten.
„Das war es schon! Ich bin stolz darauf, wie leicht du das alles ertragen hast!“
„So schwer war es nicht.“
„Lass mich mal sehen, wie es aussieht.“
Die Lehrerin trat zwischen Irenes Beine und begutachtete die Tätowierung.
„Es sieht sehr gut aus! Ich bin zufrieden.“
„Darf ich auch mal sehen?“
„Gleich. Vorher möchte ich, dass du dich belohnst. Ich werde dir jetzt eine Hand losbinden, und dann darfst du dich zum Höhepunkt streicheln. Ein paar Hormone werden dich den Schmerz vergessen machen. Danach mache ich dich los.“
Irene bedankte sich vielmals für das Privileg, dann tastete sich zunächst etwas unsicher vor. Sie musste ihre Lust erst wiederfinden nachdem sie mit der Nadel gemartert worden war. So strich sie zunächst über die tätowierte Stelle, die sich warm anfühlte. Unter der Kappe schloss sie die Augen. Die donnernde Musik trat wieder in ihr Bewusstsein und sie fühlte wieder, wie die Vibrationen der Bässe sich in ihrem Körper sammelten. Sie dachte an die Szene mit Julia und den weißen Körper, der in dieser groben Halle erst mit der Peitsche, dann mit dem glühenden Eisen malträtiert worden war. Währenddessen fanden ihre Finger den Weg zwischen ihre Schenkel. Schon etwas entrückt hörte sie die Stimme der Lehrerin.
„Das machst du gut, streichele über deine Muschi! Ganz sanft, spür wie sich deine Schamlippen aufblähen, wie deine Klitoris steif wird. Spür deine Feuchtigkeit. Tauche deinen Finger ein und lecke ihn ab. Schmecke dich! Du schmeckst reif und saftig. Und nun streichele deine Brüste. Kneif deine Brustwarzen leicht, damit sie noch steifer werden. Fühle deine schweren, großen Brüste, fahr die Rundungen ab und nun zurück zwischen deine Schenkel. Reibe deine Klitoris, spiele nimm sie zwischen Daumen und Zeigefinger und nun drücke sie fest zusammen. Und jetzt streichele ganz sanft darüber! Tunke deine Finger in die Scheide. Erst einen, jetzt noch einen. Du schaffst auch drei. Führ sie so weit ein, wie es geht, lass sie heraus kommen, und nun wieder hinein. Schneller. Schneller. Schneller. Jetzt nimm sie wieder raus. Folge deinen aufgeblühten Schamlippen. Fahr sie ganz entlang, bis zum Po. Streichele deine saftigen Pobacken, und nun zurück bis zur Klit. Streichele sie.
Langsam aber stetig verschwand die Stimme aus Irenes Kopf und sie gab sich ganz ihren Fingern hin, ohne auf die Stimme der Lehrerin zu achten. Und bald schon wurde diese Stimme durch stöhnende Laute ersetzt, die immer schneller und lauter wurden, als sie zum Höhepunkt drängten. Wenig später wurde sie von einem Orgasmus erschüttert, der sie schreien ließ. Sie schrie exstatisch ihre Lust heraus, wie selten zuvor.
Die Bilder des Abends, der Ort, die Situation, die Markierung. All dies trug dazu bei, dass sie sich in einem Maße gehen lassen konnte, wie sie es nie zuvor erlebt hatte.
Es dauerte eine ganze Weile, bis sie realisierte, dass die Lehrerin zwischenzeitlich den Raum kurz verlassen und wieder zurückgekehrt war.
Endlich wurde Irene das Sehvermögen zurückgegeben. Sie musste blinzeln, um sich wieder an das Licht der Realität zu gewöhnen. Die Lehrerin streichelte sie liebevoll und band sie dann los, ließ Irene aber in dem Stuhl sitzen. Sie half ihr dennoch auf, sodass sie die Tätowierung betrachten konnte. Es waren kunstvoll verschnörkelt die Initialen der Lehrerin.
„Es ist wunderschön!“, konnte Irene nur stammeln, immer noch etwas betäubt von dem Höhepunkt, den sie gerade erlebt hatte.
Dann umarmten die Frauen sich und küssten sich lang und innig. Schließlich durfte Irene aufstehen und sich wieder anziehen. Noch etwas wackelig aber vollkommen glücklich wurde sie von der Lehrerin an einer silbernen Leine und einem edlen Lederhalsband hinunter geführt. Auf einer silbernen Plakette waren die Worte Eigentum von AW eingraviert. So gingen sie zurück in die kochende Menge, die immer noch wild und ausgelassen tanzte und eine bedrückende Schwüle ausstieß.
An der Bar tranken die beiden Frauen einen Sekt und trafen schließlich auf Marta und Julia. Julia trug den gleichen langen Ledertrenchcoat und das gleiche Halsband mit der Gravur. Der einzige Unterschied zwischen den beiden bestand darin, dass Irene immer noch ihre Maske trug.
Nachdem die Frauen sich begrüßt hatten, fand Irene Gelegenheit mit Julia zu sprechen.
„Das war aber eine super Show, die du da auf der Bühne abgezogen hast. Ich könnte so was nicht. Bist du ok?“
„Ja, mir geht es gut, keine Sorge. Aber du hast auch eine geile Show angeliefert!“
„Was meinst du?“
Julia deutete auf einen der Bildschirme.
Sie zeigten alle die selbe Szene.
Eine vermummte Frau, die in einen Gynäkologiestuhl gefesselt war und sich mit einer Hand selbstbefriedigte.
Für eine Sekunde setzte ihr Herzschlag aus.
Doch dann besann sie sich ihrer Gefühle, betrachtete sich interessiert und ein wenig stolz auf den Bildschirmen im gesamten Raum.
Die anerkennenden Blicke derjenigen, die sie auf dem Bildschirm erkannten nahm sie wohlwollend zur Kenntnis.
Dankbar strich sie über die leicht pochende Stelle auf ihrem Venushügel, die ihr ihren Platz wies.


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