Die WG - Irina (Teil 3)

Aus einem anderen Zimmer kamen laute Geräusche. Roland spähte vorsichtig durch die Tür.
"Komm rein." Irene deutete auf die Sitzgruppe. "Das ist unser Wohnzimmer. Frei für alle, die hier wohnen und ihre
Miete zahlen."
Roland wählte einen Sessel, in den er sich fallen ließ.
"Deswegen ist die Miete auch etwas höher." Katja zündete sich gerade eine neue Zigarette an. "Die ganze Wohnung
kostet 1600, also pro Zimmer 320 Mark. Als dein Vorgänger raus war, haben wir uns zusammen gesetzt und
beschlossen, dass jeder 80 Mark mehr zahlt, aber dafür haben wir nun auch einen gemeinsamen Raum neben der
Küche. Dem Gastner war es egal. Er bekommt das gleiche Geld wie vorher."
"Sogar noch etwas mehr, wenn ein Zimmer mal leer steht." Irene schaute auf ihre Tochter, die still bei ihr im Arm lag.
"Alles klar bei dir?" Irina schüttelte den Kopf und schmiegte sich gleichzeitig enger an ihre Mutter. Um Irina nicht in
noch größere Verlegenheit zu bringen, wandte sich Roland an Katja.
"Irina sagt, dass du Gitarre spielst?"
"Verdammt!" Katja fuhr aufgebracht herum, ihre Augen schossen Blitze zu Irina. "Musst du eigentlich alles
ausplaudern, du unreifes Ding?"
Sehr zu Rolands Verblüffung begann Irina, ganz leicht zu lachen.
"Wie soll das erst werden, wenn du 14 bist?" raunzte Katja weiter. "Gehst du dann auf die Straße und brüllst voller
Glück, dass du deinen ersten Kuss bekommen hast?"
Irina versteckte kichernd ihr Gesicht an der Schulter ihrer Mutter. Nun verstand Roland.
"Sie ist doch wirklich noch ein Kleinkind", knurrte Katja. "Mami, Mami! Ich hab gerade ganz allein Pipi gemacht! Und
es ist nichts daneben gegangen!"
Irina platzte vor Lachen. Irene drückte sie liebevoll an sich, Katja sah schmunzelnd zu Roland.
"Irgendwie gehört Irina uns allen. Sie ist unser aller Kind. Wenn es ihr schlecht geht, geht's uns auch schlecht."
"Wem geht's schlecht?" Armin stand in der Tür; hinter ihm fuhr sich Sonja vor dem Spiegel in der Diele mit den
Fingern durch die Haare, um sie kunstvoll durcheinander zu bringen.
"Euch, wenn ihr nicht sofort abhaut", grinste Katja. "Wo geht's hin?"
"Kleine Party bei einem Arbeitskollegen."
"Wie klein?"
"Sehr klein. Nur vierzig Leute oder so."
"Bist du endlich fertig?" Sonja stellte sich hinter ihm auf die Zehenspitzen und schaute munter ins Wohnzimmer.
Armin griff nach hinten, ging gleichzeitig in die Hocke, hielt seine Frau an den Oberschenkeln fest und richtete sich
wieder auf. Sonja schrie erschreckt, als ihr Kopf gen Zimmerdecke flog, doch die Zimmer waren hoch genug. Die vier
im Wohnzimmer lachten herzlich, als Sonja schimpfend wieder auf die Füße kam. Sekunden später waren die beiden
verschwunden.
"Jung, verliebt und glücklich", seufzte Katja. "Mit 20 sollte man Selbstmord begehen; dann liegt die schönste Zeit
hinter einem."
"Einspruch." Irene schaute zärtlich auf ihre Tochter. "Die schönste Zeit begann, als der Krümel hier auf die Welt kam,
und bis jetzt ist es mindestens genauso schön geblieben."
"Du sollst nicht so romantisch sein!" knurrte Irina, bevor sie ihre Mutter stürmisch drückte. "Ich hab dich auch lieb!"
"Katja? Du hast einen schlechten Einfluss auf meine Tochter."
"Will ich doch schwer hoffen!" Katja schlug sich lachend auf den Oberschenkel. "Sie wird auf jeden Fall keine leichte
Beute für irgendeinen Kerl werden."
"Außer, ich will das." Irina schaute mit leuchtenden Augen auf.
"Das willst du nicht."
"Doch! Wenn ich das will, dann will ich das."
"Werd erwachsen." Katja zwinkerte ihr zu. "Roland, erzähl mal, wie dein Buch beginnt. Der Spielfilm da ist
todlangweilig."
"Eigentlich habe ich noch keinen rechten Anfang", gestand Roland. "Nur ein paar Richtlinien und Ideen."
"Dann spielen wir was!" Irina beugte sich mit leuchtenden Augen vor. "Roland und ich gegen euch!" Bevor jemand
widersprechen konnte, war das Mädchen schon aufgesprungen und rannte zu einem Sideboard. Sekunden später
kam sie mit einem Haufen Kartons an, den sie auf dem Tisch deponierte. Mit zwei Sprüngen war sie bei Roland,
hüpfte auf seinen Schoß, gab ihm einen dicken Kuss auf die Wange und sagte: "Danke!"
"Wofür?" Roland schaute sie völlig verdutzt an.
"Fürs Spülen und Abtrocknen!" Genauso schnell, wie sie auf seinem Schoß gelandet war, sprang sie auch wieder
herunter, hockte sich neben ihm auf den Boden und schaute erwartungsvoll in die Runde. Katja griff seufzend nach
einem Spiel. Irina jubelte hell, als sie sah, welches Spiel Katja gewählt hatte. Katja zwinkerte ihr kurz zu, bevor sie
den Deckel abhob.
Und Roland entschied in diesem Moment, dass er sich hier sehr wohl fühlte.
Kapitel 2
Gegen viertel nach zehn baute Roland vollständig ab. Nachdem er zwei Mal Irinas Figur anstatt seiner gesetzt hatte,
hob er entschuldigend die Hände.
"Ich kann nicht mehr. Ich schlafe gleich im Stehen ein. Nacht zusammen."
"Nacht." Irina hüpfte auf seinen Schoß und umarmte ihn stürmisch. "Hast echt toll gespielt, Roland. Drei Mal haben
wir sie eingesackt!"
"Mit dir als Partnerin konnte es nur gut gehen." Er streichelte Irina kurz am Rücken, worauf sie ihn glücklich
anstrahlte. "Schlaf schön."
"Du auch." Irina drückte noch einmal kräftig zu, bevor sie ihn aufstehen ließ. Roland wankte todmüde in sein Zimmer,
zog sich aus und fiel ins Bett. Er schaffte es gerade noch, sich zuzudecken, als er auch schon einschlief. Dass Irina
gleich duschen ging, hörte er schon nicht mehr.
"Jetzt haben wir Ruhe." Katja drückte ihre Zigarette aus. "Was denkst du?"
Irene nickte. "Das gleiche. Er ist in Ordnung. Ein Landei, wie du sagen würdest. Etwas schüchtern, obwohl er einiges
auf dem Kasten hat, anständig erzogen und eher zu höflich als zu forsch."
"Und in punkto Irina?"
"Keine Gefahr von seiner Seite aus." Irene nahm sich schmunzelnd eine Zigarette aus ihrer Schachtel. "Wir müssen
unbedingt lüften, sonst fallen die anderen morgen früh tot um. Nein, er tut ihr nichts. Erstens hat er mit Kindern nichts
am Hut, wie Irina mir erzählt hat, und zweitens ist er einfach nur nett zu ihr. Ohne finstere Absichten. Da würde ich
eher meiner Tochter den ersten Schritt zutrauen."
"Und wenn sie ihn tut?" Katja sah sie eindringlich an. "Was dann?"
"Dann habe ich ein Problem." Irene schüttete sich neuen Sprudel ein. "Immerhin kann ich ihr nicht das verbieten, was
ich selbst gemacht habe. Andererseits vertraue ich ihr. Wenn sie sich wirklich mit jemanden einlassen sollte, bin ich
sehr zuversichtlich, dass sie weiß, was sie tut."
"Und mit wem?"
"Und mit wem." Ihr Blick verlor den Humor und bekam etwas Bedrücktes.
"Ich danke allen Heiligen", sagte sie leise, "dass dieser Egbert so ein Großkotz war. Wenn der alles im Heimlichen
gemacht und Irina nach und nach verführt hätte... Das hätten wir nie erfahren. Danke, Katja."
"Danke? Wofür denn jetzt?"
"Für deine Offenheit Irina gegenüber. Je mehr sie erkennt, dass sie ruhig über alles reden kann, auch wenn es
vielleicht peinlich ist, um so eher wird sie ihre kleine Klappe aufmachen."
"Genau deswegen tue ich das. Was ist mit dir? Alles okay?"
"Geht so. Irinas Anfall hat mich auch wieder etwas nach unten gezogen." Sie senkte ihren Kopf.
"Du brauchst einen Mann in deinem Leben", sagte Katja ernst. "Du bist zu jung, um dich zu vergraben."
"Das sagst du?" Irene sah leicht schmunzelnd auf. "Du bist ja auch so alt!"
Katja zuckte gleichgültig mit den Schultern. "Mit 30 siehst du die Dinge von einer ganz anderen Warte als mit 29."
"Alles klar." Irene zwinkerte ihr zu, dann wurde sie ernst.
"Nein, Katja. Mit Dieters Tod ist auch etwas in mir gestorben. Etwas, was nie wieder kommt."
"Das solltest du nicht sagen. Gib dir einfach noch Zeit und warte ab. Drei Jahre sind zu wenig, um es zu verarbeiten,
da stimme ich dir zu. Aber das bedeutet nicht, dass du in weiteren drei Jahren nicht doch eine andere Einstellung
dazu bekommst. Das sehe ich ja an mir. Acht Jahre Ehe, in meinen Augen sehr glücklich, und dann dieser Schock.
Ich spüre aber jetzt schon, dass ich nach der Scheidung wieder mit offeneren Augen durch die Männerwelt gehen
werde."
"Könntest du denn auch wieder so lieben wie beim ersten Mal?" fragte Irene leise.
Katja schüttelte den Kopf.
"Nein. Das kann ich genauso wenig wie du. Aber ich kann anders lieben. Etwas vorsichtiger, aber auch tiefer, wenn
ich merke, dass er und ich auf der gleichen Linie sind. Und genau das solltest du für dich nicht ausschließen, mein
Kleines."
Irene streckte ihr die Zunge heraus, worauf beide lachen mussten. Katja stand auf.
"Machen wir Klar Schiff. Es stinkt hier drin."
Wenig später war aufgeräumt, und alle Fenster standen auf Kipp. Katja verteilte großzügig Raumspray im Zimmer.
Anschließend sahen sich beide kurz um und wünschten sich dann eine gute Nacht.
Als Irina zehn Minuten später ins Wohnzimmer kam, nickte sie zufrieden. Es stank nicht nach Nikotin. Sie ging leise
durch den Flur zu Rolands Zimmer und klopfte sacht, doch erhielt keine Antwort. Etwas enttäuscht ging sie in ihr
Zimmer zurück. Ihre Mutter lag schon im Bett, in der Hand ein Buch. Als sie ihre Tochter bemerkte, legte sie es weg.
Irina sprang zu ihr ins Bett. Irene nahm sie liebevoll in die Arme.
"Müde?"
"Ja." Irina gähnte herzhaft. "Ich wollte Roland noch einmal Gute Nacht sagen, aber er schläft schon."
"War auch ein anstrengender Tag für ihn. Den ganzen Marsch vom Bahnhof nach hier... Magst du ihn?"
"Hm-m." Irina kuschelte sich ein und schloss die Augen. "Er ist nett. Mutti? Wenn du mal abends weg bist, kann er
dann auf mich aufpassen?"
"Wie alle anderen auch. Natürlich."
"Nein. Nur er." Sie gab ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange. "Darf ich dann auch mit ihm schmusen?"
"Du darfst alles tun, was du möchtest", sagte Irene leise. "Aber du musst mir versprechen, mir alles zu sagen, Irina.
Ganz besonders, wenn er dir verbietet, es mir zu sagen."
"Versprochen. Glaubst du, dass er mich mag? Ich bin doch so dünn und hab noch keinen richtigen Busen."
Irene drückte sie leise lachend.
"Wenn er dich wirklich mag, wird ihm das egal sein, Krümel. Dann wird er dich als Mensch mögen, und nicht nur
deinen Körper."
"So wie wir?"
"So wie wir. Genau. Möchtest du noch etwas reden oder lieber schlafen?"
"Schmusen." Sie drückte sich enger an ihre Mutter, die schnell das Licht ausschaltete und dann ihre Tochter sanft
streichelte, bis das Mädchen eingeschlafen war. Irene legte sich zurecht und schloss die Augen.
Am nächsten Morgen erwachten Mutter und Tochter fast gleichzeitig, wie jeden Morgen. Irene ging ins Bad, Irina lief
schnell in die Küche, wo Katja schon den Tisch für alle gedeckt hatte. Das Mädchen holte die Lebensmittel aus dem
Kühlschrank und baute sie auf. Sie bereitete das Frühstück für ihre Mutter und sich zu, und als Irene dann frisch
geduscht aus dem Bad kam, frühstückten sie gemeinsam. Als sie fertig waren, kamen Armin und Sonja dazu, die
beide recht müde aussahen, aber gute Laune hatten. Irina blieb mit ihnen in der Küche, ihre Mutter machte sich
derweil fertig und verließ das Haus um viertel nach acht, nachdem sie sich von ihrer Tochter sowie von Armin und
Sonja verabschiedet hatte. Das junge Paar ging um zwanzig vor neun zur Arbeit; Karstadt lag nur zehn Minuten zu
Fuß entfernt.
Als die beiden weg waren, wurde es Irina schlagartig langweilig. Ohne zu überlegen lief sie zu Rolands Tür und
klopfte leise. Als er nicht antwortete, klopfte sie ein weiteres Mal und öffnete schließlich unaufgefordert die Tür.
Roland schlief noch, wie ihr ein Blick in das verdunkelte Zimmer zeigte. Sie überlegte, ob sie ihn wecken sollte, doch
ihre Höflichkeit siegte. Andererseits hatte sie auch keine Lust, sich alleine zu beschäftigen. Es war schon schlimm
genug, dass sie seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr in Urlaub gefahren war, doch sich in den Sommerferien zu
langweilen, war noch viel grausamer.
Kurz entschlossen setzte sie sich auf Rolands Bett und schlüpfte zu ihm unter die Bettdecke. Als sie sich an ihn legte,
umarmte er sie im Schlaf. Glücklich kuschelte sich Irina an ihn und schloss die Augen, um zu dösen.
Es dauerte noch etwa zwanzig Minuten, bis Roland begann, aufzuwachen. Für Irina zwanzig sehr glückliche Minuten,
in denen sie ihn spüren und seinen Geruch atmen konnte. Als er sich bewegte, warf sie ihre Arme um ihn.
"Morgen!" flüsterte sie aufgeregt. Roland streckte sich, drehte sich zu ihr und drückte sie.
"Morgen. Ich hab einen glatten Filmriss. Ich weiß nicht mal deinen Namen."
"Irina!" kicherte das Mädchen.
"Roland", murmelte er. "Angenehm."
"Ganz meinerseits", wollte Irina sagen, doch dazu kam es nicht, denn Roland küsste sie.
Gründlich.
Irina erstarrte, als sie seine Zunge in ihren Mund gehen spürte, und als sich dann auch noch eine Hand auf ihren
nackten Po legte, wusste sie gar nicht mehr, was sie tun sollte. Sie spürte, dass Roland ihr nichts tun wollte, war aber
dennoch vollkommen überfahren, weil sie das, was er tat, noch gar nicht kannte.
Roland streichelte ihren Po und bewegte seine Hand dann nach vorne, zu ihrer Scheide. Irina fuhr zusammen, als sie
seine Finger dort spürte. Weil sie einmal zu Tode erschrak, und weil sie zum zweiten etwas wie einen elektrischen
Schlag spürte, als sich seine Finger auf ihre Scheide legten. Dann bemerkte sie auch noch, wie etwas an ihm immer
härter wurde und gegen ihre Schenkel drückte.
Plötzlich war alles vorbei: der Kuss, die Finger, das Harte. Roland fuhr wie ein Blitz zurück.
"Irina?" fragte er verstört. "Irina Becker? Irenes Tochter?"
"Ja!" Irinas Herz raste vor Aufregung und Angst und noch etwas, was sie nicht kannte.
"O verdammt!" Roland sprang auf, stieß sich dabei am Nachttisch und fiel fluchend auf den Boden. Irina wickelte sich
schnell in das Oberbett, bevor sie nach dem Lichtschalter tastete. Sekunden später ging die Nachttischlampe an. Irina
sah verstört auf Roland, der nackt vor dem Bett saß, sich das Knie rieb und leise vor sich hin schimpfte.
"Hast du dir weh getan?" fragte sie ängstlich. Roland hielt sein Knie fest und schaute sie verwirrt an.
"Habe ich dir weh getan?" fragte er angespannt. Irina schüttelte schnell den Kopf.
"N-n. Was ist denn los?"
Roland stieß den Atem aus.
"Es tut mir leid, Irina", entschuldigte er sich. "Ich habe wirklich gedacht, du... Du wärst jemand, der die Nacht mit mir
verbracht hat."
"Ach so!" Erleichtert lachte Irina auf. "Jetzt kapier ich das! Du dachtest, wir hätten miteinander geschlafen?"
Roland nickte bedrückt. "Ganz genau. Was machst du eigentlich in meinem Bett?"
"Mir war langweilig", bekannte Irina freimütig. "Sind alle zur Arbeit, und ich wollte einfach nur etwas schmusen."
"Das hätte ganz gewaltig ins Auge gehen können, Irina."
Roland stand mit verzerrtem Gesicht auf. Irina schaute gebannt auf seinen Unterleib, als er zum Kleiderschrank
humpelte und sich eine Unterhose heraus holte. Einen Moment später hatte er sie an.
"Ganz gewaltig", wiederholte er ernst. "Habe ich dir wirklich nichts getan?"
"Nein." Irina lächelte beruhigend. "Was war das für ein Kuss?"
"Ein Zungenkuss." Roland schnappte sich ein T-Shirt und zog es an, ging zum Fenster, zog die Jalousien hoch und
öffnete das Fenster. Dann setzte er sich zu dem Mädchen auf das Bett und sah sie ernst an.
"Es tut mir wirklich sehr leid", entschuldigte er sich ein weiteres Mal. "Ich wusste erst, dass etwas nicht stimmt, als
ich..." Er brach mit rotem Gesicht ab.
"Als du was?" drängte Irina neugierig. Roland atmete gründlich durch.
"Als ich gespürt habe", sagte er leise und eindeutig sehr verlegen, "dass deine - dein Schambereich noch keine
Haare hat. Erst da wurde ich wach."
"Bin ich jetzt etwa schuld daran?" fuhr Irina ihn an. "Ich kann doch auch nichts dazu, dass mein Körper so langsam
wächst." Sie befreite sich von dem Oberbett und sprang auf.
"Irina!" bat Roland sie. "Nicht weglaufen. Natürlich bist du nicht schuld daran. Ich meinte... Ich wollte sagen, dass
meine bisherigen Freundinnen... Also sie hatten... Ach, verdammt! Nein, Irina. Ich wollte sagen, dass ich erst dadurch
erkannt habe, dass du noch ein junges Mädchen bist, und da wurde mir gleichzeitig klar, dass ich einen großen
Fehler gemacht habe."
"Ach so." Irina lächelte schüchtern und setzte sich wieder. "Magst du mich denn trotzdem?"
"Natürlich mag ich dich!" Roland griff nach ihr, zog sie an sich und strich ihr leicht über das Haar. "Ich war nur sehr
erschrocken, Irina. Über mich. Weißt du, wenn eine Frau in meinem Bett liegt und mit mir aufwacht, war das bisher
immer so, dass wir auch - miteinander geschlafen hatten. Deswegen bin ich - ich meine, deswegen habe ich dich
geküsst und so angefasst. Wenn ich gewusst hätte, wer du bist, hätte ich das auf keinen Fall gemacht. Großes
Ehrenwort. Es tut mir wirklich sehr leid."
"Schon gut." Irina kuschelte sich zufrieden an ihn. "Ich war auch erschrocken, aber du hast ja nichts Schlimmes
gemacht. Also nicht absichtlich."
Roland seufzte nur laut, während er Irinas Haare streichelte.
"Tu mir bitte einen großen Gefallen", sagte er dann. "Verrate keinem, was gerade passiert ist, ja? Sonst bringt deine
Mutter mich um."
Irina nickte nur leicht, ohne etwas zu sagen. Roland nahm es erleichtert zur Kenntnis. Von dem Versprechen, das
Irina ihrer Mutter gegeben hatte und das für sie mehr zählte als ein Kopfnicken, konnte er natürlich nichts wissen.
"Was machen wir heute?" fragte sie, während sie ihren Kopf an seine Schulter drückte.
"Wir?" Roland schaute sie belustigt an. "Ich muss gleich zur Bank, mein Konto und den Dauerauftrag wegen der
Miete einrichten. Dann Lebensmittel einkaufen, und danach an meinem Buch arbeiten."
"Kann ich mit zur Bank und zum Einkaufen?"
"Natürlich. Darf ich vorher noch eben duschen?"
"Es sei Ihnen gestattet, Knappe", meinte Irina großzügig.
"Majestät sind zu gütig." Roland zwinkerte ihr zu, holte sich ein Handtuch aus dem Schrank und ging ins Bad.
Sekunden später ging die Dusche an.
Irina seufzte, wobei sie nicht einmal wusste, warum sie seufzte, legte sich wieder in das Bett und deckte sich zu. Sie
schloss lächelnd die Augen, während sie Rolands Geruch durch die Nase ein atmete. Gleichzeitig bewegte sie eine
Hand nach unten, zwischen ihre Beine. Sie wollte wissen, warum das vorhin ein so merkwürdiges Gefühl gewesen
war. Doch so sehr sie auch fühlte, es blieb alles so, wie es war. Stirnrunzelnd gab sie schließlich auf. Sie wickelte
sich in das Oberbett, legte sich auf die Seite und schaute geistesabwesend durch das offene Fenster nach draußen,
in den nur leicht bewölkten Sommerhimmel. Ihre Gedanken jedoch waren bei Roland unter der Dusche.
Knapp fünfzehn Minuten später war Roland wieder im Zimmer. Er lächelte Irina, die fröhlich in seinem Bett lag, zu,
holte sich Wäsche aus dem Schrank und zog sich an.
"Hast du schon gefrühstückt?" fragte er sie dann. Das Mädchen nickte eifrig und setzte sich auf.
"Du?"
"Nein, muss ich mir erst noch alles kaufen. Gestern war ja nur das Nötigste. Willst du so gehen, wie du bist?"
"Nein!" kicherte sie fröhlich. Sie sprang auf, hüpfte aus dem Bett, schlug es ordentlich auf und wetzte hinaus.
"Zwei Minuten!" hörte Roland sie noch rufen. Lächelnd setzte er sich hin, um sich die Schuhe anzuziehen.
Irina brauchte tatsächlich nur zwei Minuten, dann stand sie mit leuchtenden Augen wieder in Rolands Zimmer.
"Na?" fragte sie aufgeregt. Roland sah sie an und pfiff anerkennend durch die Zähne, während sie sich drehte.
Irina trug einen sehr kurzen Rock in Schwarz, mit aufgenähten Fantasymotiven auf den Hüften: rechts ein Einhorn,
links eine Fee oder Elfe. Jedenfalls etwas mit Flügeln. Ihr T-Shirt, das ihre kleinen Brüste so eben erahnen ließ, war
dunkelrot, mit einem blitzeschleudernden Zauberer auf dem Rücken. Die Fantasywelt setzte sich auf ihren weißen
Söckchen fort: jeder trug eine Hexe auf der Außenseite. Die schwarzen Turnschuhe mit unglaublich hohen Sohlen
rundeten das Bild eines sehr hübschen jungen Mädchens ab.
"Bezaubernd!" sagte Roland überwältigt. "Und wunderschön."
"Danke!" Glücklich flog Irina in seinen Arm und ließ sich drücken. "Hat alles Mutti genäht!"
"Es steht dir hervorragend, Irina. Magst du so Elfen?"
"Das ist eine Fee!" erklärte sie mit strafendem Blick. "Elfen haben keine Flügel. Ja, die mag ich. Auch Hexen und
Zauberer. Ich lese gern so Geschichten. Können wir?"
"Und los."
Sie waren noch nicht ganz aus dem Haus heraus, als Irina sich schon Rolands Arm schnappte und ihn um ihre
Schultern legte und ihn anstrahlte.
"Du bist verschmust!" meinte Roland schmunzelnd. "Darf ich dir mal eine Frage stellen?"
"Klar!"
"Ähm - wenn du nachts ins Bett gehst, hast du dann kein - ich meine, kein..."
"Nö. Nur T-Shirt. Ich mag das nicht, wenn ich mich drehe und das Höschen kneift überall."
"Dann verstehe ich das." Er drückte Irina kurz. Das Mädchen lächelte verschmitzt.
"Du musst nicht so schüchtern sein, Rolli. Sag einfach frei Schnauze. Macht jeder."
"Rolli?"
Irina kicherte. "Ja. Gefällts dir?"
"Weiß ich noch nicht." Doch nach einem Blick in Irinas leuchtende Augen nickte er. "Doch. Wenn du es magst, mag
ich es auch."
"Du magst es nicht." Sie schmiegte sich an ihn. "Kann ich verstehen. Klingt ja auch nach einem dicken, fetten Etwas.
Rolli! Roll mal hierher, Rolli!" Kichernd drückte sie sich an ihn. "Kannst du dir das vorstellen?"
"Sehr gut."
"Ich auch! Mich haben früher alle Irre genannt, wegen Irina. Mutti aber auch, wegen Irene. Was musst du bei der
Bank machen?"
"Ein neues Konto eröffnen, Scheckkarte beantragen, und - Sag, haben wir Telefon in der Wohnung?"
"Nein. Jeder hat ein Handy. Fast jeder. Mutti nicht. Sie will das nicht."
"Gut. Dann brauche ich auch noch jede Menge Papierkram. Wir werden sehen. Wo ist die Sparkasse?"
"Magst du mich?"
Roland brauchte einen Moment, bis er die verwirrende Ortsangabe eingeordnet hatte. Dann blieb er stehen und sah
Irina an.
"Natürlich mag ich dich", sagte er sanft. "Du bist ein nettes Mädchen, siehst sehr gut aus, bist witzig und intelligent.
Warum sollte ich dich nicht mögen?"
"Magst du mich nur so, oder mehr?"
"Du bist noch nicht mal 13", erinnerte Roland sie leise. "Wie soll ich dich mögen? So, wie ich es darf, oder so, wie ich
es nicht darf?"
"So, wie du mich magst." Ihre graublauen Augen schauten ihn bittend an. "Magst du mich so, dass du mich gerne
streicheln würdest? Mit mir schmusen würdest?"
"Du stellst Fragen!" Roland zog sie an sich. "Was genau möchtest du, Irina? Was liegt dir auf dem Herzen?"
"Das von heute morgen", seufzte sie. "Als du... Als deine Finger da - da unten bei mir dran waren, da war das so, als
würde ich eine Batterie ablecken. So ein bisschen Strom. Aber als ich dann probiert hab, als du duschen warst, war
da nichts mehr."
Nun seufzte Roland. "Da hab ich wohl genau den Punkt erwischt. Tut mir sehr leid, Irina."
"Welchen Punkt denn?" jammerte sie. "Wo ist der? Wie finde ich den? Was macht der?"
"Männern das Leben schwer." Roland lachte verlegen. "Du bist aufgeklärt?"
"Sicher!"
"Also gut. In deiner - In deinem Geschlechtsteil sitzt ein kleines Teil namens Klitoris. Und zwar genau über - Ich
meine, etwa in der Mitte von..."
"Roland! Sprich dich aus!"
"Na schön. Die Klitoris sitzt genau über der Scheide, also über dem - dem Eingang in die Scheide. Wenn die Beine
geschlossen sind, liegt die Klitoris gut geschützt zwischen den äußeren Schamlippen. Aber wenn du - wenn die Beine
geöffnet sind, dann kannst du sie fühlen."
"Deshalb!" Irinas Augen weiteten sich. "Als du da warst, hatte ich ein Bein weit nach hinten gelegt. Aber als ich das
probiert habe, waren sie zu. Und die macht Strom?"
"Nein!" lachte Roland. "Die macht... Wenn die Klitoris lange und kräftig genug gerieben wird, macht sie einen
Orgasmus. Einen Höhepunkt. Dieser Strom, wie du sagst, war das erste Zeichen, dass die Klitoris gereizt wird und
der Körper Lust empfindet."
"Aha." Irina sah ihn fragend an. "Lange genug reiben?"
"Lange und kräftig genug. Wenn... Wenn du das versuchst, wirst du es schon merken. Aber nach weiteren Details
solltest du eher deine Mutter fragen. Sie wird mich sowieso schon umbringen, weil ich dir das gesagt habe. Und
wegen heute morgen."
"Glaub ich nicht." Sie zwängte sich wieder an seine Seite und ging langsam mit ihm los. "Immerhin war das ja keine
Absicht. Du hast doch noch geschlafen, oder?"
"Mehr oder weniger. Eher mehr."
"Siehst du. Mutti meinte, wenn ich bereit für Sex wäre, würde ich das merken. Ist das so was? War das so was?"
"Scheint so. Können wir jetzt über etwas anderes reden?"
"Nein!" Kichernd drückte sie ihn. "Warum bist du so schüchtern? Katja und Armin und Sonja reden alle ganz offen mit
mir darüber."
"Warum hast du sie nicht danach gefragt?"
"Weil ich das da noch nicht hatte." Sie strahlte ihn an. "Das kenn ich erst seit heute morgen. Haben Männer auch eine
Klitoris?"
"Nein. Eine Eichel. Die sitzt ganz vorne am Glied, ist aber genauso empfindlich wie die Klitoris. Was nehmt ihr so in
der Schule durch?"
"Roland!" Prustend drückte sie sich an ihn. "Du wirst ja rot! Süß!"
"Lass mich doch in Ruhe!" grinste Roland. "Ist doch wahr! Wir reden hier über Dinge, die ich mir selbst zusammen
suchen musste. Meine Eltern haben mir gerade mal das Notwendigste erklärt, und du... Du quetscht mich hier aus
wie eine Zitrone. Ganz locker und fröhlich. Mitten auf der Straße."
"So bin ich nun mal." Irina rieb sich die nassen Augen an seinem T-Shirt ab. "Du bist echt niedlich. Kann ich dich
behalten?"
"Aber nur, wenn du mir täglich eine frische Möhre gibst."
"Kriegst du", versprach Irina großzügig. "Und einmal am Tag darfst du auch eine Stunde in den Garten. Haben dir
deine Eltern wirklich kaum was gesagt?"
"Ja. Sie sind beide streng katholisch, wenn dir das was sagt."
"Hab ich schon mal gehört. Was heißt das genau?"
"Das zum Beispiel Selbstbefriedigung für sie Sünde ist. Scheidung auch. Sie würden sich eher gegenseitig
zerfleischen als sich trennen. Das würden sie zwar nicht, weil sie sich gut verstehen, aber so wäre es, wenn. Sex
außerhalb der Ehe ist Sünde. Abtreibung ist Sünde. Und so weiter."
"Abtreibung finde ich aber auch nicht gut", entgegnete Irina ernst. "Da wird ja immerhin ein winzig kleiner Mensch
getötet."
"Richtig. Aber jetzt stell dir mal vor, deine Mutter - Nein. Sagen wir, Katja würde vergewaltigt werden und bekäme
deswegen ein Kind. Fändest du das okay?"
"Nee!" Irina schauderte leicht. "Das wäre ja furchtbar! Ein Kind von - Nee!"
"Genau. Deswegen ist in solchen Fällen die Abtreibung erlaubt, was ich auch gut finde. Oder wenn das ungeborene
Kind eine so schwere und tödliche Krankheit hat, dass es die Mutter infiziert, die daran ebenfalls sterben könnte. Es
gibt einige Ausnahmen, wo Abtreibung erlaubt ist. Aber selbst die lehnen meine Eltern ab."
"Sie würden also erlauben, dass eine vergewaltigte Frau das Kind bekommt?"
"Nicht nur erlauben. Sie würden darauf bestehen."
"Mann!" Irina schauderte. "Das ist 'n Hammer. Von so Eltern kommst du?"
"Sie sind halb so wild", meinte Roland lächelnd. "Aber deswegen habe ich eben - ja, Hemmungen, über bestimmte
Dinge so offen zu reden."
Irina sah ihn ernst an. "Das treibe ich dir schon aus. Wo sitzt die Eichel noch mal?"
"Im Eichenbaum." Roland drückte sie stürmisch. "Klappe jetzt. Verstanden?"
"Nein!" Kichernd warf sie ihre Arme um ihn. "Wie lange musst du an deinem Buch arbeiten?"
"Ich hoffe, nur ein halbes Jahr. Wieso?"
"Hattest du schon oft Sex?"
"Irina! Findest du diese Frage nicht etwas zu intim?"
"Doch!" sagte sie mit leuchtenden Augen. "Deswegen ja. Wie oft? Armin und Sonja haben jeden Abend Sex. Du in
deiner alten Stadt auch?"
Der Seufzer, den Roland ausstieß, kam aus tiefstem Herzen.
"Nein. So oft nicht, weil ich nicht verheiratet war. Ab und zu war mal eine Freundin da, aber weil ich viel zu Hause
gearbeitet habe, hielt das auch nicht lange."
"Brauchst du Sex? Katja sagt, es gibt Männer, die Sex so brauchen, dass ihnen der Samen schon in den Augen
steht."
"Weiß deine Mutter eigentlich, wie neugierig du bist?"
"Klar!" kicherte Irina. "Sag! Brauchst du?"
"So dringend nicht. Sonst hätte ich mir irgendeine Frau gesucht, sie geheiratet und - Du weißt schon."
"Gefickt?"
Roland wurde wieder rot. "Ja."
Irina klopfte ihm munter auf die Schulter. "Wir kriegen dich schon hin. Dauert gar nicht lange. Da vorn ist die
Sparkasse."
"Gott sei Dank!" entfuhr Roland. Irina lachte ausgelassen.
"Ich hab aber noch ein paar Fragen für den Rückweg aufgehoben. Freust du dich drauf?"
Roland sah zu, dass er in die Sparkasse kam.
Eine Stunde später waren sie wieder daheim, sogar ohne bohrende Fragen von Irina auf dem Rückweg. Sie saß auf
Rolands Bett und sah zu, wie er seinen Laptop aufbaute und kurz testete. Dann nickte er Irina zu.
"Läuft. Was machst du jetzt?"
Das Mädchen zuckte bedrückt mit den Schultern. "Weiß nicht. Fernsehen vielleicht. Oder langweilen. Wie immer."
Roland seufzte stumm und setzte sich neben sie. Als er seinen Arm um sie legte, schmiegte sich Irina an ihn.
"Es tut mir ja auch leid", sagte er sanft. "Ich hab aber nur für zwei Jahre Geld, Irina. Ich muss schreiben. Wenigstens
die ersten Kapitel. Dann muss ich einen Verlag finden. Erst wenn das alles geschafft ist, kann ich mir etwas mehr
Freizeit gönnen."
"Ich weiß", hauchte Irina. "Dann schreib schön. Und vor allem schön spannend, damit es ein richtiger Knaller wird."
Sie drückte ihn, gab ihm einen Kuss auf die Wange und lief dann schnell hinaus. Roland sah ihr bedrückt hinterher,
bevor er sich an den kleinen Tisch setzte und die Textverarbeitung aufrief. Aus Irinas Zimmer hörte er leise
Filmmusik, die sofort darauf verstummte, als das Mädchen die Tür schloss.
Roland rief seine Notizen auf, die er sich zu seinem Roman gemacht hatte, und las sie durch, um wieder den Einstieg
zu finden. Anschließend tippte er die neuen Ideen, die ihm in den letzten Tagen gekommen waren, dazu und brachte
das ganze Chaos an Sätzen in eine anständige Gliederung, was ihn die nächste Stunde beschäftigte. Dann
speicherte er alles auf Diskette und Festplatte, fuhr den Laptop herunter und schaltete ihn aus. Er sagte sich
vollkommen korrekt, dass er in den letzten acht Jahren, seit er mit der Schule fertig war, keinen richtigen Urlaub
gehabt hatte und dass das Geld seines Großvaters bei den günstigen Preisen im hiesigen Supermarkt auch noch
etwas länger als zwei Jahre reichte. Jedenfalls lange genug, um während der Sommerferien nur halbe Tage zu
arbeiten.
Wenn überhaupt.
Er verstaute die Diskette in seinem Kleiderschrank. Sekunden später stand er vor Irinas Tür, an die er klopfte.

98% (27/1)
 
Categories: First TimeTaboo
Posted by teenloverGer
4 years ago    Views: 1,740
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2 years ago
Es war einmal.......

so fangen alle Märchen an !!!!
3 years ago
es wird spannender ^^ aber wie schon gesagt ist bei mir die erotick und das ganze nur nebensache... die geschichte ist einfach der hammer :)
3 years ago
very good
4 years ago
Die Irina wird immer neugieriger. Gut geschrieben!