Die Haushälterin

Ein zeitgemäßes erotisches Märchen über Wohlstand, Glück und Liebe. Etwas Zeit zum Lesen schadet vielleicht nicht.....

Die Haushälterin

Ein Märchen beginnt mit „Es war einmal“ - in diesem Fall vor nicht allzu langer Zeit - erzählt von einem jungen Mann, mit dem es das Schicksal eigentlich schon recht gut gemeint hatte. Nennen wir ihn an dieser Stelle einfach Ralf. Geboren im Umkreis von München in eine sehr wohlhabende Familie, zwar streng erzogen, jedoch durchaus auch Liebevoll.

Alle Bildungswege standen ihm offen und durch seinen wachen Geist und die anerzogene Disziplin konnte er seine Vorteile umsetzen. Auch körperlich hatte er ausgesprochenes Glück, er ist von großem und schlankem Wuchs, mit blonder fröhlicher, lausbubenhafter Wuschelmähne und blauen, ausdrucksstarken Augen.

Seiner angenehmen Stimme hörte man gerne zu, die zurückhaltende höfliche Art verschaffte ihm viele Bekannte und auch wenige sehr gute Freunde. Mit nur etwas Sport bildete sich schnell eine dezent athletische Figur heraus.

Sein Aussehen und seine Herkunft sprachen natürlich schon recht bald auch die holde Weiblichkeit an, er musste sich nie um ein Mädchen bemühen. Sie bemühten sich um ihn, schon recht Frühzeitig. Bei ihren ersten Annäherungen war er noch recht jung, innerlich jedenfalls zu Jung um ihre Absichten richtig deuten zu Können.

Es waren für Ralf einfach andere Dinge noch Wichtiger, zum Beispiel sein Tischtennisverein und seine echte Passion, das Kartfahren. Sein Vater brachte ihn dazu, ein erfolgreicher Besitzer eines großen Autohauses, mit mehreren Niederlassungen in den umliegenden Gemeinden.

-Szene-

Etwa zur selben Zeit, nur fast 6000km entfernt, wurde ein anderes Kind geboren. Die Eltern tauften sie Abayomi. In dieser Gegend ist es normal, dass die Familien 7 oder 9 Kinder haben, die Chancen stehen für jedes Einzelne eher schlecht. Schulbildung ist die Ausnahme, genauso wie ein voller Bauch, für Mädchen sowieso. Abayomi hatte Glück als Letztgeborene, der Vater fand eine Anstellung als Beamter bei der Eisenbahn und so war sie von der Familie die erste die überhaupt zur Schule ging.

Sie lernte Laufen, da die Schule 6km weit weg war. Und sie lernte sehr schnell Laufen, da die Rechte der Mädchen und Frauen oft mit Füßen getreten werden und sich die Männer nehmen was sie wollen, egal wie alt ein Mädchen ist. Ihre Freizeit war geprägt von schwerer Haus- und Feldarbeit, Wasser holen ist Frauensache und der Brunnen in der Trockenzeit wieder 4km entfernt. Gelegentlich etwas Lernen bei Laternenlicht, wenn sie die Zeit dazu abknapsen konnte.

Die medizinische Versorgung auf dem Land übernehmen Hexen und Schamanen, jeder Afrikaner glaubt streng an den Zauber, manche können tatsächlich etwas Heilen. Abayomis großer Traum war Ärztin, sie glaubte neben dem Zauber auch an richtige Medizin. Ihr Zauber und die richtige Medizin ergaben in Ihrer Vorstellung die perfekte Hilfe für alle Menschen. Auf die jungen Männer im Dorf ließ sie sich nicht ein, Drogen waren billig und erschreckend Verbreitet, Alkohol ist teuer, aber genauso begehrt.

Früh war zu Sehen, dass sie einmal sehr hoch aufschießen und dabei sehr Schlank bleiben würde, wie viele aus ihrer Klasse und in dieser Gegend. Berühmte Marathonläufer und Sprinter machten allen Kindern Hoffnungen auf eine ähnliche Art dem Elend zu Entkommen. Die junge Frau hatte ein sehr schönes Gesicht, eine ausgeprägte feste Oberweite, einen kleinen Apfelpo, endlos lange schlanke Beine und volle seidige lange schwarze Haare.

-Szene-

Ralf wuchs auf wie andere Jugendliche eben auch, mit vielen sehr schönen Momenten und mit den kleinen Peinlichkeiten, kleineren Pannen und größeren "Katastrophen", wie sie eben jedes Kind und später jeder Jugendliche so erlebt. Bis dahin unterschied sich das Leben von Ralf von anderen Jugendlichen nur darin, dass er manchmal aus seiner Beliebtheit etwas Nutzen ziehen konnte, oft etwas mehr Taschengeld einstecken hatte, davon glücklicherweise aber nicht großmütig wurde. Seine Mutter, eine streng gläubige Christin holte ihn immer wieder rechtzeitig und mit Nachdruck auf den Boden zurück.

Irgendwann im zarten Alter von 18 oder 19 Jahren erreichte Ralf dann der erste Pfeil Armors. Wie wir vermuten können bemühte sie sich um Ihn, sie war einfach die Hartnäckigste und Geduldigste in seinem Umfeld und Ralf schien einfach inzwischen Reif genug (oder war es nur der gestiegene Hormonspiegel?) um ihre Absichten nun richtig deuten und erwidern zu Können. Eine rassige Frau, sehr groß auch und weiblich gerundet, trotzdem sportlich. Braune kurze Haare, braune Augen, eine beachtliche Oberweite die sie vor allem Ralf nie verheimlichte und aufgrund ihrer Jugend noch ansehnlich stramm war. Sie spielten zusammen im Verein Tischtennis. So trat Veronika in Ralfs Leben.

-Szene-

Abayomi ging früh aus dem Ort in die schmuddelige Hauptstadt zum Studieren, allerdings noch nicht als Ärztin, das Schmiergeld reichte nicht für den gewünschten Studienplatz, sondern noch als Veterinärin. Der Vater unterstützte sie soweit ihm eben möglich war in der Hoffnung, dass seine Altersversorgung damit auf etwas festeren Beinen stehen würde. Alles schien so seinen überschaubaren Gang zu nehmen.

Doch wie so oft in Afrika, die Verhältnisse ändern sich täglich, Interessen von mächtigen Männern kollidieren, Vermögen durch Rohstoffe machen gierig. Kurz vor Abayomis Abschluss ein Putsch, der 12. oder 36. in der Geschichte? War es diesmal das Militär oder ein Stammesfürst? Egal, die verheerenden Folgen waren immer die Selben: Die alten Machthaber wurden gewissenlos „entsorgt“, mit diesen die Familien und der ganze Verwaltungsapparat.

Diesmal wurde auch Abayomis Vater als ehemaliger Beamter in den Ruhestand versetzt, zusammen mit ihrer Mutter und einigen Geschwistern in einen staubigen Straßengraben, ihre Überreste labten zuerst Millionen von Fliegen und einige Ratten, dann Krähen und zum Schluss hungrige Geier. Abayomi entkam eben nur, weil sie anonym in der Stadt war. Sonst konnte sie nichts mehr Erfahren ohne sich selber in Gefahr zu Bringen.

Sie flüchtete in ein etwas ruhigeres Nachbarland, studierte dort weiter, schlug sich mit kleineren Jobs und größeren Heilungen an Herden bei Nomaden durchs Leben, in Afrika fragt niemand nach Diplomen, solange man Dienste bezahlen und Wirkungen bewundern konnte. Die junge Abayomi war immer auf sich allein gestellt, musste für alles Arbeiten und Kämpfen, stets von Unsicherheit Geprägt. Bekomme ich heute den Magen voll? Wo schlafe ich Übermorgen? Bin ich nächste Woche noch an der Uni?

Das Nachbarland war vielleicht doch nicht so wirklich Ruhig. Man fand Diamanten. Begehrlichkeiten wuchsen wieder, Konzerne sondierten erneut, mächtige Männer agierten. Die einfachen Menschen gerieten abermals unter die Räder, wiedereinmal packte Abayomi ihr kleines Bündel.....

-Szene-

Ralf machte sich nie Gedanken warum er mit Vroni zusammen war, er fühlte sich wohl mit ihr, sie war Nett, sah toll aus und seine Kumpels beneideten ihn um sie, also musste sie schon in Ordnung sein. Beide waren sehr eingebunden in Schule und Hobbys, so trafen sie sich oft nur kurz am Abend oder am Wochenende, wenn sie gemeinsam mit dem Verein Ligaspiele absolvierten. War er beim Kart-fahren dann sahen sie sich gar nicht, ihr war dieser Sport mit allem Drumherum zu Proletenhaft.

Die gelegentlichen abendlichen Treffen waren von Müdigkeit geprägt. Und trotzdem öfters von kurzen Trieben, wenigstens von seiner Seite aus. Ein junger Mann kann und will immer, wenn er erst mal Blut geleckt hatte. Veronika „versorgte“ ihn immer wenn er wollte, auch wenn ihr nicht jedes mal unbedingt danach war. Aber sie war Intelligent, Berechnend und dachte an ihre Zukunft.

Die Situation der Annäherung war stets sehr ähnlich, Vroni war die treibende Kraft wenn sie dachte es sein jetzt Nötig. Meistens trafen sie sich Abends bei Ralf, denn dieser hatte im elterlichen Haus einen kleinen abgetrennten Bereich, Vroni bewohnte noch das alte Jugendzimmer bei den Eltern in der Arbeitersiedlung, wo man zum Sex sehr leise sein musste und auch nicht einfach Nackt zur Toilette gehen konnte.

Sie aßen fast immer bei seinen Eltern in der Küche, duschten dann gemeinsam bei Ralf, wo sie sofort erkennen konnte wie sein Hormonspiegel stand. Vroni wusste genau wie sie ihren Körper einsetzen musste, um Ralf an sich zu Binden. Deshalb zog sie sich grundsätzlich vor ihm aus, zeigte sich ihm Nackt so oft sich die Gelegenheit bot, ließ grundsätzlich so viel wie unaufdringlich möglich ihre Geschlechtsorgane optisch wirken, verwendete viel Zeit und Geld um mit schönster Wäsche und bester Kleidung ihren rassigen Körper perfekt zu Betonen.

Veronika sah an seinem Blick beim Ausziehen wie der Abend Enden würde. Sah Ralf sie Geil an, machte sie besonders Langsam und bewegte ihren Körper sehr lasziv, streichelte sich selbst und fasste sich vor ihm an, wog immer wieder ihre mächtigen Brüste in den Händen und spielte an ihren Brustwarzen bis diese Steinhart waren. Danach half sie Ralf beim Ausziehen, um ihn da schon recht eindeutig anzufassen.

In der Dusche bearbeitete Vroni den jungen Mann dann schon entsprechend beim Abseifen. War Ralf beim Entkleiden nur mäßig interessiert würde der Abend mit sofortigem Schlaf enden. Gut für ihren Teint, schlecht für ihren Plan. Veronika war daran Gelegen dass Ralf möglichst oft zu seinem Erlebnis kam, denn so wusste sie schon in jungen Jahren, genau so hält man Männer am besten bei sich und in diesem Sinne verlief die gemeinsame Dusche.

Ralf war in dieser Richtung sehr Durchschaubar und wenig Anspruchsvoll. Er war mit dem Zufrieden was er Vorgesetzt bekam. Im Gegensatz zu ihrem damaligen Lehrer am Gymnasium, der für die vorzeitige Preisgabe der Klassenarbeiten harte körperliche Arbeit von ihr verlangte, ihren jungen Körper stets passiv genoss, sie die ganze Akrobatik leisten ließ. Wenn sie so aber sicher das Abitur erlangen konnte war es den Einsatz wert.

War Ralf geil dann stand ihr in der Dusche schon sein Schwanz entgegen. Hatte sie eigentlich keine Lust oder war sehr Müde wichste sie ihm mit viel Duschbad unter der Brause schnell einen ab, kniete sich zum Abspritzen vor ihn und Empfing seine Ladung ins Gesicht, damit wollte sie besondere Hingabe andeuten. Wollte sie etwas von Ihm und er war nicht so in Stimmung nahm sie ihren Mund. Dann war Ralf sehr schnell in Stimmung und am Tag danach stets zu allen Zugeständnissen bereit die sie Erwartete.

Vroni wusste selbst nicht genau, warum sie so unvoreingenommen Blasen konnte. Für sie war es schon von Anfang an ihrer sexuellen Karriere das Mittel zum Zweck. Für sie war es praktisch, denn damit hielt sie die Fäden in der Hand, konnte Männer manipulieren und Blasen ging auch in nahezu jeder Umgebung oder Situation. Fast jeder Mann mag es. Jeder Mann liebt es wenn sie ihm mit offenem Mund sein Sperma zeigte und dann theatralisch Hinab schluckte. Sie konnte Männer damit Erpressen, konnte sich jederzeit Zurückziehen wenn sie wollte, konnte Männer kurz vor dem Erlösenden Höhepunkt durch Rückzug in ihrem eigenen Saft schmoren lassen. Das ist echte Macht.

Echtes Ficken war mit Ralf nicht so wirklich Häufig, das gab es nur wenn sie auch mal etwas Lust verspürte, an gemeinsamen Wochenenden wo sie keine Termine hatten und tatsächlich mal Ausschlafen konnten. Ralf kam in seiner Unerfahrenheit zu Schnell, also musste sie ihn beim Duschen am Vorabend schon richtig Abmelken, damit er danach oder am nächsten Morgen lange genug durchhalten konnte, trotzdem half sie sich dabei immer noch selber mit der flachen Hand und kreisendem Druck am Kitzler.

Dazu war es am Besten wenn sie sich kniend von Hinten nehmen ließ, dann hatte sie vollen freien Zugriff auf ihren Kitzler, musste sich nicht Rechtfertigen und hatte nicht sein Gesicht vor Augen, konnte sich also in Gedanken Vorstellen wer sie gerade fickte. In Phantasien wurde sie selten von Ralf genommen, sie stand auf mächtige, einflussreiche Männer. In ihren Augen war Ralf zwar sehr Ansehnlich, Nett, Nützlich und seine Eltern sehr Wohlhabend, aber es fehlte ihm der richtige Durchsetzugswille die wirklich großen Positionen zu Besetzen. Das sah man schon an seinem prolligen Auto, wo doch der ganze Hof seines Vaters mit Prachtkarossen vollstand.

Veronika wollte hoch Hinaus, nicht das Schicksal ihrer bürgerlichen Eltern teilen, das ganze Jahr malochen für zwei Wochen Urlaub in Rimini am Campingplatz. Es gab genügend Männer die ihr diese Visionen erfüllen könnten. Auch deswegen trug sie immer perfektes Untendrunter, achtete sehr auf gutes Make-Up, um jederzeit für ihre große Chance bereit zu Sein. Sie trug grundsätzlich Stringtanga, auch wenn es im Alltag oder Sport manchmal etwas unpraktisch war. Machte sie Sport, dann hatte sie zum stützenden Sport-BH stets für Danach eine schöne passende Alternative in der Handtasche.

Natürlich ist Vroni rasiert, trägt nur einen feinen Strich auf dem Schamhügel, um Männern den Weg in ihr Lustzentrum zu Weisen. Ihren Körper pflegte sie Gewissenhaft, mit Arbeit hatte sie es weniger, denn sie sah an ihren Eltern was Arbeit mit menschlichen Körpern anrichtet. Das einzige womit sie ihrem Körper schadete was das viele Tragen von sehr hohen Schuhen. Durch ihren hohen Wuchs fiel sie damit immer sofort auf, war den meisten Männern dadurch auf einer Ebene und ihre prächtig präsentierte Oberweite damit besser im Blickfeld.

Im Winter verzichtete sie auf die hausfraulich wirkenden Strumpfhosen, egal wie Kalt es war mussten es Halterlose oder Strümpfe am Gürtel sein. Ralf gefiel das sehr, wenn sie sich so vor ihm Auszog. Auch mit ihrer prächtigen Oberweite wusste sie zu Kokettieren, setzte appetitlich formende Corsagen ein um sich in Szene zu setzen und bei Ralf immer öfters offene Brustheben, die sie auch beim Duschen anließ um sich seinen Saft auf die monumental mächtig wirkenden Brüste spritzen zu lassen, damit er sehen konnte wie das Sperma von der Dusche verdünnt sich dann sein Rinnsal zwischen die Titten bahnte.

Fickte sie mit Ralf und konnte sich dabei nicht mit der Hand selber behelfen blieb sie immer öfters Unerfüllt, täuschte dann eben einen lautstarken Orgasmus vor um sein Erleben intensiver zu Gestalten. Ralf war ein netter Kerl, sie mochte ihn ehrlich, aber seine bubenhafte Ausstrahlung törnte sie nicht wirklich an. Veronika brauchte Tiere, Männer die Wissen was sie wollen, die ihre Interessen durchsetzen können und ihr das auch beim Sex vermittelten. Für den Moment war Ralf eben das Beste was sie bekommen konnte. Ralf war Zufrieden, denn er kannte es nicht Anders, wusste nichts von echten oder gespielten Orgasmen und seine Hormone waren Geregelt.

So vergingen die ersten Jahre, beide hatten erst mal keinen Grund an ihrer Zuneigung zu Zweifeln. Sie beeinflusste Ralf mehr und mehr in die Richtung, in die sie ihn haben wollte. Ralf kannte es ja noch nicht anders und ließ sich beeinflussen, merkte nicht wie zunehmend materielle Dinge in ihre Beziehung traten.

Veronika brauchte auch irgendwann ein eigenes Auto. Irgendwie war es selbstverständlich dass Ralf oder sein Vater dafür zuständig waren. Andere Jugendliche, so wie Ralf selbst waren mit einem guten gebrauchten Kleinwagen mit dicker Stereoanlage zufrieden, mehr Watt als PS, vielleicht bisschen Tiefer und bisschen Breiter, Motor etwas gebastelt, dieser Kleinwagen sollte nur den Anhänger mit seinen Karts ziehen können.

Er dachte sich noch nichts dabei dass es für Madamme Veronika das schickste und größte Cabrio sein musste, welches sie sich nicht ansatzweise leisten konnte. Ralfs Vater ermöglichte den Wunsch trotzdem mit einer abenteuerlichen buchhalterischen Konstruktion als Firmenwagen. Er war nicht Zufrieden mit dem Umstand, aber irgendwie gehörte Veronika zu Ralf und sie waren erstmal ein hübsches Pärchen.

Ralf begann ein wirtschaftliches Studium und es war eigentlich immer Klar, wer die Nachfolge im Autohaus antreten würde. Dieser Gedanke war Ralf nicht zuwider, denn er wuchs ja von Klein an damit auf. Veronika haderte mit dem Gedanken auch nicht, vielleicht auch aus anderen Gesichtspunkten. Ralf merkte noch nicht wie sie sich im Alltag immer mehr auseinander lebten, Veronika hatte ihre Freunde, alles tolle, glorreiche und wichtige Menschen, sogar das Tischtennis wurde ihr irgendwann zu Öde, Golf ist der Sport der elitären Menschen.

Das Soziologie-Studium betrieb sie im Gegensatz zu Ralf nur noch Nebenbei als Hobby, insgeheim rechnete sie schon damit sich als die Frau Autohaus-Besitzer die Mühe sparen zu Können. Ralf hingegen nahm sein Studium sehr ernst, genauso wie seine Karriere als Kartfahrer.

-Szene-

Wieder das gleiche Spiel, erneut irgendeine Hauptstadt irgendwo in Afrika, eine Universität, nur dieses Mal etwas schwieriger, da die Sprache nicht mehr die Gleiche, sondern nur noch ähnlich war.

Jobs als Babysitterin, Nachtschwester in schäbigen Krankenhäusern, kranke Rinder, Schafe, Kamele, Ziegen von Nomaden. Hier etwas Essen, dort etwas Bekleidung, eher selten tatsächlich etwas Geld, die durchweichten, abgegriffenen ekeligen Geldscheine, da in diesen Ländern Geld oft in der Unterwäsche oder den Schuhen versteckt wird.

Nie verloren hat sie den Glauben in ihre guten Geister, betete für ihre Energie und die Kraft ihr immer weiter Entfernt scheinendes Ziel doch noch irgendwann erreichen zu Können. Sie wollte einfach ihre Ausbildung Abschließen um eines Tages vielleicht doch noch richtiges Geld zu Verdienen.

Stets ferngehalten hatte sie sich immer von den gleichaltrigen Männern, überhaupt von allen Männern, weil diese es weniger mit Arbeit hatten und noch weniger mit der Gesundheit. Natürlich hätte sie sich mit ihrem Aussehen auch einen dieser reichen hellhäutigen Touristen angeln können. Um den Preis sich dann wieder in eine Abhängigkeit zu Begeben und am Ende auch noch als Hure dazustehen. Ihre einzige Stütze waren ihr Glaube und die Magie.

Der Entschluß von Abayomi wuchs. Sie musste etwas grundlegendes Ändern. Hier würde sie niemals zur Ruhe kommen. Sie hatte keine wirklich großen Ansprüche an das Leben. Etwas Essen, ein sicheres Bett, ein Platz wo sie bleiben durfte und wo sie erwünscht war. Vielleicht ein Mann der sie achtete. Ist das zu Viel Verlangt? Sie streckte sich, ergriff den Rand eines scharfkantigen hohen Drahtzaunes.....

-Szene-

Veronika drängte nun immer öfters zur Heirat. Nicht weil sie von Ralf wirklich überzeugt war, sondern von dem Bankkonto von Ralfs Vater. Erst sehr diskret, unauffällig. Bald immer offener und nötigender. Setzte all ihre körperliche Finesse ein, um Ralf mit sexuellem Einsatz zu Zeigen dass sie die richtige sei. Ralf besprach sich darüber mit seinem Vater, dieser riet ihm jedoch zur Besonnenheit und Geduld, denn im Grunde eilte es nicht. Der Vater war froh über dieses Vertrauen, insgeheim begann er dieser Veronika immer mehr zu Misstrauen.

Gut, sie war ein sehr ansprechendes Mädchen mit guten Manieren aus einem bürgerlichen Haus, jedoch begann ihr Verhalten auch für den Vater Durchschaubarer zu Werden. Ralf selber war noch in seine kleine heile Welt eingebunden, dachte noch nicht daran dass alles im Leben auch eine graue oder schwarze Seite haben kann.

Fast makellos Weiß war sein Zeugnis nach dem Studium, bestenfalls mit einem blaß-hellgrauen Teint, so fiel es dem Vater nicht schwer, Ralf sofort eine verantwortungsvolle Position im Betrieb anzubieten. Veronikas Zeugnisse hingegen waren eher Dunkelgrau bis Schwarz gefärbt, der Studiengang zum dritten Male gewechselt, schließlich kann man sich ja neben dem durchaus anspruchsvollen Golfsport nicht auch noch um so profane Dinge wie eine Universität kümmern. Wozu auch, sie wusste ihre körperlichen Vorzüge nach der verzögerten Heirat zwar immer seltener für Ralf in Szene zu Setzen, aber für den Moment immer noch ausreichend genug, damit er Gedanklich an sie gebunden blieb.

Ralf hatte sich in seiner kleinen Welt und in dem großen Elternhaus eingerichtet, er hatte alles was er brauchte und was ihm wichtig war. Seine Eltern mochten ihn zwar sehr, aber irgendwann wird es für die Jugend auch mal Zeit ein eigenes Heim zu Beziehen. Jetzt waren es seine Eltern, die ihn zuerst diskret, unauffällig drängten - zum Ausziehen.

Veronika fand diesen Gedanken natürlich ganz toll und drängte wiederum, sah jetzt endlich ihre große Chance gekommen noch mehr Einfluss auf Ralf nehmen zu Können. Sie hatte recht bald ein sehr repräsentatives Haus in exclusiver Lage ausgesucht, für Ralf und seine Eltern eine ganze Nummer zu Dick aufgetragen. Letztlich unterstützten die Eltern dann doch Veronika, war es für sie die einfachste Möglichkeit den Sohn unauffällig sanft aus dem Haus in die eigene Verantwortung "schubsen" zu können und Ralf selbst wurde mit inbrünstig saugendem Mund unter der Dusche und seinem rinnendem Sperma zwischen die Brüste überzeugt.

So wirklich wohl fühlte sich Ralf in dem neuen Heim nicht mehr. Zu viel Glas, zu viel Protz und Prunk, jetzt fiel es ihm richtig auf, wie selten er Veronika eigentlich nur noch zu Gesicht bekam, wie Kalt und Verloren er sich alleine zu Hause fühlte. Seine Kumpels kamen auch immer seltener zu Besuch, fühlten sich im Glaspalast ebenfalls unwohl und von den ach so ordnungsliebenden Nachbarn in ihrer spätpubertären Lebhaftigkeit zu sehr eingeschränkt.

-Szene-

Ein großes Hafengelände, irgendwo in Afrika, spärlich Beleuchtet, nachlässig Bewacht. Eine junge Frau klettert mühsam im Schutz der Dunkelheit über einen hohen Drahtzaun, orientierte sich kurz an den Aufschriften der Planen, fädelte sich gelenkig unter einen stehenden Lkw.

Dummerweise übersah sie dabei einen weißhäutigen Mann, der sie sofort an den Haaren unter dem Anhänger wieder hervor zog. Sein Overall hatte den gleichen Aufdruck wie die Werbung auf der Plane. Sie standen sich gegenüber, sie flehte ihn Herzerweichend an sie Mitzunehmen, wiederholte immer wieder den Namen Monaco, Munic, Munchen. Der Mann verstand kein Wort, aber ihre Gesten waren Eindeutig und er kannte die Stadt, nicht sehr weit von seiner Heimat.

Es war streng Verboten was sie offensichtlich von Ihm wollte. Er aber war Mensch. Nicht der Richter. Konnte selber nicht erklären was er tat, öffnete an der Seite die Plane ein kleines Stück, dass sie behende hinein schlüpfen konnte. Kramte aus der Kabine zwei große Flaschen Wasser, eine dicke Decke, ein paar Mülltüten und eine Rolle Toilettenpapier, legte mahnend den Zeigefinger auf seine Lippen und verschloss den Anhänger.

Die Fahrt führte erst auf eine große Fähre, mehrere Tage Schaukelei, danach auf die Autobahn, sie wurde jämmerlich durchgeschüttelt, immer im 4 ½ und 9 Stunden Rhythmus. Nur selten bekam sie ein paar Flaschen Wasser, etwas Essen gereicht, welches sie gegen volle Tüten mit Verdauungsprodukten tauschte.

Nach weiteren vier Tagen fuhr der Lastwagen offensichtlich in eine Stadt, der Fahrer rief sie an die Plane und deutete herabzusteigen. Es war eine schöne kleine saubere historische Stadt, wie sie es vorher noch nie gesehen hatte, mit kalter klarer Luft, von hohen Bergen umgeben, von einem grünlich schimmernden Fluss durchzogen. Der Fahrer, immer noch in seinem Overall, führte sie auf einen sehr ordentlichen geschäftigen Bahnhof an einen Automaten. Monaco? Munchen? Sie nickte eifrig. Der Mann nahm einen Schein und mehrere Münzen, drückte ihr die kleine Karte in die Hand, welche der Automat ausspuckte, führte sie am Ärmel auf Gleis 3. Der Bahnhof hieß Kufstein.

Sie mussten etwa eine halbe Stunde warten, hingen schweigend auf die Schienen starrend ihren Gedanken nach, dann schob sie der Mann in einen Waggon, blockte eine Umarmung von ihr ab, nahm aber noch einen unendlich dankbaren Blick wahr. Murmelte zu sich selbst: Ich weiß zwar nicht ob ich dir einen Gefallen damit tat, aber sollen sich die Piefkes mit dir rum Ärgern. Er ging zu seinem Lastwagen mit dem guten Gefühl das Richtige getan zu Haben.

Nach wenigen Minuten im Zug der erste Schreck: ein uniformierter Mann kontrollierte etwas. Als er näher kam zeigten die anderen Fahrgäste die gleiche Karte vor, wie sie auch eine hatte. Der Mann sah die völlig verwahrloste, exotische junge Frau eindringlich an, sie hatte aber eine gültige Fahrkarte und alles andere ging ihn nichts an.

Im Waggon gegenüber saß eine jüngere Frau mit zwei lebhaften kleinen Kindern. Die Kinder begafften sie erst Interessiert, bald schon spielte sie mit Ihnen alberne Fingerspiele. Auf halbem Wege gibt ihr die junge Frau aus einem Rucksack ein frisches weißes Shirt, einen akkurat gefalteten Slip und eine Packung mit feuchten Tüchern, hielt sich mit Zeigefinger und Daumen die Nase zu. Diese Geste wirkte nicht Abwertend, Mitleidig oder Belehrend. Sondern Mitfühlend und Wissend, als ahne sie die Dramatik hinter der Geschichte.

In der engen Toilettenkabine eingesperrt tauschte sie langsam den üblen Schweißgeruch gegen zarten Kamillenduft, die Haut wurde beim Abreiben aber nicht Heller und die ganze Packung war abschließend leer. Den eigenen Slip und ihre billige Bluse warf sie in den Mülleimer, diese waren nicht mehr zu Retten. Mehrere Kontaktversuche im Waggon mit der jungen Frau scheiterten an verschiedenen Sprachen.

Kurz vor München hatte die junge Mutter ein Telefonat zu erledigen, Abayomi bat sie mit Gesten den sprechenden Knochen auch benutzen zu Dürfen, zog ein speckiges Fetzchen Papier mit einer Nummer hervor. Abayomi sprach mit einer unbekannten Landsmännin in ihrer Sprache, konnte aber die gegebene Ortsangabe nicht Zuordnen. Wieder rettete die junge Frau Instinktiv und Einfühlsam die Situation, ließ sich den Ort auf Deutsch beschreiben, begleitete Abayomi an einen Platz nahe des Ostbahnhofes. Manchmal braucht es keine Worte, die junge Mutter erkannte die unendliche Dankbarkeit der dunkelhäutigen exotischen Schönheit am Blick, als diese an dem vereinbarten Ort von einer anderen dunkelhäutigen Frau abgeholt wurde. Diese abschließende Umarmung wurde nicht Abgeblockt und war sehr Herzlich.

-Szene-

Selbstredend wurde von Vroni für das große Haus eine Haushaltshilfe angestellt, man konnte schließlich nicht von Veronika erwarten neben dem wichtigen Golfen und ihrem „anspruchsvollen“ Studium sich auch noch um den Haushalt zu Kümmern und Ralf kam neben seinem Beruf und seinem Sport auch nicht so wirklich dazu.

Diese Haushaltshilfe organisierte Veronika und deren Mutter irgendwie, Ralf bekam sie nie zu Gesicht, die Frau war wie ein kleiner Kobold. Es war immer sauber und Ordentlich wenn er kam, aber die Putzfrau blieb völlig Unsichtbar. Er hatte nur eine Mobile-Nummer auf einem speckigen Zettel, wozu es aber keinen Anlass gab diese zu Nutzen. Die 400 Euro Lohn blieben einfach in einer verabredeten Schublade liegen.

Ansonsten hatte Ralf auch seine Privatsphäre, fast wörtlich genommen, denn Vroni gönnte sich immer mehr Zeit für die wirklich „wichtigen“ Freunde, Kartfahren war für sie mittlerweile nicht mehr nur Proletenhaft, kein echter Sport, sondern etwas für Männer mit kleinem Penis und gestörtem Rangverhalten. Im Grunde begann Ralf sie immer mehr zu Langweilen, da man mit diesem einfach nicht Angeben konnte. Im Golfclub gab es sehr viel mehr repräsentative und interessante Männer, alle wesentlich Solventer wie die anderen Studenten.

Ralfs Vater und seine Kumpels begannen ihn zu Warnen, anfangs sehr selten und dezent, als Ralf begann seine Vroni zu Verteidigen wurden sie immer direkter und offensiver mit ihren Anschuldigungen. Ralf merkte wohl, dass sich in der Beziehung einiges Verändert hatte, schob dies aber auf die jeweilige berufliche Anspannung. Erst nach viel längerer Zeit und einsamen Abenden siegte das Misstrauen. Er nahm sich irgendein gebrauchtes Auto mit getönten Scheiben vom Hof und verfolgte unauffällig seine Vroni. Ursprünglich wirklich um den Verdacht zu Entkräften, seine „Informanten“ Lügen zu Strafen.

Veronikas Cabrio (genau genommen ist es immer noch ein Firmenwagen seines Vaters) war so selten und damit auffällig genug um sie leicht zu Finden und diskret zu Folgen. Er begann seine Investigation an der Uni, zu der sie sich des Morgens in für eine Hochschule zu offenherziger Kleidung verabschiedete, der Rock zu Kurz, die Bluse zu Durchsichtig. In der Hochschule jedoch sah sie schon länger niemand mehr. Also Golfplatz? Treffer!

Mit einem geliehenen Fernglas sondierte er das weitläufige Areal, sah Veronika mit ihrem sehr kurzen Rock und einem reiferen Herrn über den Rasen gehen, der Mann ließ Veronika keinen Moment aus den gierigen Augen. Ganz offensichtlich sonnte sich die junge Frau in der Aufmerksamkeit des alten Mannes. Ralf stellte sich ans Ende des Parkplatzes, wo er über den Rückspiegel das teure Cabrio sehen konnte.

Es dauerte 4 Stunden, bis Veronika's schwere Tasche von dem Mann in ihren Kofferraum gehoben wurde, dann gingen beide zu einem luxuriösen amerikanischen Van mit dunklen Scheiben, ebenfalls etwas abgelegener am Parkplatz, verschwanden darin. Als nach 30 Minuten immer noch niemand erschien musste Ralf seine sichere Deckung aufgeben und schlich sich zu dem Van. Er kannte diese Modelle, oft waren darin Büro's eingerichtet, mit prunkvollen Ledersitzen. Bestens geeignet für Konferenzen unterwegs oder eben dafür was Mann und Frau miteinander so machen können.

Er lauschte hinter das Auto gebückt, es dauerte etwas bis seine Ohren die Umgebungsgeräusche von den Geräuschen aus dem Van trennen konnten. Ein Mann stöhnte gequält, dazu laute schmatzende Geräusche, welche er so gut aus seiner Dusche kannte. Ralfs Herz rutschte in die Hose. Er hoffte bis zu diesem Augenblick noch auf einen Irrtum, aber eindeutiger ging es nicht mehr.

Das große Auto wackelte etwas in seiner weichen Federung, die Insassen wechselten anscheinend ihre Positionen, Ralf blieb auf dem Sprung für den Fall dass jemand aussteigen würde. Es stieg aber niemand aus, dafür begann das Auto leicht zu Schaukeln. Ein Mann stöhnte, Veronikas Stimme feuerte den Mann mit sehr dreckigen und obszönen Worten an. Das Schaukeln wurde schneller.

Ralf schlich zur Front des Vans und sah so Vorsichtig als möglich durch die ungetönte Vorderscheibe hinein, sah im diffusen Licht den schmalen runzligen Po eines alten Mannes, seitlich hervorstehend das etwas breitere weiße Becken von Veronika. Sie kniete auf der Rücksitzbank, mit dem Oberkörper über die Lehne gebeugt und er fickte sie heftigst. Sie wurde immer Lauter und dreckiger in ihrer Ausdrucksweise.

Er empfand Ekel. Über die Situation im Auto und über sich selbst, wie weit er schon gesunken war um seiner Freundin nachzuschleichen. Alles in ihm rief: Weg! Nur Weg! Den Rest des Tages verbrachte er in seinem Büro und stürzte sich in Arbeit um die Bilder in dem Van zu vertreiben. Dennoch kamen immer wieder Zweifel auf wie er sich nun verhalten sollte. Am Abend wollte er nicht nach Hause, hätte lieber in Ruhe Nachgedacht. Aber er hatte eigentlich nichts Falsches getan, warum also nicht in sein eigenes Haus gehen? Er könnte ja immer noch auf dem Sofa oder im Gästezimmer schlafen. Ralf parkte das geliehene Auto in einer Nebenstraße.

Ralf saß gerade in der Küche bei einem Pfannkuchen als Veronika zur Türe hereinkam und ihn mit einem flüchtigen Kuss begrüßte, danach sofort in die Dusche verschwand. Sie kam wieder mit nassen Haaren und einem seidenen Bademantel, der ihre wohlgeformten Beine und den Brustansatz freigab, am nassen Körper klebte. Die etwas höheren Keilabsätze ihrer Pantoletten klackerten laut auf den Fließen, die nasse Haut der Füße erzeugten bei jedem Schritt schmatzende Geräusche in den engen Schuhen. Sie nahm einen Teller aus dem Hochschrank, holte sich einen Eierkuchen von Ralf direkt aus der Pfanne am Herd, setzte sich an der Küchentheke auf einen Barhocker, der seidene Bademantel schwang etwas unter dem losen Gürtel auf und entblößte ihre Scham.

Und, wie war dein Tag heute? Versuchte Ralf so gelangweilt als Möglich zu Fragen. Veronika stopfte sich hungrig den Pfannkuchen mit Honig in den Mund und erzählte mit vollem Mund irgendeine Geschichte aus der Uni. Ralf hörte nicht zu was sie sagte, es war eh Gelogen. Er hörte zu wie sie es sagte und versuchte eine parallele zu ihren Erzählungen der letzten Monate zu Finden. Sie log ohne mit der Wimper zu Zucken.

Veronika merkte, irgendetwas an seiner Stimmung war anders wie sonst. Hatte er Verdacht geschöpft? Vorsichtshalber fragte sie nach: Und wie war dein Tag? Oooch, ganz Normal, Arbeit eben..... antwortete Ralf. Vroni konnte sich nicht erklären was war, merkte nur irgendwie eine verhaltene Stimmung, instinktiv und vorsichtshalber schaltete sie um auf Verteidigung.

Du hast mir heute so gefehlt, Ralf! Sie ging um die Theke in der Küche herum, kuschelte sich an ihn, kraulte ihn im Nacken, der Bademantel klaffte noch mehr und gab nun jeweils mehr als die Hälfte der Innenseiten ihrer Brüste frei. Seine Jogginghose verriet keinerlei Erregung, aber sie griff ihm direkt an den Pimmel und saugte sich mit dem Mund an seinem Hals fest. Ralf wollte sich entziehen, ihm war das höchst Unangenehm. Andererseits war er neugierig was sie jetzt Vorhatte.

Veronika knetete längere Zeit seinen Pimmel durch die Jogginghose, dieser wurde aber nicht wie sonst sofort hart. Irgendetwas war, es gefiel ihr nicht, sie musste ihn auf andere Gedanken bringen. Möglichst schnell. Sie ging in die Hocke, zog Jogginghose mit Slip ruckartig an die Knie, schnappte sich sein schlaffes Glied in den Mund, begann sofort stark pulsierend zu Saugen, mit kräftiger Zunge zu Lutschen und die Eier zu Kneten. Normal half das Immer, diesmal dauerte es eine gefühlte Ewigkeit bis der junge Mann Wirkung zeigte. Vroni hatte Ausdauer.

Normal mochte Ralf Blasen sehr gerne, diesmal fühlte er nichts dabei. Rein Garnichts, im Zweifelsfall vielleicht etwas Abscheu. Sein Pimmel wurde zwar in ihrem wissenden Mund halbwegs Hart, Veronika aber merkte dass sie mit Blasen nicht mehr weiter kam, stand auf, stützte sich mit einem Ellenbogen auf die Arbeitsplatte, hob mit der anderen Hand den Bademantel über die Hüften, fasste seinen halbharten Penis und wichste noch etwas Grob, nahm eine gehörige Portion Speichel vom Mund ab, befeuchtete damit ihre Schamlippen und den Eingang zu Vagina, führte sich den Schwanz mit leichten Komplikationen in die Muschi ein.

Anfangs innen noch etwas trocken, aber sie war erfahren Genug mit geduldetem Beischlaf, das würde sich bald geben. Ihr Becken hatte durch die halbhohen Pantoletten genau die richtige Position für Ralf, so dass er nur noch Zustoßen musste. Fick mich, rief sie, Fick mich jetzt! Komisch, genau die selben Worte hatte er aus diesem Mund heute schon mal Wahrgenommen. Nur etwas gedämpft vom Autoblech. Sofort hatte Ralf wieder das schreckliche Bild des runzligen Po's vor Augen, jetzt war er es der in derselben Muschi steckte, in der selben Position.

Ralf wurde wütend, oder war es trotzig? Mit kräftigen Händen hielt er ihre leicht breiteren Beckenschaufeln und begann sie zu Bumsen. Seine ganze Wut fokussierte er in seinen Schwanz und hämmerte Veronika. Er fickte ohne langsamen Anlauf in ihre fast trockene Muschi, die jedoch schnell glitschiger wurde. Der ganze Frust, die ganze Enttäuschung, alles entlud sich in einem rasenden, fulminanten Fick, ohne Gnade, ohne Rücksicht.

Instinktiv spürte Ralf, dies wäre sein letzter Fick mit Veronika, er wollte das Spielchen nicht mehr mit machen. Plötzlich fiel ihm auf wie Veronika stöhnte. Ganz anders wie sonst, sie stöhnte und jammerte inbrünstig tief aus ihrem Herzen. Sie klang laut, unbeherrscht, unkontrolliert, so hatte er sie noch nie Wahrgenommen. Er wollte es ihr zeigen, er wollte sie fertig machen, er wollte seinen Frust aus dem Leib rammeln.

Griff ihr Becken wie Schraubstöcke und knallte rücksichtslos seinen Schwanz in sie. Vroni wurde immer lauter, Zuckte wild, sie drängte jedem harten Stoß genüsslich ihr Becken entgegen. Beide Arme verschränkt auf der Arbeitsplatte unter dem Kopf, keine Finger an ihrer Muschi. Es war genau die Art Ficken die sie Brauchte. Hart, Fordernd, Durchsetzend. Ralf ließ nicht nach, nicht im Tempo, nicht in der Kraft, drückte mit voller Wucht seinen Schwanz so tief er konnte, mit aller Kraft die er aufzubringen vermochte. Bisher konnte er sich nie Vorstellen dass diese brutale Härte beim Bumsen für eine Frau angenehm sein konnte. In diesem Augenblick erkannte er das Gegenteil, mobilisierte alle körperlichen Reserven für seine schnellen Rammstöße.

Genauso kam sie. Hart, Laut, Ungestüm, schier Endlos. Immer wieder wallte der Höhepunkt erneut auf, immer wieder versuchte er noch fester in sie zu Rammeln. Ralf wunderte sich ernsthaft, so einen Höhepunkt hatte er noch nie bei seiner Freundin erlebt. Er ahnte nicht dass dies einer der wenigen echten Höhepunkte von ihr beim Ficken war. Mit ihrem Orgasmus wurde sie innen ganz Weich und Weit, der Reiz wurde für Ralf zu schwach, er wollte aber kommen. Ein fieser Gedanke durchzuckte seinen Kopf. Nein, das hatte er noch nie Getan! Warum eigentlich nicht? Dieses Luder verdiente es nicht anders.

Ralf ließ seinen nun vollständig schmierigen Schwanz aus ihrer Muschi gleiten, Spuckte einen dicken Batzen Speichel in ihre Kimme, verteilte diesen mit einem Daumen an der Rosette und bevor sie entsetzt fragen konnte: Was machst du? Drückte er seinen glitschigen Schwanz ohne Vorwarnung in ihren engen Po, begann sofort wieder rücksichtslos hart zu Ficken.

Er hätte Protest erwartet, Gegenwehr, was auch immer. Veronika nahm eine Hand an ihre Muschi, begann kreisend an ihrem Kitzler zu Reiben und stöhnte noch lauter wie Vorher. Ralf war verwirrt, wollte sie bestrafen und nun schien sie das auch noch zu genießen? Egal. Ficken. Abspritzen. Rammeln. Er wollte nur noch seinen Saft loswerden, rammelte wie besessen ihre enge Rosette. Schon nach kurzer Zeit kam Veronika wieder, war durch seine starken Hände am wilden Zucken gehindert, mit ihren kreisenden Fingern konnte sie den Höhepunkt noch länger rausziehen, schrie wild, die Stimme begann sich zum Kreischen zu Überschlagen. Auch dieser Reiz reichte Ralf nicht mehr.

Grob riss er sie von der Küchenplatte, zwang sie in die Hocke, drückte ihr seinen harten Schwanz tief in die Kehle. Jetzt war es nicht mehr der körperliche Reiz an seinem Penis, sondern ihre unterwürfige Haltung, die Situation welche seinen Orgasmus auslöste. Der Schwanz steckte tief in ihrem Rachen, er hielt ihren Kopf ganz fest und pumpte leise Stöhnend seine ganze Ladung direkt in den Hals. Veronika schnaufte wild, bekam nach ihrem eigenen Orgasmus kaum noch Luft, schob Ralf mit beiden Händen ruckartig von sich, als dieser vollständig abgepumpt hatte.

Jetzt beugte sich Ralf erschöpft und schwer atmend über die Arbeitsplatte, sah mit gedrehtem Kopf auf Veronika, deren zerzauster Bademantel ihren ganzen vorderen Körper nicht mehr bedeckte. Diese wischte sich gerade mit dem Handrücken über den Mund, sah Ralf total Verliebt an. Was war denn heute mit dir mein Schatz, so gut warst du noch nie? Ralf wollte nicht antworten, richtete sich auf, zog Slip und Jogginghose an die Hüften, ging ohne Kommentar zum Duschen, wollte seinen Ekel abwaschen. Mit dieser Frau war er fertig. Als er geduscht aus dem Bad kam schien Veronika schon zu Schlafen, er ging nach Unten zum Sofa, konnte lange nicht zur Ruhe finden.

Als er am nächsten Morgen aufwachte war Veronika schon weg. Sah auf die Uhr, erschrak heftig. Rief seinen Chef (=seinen Vater) an, entschuldigte sich dass es ihm nicht gut gehe und er zum Feierabendgeschäft wieder in der Firma sei. Sein Vater klang am Telefon eher besorgt als Vorwurfsvoll.

Ralf wollte Gewissheit haben, nur noch einen Tag sehen was Vroni machte. Der Gebrauchtwagen mit den getönten Scheiben und der roten Nummer stand immer noch in der Seitenstraße, Ralf fuhr wieder direkt zum Golfplatz. Er sah gerade noch rechtzeitig, wie Veronika mit ihrem auffälligen Cabrio vor ihm auf die Hauptstraße bog, mit einem Beifahrer, offensichtlich auf die Entfernung jemand anderes wie am Vortag, wahrscheinlich deutlich jünger.

Er folgte ihr mit Abstand, bis sie in einen Waldweg bog. Er fuhr ein paar Sekunden weiter, parkte am Straßenrand, ging die vielleicht 300 Meter zu Fuß zurück durch den Wald. Dann sah er das Auto auf einer Lichtung stehen, näherte sich Vorsichtiger. Nur der Mann war zu Sehen, saß mit geschlossenen Augen und nach hinten geneigtem Kopf im Sitz, Veronika war nicht zu Sehen, vermutlich hatte sie schon seinen Schwanz im Mund.

Leise näherte Ralf sich von hinten im toten Winkel, sah seinen Verdacht bestätigt, sie kauerte über dem Schoß des Mannes, der Kopf ging heftig auf und ab, der Mann kraulte die braunen Haare ihres Hinterkopfes. Ralf ließ die Szene ganz bewusst auf sich Wirken. Er saugte den Anblick ganz Tief in sein Gedächtnis. Hörte das Schmatzen und Schlürfen ihres gierigen Mundes, Blasen konnte sie wirklich traumhaft gut.

Ralf stellte sich vor dass dieser Mund am Tag vorher seinen Schwanz und den des alten Mannes in dem Van saugte. Der Mann im Cabrio nahm seine Hand, streifte ihr Top hoch, knetete mit abgewinkelter Hand durch den zarten transparenten Stoff des BH ihre Brust.

Minute um Minute verging, der Kopf ging immer schneller auf und ab. Ralf sah sich das Bewusst an um seine Abscheu zu Nähren, wollte sicher sein dass die gestrige Geschichte in dem Van nicht nur ein Versehen war. Es sollte sich dieser Anblick tief als Mahnung in sein Gehirn brennen, damit er niemals wieder Schwach werden würde, falls sie noch einmal Versöhnung Vorschlug. Für Ralf war es Aus. Schluss und Vorbei. Endgültig. Er fand es Krank mit einer Frau zu schlafen wo das Sperma noch von einem oder zwei anderen Männern heraus lief. Der Mann im Auto stöhnte, zuckte ein paar mal in seinem Sitz, grabschte grob in Vronis Busen. Eindeutig.

Ralf ging ganz an das Auto, gerade als sich Veronika wieder aufrichtete, Ralf sah über den Innenspiegel wie sie gerade ihre Masche abzog, den Mann sein Sperma sehen ließ und gerade schlucken wollte, als sie Ralf ebenfalls im Spiegel sah. Das Schlucken war ihr vor Schreck vergangen. Mit vollem Mund rief sie panisch: Ralf, was machst du hier? Der Mann drehte sich um, sah Ralf zügig auf das Auto zukommen, riss die Türe auf und rannte mit baumelndem geschrumpftem Pimmelchen und offenem Hosenstall davon.

Jetzt erst konnte Veronika schlucken, hustete etwas dabei. Ralf, es ist jetzt nicht so wie du Denkst! Ralf musste laut lachen. Der Klassiker! Einen schönen Freund hast du dir da Angelacht, der dich mit einem wütenden Nebenbuhler einfach schutzlos sitzen lässt. Spionierst du mir etwa nach? Versuchte sie gespielt Empört einzulenken. Nein, nicht mehr nötig, Veronika. Du hast dich ja jetzt Offensichtlich entschieden und damit ist alles Klar. Bitte lass uns Zuhause in Ruhe darüber reden, Ralf! Es gibt nichts mehr zu Reden, leb wohl, Veronika!

Ralf! Ralf, so warte doch! Er hörte die schwere Autotüre in seinem Rücken öffnen, aber mit ihren sehr hohen zierlichen Sandaletten konnte sie ihm in dem weichen Waldboden nicht so schnell folgen wie Ralf mit seinen Sportschuhen den Ort verließ. Als Ralf wieder in dem Wagen saß und sich auf den Rückweg machte war er innerlich Beruhigt. Sicherlich nicht Erfreut über die Umstände, aber jetzt war alles Klar. Er konnte innerlich Aufarbeiten. Er hatte Schluss gemacht und nicht weinerlich um ihre Gunst gebuhlt.

Schon nach nur diesen zwei Tagen musste er seinen Kumpels recht geben. Was war dann sonst noch alles gelaufen? Warum hatte er so Lange seine Augen verschlossen? Es war tatsächlich noch viel schlimmer als sie Ihm gesteckt hatten, Ralf war maßlos enttäuscht. Über Veronika und seine eigene Einfalt. Wenn alle es schon wussten.... eigentlich waren es gute Freunde, weil sie es ihm sagten. Und weil sie trotzdem zu Ihm hielten, obwohl er es nicht Glauben wollte, sie als neidige Lügner hinstellte. Dafür entwickelte er jetzt eine um so konsequentere Entschlossenheit.

Noch auf dem Heimweg hielt er bei einem Vereinskollegen, welcher Sicherheitstechnik Vertreibt, sc***derte kurz und nur Global sein Vorhaben den Zutritt zum Haus neu zu Gestalten. Vier Stunden später waren alle Schlösser an Haus- und Garagentüre, an Keller, Schuppen und Gartentor gewechselt, mit einheitlicher Schließung und absolut Einbruchsicher. Für sein Mobilphone holte er eine neue Karte und fuhr dann zur Feierabendschicht ins Büro.

Besorgt sah sein Vater um die Ecke. Alles in Ordnung? Nein, nichts ist in Ordnung! Veronika? Nicken. Willst du reden, Ralf? Morgen vielleicht, Danke! Der Vater ahnte die Zusammenhänge und wusste dass ein Rückzug für diesen Moment besser war, zumal Ralf jetzt auch noch zugeben musste dass alle Zweifler Recht hatten. Die ersten Nächte schlief Ralf in seinem Büro, Veronika ließ er von der Sekretärin abwimmeln. Wobei Vroni jetzt wirklich nicht besonders aufdringlich war und ihre Bemühungen überraschend schnell einstellte.

Die zweite Aktion im Haus war alle, wirklich alle Gegenstände von Vroni in große Karton zu verpacken und diese mit Spedition an die Adresse ihrer Eltern zu schicken. Die dritte Aktion war die Zugehfrau anzurufen wo er den neuen Schlüssel am Gartenzaun für sie Versteckte, wunderte sich dass er die Dame nicht selbst sprechen konnte und über den seltsamen Akzent einer Person, die sein Anliegen ausrichten wollte.

Dann war erst mal wieder Ruhe in Ralfs Leben, noch mehr Zeit für Arbeit, Kart, Tischtennis und seine Kumpels, denen er unendlich Dankbar war, dass sie jetzt wieder für ihn da waren und nicht mit einer Silbe die Besserwisser raushängen ließen.

Er wunderte sich nur mal über die Strom- und Wasserrechnung der Stadtwerke, obwohl er doch so selten Zuhause war, oft im Büro duschte und Veronika war die Monate davor auch nicht immer Zuhause. Dies wäre ein guter Zeitpunkt für einen Umzug gewesen, das ungeliebte viel zu große Haus aufzugeben. Ralf wollte sich die nächsten Wochen nach etwas anderem umhören, aber es Eilte ja nicht. Für sein Haus müsste ein Käufer gefunden werden, der einen solchen Stil mag und bezahlen kann.

Die Ruhe war nur von kurzer Dauer, natürlich sprach sich im Ort schnell herum dass Ralf wieder Single war. Er konnte sich mit den Wochen zunehmend kaum Retten vor Einladungen zu Partys, zum Tanzen, zum Essen, zum Sport. Erst mal willkommene Ablenkung. Alles von attraktiven Damen, manchmal sogar aus Veronika's Bekanntenkreis. Die meisten Kontakte mehr oder weniger Durchschaubar. Erstmal machte er mit. Spielte das unwissende Opfer. Sah sich an was diese Damen bieten konnten oder wollten. Grundsätzlich ja nicht so Unangenehm, selbst mal etwas Umworben zu Werden.

Die Masche war stets Gleich. Etwas Sport zusammen, eine Party oder ein netter Nachmittag, entsprechend reizvolle Bekleidung der Damen, mit der Zeit fragte sich Ralf warum alle Frauen immer nur mit körperlichem Einsatz zu Punkten versuchten. Nicht Eine einzige probierte seine intellektuelle Seite anzusprechen, mal Theater oder Konzert vorzuschlagen. Ralf zum Kartrennen zu Begleiten oder einfach nur etwas zwanglose Zeit miteinander zu Verbringen. Dauernd kam schon recht Früh eine mehr oder weniger versteckte Andeutung, die er auch meistens Nutzte.

Als er das Spiel endlich ganz Durchschaut hatte entwickelte Ralf eine neue Rangliste seiner eigenen Anforderungen. Die erste Frage der Frauen war nach seinem Beruf, wenn sie den nicht eh schon Vorher wussten. Danach wurde seine Wohnsituation abgeklopft, wo er jedoch nie Ehrlich war. Die dritte und vierte Frage ob er Unterhaltspflichtig sei oder mal eigene Kinder wolle. Ralf hingegen fragte als erstes nach ihrem Wohnort. Je weiter weg von seinem Heimatort je Besser. Sein Haus blieb Rückzugsort, dort wollte er keinen Ärger und keine Skandale.

Trennungen sind immer etwas Heikel, egal wie lange die „Beziehungen“ dauerten, je nach Erwartungshaltung der Dame waren sie unterschiedlich Nachtragend. Mit den Autos war es einfacher, bei einem ganzen Hof voll Gebrauchtwagen konnte er immer ein vermeintlich zur jeweiligen Dame passendes Modell abends mitnehmen, ist eh besser wenn die Wagen ab und zu mal Bewegt werden.

Bald schon glaubte er ein bestimmtes Muster der Damen zu Erkennen. Es war nicht nur „je Größer und Teurer um so Besser“, nein, jede Frau hatte ein Modell welches zu Ihrem Charakter passte. Wollte er Abwehren oder Beenden nahm er eine möglichst alte rostige Karre, wahlweise ein typisches Zuhältermobil und erwähnte dass dies von seinen Frauen finanziert wird.

Hat man dicke Nüsse, will man eine Frau erobern dann nimmt man möglichst kein sportliches Mobil, denn die Dame sollte auch mit kurzem engen Rock gut ein- und aussteigen können. Muss sich eine Frau in die Karosse quälen, besteht gar Gefahr für Fingernägel oder Strumpfhosen ist das schlecht, egal wie Teuer ein Auto ist.
Klangvolle Namen, Image und Status sind wichtiger als reale Technik. Wenn ein Auto 300tkm hat merkt eine Frau das nicht. Ist es das Modell ihres Lieblingsstars punktet das hingegen Voll.

Idealerweise darf es keine Automatik haben, denn die können nur wenige Damen bedienen. Der Boden hat Vorzugsweise statt harten Gummimatten weichen Teppich, welcher die hohen Absätze der teuren Schuhe nicht ruiniert, denn Ralf machte es sich zur Angewohnheit grundsätzlich seine Begleiterinnen fahren zu Lassen. Dann konnte er an ihrem Knie spielen, ihren Hals streicheln und sie redeten nicht so Viel, weil sie sich Konzentrieren mussten. Schnell wurden sie Süchtig, nach der Aufmerksamkeit und dem Prestige welches ein dicker Schlitten scheinbar verlieh. Vor allem im Sommer bei Cabrios, wenn sie von der Umwelt gehörig bewundert werden konnten.

Praktisch war immer ein Fahrzeug mit elektrischen Liegesitzen oder einer bequemen Rücksitzbank, im Winter mit Standheizung, in der Oberklasse selbstverständlich. Mit diesen Wagen schlüpfte Ralf auch jedesmal in eine Rolle, lebte für jede Situation die scheinbar damit verbundene Legende. Wurde die Dame abgelegt wanderte das Auto auf den Kiesplatz zurück und er musste keine Angst haben dass es eventuell von einer nachtragenden rachsüchtigen Gespielin auf dem Supermarktparkplatz verkratzt wurde.

Was die Frauen reihenweise an Ralfs Hals werfen ließ sind auch nicht die Dinge die sie tatsächlich direkt Bekamen. In allen Fällen war es eine sehr subtile Hoffnung was sie mal Bekommen könnten. Er musste nur kurz anmerken, dass der jeweiligen Dame jenes protzige Auto sehr gut stehen würde und er sich das auch für sie im Alltag gut Vorstellen könnte, vielleicht mal eine Woche zur Nutzung überlassen damit sie sich von Freundinnen beneiden lassen konnte. Wenn er zum Bezahlen im Restaurant genau die richtige Kreditkarte in der richtigen Farbe dem Ober auf das Tablett legte. Genau das wollten sie erleben, das ließ sie willig werden. Exakt diese Erkenntnis war es was ihn zunehmend Abstieß, weil es ständig auf das Selbe hinauslief.

Manchmal erschrak er auch selber wie er sich in diesen Rollen verhielt. Sein Sex wurde rücksichtslos und egoistisch, sein Blick für Frauenkörper kritisch Vergleichend. Liebevolles Vorspiel gab es gar nicht mehr, nur noch in die gebotene Muschi reindrängeln und Poppen. Ohne Frage waren die Frauen allesamt Ansprechend, aber er fand keinen Draht mehr in die Herzen.

Es wurde stets wilder, a****lischer hemmungsloser Sex. Bei Veronika gab es wenigstens anfänglich manchmal noch so etwas wie Kuscheln oder Schmusen. Bei seinen wechselnden Bekanntschaften war es Bumsen. Bis etwas weh tat. Ralf hatte auch keine echte Erfüllung dabei, ein Orgasmus war keine Erlösung mehr sondern nur ein kurzer Aufschub bis zum nächsten Sex.

Manche Frauen wollten das so, mit diesen schaffte er es manchmal ein paar Wochen sich zu Treffen. Andere fingen schon sofort an von Beziehung und Partnerschaft zu Reden, das war der Moment sich Abzusetzen. Deutete eine an ein neues Auto zu Brauchen war es das schon nach der ersten Nacht, den Fick nahm er noch mit, als sie seine Handynummer anrief war die Karte schon wieder getauscht.

Namen waren schon nach wenigen Tagen vergessen, Körper wurden austauschbar, alles verschmolz zu einem einheitlichen Brei. Sex war nichts besonderes mehr, weder Analverkehr, die ausgefallensten Stellungen, die absonderlichsten Orte oder ungewöhnlichsten Praktiken verschafften einen Kick. Alles trug nur weiter zur Sättigung bei ohne jemals tatsächlich Satt zu Sein.

In sentimentalen Momenten bekam er schon den Verdacht sein Schwanz wäre die strafende Lanze eines Rächers. Seine Kumpels beneideten ihn wegen seiner scheinbaren Auswahl an Top-Frauen. Ralf beneidete seine Kumpels die Hässlich und Arm waren wegen ihrem einfachen Leben. Die hatten Ruhe, konnten sich nur auf ihr Ding konzentrieren. Wenn den Normalo eine Frau liebt dann ehrlich den Menschen dahinter, denn kein Geld verdarb den Charakter.

Sein biederer Alltag und damit emotionaler Rückzug blieben sein aufgeräumtes Büro, seine Eltern, seine Kumpels, der eigene Kleinwagen, sein von außen vielleicht protziges – innen aber ganz normales Haus. So sehr sich die Damen auch Bemühten; er besuchte sie zu Hause, ging in teure Hotels, führte sie in Restaurants, sein eigenes Haus sah nie mehr eine Bewerberin. Wussten sie seinen Arbeitsplatz wurden sie von der Empfangsdame abgewimmelt. Ein schlechtes Gewissen hatte er nach Veronika keines mehr, die Damen biederten sich ihm an, er naschte nur an dem was geboten wurde. Verlangt, Versprochen oder Erwartet hatte er nie wieder etwas.

-Szene-

Irgendwo in Österreich im Salzburger Land gab es einen Lottogewinner. Dieser gewann nicht wirklich viel, aber doch genügend, dass er sofort den Kredit für seine kleine Wohnung ablösen und noch neue Küchenmöbel einrichten konnte. Der Mann war Lastwagenfahrer und holte den Scheck seines Gewinns in einem Overall bei der Lotteriegesellschaft ab, welcher der Plane seines LKW ähnelte. Für einen ganz kurzen Augenblick musste er an seine heimliche Beifahrerin denken, konnte sich aber nicht Erklären warum.

Irgendwo in München bekam eine alleinerziehende junge Frau einen lange erhofften kostenlosen Platz in einer Förderschule für eines ihrer Kinder. Auch sie dachte noch manchmal an die mysteriöse junge farbige Frau in ihrem Zugabteil, wollte zu gerne Wissen was aus dieser geworden war.

-Szene-

Die Tage wurden wieder kürzer, oft war es Dunkel wenn Ralf Abends nach Geschäftsschluss heimkam. Die Hecken um den Garten verloren ihr Laub, das sonst so diskret eingewachsene Haus wirkte auf dem Grund präsenter. Eines Abends fiel ihm an einem Kellerschacht deutlich ein Lichtschein die Hauswand entlang auf. Dort unten musste die Heizung sein, das funktionierte alles völlig automatisch, dort kam er sonst nie hin. Sollte das also der Stromfresser sein? War da wegen dem Wasser etwas undicht?

Interessiert schlenderte Ralf durch den Keller, welcher die gesamte Grundfläche des Hauses ausmachte. Er kam nie hier herunter, schlicht weil er keinen Grund dazu hatte, sein Fahrrad und seine Karts standen in der großen Garage, Werkzeuge für Garten und Haus sind im Schuppen verwahrt. Er inspizierte einzeln die Räume und überlegte was man daraus machen konnte. Hier eine Tischtennisplatte, dort ein Billardtisch, ein besonders langer Raum bot sich für ein Heimkino oder eine Kegelbahn an. Wenn er denn hier bleiben sollte. Hinten zum Garten war ein eigener Abgang mit robuster Türe, die er das erste Mal richtig wahrnahm, als er die Schlösser tauschen ließ.

Hier musste der Heizungsraum sein.... Ralf öffnete die graue Stahltüre.... und erschrak für einen kurzen Moment. Dieser Raum war offensichtlich bewohnt und die Bewohnerin saß mit dem Rücken zu ihm auf einem umgedrehten Wäschekorb mit Kopfhörern vor einem winzigen uralten Fernseher. An den Wänden waren Kartons hochkant zu provisorischen Regalen gestapelt, ein paar wenige Kleidungsstücke, Schuhe, wenige Lebensmittel und etwas Kosmetika waren ordentlich darin verstaut. In einer Ecke standen Besen, Schrubber, Eimer und etwas Putzchemikalien, in einer anderen Ecke war zwischen zwei sehr dicken Heizungsrohren eine große Hängematte gespannt, auf der ein Schlafsack lag.

Ralf brauchte mehrere Augenblicke um die Situation nicht nur aufzufassen, sondern sie tatsächlich zu Begreifen. Er sah sich die Frau näher an: Offensichtlich afrikanischer Abstammung, lange glänzende schwarze wuschelige Haare bis fast an den Po, sie schien sehr groß und schlank zu Sein, vor allem sehr lange Beine zu Haben. Bekleidet war sie mit einem engen weißen Shirt und einer abgetragenen Jeans. Wie kam sie ins Haus, nachdem er die Schlösser getauscht hatte? Dann konnte das nur die Putzhilfe selbst oder jemand aus ihrem Kreise sein? Leise schloss er wieder die schwere Stahltüre von außen und begann zu Überlegen, wie das jetzt zu Regeln wäre. So jedenfalls konnte das nicht bleiben, das wollte er keinesfalls.

Er holte in der Küche den kleinen Zettel mit der Telefonnummer der Putzhilfe, ging wieder vor die Stahltüre und rief vom Mobile an. Das Tuten verriet den Anruf als Angekommen, aber niemand nahm ab und aus dem Heizungsraum hörte man auch nichts. Also nicht ihr Telefon. Typisch, immer wenn man mal jemand brauchte..... Ralf hinterließ eine Nachricht, dass der Inhaber dieser Telefonnummer noch Heute zu ihm kommen muss, egal zu welcher Zeit, ansonsten gäbe es großen Ärger. Dann klopfte er sehr laut und deutlich an die Stahltüre, wartete einen Moment, trat dann Vorsichtig ein.

Jetzt stand die junge Frau frontal vor ihm, sah ihn panisch mit angsterfüllten Augen an. Begann wortreich auf Ralf einzureden. Was Ralf natürlich in dieser Sprache nicht Verstand. Sie bemerkte seine Unsicherheit, nahm einen Schrubber aus der Ecke und imitierte Putzbewegungen. Aha, anscheinend sollte das die Zugehfrau selbst sein. Aber was machte sie im Heizungskeller unter so erbärmlichen Umständen? Nach Feierabend? Offensichtlich zum Wohnen eingerichtet, nicht nur als Pausenraum? So oder So war es Unwürdig. Bis alles geregelt werden konnte musste eine andere Lösung her.

Er deutete der Frau sie solle ihm folgen. Sie redete wild Gestikulierend in beschwichtigendem Ton auf ihn ein. Ralf nahm ihren Arm und wollte sie führen. Sie riss sich los und redete Flehentlich, Panisch auf ihn ein. Ralf drehte sie blitzschnell um ihre Achse und umgriff sie von Hinten, hob sie an und trug sie aus dem Raum. Sie zappelte und wehrte sich Energisch, trat ihm mehrmals mit der Ferse gegen das Scheinbein, rammte den Ellenbogen in seine Rippen. Die Gegenwehr ließ kurz etwas nach, als sie die Haustüre innen passierten und Ralf zur Treppe in den ersten Stock abbog.

Anscheinend erinnerte sie sich dann auf der Treppe dass im oberen Bereich die Schlafräume lagen und sie bekam richtig Angst, entsprechend heftig wieder ihre Befreiungsversuche. Aber Kartfahrer und Tischtennisspieler haben sehr kräftige Arme. Ralf stieß die Türe zum Gästezimmer auf und schubste die Frau weit in den Raum hinein, schrie sie ärgerlich an: Hier bleibst du jetzt! Seine Gestik und Mimik war wohl für sie zu Verstehen.

Er ging nochmal in den Keller, stopfte in den größten Karton alle Sachen die greifbar waren und für ihn nötig erschienen, ging wieder nach Oben ins Gästezimmer und packte ihre Sachen ganz Demonstrativ aus, verteilte Kosmetika in dem kleinen zugehörigen Badezimmer und legte die wenigen Klamotten in einen Schrank. Das verstand die junge Dame, trollte sich verschämt in eine Ecke, beobachtete ihn aufmerksam.

Ralf schlug die Bettdecke zurück, legte zwei Hände unter seine Wange um Schlafen zu Imitieren, deutete auf sie und dann wieder auf das Bett. Sie nickte Verschüchtert. Ralf schaltete noch den großen Flachbildschirm ein, drückte ihr die Fernbedienung in die Hand und schloss dann von außen die Türe. Uffff !! Weiber! Rieb seine schmerzenden Schienbeine und Rippen. Hoffentlich würde die Person bald Auftauchen, die beim einzigen Telefonat offensichtlich etwas Deutsch sprach, um dies alles zu Klären.

Irgendwann schlief Ralf auf dem Sofa ein. Als er Morgens erwachte war er Zugedeckt und aus der Küche duftete es nach Kaffee und Toast, die junge Dame war nicht zu Sehen. Nachdem sie offensichtlich schon länger unwissentlich das Haus teilten beunruhigte ihn das für den Moment nicht Weiter und nach dem Frühstück machte er sich auf den Weg zur Arbeit. Es wurde ein unkonzentrierter Arbeitstag und es brauchte noch mehrere Anrufe an diese ominöse Nummer, bis endlich jemand leibhaftig dran ging und ein Termin für diesen Abend gefunden war.

Endlich tat sich etwas. Als Ralf nach Büroschluss seinen Kleinwagen vor der Garage abstellte wartete schon eine ältere dunkelhäutige Frau diskret in einer Ecke auf Ihn. Innen erwartete beide leckerer Essensduft aus der Küche, der Esstisch war mit einem Teller eingedeckt, die Putzfrau musste er erst aus dem Gästezimmer holen, diesmal kam sie sofort mit, begrüßte freundlich die unerwartete ältere Frau.

Ralf deckte zwei weitere Teller auf und bat die beiden Frauen an den Tisch, ergriff die Kelle und verteilte duftenden exotischen Brei aus einem Topf auf drei Teller. Soo, jetzt will ich aber endlich etwas hören....

Durch die holperige Übersetzung der älteren Frau erfuhr er den vollen Namen seiner Gäste, deren Ausbildung, den Geburtstag, die Nationalität und genaue ethnische und regionale Herkunft. Dieses Land kannte er nur aus den Nachrichten von irgendwelchen Gräultaten und Schlächterein.

Die junge Frau wollte gerne weiter bei Ralf Arbeiten. Das Essen war echt lecker, sie einigten sich deshalb auf ein erweitertes Engagement. Abayomi solle sich bald etwas eigenes Brauchbares zum Wohnen suchen, bis sie etwas vernünftiges fand dürfe sie noch oben im Gästezimmer bleiben. So kam der Abend für alle zu einem erfreulichen Ausklang. Abayomi kuschelte sich in ihre weiße Bettwäsche und fühlte sich zum ersten Mal im Leben für einen Moment Sicher und Behütet. Sie wusste wo sie die nächsten Wochen schlafen durfte, hatte ein Zimmer welches sie zwar Absperren konnte, aber eigentlich nicht musste.

Ihr Arbeitgeber schien wirklich Nett zu Sein, obwohl sie ihn ja jetzt erst zweimal gesehen hatte, er nutzte die Situation nicht aus, sie hatte Vertrauen zu Ihm. Ob er eine feste Freundin hatte? Sicherlich! So ein Mann bleibt nicht lange Alleine. Aber sie hatte nicht das Gefühl dass noch mal eine Frau im Hause war, seit die Frau vorher nicht mehr kam. Ob Ralf afrikanische Frauen hübsch findet? Ob er sich irgendwann für sie auch interessieren könnte? Sie kannte die gierigen Blicke der Männer auf ihren Körper. Ralf sah sie nicht gierig an, eher Neugierig und Interessiert.

Abayomi begann sich mit europäischen Frauen zu Vergleichen. Sie war deutlich größer wie die meisten weißen Frauen, der Oberkörper etwas Kürzer, die Beine deutlich länger. Deutsche Frauen haben ein breiteres Becken und meist größere Brüste. Aber sie wirkten weicher, tendenziell Fettleibiger. Ob das an der Ernährung lag? Oder bewegten sie sich weniger? Obwohl, so viel wie in Afrika bewegte sie sich hier auch nicht mehr, verließ nur sehr selten und heimlich das Haus.

Irgendwann würde sie sich auch einen Mann wünschen. In Afrika ging es fast nicht ohne Partner im Alltag, Mann und Frau waren Überlebensgemeinschaften, sie schlug sich bisher nur mit viel Mühe durchs Leben. Dabei hatte sie einem Mann durchaus etwas zu Bieten? Vorsichtig begann sie ihren Körper unter der leichten warmen Bettdecke zu Streicheln. Besonders Stolz war sie auf ihre festen Brüste, die zwar nicht sonderlich groß sind, aber dafür sehr schön geformt und ihre kräftigen langen Haare.

Trotz der vielen Feldarbeit hatte sie noch schöne Hände und eine gute Haut, kaum Narben von Dornen oder Insektenstichen. Sie glitt mit ihren Händen über den flachen harten Bauch auf ihren Schamhügel zu. Viel zu Selten hatte sie in der Vergangenheit die Ruhe und Muße sich selber etwas gutes zu Tun, nie ein eigenes Zimmer in dem sie sicher Ungestört war.

Wenn ein Körper ständig Hungrig oder Übermüdet ist, innerlich immer Bereit für eine Flucht dann hat er keinen Bedarf für Zärtlichkeit. Dazu braucht eine Frau etwas Sicherheit und Geborgenheit. Ein Mann fehlte ihr nie Wirklich und erst in diesem Haus fand sie erstmals in einsamen Nächten die Gelegenheit und Lust sich selbst Anzufassen.

Selbst als sie noch im warmen Heizungskeller wohnte und an den Wochenenden, wo niemand im Haus war oft heraufkam um zu Duschen fand sie schon erste Momente um sich unter dem prasselnden warmen Wasser ihres Körpers bewusst zu Werden, sich mit den teuren Seifen und Lotionen der Bewohnerin zu Verwöhnen. Manchmal hörte sie durch den Rohrschacht wie sich ihr Arbeitgeber mit der damaligen Bewohnerin, welche sie ja nie gesehen hatte, im Badezimmer Vergnügten, das stachelte ihre Phantasie etwas an und sie fummelte sich währenddessen auch selber.

Nur das was sie von Freundinnen immer als Höhepunkt beschrieben bekam oder bei anderen Paaren ungewollt hörte hatte sie vermutlich noch nicht erlebt, ob es dazu einen Mann brauchte? Sie streichelte sich schon im Schritt, fühlte mit ihren Fingern genau wie sie dort gebaut ist, merkte wie nach kurzer Zeit eine glitschige Flüssigkeit von innen aus der kleinen Öffnung sickerte, es fühlte sich Alles auch echt schön an, aber wie sollte dadurch ein Höhepunkt entstehen? Mit diesen Gedanken schlief sie beruhigt ein.

-Szene-

Ralf wühlte am nächsten Tag auf dem Dachboden der Firma in einem Regal mit unzähligen Kabeln und elektronischen Geräten. Ah, da war er, sein alter Laptop. Eigentlich längst überholt, aber noch brauchbar für das was er Plante. Alles komplett gelöscht, danach lud er aus dem allwissenden Netz einen umfangreichen Sprachkurs für genau ihre Herkunft und Deutsch.

Seine junge Haushälterin schien sehr Intelligent, bestimmt konnte sie damit etwas Anfangen und ihre seltenen alltäglichen Berührungspunkte würden einfacher zu meistern sein. Sie nahm ihr Geschenk mit einem erfreuten Lächeln entgegen und fortan hörte man aus dem Gästezimmer nicht mehr leise den Fernseher nölen, sondern monotones Tippen einer Tastatur und synthetische Stimmen die Worte zum Nachsagen animierten.

Jeden Abend wenn Ralf Heimkam kochte sie für ihn, jeden Morgen war Frühstück bereitet, schnell nahm er etwas zu. Die Wochen und Monate vergingen wie im Flug, die Haushaltshilfe blieb ein Kobold, deren Auszug war im Grunde auch kein echtes Anliegen mehr. In jener speziellen Schublade lagen jetzt immer zu ihren 400 bis 500 Euro noch etwas Haushaltsgeld, welches sie stets akribisch mit Belegen abrechnete.

Plötzlich merkte Ralf wie preiswert das Leben sein konnte mit einer sparsamen Mitbewohnerin, er verbrauchte nur noch Bruchteile von dem was Veronika monatlich Verschlang. Und er dachte nach, wie er die Bezahlung der Haushälterin gerechter lösen und die junge einsame Frau besser in einen normalen Alltag integrieren könnte.

Schüchtern klopfte er Donnerstag Abend an das Gästezimmer. Abayomi öffnete sofort mit etwas Unbehagen, noch nie war Ralf einfach so zu ihr ans Zimmer gekommen. Sag mal Abayomi, fragte er zögerlich, was machst du am Wochenende? Deutsch lernen, sagte sie mit starkem Akzent und listigem Lächeln. Ja, klar, und danach? Sie zuckte mit den Schultern: Nicht Wissen!

Magst du von Morgen Nachmittag an für Samstag und Sonntag mit zum Kartrennen kommen? Du kannst bei Freunden im Wohnmobil schlafen und ich wie immer in meinem Auto? Sonntag Abend sind wir wieder da, du musst nur deine Zahnbürste mitnehmen, Duschen kannst du dort auch. Weiß nicht ob dir das Gefällt, aber es ist für mich immer ganz Lustig dort. Grillen, blöd daher reden, paar Bierchen und mit dem Kart rumheizen. Nur die Hälfte Verstanden, aber ehrlich Erfreut, fast Begeistert sagte Abayomi zu.

Sie fuhren 4 Stunden. Mit einem rüttelnden großen Anhänger an dem kleinen Wagen, eingekeilt zwischen riesigen Lastwägen auf der rechten Spur. Abayomi saugte die Schönheit der frischen grünen Landschaft in sich auf. Bei ihr Zuhause war immer alles Staubig und trocken, für ein paar Wochen im Jahr alles völlig verschlammt und abgesoffen. Deutschland schien ein gutes Land zu Sein, hier wollte sie bleiben wenn möglich.

Für den Moment sah alles aber ganz Gut für sie aus. Immer wieder schaute sie unauffällig zu Ralf, dem gutaussehenden und gutherzigen Mann, welcher mit einer Sonnenbrille der Musik lauschte, sie sprachen kaum. So einen Mann hatte sie ihr Leben noch nicht Getroffen. War sie etwa Verliebt? Schnell verscheuchte sie den Gedanken und konzentrierte sich auf die Landschaft.

Sie fuhr mit einem jungen sehr ansehnlichen Mann mit einem guten kleinen Wagen über das Land, zu einem Kartrennen, was immer das sein sollte. Sie hatte endlich genügend und leckeres Essen, sauberes Trinkwasser, mehr Geld als sie ausgeben konnte oder wollte, ein gutes Bett und sie wurde nie wieder nach Auszug gefragt. Das einzige was ihr zum Glück noch fehlte wäre ein glückliches Ende ihres Studiums, aber wie es für den Moment lief wollte sie ihr Glück nicht überstrapazieren.

Das Wochenende wurde ein Erfolg. Für Ralf weil er wie fast immer mit einem Pokal Heim fuhr und mit seinen Kumpels viel Spaß hatte, für Abayomi weil sie so unkompliziert Anschluss zu vielen freundlichen Menschen fand, mehrere junge Männer machten ihr viele Komplimente und sehr deutlich den Hof.

So viel unbeschwerten Spaß hatte sie noch nie in ihrem Leben. Als sie Sonntag Abend gemeinsam den großen Anhänger in die Garage schoben fragte sie Ralf, ob sie wieder mitfahren dürfe, es war wirklich schön gewesen. Klar.... versicherte Ralf eilig, wenn du magst.... etwas Verwundert dass Frauen an seinem Sport auch etwas Gutes finden wollten.

Ralf hatte also nun nicht nur eine Mitbewohnerin, sondern auch eine Reisegemeinschaft, an die er sich schnellstens gewöhnt hatte. Abayomi fand sofort überall Anschluss, war Hilfsbereit und kein bisschen lästig. So unproblematisch war sonst kaum eine Frau die er kannte. Und auch nicht so hübsch. Immer wieder ertappte er sich dabei, die junge exotische Frau länger als nötig zu Mustern. Es fand sich immer wieder etwas an ihr was die Blicke fesselte.

An den gemeinsamen entspannten Abenden neben den Rennstrecken vor dem Grill war endlich auch mal Gelegenheit, sie genauer nach ihrer Vergangenheit, dem Lebenslauf, ihrem Heimatland, nach ihrer Familie und den Umständen ihres Aufenthaltes zu Befragen. Große Sorgen machten Ralf der fehlende Pass, viele Dinge ihrer Erzählungen klangen einfach Ungeheuerlich. Entweder krass Gelogen oder echt Tragisch, er beschloss sich mal etwas Umzuhören, zu Informieren. Saugte viele Details ihrer Erzählungen in sich auf, um wenigstens einige Fakten zu bekommen.

Am übernächsten Wochenende waren sie nur zum Training auf der benachbarten Bahn, Ralf drosselte den Motor eines seiner Karts rigide und bot Abayomi eine Probefahrt an. Zögerlich stimmte sie zu, gespalten vor Angst und Neugierde, ließ sich alles Erklären, dann ein erster Test.

Dieser endete mit einem spektakulären Abflug, offenbar hatte der gedrosselte Motor für Anfänger immer noch zu Viel Kraft. Aber sie Lachte herzlich. Wollte sofort wieder. Gleich darauf wieder ein Abflug und eine Stunde später nochmal. Aber sie lachte immer noch, obwohl die Prellungen sicher höllisch schmerzten.

Unter der Woche Abends schraubte Ralf in ein altes Fahrgestell einen kleinen Industriemotor, wie man ihn von Aggregaten oder Baumaschinen kannte, vielleicht der einfachere Weg für eine Anfängerin. Seltsamerweise zweifelte er keinen Augenblick daran dass die Haushälterin wieder mit ihm kommen würde. Oder hoffte er es? Sie brauchte auch einen richtig passenden Helm, Stiefel, Handschuhe und einen Schutzanzug, die Größe konnte er recht gut abschätzen. Wurde fündig bei einem Spezialausrüster, ließ es in den Nationalfarben ihrer Herkunft nähen und den Helm Bekleben.

Und er hatte sich nicht getäuscht, seine Hoffnung wurde bestätigt. Warum legte er plötzlich so großen Wert auf ihre Gesellschaft, wo doch früher seine Kumpels die Wochenenden immer ausfüllten? Die Kumpels waren auch nicht halb so schön anzusehen wie die junge Frau, zeigten nicht so herzlich offen ihre Gefühle, konnten sich nicht so mitreißend des Lebens erfreuen.

Der eigene Rennanzug mit Helm in ihren Farben verursachte einen kleinen Freudentanz. Als sie registrierte dass das Kart mit dem kleinen Motor nur für sie, ihr ganz eigenes war grinste Sie. Hätte sie keine Ohren dann hätte sie ringsum gegrinst. Sie war langsam, so langsam dass ihr nahegelegt wurde mit den Bambinis zusammen zu Starten.

Egal, sie freute sich und hatte einen riesigen Spaß. Die Bambinis hatten wiederum ihren Spaß weil sie eine Erwachsene verheizten. Aber diese grenzenlose Freude mit anzusehen öffnete das Herz. War es wirklich nur die Freude über das plötzlich geteilte Hobby? Oder war es doch mehr geworden?

Bei den Bambinis war sie der absolute Renner. Menschlich gesehen. Die Kinder merkten recht schnell dass sie mit ihren kleinen Sorgen und größeren Wehwehchen bei Abayomi bestens aufgehoben waren. Beim Kart sind kleinere Verbrennungen, Schürfungen und Prellungen eher Normal. Abayomi konnte das Aua immer so schnell weg machen, viel besser noch als Mama und Papa. Und sie lachte so schön. Ja, sie öffnete kleine und große Herzen, sie selbst blühte dabei auf, mit den Kindern lernte sie die fremde Sprache richtig schnell, weil diese einfache Worte verwendeten und sie selbst keine Hemmungen vor Fehlern hatte.

Ralf überlegte sich, suchte immer wieder einen Vorwand um mehr Zeit mit Abayomi zu verbringen. Er genoss ihre fröhliche, entspannte Art. Sie aßen nun immer in der Küche Zusammen, sahen Abends gemeinsam Fern. Das kalte sterile Haus füllte sich mit ihrer Seele, wurde zum gemütlichen Heim. Sie gingen gemeinsam für den Haushalt einkaufen und Bekleidung beschaffen. Manchmal ein kleiner Ausflug in das Umland. Immer kritisch beäugt von ihrer Umwelt.

In seinem Budget merkte er die junge Frau nicht. Ihre Ansprüche waren einfach und überschaubar, nicht ansatzweise mit der hemmungslosen Verschwendungssucht von Veronika zu Vergleichen. Langsam erfuhr er immer mehr von den Wünschen und Träumen der jungen Frau, von ihrer scheinbaren Vergangenheit, je besser ihr Wortschatz wurde, er merkte sie war Lernen gewohnt und sah Bildung als Privileg an.

Dann kam der Geburtstag von Abayomi näher, den hatte er sich seltsamerweise sehr gut merken können. Diesen Tag wollte er nicht einfach so vergehen lassen, wollte eine Freude bereiten so wie sie ihn die letzten Monate erfreut hatte, organisierte viele Wochen vorher, beschaffte, forschte, holte Informationen ein, schrieb viele Briefe und E-Mails, kontaktierte Botschaften. Indirekt hoffte er aber auch auf Gewissheit, wie Vertrauenswürdig sie wirklich war. Beim Abendessen fragte er sie Beiläufig was Mittwoch anstehen würde, erwähnte aber nicht ihren Tag. Sie zuckte nur mit den Schultern: Nichts besonderes, warum? Nur so.....

Musst du heute nicht zur Arbeit? fragte sie Mittwoch Morgends, als Ralf selber Brötchen geholt hatte und so garnicht das Frühstück beendete. Nein, heute nicht. Wir machen einen Ausflug. Heute? Heute! Oder magst du nicht? Doch doch.... versicherte die junge Frau eilig, konnte noch nicht einschätzen ob das etwas mit ihr zu Tun hatte, ihm war nichts Anzumerken. Was soll ich anziehen, Ralf? Was du magst, wir gehen nicht zum Karting. Jetzt kam der erste feine Verdacht auf, dass es doch etwas mit Ihr zu Tun haben könnte.

Abayomi wählte ihr schönstes (und einziges) luftiges Sommerkleid aus, richtete sich aufwendig ihre langen schwarzen Haare, zog die hohen zierlichen Sandaletten dazu an, das alles hatte sie von Ralf bekommen, aber noch keine Gelegenheit gefunden zu Tragen. Ralf saß noch mit der Zeitung und dem Honigbrötchen am Frühstückstisch, als lautes Klackern die Treppe herab ihn hohe Absätze vermuten ließen.

Er hatte sie nun wahrlich oft gesehen, aber an diesem Morgen stockte ihm richtiggehend der Atem: Wie schön diese Frau doch war! Konnte seinen Blick nicht Abwenden, was die junge Frau etwas Verunsicherte. Stimmt etwas nicht mit Mir? Doch doch, alles in Ordnung, mit Mir stimmt vielleicht was nicht. Damit stand er auf und eilte Ebenfalls in sein Zimmer. Wie er umgezogen kam war die Küche schon wieder Ordentlich.

Sie fuhren an den Chiemsee. Erst ein kurzer Spaziergang in der kühlen Morgensonne an der Promenade entlang, so weit es ihre hohen Schuhe eben zuließen. Dann eine Dampferfahrt auf die Insel, wo sie ein historisches Schloß bewunderten. Eine weitere Dampferfahrt auf eine kleinere Insel zum Mittagessen, wo Ralf nach dem Dessert einen großen Umschlag aus dem Rucksack holte.

Was ist das? Fragte Abayomi neugierig. Dein Geschenk! Alles Gute zu deinem Geburtstag! Woher Weißt du? Fragte sie jetzt dann doch etwas gerührt. Erinnerst du Dich noch an unser erstes Gespräch mit deiner Bekannten als Mittlerin? Ja! Ich merkte mir einige Dinge aus deinem Lebenslauf; die konnte ich jetzt für dein Geschenk hier brauchen. Damit überreichte er den Umschlag.

Und das ist für mich? Ja! Aus dem braunen Umschlag kamen viele vergilbte Papiere. Manche davon erkannte sie sofort als ihre Zeugnisse, erschrak heftig. Andere Papiere trugen wichtige Stempel und hoheitliche Wappen. Woher hast du das alles, stotterte sie Bleicher werdend. Ein lustiger Anblick bei einer farbigen Person. Von deinem Bruder! Jetzt entgleisten ihre Gesichtszüge völlig und sie verlor ihre Fassung. Er lebt? Ja, und noch zwei Schwestern.

Ich muss mich bei dir Entschuldigen und bin dir eine Erklärung schuldig. Bist du nicht, antwortete sie. Doch, bin ich. Deine Erzählungen klangen alle für mich erst mal etwas Unglaubwürdig, habe deshalb mehrere Monate Nachforschen lassen. Als ich erkannte dass du wirklich Ehrlich bist sah ich die Notwendigkeit Papiere zu Organisieren, um deinen Aufenthalt hier irgendwie zu Legalisieren oder deine Ausbildung neu aufzunehmen. Dabei stieß ich auf deine Geschwister.

Deine Geschwister leben heute in Nairobi und hatten das bisschen Papier Teilweise noch von Dir. Warum? Wieso? Ralf befürchtete einen Zusammenbruch, hastete um den Tisch, setzte sich neben Sie und legte fürsorglich seine Hand auf ihren Arm. Dieser himmlische Geruch! Er saugte eine volle Nase von ihr ein, welche sich tief in sein Gehirn brannte.

Dein größter Wunsch, so glaubte ich immer heraus zu Hören, war das Beenden deines Studiums. Dazu brauchst du in Deutschland Ausbildungsnachweise. Dann wird geprüft was davon anerkannt werden kann und was du ergänzend lernen musst. Das war alles was deine Geschwister von dir als Erinnerung an dich irgendwie retten konnten, den Rest bekam ich über deine alten Universitäten und die Botschaft. Das ganze sandte ich an eine Kommission bei der Hochschule, wo du am Freitag einen Termin zur Vorsprache hast und genaueres erfahren Kannst. Das war zu Viel für die junge Frau. Sie begann bitterlich zu Weinen. Aber keine Tränen der Trauer.

Dieser Blick, mit dem sie ihn ansah, als sie sich nach mehreren Minuten wieder gefangen hatte. Dieser Blick, eine Mischung aus Dankbarkeit, Hoffnung, Stolz und Zuversicht. Meine Geschwister, stammelte sie..... Ja, der Rest deiner Familie hatte weniger Glück, das weißt du ja selbst am Besten. Ein warmes Gefühl strömte durch ihr Herz. Seit sie diesen jungen Mann kannte hatte sie so unglaublich viel Freude erleben dürfen und jetzt auch noch das. Womit hatte sie soviel Glück nur Verdient? Bist du noch Böse auf mich, fragte Ralf besorgt? Nein warum, schüttelte sie den Kopf, du hast mir einen großen Gefallen erwiesen.

Was das junge Paar nicht sehen konnte: in ihrem Rücken saß an einem anderen Tisch eine junge Frau mit braunen kurzen Haaren, braunen Augen und einer beachtlichen Oberweite, kokett in Szene gesetzt für einen sehr wohlhabend scheinenden Herren mittleren Alters, der keinen Augenblick seine Augen von ihr wandte, sie richtiggehend begaffte.

Sie begaffte ebenfalls – nämlich Wütend und Eifersüchtig das so glücklich scheinende Paar am anderen Ende des Biergartens. Früher saß sie immer neben diesem jungen Mann. Ihre Wut steigerte sich permanent, sie vergaß darüber völlig ihren Begleiter und Gönner. Den älteren Mann dem sie sich letzte Nacht total Lustlos hingegeben hatte um ihr weiteres Studium zu Finanzieren. Das Studium welches sie nicht gebraucht hätte wenn sie jetzt dort drüben am Tisch sitzen würde.

Zu ihrem eigenen Glück verließ das junge exotische Paar die Lokalität, bevor sie sich ganz Vergaß. So konnte Vroni auch nicht mehr sehen, wie die exotische junge Schönheit auf dem Weg zum Dampfersteg scheinbar Zufällig die Hand des jungen Mannes in die Ihre nahm. Und er den leisen Händedruck schüchtern und kurz erwiderte.

-Szene-

Vroni dachte nach. Ständig. Grübelte. Zermarterte sich den Kopf. Hatte nur noch das Bild von Ralf und Abayomi im Kopf. Sogar jetzt wie sie am ersten richtig warmen Tag des Jahres im Freibad saß und mehrere junge Männer sie in Folge anbaggerten. Jetzt sitzt diese blöde Kuh in meinem Haus. Sie muss weg, nur dann kann ich dort wieder einziehen. Ich habe die älteren Rechte. Ihr steht das nicht zu, soll sie dahin gehen wo sie her kam. Möglichst sofort...... möglichst sofort..... wie könnte man das regeln?

Ihr kam ein wirklich boshafter Einfall: Möglichst Sofort, dahin wo sie her kam! Wer hilft ihr dabei? Die Behörde! Sie fragte scheinheilig und betont super freundlich den nächstbesten jungen Mann nach seinen Telefon, ob sie mal kurz ein Ortsgespräch führen dürfe. Dieser fühlte sich geschmeichelt und zögerte nicht lange, sein hypermodernes Gerät zu Teilen, Vroni wandte sich etwas ab, begann über das Netz in einem Telefonbuch zu Suchen.

Hallo, ist dort die Behörde? Sind sie für Schwarzarbeit zuständig? Mein Name tut nichts zur Sache. Bei Herrn Sowienoch in der Musterstraße 66 arbeitet eine i*****le dunkelhäutige Haushaltshilfe. Wie können sie so etwas zulassen? Den steuerzahlenden Bürgern und Firmen sollten sie zu ihrem Recht verschaffen. Woher sie das Wisse, die Frage von der anderen Seite.

Veronika vergaß geflissentlich dass sie das selber mit ihrer Mutter eingefädelt hatte. Ja, ich habe diese Dame mehrfach dort gesehen, dreimal wöchentlich einen Nachmittag. Nein, sie stehe nicht als Zeugin zur Verfügung, das sei Problem der Behörde. Rote Taste.

Schnell gab sie das Gerät an den Besitzer zurück, raffte ihre Tasche zusammen und verschwand Blitzartig. Das Mobile des jungen Mannes klingelte, er nahm an, sie hörte noch im Gehen wie er sagte: Nein das war ich nicht, eine junge Frau.... Halt, warten sie, rief er Vroni noch hinterher, diese beschleunigte noch mehr ihren Schritt und verschwand in der drängelden Menge am Kiosk.

So klingelte es Montag Abends bei Ralf an der Türe. Er erwartete keinen Besuch, schlappte unwillig an die Türe, öffnete Ahnungslos. Drei Uniformierte drängelten sich sofort an ihm Vorbei, einer verwickelte Ralf in ein Gespräch. Als von innen Rufe kamen ging der Amtmann auch mit Ralf ins Haus zurück, Abayomi war geschockt und von zwei Amtmännern flankiert.

Nein, sagte Ralf, das sei keine Angestellte, das ist eine Freundin auf Besuch. Er wisse nichts von unerlaubtem Aufenthalt. Ausweisen konnte sich Abayomi natürlich auch nicht, schlicht weil sie keinen Pass besaß. Sie müsse bis zur Klärung des Vorfalles mitkommen. Abayomi verstand die Welt nicht mehr, fügte sich erst mal in ihr Schicksal. Scheinbar. Kann ich noch auf Toilette? fragte sie. Muss das sein? die mürrische Antwort ihres Bewachers. Ja, oder ich Nässe ihr Auto. Das wirkte: Ok, ok, aber ich komme mit.

Ralf schaltete schnell: Abayomi, du musst oben gehen, unten ist immer noch Verstopft (und dachte an das vergitterte Fenster, hatte sie den gleichen Gedanken?)..... Ach ja, stimmt..... das ungleiche unfreiwillige Duo stieg die Treppe empor. Der Amtmann vergewisserte sich mit einem Blick in den weiß gekachelten Raum: Das Fenster ist Klein und Hoch, außerdem im ersten Stock.

Abayomi schloss die Türe hinter sich, öffnete leise das Fenster: Sie jedoch war groß, schlank, gelenkig, sportlich und wusste von der Dachrinne (die der Klempner mal repariert hatte) und dem Blitzableiter neben dem Fenster. Als der Bewacher ein seltsames Poltern von innen hörte und mit einer Münze endlich den Türriegel der Klotüre öffnete war sie schon außer Reichweite, er hastete Hektisch nach unten, riss die riesige Terrassentüre auf und starrte in die Dunkelheit. Schrie wütend: Wo ist sie?

Ralf musste ein Lachen verkneifen: Wen meinen Sie? Diese Frau! Der verarschte baute sich drohend vor Ralf auf: Wer war das? Ich weiss nur wie sie mit Kosenamen heißt und dass sie eine Freundin von mir ist. Ich kopiere mir doch nicht den Ausweis von allen Kumpels die mich besuchen, am besten mit Durchschrift an die amerikanische Botschaft? Hätten sie mal freundlicher Gefragt und die arme Frau nicht so erschreckt hätten sie bestimmt Auskunft erhalten.

Die vier Mann wollten noch wissen ob sie hier wohne, Ralf zeigte ihnen das Gästezimmer. Hier übernachtet sie Gelegentlich. Oberflächliches ergebnisloses Wühlen in den Sachen der jungen Frau, dann zogen sie mit einer Mischung aus Frust und Wut ab: Das wird Folgen haben! Ralf kicherte: Welche denn? Die Antwort blieb aus.....

Aufgewühlt fuhr Ralf durch die Nacht. Einerseits voller Sorge um die junge Frau, andererseits erwachte in ihm ein Rebellentum, warum ein Staat so massiv auf völlig harm- und wehrlose Menschen einprügelte. Er suchte zuerst Abayomi. Wo konnte sie nur sein? Sie kannte sich nicht sonderlich gut in der Gegend aus, hatte kaum Freunde.

Ein Lichterpaar folgte ihm von Anfang an betont unauffällig, in jede unbedeutende Seitenstraße, in jedes Viertel der kleinen Stadt. Leise bummerte der Baß von Technomusik aus dem Lautsprecher.... Was ist das noch für ein ungewöhnliches Geräusch? Die Antriebswelle? Nein, kommt ja von Hinten. Ein Gewebebruch am Reifen, ein eingefahrener Nagel? Aber das Geräusch war so ungleichmäßig..... ein Klopfen..... drehte die Musik leiser....

Ralf..., sind sie weg? Jetzt erkannte er voller Freude die Stimme mit dem unverwechselbaren Akzent, drehte sofort die Musik aus. Abayomi! Sind sie weg? Sie musste ihren langen Körper in den kleinen Kofferraum gefaltet haben. Ralf lachte innerlich, die Frau war Clever. Deshalb war sie so schnell weg. Vom Garten gleich wieder in die Garage.....

Abayomi, warte noch, sie sind hinter uns! Halte dich gut fest, spreize dich ein so gut du kannst, es wird jetzt etwas wild.... Ralf schaltete sein Mobilphone ab, warf es achtlos unter den Sitz, dann sofort zwei Gänge herunter, der Motor drehte gierig hoch. Die träge dunkle Mittelklasse-Limousine konnte dem jungen gut trainierten Kartfahrer in dem flotten Kleinwagen durch die Kleinstadt nur sehr kurz Folgen. Ralf kicherte wieder: das würde ihn vielleicht eine Verwarnung wegen Tempoüberschreitung kosten. Obwohl.... viel Weg und Zeit zum Messen hatten sie sicher nicht....

Sooo, wir sind da.... Ralf öffnete in einer dunklen Einfahrt den Kofferraumdeckel und Abayomi pulte sich mühsam aus ihrem Versteck, massierte sich schmerzende Gelenke, kämpfte durch trockenes Würgen gegen Übelkeit. Ralf wunderte sich noch, wie diese Frau da drin nur Platz hatte.... wurde von ihrer Frage unterbrochen: Wo sind wir? Hier wohnt unser Firmenanwalt. Wir werden ihn zu deiner Situation befragen und danach Entscheiden wie es weiter geht.

Auch der Anwalt war nicht erfreut über den späten Besuch, musste aber dann doch Schmunzeln als er eine kurze Sc***derung erhielt. Zuerst müsse die junge Dame sofort ausreisen, ohne Aufgegriffen zu werden. Wenn die Behörde nicht mal den Vornamen wisse steht einer erneuten offiziellen Einreise nichts im Wege, diese dürfe aber keinesfalls über ein sicheres Drittland erfolgen, sondern muss direkt aus dem Land ihrer Verfolgung, am besten ohne das Wissen von Ralf erfolgen. Dann könne sie direkt bei der Einreise Asyl beantragen, auch ohne Pass und sie hat dann Zeit alle Fakten und Akten in Ruhe nachzureichen.

Ralf verstand, wirkte aber verwirrt. Abayomi verstand garnichts, wirkte nur Verängstigt. Wie sollen wir das alles machen? Der Anwalt sagte: Ich darf hierzu keine Empfehlungen abgeben. Aber ich kann dir mein Auto leihen, damit du zu dem Bedarfsflugplatz in Aburg fahren kannst, weil du zum Beispiel Morgen einen dringenden Termin in Afrika mit einem Sponsor für deinen Kartsport haben könntest. Dort hat es kleine Chartermaschinen und der Zaun langt nicht vollständig um das ganze Gelände..... er hüstelte etwas gekünstelt, Ralf grinste, plötzlich sehr erheitert. Tastete seine Gesäßtasche ab, Geldbeutel mit Perso und 2 Kreditkarten dabei.... Er müsse ja nicht offiziell dort Einreisen. Das ganze war schon wieder so dermaßen Dreist, dass es klappen könnte.....

Über viele kleine Nebenstrecken und Wirtschaftswege die Ralf aus seiner Sturm- und Drangzeit mit dem Moped kannte fuhren sie zu dem Flugplatz, diesmal in einer bequemen geliehenen Limousine, das Fabrikat kannte Ralf nur zu Gut. Abayomi saß nun Vorne, nicht wirklich Entspannt, aber es tat sich etwas und Ralf schien mäßig angespannt, aber gut Gelaunt zu Sein.

Sie fuhren vor ein großes flaches Gebäude. Warte hier, Abayomi! Ralf betrat eine Halle mit gläsernen Büros, fand Eines noch beleuchtet. Kann ich bei Ihnen einen Rundflug buchen? Der Angestellte sah bewusst Provokativ auf seine Uhr, nickte dann aber Gnädig. Wohin? Wann? Einen Rundflug hierher, mit Zwischenlandung in München MUC. Sofort! Der Mann sah ihn mit großen Augen erstaunt an. Nach München.... mit der Bahn billiger, in 40 Minuten..... Via Afrika zum Tanken, ergänzte Ralf. Ja, sie haben richtig gehört! Sie haben draußen diese kleinen Business-Jets stehen, die sind doch zu Chartern? Der Mann saß Augenblicklich gerade in seinem Stuhl und tippte in seinem Computer. Sicher..... Wie genau soll der Flug Aussehen? Wie wollen Sie bezahlen?

Wenn sie das wirklich Ernst meinen dann rufe ich bei den Piloten herum, wer noch Zeit hat. Wir haben ein Muster, welches noch Single-Pilot geflogen werden darf, falls wir keine zwei Piloten finden. Ralf nickte energisch, legte beide Kreditkarten zur Bestätigung auf den Tisch, der Mann ergriff sein Telefon.

Es war das erste Mal in seinem Leben, dass Ralf wirklich über seine finanzielle Ausstattung froh war, dass er diese wirklich brauchte. Piloten fanden sich schnell, jeder war wohl heiß darauf seine Mindeststunden etwas aufbessern zu Können, egal wie verrückt der Auftrag klang. Im Büro einigten sich während der Anfahrt der Piloten zwei Männer auf eine Kaution für den Auftrag per Kreditkarte, die endgültige Abrechnung sollte per Post an seine Firma gehen. Es würde nicht billig für Ralf..... das bedeutete viele Gebrauchtwagen verscherbeln.....

Niemand fragte nach einem Pass oder Ausweis, niemand interessierte sich für die Passagiere die des Nächtens nur einen Rundflug buchten, es soll ja wirklich schräge Perverse im Leben geben, so die einhellige Meinung der drei Beteiligten der Flugfirma, als sie die junge sehr hübsche exotische Afrikanerin mit der engen Jeans und dem stramm sitzenden Shirt sahen. Ein Pilot drapierte unauffällig eine Küchenrolle in Ralfs Reichweite, zwinkerte ihm zweideutig zu und Verriegelte hinter sich die Cockpitüre. Die Piloten grinsten sich innen süffisant zu. Perverse! Hoffentlich mussten sie die Ledersitze morgen nicht Reinigen.... So startete ein kleiner Jet über eine beleuchtete Bahn in die Nacht zu einem Rundflug, nur mit kurzem Auftanken in Afrika und Zwischenstop in München.

-Szene-

Der erste Weg offiziell geführt von einem Wachmann mit wichtiger leuchtender Weste nach der Landung in MUC ging direkt zur Behörde. Abayomi war so gar nicht wohl bei der Sache, aber Ralf wirkte sehr sicher. Sie wurde ein klein wenig Ruhiger, als sie den Anwalt schon vor dem Büro warten sah. Ralf übergab Abayomi an einen Amtmann: Ich habe hier eine blinde Passagierin in meinem Flugzeug gefunden auf einem vergnüglichen Rundflug über Afrika. Keine Ahnung wie sie dort Reinkam, als wir nach dem Auftanken starteten kam sie im Flug aus der Toilettenkabine.

Die noch wartenden Piloten wurden kurz Angefunkt, ob sie irgendetwas ungewöhnliches Bemerkt hatten? Diese wollten natürlich keinerlei Ärger: Nein, sie machten laut Auftrag einen erweiterten Rundflug, mussten in Afrika-International auftanken. Sie hatten die meiste Zeit beim Tanken im Cockpit gesessen oder neben dem Flugzeug gewartet, bezahlten schnell mit der Kreditkarte der Gesellschaft beim Tankwart. Es war schließlich ein abgesperrter internationaler Flughafen nur kurz zum Auftanken, sie rechneten da gar nicht mit irgendwelchen Komplikationen und ihnen sei rein garnichts Ungewöhnliches Aufgefallen.

Ralf zeigte seinen Ausweis den Beamten und übergab den Vorgang seinem Anwalt, der erst mal auch von nichts wusste, sich aber energisch in den Fall einarbeiten wollte. Abayomi murmelte nur Verschüchtert: Bitte Asyl! Der Anwalt öffnete geschäftig seinen Aktenkoffer auf dem Tresen, als Ralf schon wieder zum Flugzeug etwas Abseits auf dem riesigen Rollfeld geführt wurde. Die beiden Piloten warteten schon ziemlich Wütend auf Ralf. Dieser stieg äußerlich Ungerührt, innerlich aber total aufgewühlt in den Jet.

Danke fürs Warten, wir können jetzt nach Hause! Beide stiegen mürrisch auf ihre Sitze, wussten genau dass sie irgendwie Benutzt wurden, aber nicht wie und warum. Geschmuggelt wurde nichts, im Grunde war nichts Verbotenes gewesen, nur ein sehr langer Rundflug, eine Passagierin bei der Behörde, ein seltsamer Funkspruch. Alles nur Komisch! Und die Sitze hatten auch keine Flecken. Nächstes Mal würden sie zweimal hinsehen! Nach 12 Minuten setzte der Jet in Aburg auf und Ralf bestieg wieder sehr gut gelaunt die geliehene Limousine. Die Fahrt zurück nach München dauerte mit dem Auto fast eine Stunde.

In einem gläsernen Büro bei einer Behörde in München MUC kümmerten sich bald 3 Amtmänner um den dubiosen Vorfall. Sie wussten genau, dass sie irgendwie gelinkt wurden, kein Asylbewerber sonst reiste mit einem Privatjet an, wurde von seinem eigenen Anwalt empfangen. Sie waren Vorsichtig. Sehr Vorsichtig! Am Ende könnte alles nur ein Test der Vorgesetzten sein? Wieder eine Machenschaft vom Ministerium? Wie sie sich in Sonderfällen zu Verhalten wussten? Mit einem echten Anwalt als Zeugen besser alles dreimal Genau behandeln.

Danke für ihre Hilfe! Die Rechnung für ihre Bemühungen bitte direkt an Mich und fürs Auto tauschen geht die nächste Inspektion auf das Haus! Beide Männer gaben sich Zufrieden die Hand und Abayomi verstand immer noch nicht wirklich was war. Sie hatte jetzt nur ein Papier in der Hand mit dem sie für den Moment keine Angst mehr haben musste und eine Ausnahmegenehmigung mit welcher sie zu Besuchszwecken tageweise den Landkreis München nach FFB verlassen dürfe. Die beiden jungen Leute stiegen spät Nachmittags im Parkhaus am Flugplatz wieder in Ralfs Kleinwagen und der Anwalt übernahm seine Limousine.

-Szene-

Nein, das ist nicht die Dame vom letzten Mal, sie müssen sich Irren! sagte Ralf zu einem Uniformierten. Dieses Mal kamen die Uniformierten siegessicher wieder zu Viert, und dieses Mal zwei durch den Garten und zwei durch die Haustüre, wieder genau zum Abendessen. Diese Dame hier ist ihre Schwester, die Afrikanerinnen sehen für uns Europäer ja alle so ähnlich aus. Wie, die andere Schwester haben sie immer noch nicht gefunden? Wenn sie die andere Schwester nicht so erschreckt hätten hätte diese ihre Papiere bestimmt auch Vorgezeigt.

Denn dieses Mal hatte die anwesende afrikanische Dame offizielle Papiere, die natürlich in einem Register Telefonisch von den Beamten nachgefragt wurden. Und wieder zogen sie wütend ab, denn sie ahnten dass sie irgendwie gelinkt wurden, nur nicht so genau wie.....

Ralf und Abayomi setzten sich wieder an den Tisch. Er sichtlich Vergnügt, sie ängstlich aufgewühlt. Die Uniformierten waren weg. Grüßten sie zum Abschied sogar höflich. Und alles wegen Ralf. Er hatte alles Organisiert. Aber warum waren die Uniformierten überhaupt gekommen? Wer wusste überhaupt dass sie hier war? Wer wollte ihr so derart Schaden? Sie hat niemandem jemals etwas getan? Wer sollte einen Vorteil aus ihrer Abschiebung ziehen? Nur sehr wenige Menschen..... Sag mal Ralf, fing sie an, hast du ein Foto von deiner Exfreundin? Dem jungen Mann verging schlagartig die gute Laune. Wozu brauchst du das? Bitte gibs mir einfach!

Er wühlte unwillig in mehreren Schubladen, übergab es Abayomi. Dies ist eine der beiden Frauen die mich hier engagiert haben, rief sie enttäuscht aus. Und ich dachte sie sei nur eine Vermittlerin und die ältere Frau die Auftraggeberin. So langsam dämmerten den Beiden die Logik der ganzen Zusammenhänge..... Abayomi sah mit bösen Augen wutentbrannt weiter auf das Foto, fokussierte Veronika, murmelte beängstigend klingende afrikanische Worte, bis Ralf ihr wieder vor Schreck das Foto entriss und in kleinen Stücken damit den Mülleimer fütterte. Lass uns Essen, es wird Kalt!

-Szene-

Fast jedes Wochenende verbrachten die Beiden nun zusammen. Gelegentlich für Ausflüge und Wandern, sehr häufig zum Karting. Ralf genoss die Zeit mit seinen Kumpels, mit dem Kart, mit der schönen jungen Frau von der mittlerweile alle davon Ausgingen sie wäre seine feste Freundin. Abayomi liebte das gemütliche Grillen Abends, fuhr gelegentlich etwas Kart mit den Bambinis weil es Spaß machte, freute sich auf die freundlichen und fröhlichen Menschen die ihr Respekt entgegen brachten.

Immer schwieriger wurden für Ralf die Unterschiede vom Alltag und den Wochenenden. Wochentags am Abend traf er seine wechselnden Bekanntschaften, die er hemmungslos Fickte, die nur diesen einen Sinn zu Haben schienen und ihm als Mensch sonst nichts brachten. Dafür war er am Wochenende für Abayomi ruhig und ausgeglichen, die ihm menschlich so unendlich Viel zu Bieten hatte. Es nahm sehr viel Druck aus dieser rein freundschaftlichen Beziehung, weil er die schöne Frau nicht Anbaggern musste, einfach nur vorbehaltlos ihre Gesellschaft genießen durfte.

Gemeinsam hatten die Wochenenden die langen Wege. Quer durch Deutschland. Er fragte Abayomi ob sie eventuell den Führerschein machen wollte um ihn gelegentlich beim Fahren zu Unterstützen. Ihr Deutsch sollte gut genug sein um dem Unterricht folgen zu Können. Abayomi sagte sofort zu, ahnte nicht was damit noch Verbunden sein könnte.

Für die Ausbildung musste ein Erste-Hilfe-Kurs nachgewiesen werden. Reine Formsache, dachte Abayomi. Der Ausbilder dachte Anders. Dieser erkannte natürlich sofort Abayomis Vorbildung, fragte sie in den Pausen interessiert aus. Überredete sie zu einem Treffen eine Woche später in seiner Organisation mit der Verwaltung. Dort wurde Abayomi schon nach einer Stunde als ehrenamtliche Sanitäterin angeworben. Sie sah die Chance wieder etwas Berufspraxis zu Bekommen. Und diese Arbeit war ihr nicht Untersagt.

Ralf erkannte sofort die Freude seiner Mitbewohnerin. Und deren Stolz. Ein echter Schritt in eine weitere Integration, sie konnte Anschluss und eigene Freunde finden, mit vernünftigen Leuten. Aber hoffentlich keinen festen Freund. Diese Sorge plagte ihn unterschwellig immer öfter. Er wusste sie war etwas ganz besonderes in seinem Leben, nur wie sollte er damit Umgehen lernen?

Den Führerschein bestand sie auf Anhieb. Ehrgeiz beim Lernen und tausende Kilometer mit dem Kart halfen. Enges Gedränge auf Rennstrecken schulten ihre Stressresistenz. Auch das erkannten ihre Kollegen in der Hilfeorganisation. Sie konnte nach einer Einweisung und einem Sicherheitstraining den größeren Rettungswagen auch unter großer Hektik und starkem Druck sicher Bewegen. Ralf staunte nur noch.

Welche Energie, welchen Einsatz diese Frau zeigte und trotzdem immer so entspannt, so lässig wirkte. Sein Haus war immer aufgeräumt. Er hatte Vollverpflegung. Sie ging zur Abendschule, tagsüber fuhr sie bald regelmäßig Einsätze. Trotzdem hatte sie noch immer Zeit für ihn, war immer gut Gelaunt, verströmte unbändige Zuversicht und Freude. Diese Frau konnte wahrscheinlich nur durch Handauflegen Tote aufwecken. So wie es einige Schamanen in ihrem Heimatland auch immer Behaupteten. Würde auf Dauer in ihrem Leben überhaupt noch Platz für Ralf bleiben? Würde er dieses Tempo mitgehen können? Woher nahm sie all diese Kraft? Wirklich nur aus ihrem Glauben?

-Szene-

Eines Nachmittags musste Veronika ihr geliebtes Cabrio wegen seltsamen Geräuschen zur Reparatur bringen. Aber wohin? Zu Ralf in die Firma? Ungünstig. Sie entschied sich für eine weitere Werkstatt im Ort, eine andere Marke zwar, aber was sollte schon sein, Auto ist Auto.

Das Geräusch entpuppte sich als Eisen auf Eisen bei den Bremsen, die Reifen waren bis auf das Gewebe Abgefahren, der erste TÜV fällig und der große Regelservice auch längst Überschritten. Als sie das Auto abholen wollte traf sie fast der Schlag, glaubte an einen Irrtum. Weil die Werkstatt auf Barzahlung bestand bekam sie mehrere Tage Zeit zum Nachdenken. Als Fußgängerin und Nutzerin des öffentlichen Nahverkehrs. Welche Schmach!

Bald schon klingelte bei Ralf im Büro das Telefon, ein sehr unerwarteter Anrufer, der Meister des Autohauses vom Wettbewerb. Ehrlich überrascht fragte er nach dessen Ansinnen. Habt ihr als Firmenauto ein dunkelgrünes Cabrio mit der Nummer FFB-xx xxx? Kurzes Nachdenken von Ralf, langsam dämmerte es Ihm.... Ja, haben wir, warum? Weil dieses Auto bei Uns zum Service gelandet ist, wir wunderten uns schon warum ihr das nicht selber macht? Ähhh, lange Geschichte.... Ralf war ratlos.... Wo ist jetzt das Problem?

Die junge Dame, welche das Auto brachte war mehrmals da um es Abzuholen, konnte aber nicht in Bar oder mit Kreditkarte bezahlen, sie drängte immer wieder auf Rechnung an Euch, aber das machen wir bei Erstkunden grundsätzlich nicht. Ralf verstand, in Ihrem Haus ist das Identisch. Danke Kollege für die Mitteilung! Habt ihr den Schlüssel? Klar! Und den Schein? Klar, ebenfalls! Gut, ich komme persönlich Vorbei und bezahle die Schuld. Bin in 30 Minuten bei Euch. Bis Gleich? Bis Gleich!

Ralf fuhr mit dem Bus ans andere Ende der Kleinstadt, musste etwas warten, sah sich derweil bei der Konkurrenz aufmerksam um. Bis der Meister lächelnd auf ihn mit ausgestreckter Hand zu kam: Welche Ehre für unsere bescheidene Hütte! Darf ich Ihnen unser neuestes Modell vorführen? Ralf musste ebenso grinsen: Danke, ein andermal sehr Gerne. Was sind wir Euch schuldig? Ralf musste nicht schlucken bei der Summe, er kannte die Unterhaltskosten für dieses Cabrio, an denen sie Selbst sonst recht gut Verdienten. Seine Kreditkarte hatte auch den nötigen Verfügungsrahmen, so dass er Schlüssel, Schein und Fahrzeug sofort Ausgehändigt bekam.

Die Neugierde des Meisters war fühlbar, die Luft knisterte vor Spannung. Zum Abschied schob Ralf dem Meister einen Fünfziger in die Kitteltasche und bedankte sich für die Kooperation. Und die Dame.....? Ein letzter Versuch des Neugierigen. Ralf zuckte nur Entschuldigend mit den Schultern: Exfreundin! Der Meister nickte sofort Wissend, als wäre ein Verdacht bestätigt, bot zur Ablenkung nochmal einen Rundgang durch die Ausstellung an, wusste aber auch dass dieser Kunde erst mal nicht mehr kommen würde. So fand das teure Cabrio wieder den Weg in Ralfs Ausstellungsraum, mit frischem Service, es würde sicher nicht sehr lange stehen. Eine kleine kurze Genugtuung machte sich Breit.... und ein warmer Strom durch sein Herz, als er flüchtig an Abayomi dachte....

-Szene-

Wieder vergingen Wochen und Monate. Ralf und Abayomi kamen sich innerlich immer Näher, verbrachten zusammen eine schöne Zeit. Jedoch brauten sich dunkle Wolken über ihnen zusammen. Diese Betrafen ihren Aufenthalt. Als Auslandsstudentin wurde sie Abgelehnt. Der Anwalt brachte auch keine gute Neuigkeiten. Asylantrag abgelehnt. Angeblich wäre ihr Heimatland gerade sicher. Was die Entscheider nicht wissen: Jetzt im Moment. Wenn man den richtigen Nachnamen hat und dem richtigen Stamm angehört, ansonsten wird man Verfolgt. Bis zum nächsten Putsch, in 3 Monaten oder 2 Jahren, da braucht man dann einen anderen Nachnamen. Also Einspruch, Rechtsmittel. Wieder sah sich Ralf mit einem möglichen, endgültigen Verlust konfrontiert. Abayomi zu Verlieren wäre mittlerweile eine kleine Katastrophe für ihn geworden.

Er begann nach Auswegen zu Suchen, sich Umzuhören. i*****l und Untertauchen käme nicht in Frage. Jedoch gäbe es noch einen anderen Ausweg. Ein großer und bedeutender Schritt für ihn, wo er sich klar werden musste, wie Nahe Abayomi ihm wirklich stand. Dazu würde er wieder Papiere brauchen. Für Sie, und für ihn. Wo er konnte fragte er Paare gemischter Herkunft aus, wie sie ihre Probleme meisterten.

In ihm erwacht das Rebellentum gegen den Staat. Immer wieder hörte er Dänemark. Alles lief als letzten Ausweg auf eine Hochzeit hinaus. Aber wollte er das? Wie stand sie zu Ihm? Er hatte durchaus das Gefühl dass sie ihn wirklich mochte. Aber Heiraten? Wenn er sie Heiraten wollte dann nicht mit dem Gefühl einer Notlösung. Er wollte Heiraten weil zwei Menschen zusammen fanden und ihr auch dieses wichtige Gefühl vermitteln. Aber wollte sie ihn auch? Würde sie ihr Leben mit Ralf teilen wollen und können?

Immer wieder hörte er in Dänemark einen bestimmten Städtenamen und davon dass in dem kleinen skandinavischen Staat die Standesämter einen gewissen eigenständigen Ermessensspielraum hatten in den Anforderungen an die Papiere, die sie Verlangten. Er benutzte ein Kartrennen im hohen Norden als Vorwand um einen Ausflug in diese Stadt, genauer in dessen Standesamt zu Machen, wollte definitive Auskünfte um zu Entscheiden, was er, oder besser Abayomi von diesen Papieren beibringen konnte.

Alles noch ohne ihr Wissen um sie nicht unnötig zu Beunruhigen oder zu Bedrängen, aber eine Entscheidung rückte Näher. Wieder kontaktierte er nach Afrika, schrieb an Botschaften, besuchte Konsulate, um bestimmte Papiere auf Vorrat zu Beschaffen. Gleichzeitig besorgte er die wenigen Dokumente, die er selber beibringen musste. Denn sollte es Notwendig werden, dann müsste alles wirklich schnell gehen. Ein Vorteil wenn man Arbeitszeiten variabel nach Kundenandrang gestalten darf.

-Szene-

Vroni zog sich immer öfter in sich Zurück. Aus dem einst so Lebenslustigen Mädchen wurde zunehmend eine verbitterte Frau. Ihr neuer wohlhabender Freund hatte sie mit verlockenden Versprechungen an sich gebunden, mit etwas sporadischem Geld und noch weniger Zeit. Das Studium lief im Moment auf Sparflamme, da sie mit Gelegenheitsjobs versuchte ihren zur Schau gestellten Status aufrecht zu Erhalten.

Man konnte ihren Freund nur immer zu bestimmten Zeiten am Handy erreichen, Festnetz verweigerte er ihr. Manchmal sprach er nur Leise vor lautem Hintergrundgeräusch, immer wieder wurde sie mit dem Satz „falsch Verbunden“ weg gedrückt. Vroni hatte immer noch keine eigene Wohnung, lebte wieder bei ihren Eltern im alten Jugendzimmer, musste jedes mal betteln für den uralten rostigen Japaner ihres Vaters.

Zeit hatte ihr sogenannter Freund nur am Abend Wochentags, sie trafen sich dann im Restaurant oder am Golfplatz und danach samte er auf dem Autorücksitz kurz in ihr ab. Nie sah sie ihn am Wochenende oder an Feiertagen. Fragte sie genauer nach wurde sie mit Geld oder Schmuck vorübergehend besänftigt, alles würde gut werden und die Trennung von seiner Frau wäre gerade jetzt eben nicht möglich. Hätte sie ihn einmal mit seiner Familie beobachtet würde sie Verstehen dass eine reale Trennung völlig absurd ist.

Stattdessen sah man sie Abends immer öfter um Ralfs Haus herum schleichen, wo sie aus der Deckung der Hecke sehnsüchtig durch die großen Scheiben spähte, mit krampfendem Magen und bohrender Eifersucht beobachtete, wie ihr Ralf von dieser blöden Kuh Abends bekocht wurde und dann beide auf dem bequemen Sofa Fern sahen, manchmal am Küchentisch zu einem Brettspiel herum alberten. Am Wochenende war das Haus immer Ausgestorben. Sie wunderte sich warum diese Frau immer noch nicht ausgewiesen wurde, auf Behörden kann man sich anscheinend auch nicht mehr Verlassen. Sie konnte vor lauter vergifteter Verbissenheit nicht Einsehen, dass sie ihr goldenes Kalb Selber endgültig geschlachtet hatte.

-Szene-

Abayomi besuchte nun die Abendschule, sie holte das deutsche Abitur nach um unbedingten Zugang zur Universität zu Erhalten, ihre eigenen Abschlüsse wurden nicht Anerkannt. Ralf war Stolz auf seine Liebe und Unterstützte sie wo er konnte. Da sie den meisten Stoff in ihrer Heimat schon hörte konnte sie trotz ihrer nicht ganz perfekten Sprachkenntnisse dem Unterricht folgen.

Das einzige Problem waren nur die Wege in die Schule und zu ihrem Dienst, genauer gesagt die Heimwege. Manchmal konnte er sie Bringen und Abholen, manchmal nahm sie sein Auto. Oft aber nahm sie den Bus.

Für manche Bürger mit Migrationshintergrund und noch schlimmer, urdeutsche Bürger mit vermeintlich arischen Genen war diese exotische junge Frau ein gefundenes Opfer für Pöbeleien und Zudringlichkeiten, Abayomi versuchte dies zu Verharmlosen, war von ihrer Heimat ähnliches Gewöhnt. Ralf aber kannte seine Freundin inzwischen gut genug, erkannte ein Problem. Die einfachste Lösung für ihn und seinen Beruf: Abayomi brauchte etwas eigenes zu Fahren.

Zuerst lehnte sie ab. Viel zu Teuer! Ralf ließ nicht locker. Die dunkelhäutigen VollKrassMannIschSchwör im Bus waren nur lästig. Die GroßBlondBlauäugig waren wirklich Gefährlich, das geht auf Dauer nicht gut. Auch wenn sie nicht wollte, eines Morgens stellte er Abayomi einfach auf den Kiesplatz mit den Gebrauchten. Sie kannte Ralf, er würde ja doch keine Ruhe mehr geben, obwohl sich innerlich etwas dagegen stemmte.....

Den da! Sie zeigte sofort direkt auf einen rundlichen hellblauen Kleinstwagen. Den??? Schau dir doch erst mal die anderen alle in Ruhe an. Nein, den würde ich wollen! Der ist schön! Den könnte ich mir vielleicht Vorstellen. Ralf und sein Vater blickten sich fragend in die Augen. Das kannten sie nicht von Ihren sonstigen Kundinnen.

Üblicherweise fanden die Frauen immer Zielstrebig auf Anhieb den schönsten, teuersten und repräsentativsten Wagen, urteilten nach Status und Image, hangelten sich dann widerwillig mit viel Zureden ihrer Männer, Väter oder Freunde langsam auf das passende Budget herab. Diese junge Frau war völlig anders. Sie fand ohne zu Zögern und ohne jede Fachkenntnis den kleinsten und billigsten Wagen am Hof, Urteilte nur nach ihrem eigenen ästhetischen Geschmack.

Kostet der Viel? Ich habe etwas Geld gespart.... Nein, sagte Ralf, der ist nicht sehr Teuer, der kam gestern erst Rein, keine Ahnung was der bringen Muss. Abayomi schlich wie eine Katze um die Maus, fuhr mit ihren schlanken Händen die rundlichen niedlichen Konturen des Bleches nach. Wie alt ist der? 4 Jahre, 50ooo Km. Das ist in Afrika Ladenfrisch, grinste die junge Frau. Sie quetschte sich hinter das Steuer. Mit einem lauten Rumms bekam sie plötzlich Platz für ihre langen Beine, als Ralf unter ihren Oberschenkeln die Sitzarretierung löste.

Wäre der Gut für mich, Ralf? Ja, der ist schon in Ordnung, sagte Ralfs Vater, aber sieh doch mal erst noch.... Nein, wenn der gut wäre dann wollte ich den hier. Beide Männer zuckten mit den Schultern. Wenn sie unbedingt möchte? Ralf, kann man da hinten dran so eine Ziehkugel haben wie du? Dann könnte ich auch mal den Anhänger für die Karts ziehen. Ja klar, kannst du, antwortete Ralf ziemlich verdutzt.

Gut Ralf, ich muss jetzt zum Bus, die Arbeit beginnt in einer halben Stunde. Damit hoffte Abayomi wäre das Thema für sie Erledigt, sie hatte ihren guten Willen gezeigt, dachte erst mal nicht weiter, ein eigenes Auto erschien ihr völlig abwegig und Ralf wäre einfach beruhigt.

Und ich muss ins Büro, ergänzte der Vater. Abayomi wandte sich zögerlich zur Straße. Nein, nicht der Bus! Ralf drückte der exotischen jungen Schönheit seine Wagenschlüssel in die Hand, wir treffen uns dann heute Abend Zuhause. Angedeutetes Küsschen. Förmliches Händeschütteln.

Die ersten Mechaniker schlenderten vom Bus oder Parkplatz über den Hof an ihren Arbeitsplatz, Ralf suchte ein bestimmtes Gesicht, winkte diesen Heran. Morgen! Morgen Chef! Sag mal, du hast doch vor uns beim Italiener gearbeitet? Ja Chef! Hängerkupplung für den Fünfhunderter? Kurzes Überlegen.... Zwei Stunden. Service Fünfhunderter? Nochmal zwei Stunden.

Gut, zieh dich in Ruhe um, nimm den Hellblauen schnell auf die Grube und schreib mir alles Zusammen was du brauchst. Dann fragst du den Werkstattleiter wie er dich für Heute Eingeteilt hat, denn mir wäre Recht du machst den Hier. Geht klar Chef! Und noch was, Ralf grinste, sag nicht immer Chef zu mir, ich bin nur Angestellter wie Du auch. Geht klar Chef!

Ralf ging an seinen Schreibtisch, fand die Papiere für den Hellblauen sofort, er hatte sie noch nicht mal abheften können. Überlegte etwas, ging dann nach Nebenan zu seinem Vater. Du Vater, was muss der Fünfhunderter bringen?

Nimm ihn in den Einkauf zum Kilopreis, schreib ihn ab als Hochwasserschaden und schenk ihn dem Mädchen. Was willst du einer Schülerin das Sparschwein wegnehmen? Ein Fünfhunderter mit Hängerkupplung! Ralf lächelte. Genauso dachte ich mir das. Danke! Nur Anmelden können wir den schlecht als Firmenwagen, weil das eine fremde Marke ist. Den musst du also auf deinen privaten Namen nehmen. Ja! Ralf wollte sich eben umdrehen....

Und noch was Ralf! Ja? Von einem zukünftigen Geschäftsführer erwarte ich solche Entscheidungen eigenständig! Ralf grinste. Ja Vater! Und noch was! Ja? Was ist eigentlich mit diesem Mädchen? Wird das jetzt etwas ernsteres? Ich weiß noch nicht, Vater. Langsam solltest du vielleicht Überlegen, solche Frauen laufen nicht all zu lange Alleine herum. Deine Mutter mag sie auch sehr Gerne. Und wäre ich noch zwanzig Jahre jünger.... Ich denke auch darüber gelegentlich nach! Das war Untertrieben, denn innerlich grübelte Ralf die ganze Zeit schon darüber.

Nach einer halben Stunde hatte er einen ausführlichen Einkaufszettel schon mit den originalen Teilenummern in der Hand, auf dem Weg zur Zulassung gab er die Liste beim Teilegroßhändler ab. Das neue Kennzeichen bekam die Initialien von Abayomi. Auf dem Rückweg lagen die ganzen Teile vorbereitet auf einer Theke, am späten Nachmittag waren sie Eingebaut. Am Abend waren Überstunden angesagt, er wollte unbedingt später Heimkommen als seine Mitbewohnerin von der Abendschule.

Und war den Rest des Tages innerlich sehr Angespannt, wie sie dieses Geschenk aufnehmen würde. Ob er sie damit Beleidigen könnte, ihren Stolz beschädigen oder sonst wie einen Fehler begehen würde. Oder sie nimmt es einfach an und freut sich. Für Veronika damals wäre dieser Wagen schlicht eine Zumutung, ein Trennungsgrund gewesen. Ja, Veronika, was aus der wohl geworden ist? Ralf blickte sinnierend aus dem Fenster, seine Gedanken drifteten in die Vergangenheit.....

-Szene-

Diese Veronika war genau betrachtet immer sehr kalt und Egoistisch gewesen, kaum zu Verstehen bei ihren freundlichen und liebevollen Eltern. Vielleicht haben diese das Mädchen einfach zu Sehr verzogen?

Im Moment suchte Veronika rastlos nach einer Möglichkeit ihr altes Leben wieder Herzustellen. Sie kam dazu nicht auf die Idee, vielleicht zuerst das Studium zu beenden um dann mit einem guten Beruf ihre Ziele zu Erreichen. Dazu müsste sie Arbeiten und Lernen. Wozu? Andere Frauen erschlichen sich ihre herausragenden Stellungen in der Gesellschaft schließlich auch durch geschickte Heirat.

Sie schmiedete die abenteuerlichsten Pläne, trieb sich Nächtelang in den angesagten Discos herum um sich mit Drinks aushalten zu Lassen, verbrachte die Nächte mit gespreizten Beinen auf der einen oder anderen Rücksitzbank von noblen Karossen. Irgendwo musste es doch einen Mann geben der ihr bieten konnte was sie vom Leben erwartete?

Aber wie so oft im Leben: Das was man am krampfhaftesten mit Gewalt verfolgt tritt oft am letzten ein. Man kann Liebe nicht erzwingen und mit je mehr Nachdruck sie versucht einen Mann zu erobern um so eher wird sich dieser erschreckt zurückziehen. Das was sich an Männern eher Kurzfristig binden ließe war vom Alter her mindestens Doppelt, eher dreimal so Alt wie sie und die hatten sehr eng abgegrenzte Vorstellungen. Sie wollten eine junge Gespielin und niemanden der sie wieder wie eine schwarze Witwe aussaugen wollte.

Ihre rastlose Unruhe und verbitterte Unzufriedenheit ließen ihre einstige Schönheit und natürliche Ausstrahlung zunehmend verblassen, sie versuchte dies mit billiger Effektheischerei auszugleichen. Aber in diesem Segment wird die Luft dünner und die Konkurrenz skrupelloser.

-Szene-

Ralf kam zur Haustüre herein und musste seine Gesichtszüge im Zaum halten. Abayomi arbeitete in der offenen Küche, es duftete herrlich. Abayomi, kannst du mein Auto in der Garage bitte nochmal umparken? Wir müssen auch den Kart-Anhänger künftig noch etwas anders Stellen. Gut, wenn du meinst.... Die junge Frau rührte nochmal in dem Topf, griff einen Schlüsselbund und schlenderte nichts Ahnend durch die offene Türe zur Garage.

Jetzt konnte Ralf endlich Grinsen. Sie war völlig Unbedarft. Er setzte sich auf einen Barhocker neben der Küchenzeile und Schnupperte am Dampf aus den Töpfen. Gleich würde er es sehen. Oder Hören. Ob sie sich freute oder ob er über das Ziel hinaus geschossen war. Für den Moment war es richtig Spannend. Veronika hätte ihm den Schlüssel missbilligend vor die Füße geworfen und drei Wochen den Beischlaf verweigert.

Erstmal hörte er nichts. 5 Minuten. 10 Minuten. Dann ging er ebenfalls in die Garage. Natürlich hatte er Bereits sein Auto und den Anhänger so gestellt, dass genügend Platz war um den Neuankömmling entsprechend in Szene zu Setzen. Die riesengroße rosafarbene Schleife sah auf der pastellfarbenen hellblauen Knutschkugel entzückend aus. Genau wie Abayomi, die mit riesengroßen staunenden Augen hinter dem Lenkrad saß.

Aber Ralf, das geht doch nicht, das ist viel zu Teuer, das kann ich nicht Bezahlen! Das musst du nicht Bezahlen, sehe es als Geschenk von meinem Vater, als seine persönliche Ausbildungsbeihilfe. Langsam, andächtig bediente sie alle Schalter und Hebel, drehte das Radio an. Nicht mehr Bus fahren? Fragend sah sie ihn an. Nein, bitte nicht mehr!

Während des Essens war sie sehr schweigsam, sah immer wieder Ralf an. Was ist, gefällt er dir nicht? Doch, sagte Abayomi. Aber ich schäme mich. Was du alles für mich tust! Wie soll ich das jemals wieder gut machen? Ralf dachte kurz nach.

Du musst nichts gut machen! sagte er zögerlich. Du ahnst garnicht was du mir jeden Tag mit deiner Anwesenheit Gutes tust. Das ist nicht das Selbe, Ralf! Nein, du hast Recht. Sieh es so: Meinem Vater tut das nicht Weh und dir, oder besser uns Beiden hilft es. Wenn du meinen Vater Nächstens siehst sag einfach Danke und gut ist.

Beide Löffelten eine Gemüsesuppe. Und Ralf dachte daran, dass Veronika seinen Vater seinerzeit bald das 20-fache gekostet hatte. Die hingegen hatte sich nie Bedankt, nur immer die Tankrechnungen vorbei gebracht. Anstatt Schlafen zu gehen verschwand Abayomi nochmal kurz in der Garage, hängte die riesige rosafarbene Schleife an einer Schranktüre in ihrem Gästezimmer auf. Anscheinend konnte sie sich mit dem Gedanken langsam anfreunden.

Danach ging sie wieder in die Küche, backte einen aufwendigen Kuchen. Ralf schlief schon, sah also nicht wie sie mit Pudding ein großes „Danke“ auf das Gebäck schrieb. Diesen Kuchen wollte sie gleich am nächsten Morgen vor dem Dienst noch ins Autohaus bringen. Schlafen konnte sie aber trotzdem lange noch nicht.

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Ralf, deine Freundin war heute morgen schon hier. Wer? Veronika? Nein, nein, deine exotische Wohngemeinschaft. Oder ist sie doch schon deinen Freundin? Ralfs Vater stellte ein Stück Kuchen auf Ralfs Schreibtisch. Der ist köstlich, den solltest du Versuchen, hat sie gemacht. Hat sich für den Fünfhunderter Bedankt. Ralf stocherte mit der Gabel im Kuchen, er erwartete ein ernstes Gespräch.

Wie geht das jetzt weiter mit Ihr? Ich mag sie wirklich Vater, ich denke ich sollte mehr Initiative zeigen. Das denke ich auch! Pause. Du wirst sie Heiraten müssen, alles läuft daraus hinaus. So wie es im Moment Aussieht, Ja. Pause. Du weisst was das Bedeutet? Hmm... Ehevertrag? Ja, oder eine andere Konstruktion. Mit einem Ehevertrag könntest du sie Überfahren, so wie sie gestrickt ist. Ralf nickte, das könnte sie Missverstehen, noch dazu in ihrer brisanten Situation.

Es geht auch noch anders, ich habe mir da etwas überlegt. Du Vater? Ja, denn ich finde du solltest das Regeln. Ich sehe doch wie du sie Behandelst, wie du sie ansiehst und mit ihr Umgehst. Du magst sie echt. Und ich denke sie ist menschlich in Ordnung, im Gegensatz zu deinen sonstigen Eskapaden. Aber.... lass gut sein, du kannst machen was du willst. Nur jetzt solltest du dir langsam klar werden.

Also was meinst du, Vater? Wenn du dir schon etwas Überlegt hast? Ja, ich habe das mit unserem Anwalt schon präzise durchgesprochen. Hör genau zu! Wenn wir......

-Szene-

Plötzlich musste wirklich alles ganz Schnell gehen. Die vergangenen Monate aber zeigten Ralf, dass er Abayomi wollte. Er konnte sie sich als Frau vorstellen. Ralf liebte Abayomi. Und nun musste es sein. Ralfs Anwalt erfuhr durch eine Indiskretion vom Amt von der endgültigen Ablehnung, 5 Minuten später erfuhr auch Ralf per SMS davon.

Jetzt war er froh, alles Organisiert zu Haben. Er war Handlungsfähig. Für seine mögliche künftige Gattin hatte er damit gerade noch genügend Zeit, so dass es für sie nicht nach Notlösung aussehen würde. Er wollte ihr einen richtigen klassischen Antrag und den Anschein ihrer eigenen Entscheidung darüber bieten.

Ralf hatte sich Wochen vorher schon Gedanken über das Wie und Wo eines Antrags gemacht, heimlich Ringe beschafft. Aber wollte sie überhaupt Heiraten? Wollte sie Ihn Heiraten? Lehnte sie ab konnte er immer noch die drängelnde Wahrheit nach schieben. Lehnte sie immer noch ab dann müsse er eben tatsächlich mit dem Verlust klarkommen, wobei für sie menschlich Gesehen die wesentlich größeren Unannehmlichkeiten Drohten. Oder hatte sie vielleicht sogar einen anderen Bewerber in ihrem Bekanntenkreis?

Ralf nahm sich vier Tage frei. Abayomi musste er nicht lange für einen Ausflug an den Rhein überreden, trotzdem wunderte sie sich. Kein Rennen, kein Geburtstag, ein spontaner Ausflug mitten unter der Woche? Unter dem Reisegepäck im Kleinwagen ein sehr formell wirkender Aktenkoffer. Abayomi bestand darauf selber zu Fahren, mit ihrem ganzen Stolz, dem kleinen hellblauen Italiener.

Sie fuhren auf einem Ausflugsdampfer den Rhein bergauf, hatten das Glück jetzt unter der Woche einen eigenen Tisch an Deck zu Haben. Ein ominöser Aktenkoffer stand zwischen seinen Beinen unter der Bank. Sie genoss die Aussicht, die Ruhe, den leichten Fahrtwind und betonte immer wieder die Tatsache, dass sie hier auf Trinkwasser mit dem Schiff fahren konnte. Na ja, Rhein und Trinkwasser, kommt eben nur auf die Sichtweise an.

Sag mal Abayomi, wie würdest du dir deine Zukunft hier Vorstellen? Sie überlegte nicht lange, ahnte nicht worauf Ralf hinaus wollte. Zuerst muss ich das mit dem Aufenthalt regeln können, dann würde ich gerne meine Schule beenden und einen Job finden, damit ich niemandem mehr zur Last falle. Danach würde ich mich nach einem guten Mann umsehen, vielleicht eine eigene Familie gründen.

Wie sollte dieser Mann für dich Aussehen, Abayomi? So wie du vielleicht, grinste sie schelmisch. Ralf wurde ernster. Du könntest dir mich als deinen Ehemann vorstellen? Und wie! Dabei lachte sie ihn an.

Abayomi, sei mal für einen Moment ernst. Bin ich doch! Und sie lachte bis an beide Ohren. Für den Augenblick schien es für sie ein Spiel zu Sein, eine nette Neckerei. Bitte Mädchen, ich meine es wirklich Ernst! Könntest du Dir vorstellen mich zu Heiraten? Sicher, lieber Heute als Morgen! Sie lachte ihn immer noch strahlend an, warum war Ralf denn nur so Ernst bei einem so schönen Thema?

Tiefes wühlen in der Hosentasche, eine winzige Schachtel kam auf den Tisch. Ralf entnahm den kleineren Ring, nahm Abayomis schlanke schöne Hand von der Tischplatte auf, hielt den Ring mit zwei Fingern wenige Zentimeter vor ihren linken Ringfinger. Und jetzt? Lieber heute als Morgen? Meinst du das wirklich Ernst?

Abayomi riss die Augen erstaunt auf, jetzt begriff sie den wahren Ernst der Situation, starrte Ralf in die Augen, schien sich einen Moment zu Besinnen. Ralf, warum hattest du nie etwas gesagt? Wann sollte ich denn, wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Warum fragst du mich jetzt? Weil ich mir jetzt sicher bin dass du die richtige Frau für mich bist. Heisst das du magst mich? Nein Falsch, ich liebe dich, korrigierte Ralf einfühlsam. Abayomi verstand für den Moment die Welt nicht mehr.

Und jetzt Abayomi? Darf ich oder Darf ich nicht? Du willst als weißer Mann mich, eine schwarze heiraten? Weisst du was das für dich im Alltag bedeuten wird? Du merkst wie uns die Leute immer ansehen? Was interessieren uns die anderen Leute? Meine Eltern mögen Dich, meine Freunde mögen dich und ich liebe dich. Wir leben jetzt so lange unter einem Dach zusammen, fast wie Mann und Frau.

Wie Bruder und Schwester, verbesserte sie ihn jetzt, wurde immer ernster und Nachdenklicher. Du hast mich unterstützt und gefördert wo du konntest, aber nie Forderungen an mich gestellt. Du bist ein schöner Mann, auch wenn du weiß bist, dabei grinste sie wieder etwas Frech. Und du bist der beste Mensch der mir je begegnet ist. Lange überlegte sie, Ralf wurde immer unsicherer, leicht zitterten seine haltende Hand und die Finger mit dem Ring vor Aufregung.

Und wie wird das dann mit deinen Fraueneskapaden? Ralf zuckte Zusammen, machte ein dummes Gesicht. Was weisst du davon? Nicht viel. Du bist Diskret. Du bist mein Arbeitgeber und ich deine Putzfrau, du bist mir also keine Rechenschaft schuldig.

Als Haushälterin wasche ich deine Kleidung, den Lippenstift am Kragen, Makeup am Ärmel, Spermageruch aus den Unterhosen, ich bin nicht Doof. Ich putzte dein Bad, deine Kondomvorräte waren sehr starken Schwankungen unterworfen, wenigstens nimmst du Kondome. Jetzt im Moment geht mich das rein garnichts an, als Ehefrau hingegen dulde ich keine andere Frau neben mir.

Oder hast du sogar im Moment eine feste Freundin, Ralf? Er fing sich schnell. Nein, um Himmels Willen, das sind alles nur Nutten! Wie, du gehst zu Prostituierten? Sie sah ihn Bestürzt an. Nein, nein! Diese Frauen werfen sich an meinen Hals, in der Hoffnung einen reichen Mann zu Angeln, aus meinem Namen oder Status einen Vorteil für sich ergattern zu Können.

Du Abayomi bist völlig anders, so etwas würdest du Niemals machen. Abayomi nickte zustimmend. Du arbeitest bei mir 10 Stunden je Woche für 500 Euro im Monat und lebst irgendwie davon. Du bist mir darüber hinaus eine wirklich wichtige Freundin im Leben Geworden, dein guter Einfluss ist echt wertvoll, du zeigst mir was im Leben wirklich wichtig ist.

Du Erschleichst oder Erschläfst dir keine Vorteile im Leben, alles was du willst Erarbeitest du dir. Und genau deswegen liebe ich nur Dich, weil du so gnadenlos anständig bist! Abayomi nickte Verständnisvoll, sie wirkte Versöhnlicher, etwas Gerührt.

Ralf! Ja? Ich habe darüber für mich auch schon lange nachgedacht. Hätte aber niemals zu Hoffen gewagt, einen Mann wie dich! Für mich war schon so alles fast Perfekt, auf dich als Ehemann wollte ich nicht auch noch Hoffen. Abayomi sah Ralf mit ihrem magischen Blick tief in die Augen, als wolle sie seine Seele scannen, Ralf rann ein Schauer über den Rücken. Wenn du mich willst..... Sie nahm mit ihrer freien schlanken Hand mit den feingliedrigen langen Fingern seine zitternde Hand, schob sich damit den Ring über ihren Finger.

Wenn du mich wirklich willst dann lieber Heute als Morgen. Jetzt Blickte sie ihn völlig Ernsthaft an, in vollem Bewusstsein der Situation. Ralf war erleichtert und Glücklich. Er machte einer Frau einen Antrag, mit der er schon viele Monate zusammen lebte, aber mit der er nie geschlafen hatte. So wie seine Eltern früher schon, so wirklich lange war das noch nicht her, als Partner noch aufeinander warten konnten. Sie hielten gegenseitig auf der Tischplatte ihre Hände.

Heute oder Morgen? Bohrte Ralf vorsichtig nach. Wann du willst, Ralf. Also Morgen? Wann du möchtest und wenn wir alle Papiere zusammen bekommen, schob sie nach. Ralf holte den Aktenkoffer auf den Tisch, öffnete diesen, legte ihr einen Stapel Urkunden auf den Tisch und einen vorläufigen Pass für sie.

Für einen Moment dachte er, Abayomis Augen würden auf den Tisch fallen. Sie nahm den Pass auf, sah ihr Foto darin. Einige Urkunden auf dem Tisch waren in ihrer Landessprache und trugen die typischen Siegel und Stempel. Ralf, wie machst du das immer nur? Sie war völlig verdutzt, hielt ihm den offenen Pass vor die Nase. Vor allem das hier? Ist der Echt? Ja Abayomi, er ist nur Vorläufig und kurzzeitig Befristet, aber echt.

Fassungslos schüttelte sie den Kopf, sah auf den Ring an ihrem Finger, stammelte immer wieder nur: Was? Warum? Wieso? Warum gerade ich? Weil du die beste Frau bist die ich kenne. Also immer noch Morgen? Ja, nickte sie. Wenn du willst Morgen. Ralf nahm sein Mobilphone und wählte eine bereits gespeicherte Nummer in Dänemark.

Guten Tag, hier Ralf. Steht ihr Angebot noch für einen kurzfristigen Termin? Ja sicher, sagte eine Stimme am anderen Ende mit starkem nordischen Akzent. Morgen? Kurzes Zögern an der Leitung..... Morgen um 11:15 oder 14:45? Am Nachmittag, bitte! Also gut, ich notiere sie dann für 14:45, bitte kommen sie 45 Minuten vorher damit wir ihre Papiere noch kontrollieren können. Danke! Bis Morgen!

Mit wem hast du da eben Telefoniert? Betrifft das uns? Ja Abayomi, wir haben für morgen Nachmittag einen Termin im Standesamt in Dänemark. Was? Wo? Dänemark. Das ist ja ganz oben von Deutschland? So ungefähr, ja. Warum dort? Weil dort deine Dokumente ausreichen und die Ehe in Deutschland anerkannt wird. Sie wühlte in den Papieren auf dem Tisch, las einige durch.

Ehefähigkeitszeugnis für Ralf. Du warst nicht Verheiratet? Genau wie du auch! Und was ist das Alles? Übersetzungen in die Dänische Sprache und von der Botschaft in Deutschland beglaubigt. Ralf, wann hast du das alles gemacht? Ich habe nie etwas bemerkt? Ja, sagte Ralf, das ist der Vorteil wenn man Arbeitszeit flexibel gestalten darf. Langsam fand sie ihre gute Laune wieder, wirkte noch Vergnügter wie vor dem Antrag. Also gut, Morgen! So soll es sein. Jetzt freu ich mich. Ich auch, Abayomi, du ahnst gar nicht wie sehr.

Als sie das Schiff verließen und ein Stück zum Parkplatz laufen mussten nahm sie seine Hand und drückte diese ganz fest. Ralf spürte eine seltsame Energie in seinen Arm fließen die sich in seinem Herzen sammelte und Wärmte. Oder war das nur Wunschdenken von Ihm?

Die lange anstrengende Fahrt nach Dänemark war deshalb erträglicher, weil sich jetzt beide am Steuer abwechseln konnten. Den Ort fanden sie leicht, erreichten diesen Spät in der Nacht. Im Hotel fragten sie nach einem Zimmer, erst auf der Etage wurde beiden plötzlich bewusst dass sie das erste Mal zusammen in einem Bett nächtigen werden. Willst du einen eigenen Raum? Nein, sie schüttelte den Kopf. Morgen bist du mein Mann. Dabei sah sie ihn wieder mit diesem Blick an, der Schauer auf dem Rücken erzeugte.

Ralf duschte zuerst und hüpfte sogleich mit Slip und Shirt ins Bett, Abayomi überlegte erst noch wie sie sich am Besten Verhalten sollte, zog einen bequemen Jogginganzug an. Die Gedanken waren Unnötig und das Bett wahrlich groß genug, als sie aus dem Bad kam schlief Ralf bereits Tief. Trotzdem für sie ein seltsames Gefühl, das erste Mal dass sie neben einem anderen Mann schlief als ihrem Bruder.

Den folgenden Vormittag wollte Ralf nutzen um für Abayomi ein schönes Kleid zu beschaffen, er selbst hatte seinen besten Anzug schon mit. Doch Abayomi wollte ausdrücklich kein Brautkleid, sondern etwas was sie danach auch noch tragen konnte. Bestand darauf unbedingt alleine Los zu ziehen, damit Ralf ihre Wahl vorher nicht sehen konnte, nichtmal die Schuhe, sogar bei den Ringen wollte Abayomi unbedingt die Verlobungsringe behalten.

Es wäre Ralf nie in den Sinn gekommen bei einem solchen Anlass zu Geizen, aber so war sie Eben. Nicht Geizig, aber Bescheiden und Sparsam. Brauchst du Geld? Ralf reichte ihr seine Brieftasche. Sie schüttelte nur den Kopf mit wehenden Haaren, pulte einige braune Scheine aus ihrer knallengen Hosentasche. Hab ich bisschen was, das wird reichen.

Beide verabredeten sich zum Mittagessen in der Hotellobby, Abayomi verschwand mit dem Kleinwagen, Ralf betrat ein kleines Büro im Hotel mit Ausflugsangeboten, er wollte sich etwas Informieren, besorgte danach in der Nachbarschaft einen kleinen dem Anlass angemessenen Blumenstrauß.

Abayomi tauchte Pünktlich wieder auf, weigerte sich aber standhaft den Inhalt ihrer Tüten Preis zu Geben. Nach dem Essen zog sich Ralf sofort um, Abayomi blieb aber in ihrer lässigen Alltagskleidung. Ich fahre dich jetzt Dorthin, du regelst Alles und ich zieh mich hier in Ruhe um, wir treffen uns dann kurz Vorher in dem Amt. Ralf waren die vielen Umstände nicht Geheuer, aber bisher war Abayomi immer unbedingt Zuverlässig gewesen. Würde sie ihn hier jetzt Sitzenlassen dann bekämen es wenigstens seine Kumpels nicht mit, ein schwacher Trost.

Sie dachte gar nicht daran ihn Sitzen zu Lassen. Sie wollte sich in Ruhe für ihren künftigen Gatten schön machen. Beide sahen immer wieder auf die Uhr. Der eine in einem nüchternen Büro, wo ein kleiner Stapel Papiere geprüft wurde. Die andere im Hotel, um maximale Schönheit zu Erlangen und keinesfalls zu Spät zu Kommen.

15 Minuten Vorher. Ralf sah nun etwa alle 10 Sekunden auf seine Uhr, im Festsaal war noch ein anderes Paar, ebenfalls ein Deutscher mit einer asiatischen Partnerin.

5 Minuten vorher. Ralf stand vor einem geschmückten Schreibtisch, legte die Ringe auf die Platte, der Standesbeamte ordnete gelangweilt einige Papiere. Ralf fragte nochmal ausdrücklich ob bei Güterstand auch wirklich die Gütertrennung angekreuzt wäre.

2 Minuten vorher. Ralf hörte im Gang laut Absätze auf den Steinboden tackern, im typischen langsamen Rhythmus von Abayomis Gangwerk, da sie mit ihren sehr langen Beinen immer entsprechend große Schritte machte.

1 Minute vorher. Abayomi trat in den Raum, der Standesbeamte blickte Überrascht über den Rand seiner Lesebrille, murmelte leise zu sich selber in dänischer Sprache: Diese Frau hätte ich auch Geheiratet!

0 Minuten. Ralf war immer noch Atem- und Sprachlos. Er hatte sie gelegentlich schon mal etwas festlicher Gesehen, wenn sie wo Eingeladen oder im Theater waren. Aber das jetzt war Atemberaubend!

Sie trug ein dunkelgrünes Schulter- und Armfreies glänzendes Cocktailkleid aus Satin, das Oberteil sehr auf Figur geschnitten, der Rock etwas enger, knapp oberhalb der Knie endend. Dazu farblich Passende, ziemlich hohe Pumps und ein kleines grünes Handtäschchen, von dem sich deutlich ihre langen, jetzt dunkelrot lackierten Fingernägel abhoben. Die langen wuscheligen schwarzen Haare mit sehr viel Volumen aufwändig gerichtet.

Es war unverkennbar seine Abayomi, aber so unglaublich atemberaubend schön hätte er sie niemals Erwartet. Ralf reichte ihr sprachlos den kleinen Blumenstrauß vom Tisch. Abayomi lächelte nicht, sie strahlte wie ein Atomreaktor, blendend weiße gleichmäßige Zähne umrahmt von vollen fein konturierten Lippen mit kräftigem glänzenden Lippenstift, passend zum Nagellack. Ralf sah dreimal hin, sie trug wahrscheinlich keinerlei BH aber ihre Brüste hielten aufrecht stehend das Kleid in Position.

Der Standesbeamte musste sich zwingen den Blick von ihr zu lösen und sich auf seine Arbeit zu Konzentrieren. Aus der Ecke hinter ihnen erklang festliche Klaviermusik. Die Zeremonie war in erstaunlich gutem Deutsch, etwas nordisch Kühl und Förmlich, jedoch nicht Unpersönlich. Ralf hatte den Eindruck der Beamte hatte seine Augen an Abayomi festgetackert. Oder hätte sogar gerne mit ihm Getauscht.

Ralf bekam auch nicht so wirklich viel mit, der Beamte musste ihn mehrfach zweimal ansprechen, Ralf hatte nur noch Augen und Aufmerksamkeit für – ja, sie wäre jetzt gleich seine Frau – wenn ihn der Beamte nicht schon wieder ansprechen müsste.

Sie steckten sich gegenseitig die Ringe an die Finger, sie mit ihrer absoluten afrikanischen Gelassenheit, er mit vor Aufregung zitternden Händen, die Worte waren nur wie ein Wasserfall im Hintergrund, blablabla... Mann und Frau. Sie dürfen die Braut jetzt Küssen! Beide sahen sich lange unsicher in die Augen. An den Kuss hatten sie nicht gedacht, sie hatten sich noch nie geküsst!

Des Beamten Stimme klang etwas Nachdrücklicher: Sie dürfen die Braut jetzt Küssen! Ralf war unfähig sich zu Bewegen, Abayomi bewegte sich als erstes langsam auf Ralfs Gesicht zu und Hauchte ihm einen unendlich zärtlichen Kuss auf die Lippen, zog dann ihren Kopf gleich wieder etwas zurück. Beide sahen sich an, die Blicke starr Gefesselt, Abayomi strahlte Glücklich, Ralf war irgendwie Fassungslos und Fasziniert.

Äähemmm, räuspern des Beamten, die leise Musik war verstummt, sie müssen hier noch Unterschreiben und dürfen dann gehen..... Ralf stand auf, nahm Abayomi an der Hand und half ihr auf, immer noch in ihre Augen Blickend. Wollte schon Gehen, als ihm der Beamte mit Nachdruck den Kugelschreiber aufdrängte und danach noch das gebundene Familienbuch in die Hand drücken musste, weswegen sie Eigentlich ja Hier waren. Der Beamte sah ihnen noch nach bis sie um die Ecke verschwanden, die dünnen Absätze waren auf dem Steinboden noch länger zu Hören. Ralf hatte er jetzt schon vergessen, an diese Frau würde er sich noch sehr sehr Lange erinnern.

Vor dem Amt wehte ein etwas kühler Wind, Abayomi hakte sich bei Ralf unter, drückte dabei eine ihrer sehr strammen Brüste gegen Ralfs Oberarm. Was ihn etwas Verunsicherte, so nahe waren sie sich noch nie gekommen, dazu plötzlich so Selbstverständlich. Aber sie war jetzt Richtig seine Frau, seine Ehefrau. Mit wie vielen Frauen hatte er die letzte Zeit geschlafen? Aber innerlich so Nahe war ihm noch nie eine wie in diesem Moment seine Abayomi. Ehefrau! An dieses Gefühl müsste er sich Gewöhnen, auch wenn sie schon eine ganze Zeit zusammen lebten.

Was machen wir jetzt, mein Mann? Letzteres betonte sie Gedehnt. Wollen wir uns ein wenig die kleine Stadt ansehen? Die direkte Ansprache und der frische Wind ließen ihn in die Gegenwart ankommen, er langte in die Innentasche seines Jackett und holte einen Prospekt hervor. Sah dabei kurz auf die Oberweite seiner nun Gattin, sah deutlich die von der Kälte harten Brustwarzen durch den feinen Stoff scheinen. Und für einen ganz kurzen Augenblick hatte er auch den Verdacht, den Standesbeamten am Fenster hinter der dünnen Gardine aus den Augenwinkeln zu Sehen.

Ja, wir können die Stadt ansehen wenn du magst oder ich habe hier einen Abend auf einem Restaurantschiff gebucht, sie fahren Langsam an der schönen zerklüfteten Küste entlang, es gibt ein großes Menü und danach noch Tanz. Abayomi war begeistert. Ist der Hafen weit? Sicher nicht, man riecht schon das Meer.

Sie führte Ralf immer noch Untergehakt zum Parkplatz. Eigentlich erwartete sie von ihm in der fremden Stadt etwas Gelotst zu Werden, Ralf jedoch fiel es schwer sich nach Draußen zu Orientieren. Sonst trug Abayomi meist Hosen, manchmal ein längeres Kleid. Jetzt war zum Fahren das kürzere enge Kleid sehr weit Hochgerutscht, zeigte aufregend lange, schlanke und wohlgeformte Beine mit makelloser dunkelbrauner Haut, entweder epiliert oder die Haare so fein dass er diese nicht sehen konnte. Ralf wunderte sich noch wie gut sie doch mit diesen spitzen und hohen Schuhen noch fahren konnte.

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Zur gleichen Zeit in Deutschland in einem Autohaus. Eine junge Frau betritt ein gläsernes Büro. Sie ist sehr grell und billig Gekleidet: Der Rock etwas zu kurz, die Schuhe etwas zu Hoch, die Schminke etwas zu Dick und der Ausschnitt der Bluse viel zu Weit offen. Hallo Grüß dich, lange nicht gesehen. Der ältere Mann hinter der Tischplatte sieht erstaunt auf, die professionelle Haltung jedoch siegte sofort.

Guten Tag Veronika, was kann ich für sie Tun? Du siezt mich wieder? Fragte die junge Frau. In diesem Fall halte ich es für Angebracht, was ist Ihr Anliegen? Ist Ralf nicht Da? Nein, der ist in einer dringenden Angelegenheit im Ausland. Wann kommt er wieder? Das dürfte sie nichts Angehen. Veronika ignorierte die abweisende Stimmung, fuhr ungerührt fort: Sie wollte sich nur mal wieder sehen lassen und Fragen ob alles in Ordnung wäre?

Ja, sagte der ältere Mann, jetzt kommt langsam wieder alles in Ordnung, nachdem sie für ordentlich Ärger gesorgt hatte. Willst du mir die Verantwortung geben für alles, Ralf war doch selber Schuld, wäre er etwas mehr auf ihre Wünsche eingegangen hätte es nicht so weit kommen müssen. Der ältere Mann ballte die Fäuste unter der Tischplatte, zwang sich zur Ruhe.

Was wollen sie jetzt Konkret von Mir? Ich wollte nur mal Fragen, ob du nicht etwas Einfluss auf Ralf nehmen könntest, damit wir uns mal zu einem klärenden Gespräch treffen könnten, jetzt wo die dumme Putze bald nicht mehr da wäre. Ralfs Vater war kurz vor dem Explodieren, fragte trotzdem gezwungen höflich nach: Ich vermute sie reden über die äußerst nette, freundliche und fleißige Afrikanerin? Woher wissen Sie von den Umständen? Haben SIE (und dabei deutete er drohend mit dem Zeigefinger auf die junge Frau) etwas mit den Komplikationen zu Tun?

Die junge Frau lachte nur süffisant. Sagen wir mal so: Es hat sich etwas bis zu mir herumgesprochen. Und ich vermute dass sich bei Ralf demnächst etwas im Haushalt verändern wird, wenn Ralf zu Ihr zurück wolle würde sie für seine Entschuldigung zur Verfügung stehen.

Ja, pflichtete der ältere Mann nun betont Gelassen bei, erhob sich aus dem Stuhl, sah demonstrativ auf die Armbanduhr, das stimmt, es hat sich etwas Verändert, ich denke dass Ralf seit einer Stunde jetzt Verheiratet sein sollte. Er sah im hinausgehen aus dem Augenwinkel wie Veronika das Kinn auf die Brust fiel, er wandte sich Eilig an seine Sekretärin, sie möge doch Bitte die Person aus seinem Büro geleiten und Nachdrücklich Hausverbot erteilen.

Der ältere Mann stand vor dem Kaffeeautomaten im Verkaufsraum, lockerte Krawatte und Hemdkragen, holte tief Luft, lauschte dem knirschenden Mahlwerk der Kaffeebohnen. So viel Frechheit und Dreistigkeit war ihm noch nie Untergekommen. Das war um ein Haar die erste Frau in seinem Leben gegen die er seine Hand erhoben hätte. Er ignorierte das lautstarke Gezeter hinter sich, ging mit seinem Pappbecher in die Werkstatt zu den normalen Menschen, sah deshalb nicht mehr wie seine Sekretärin den Mitarbeiter aus dem Lager zur Verstärkung holte.

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Genau genommen hätten sie zum Hafen auch Gehen können. Das Schiff wartete schon, sie waren die Ersten und zu Früh, wurden aber wegen dem kühlen Wind schon in den Salon vorgelassen. Sie setzten sich vor einem großen Panoramafenster gegenüber in bequeme Ledersessel, Abayomi ausgiebig beäugt von allen männlichen Angestellten, am Boden berührten sich leicht die gekreuzten Beine. Ralf bestellte zwei Gläser Champangner.

Machen wir eine Hochzeitsreise, Abayomi? Ich weiss nicht Ralf, hast du etwas Geplant? Ich dachte mir wir bleiben hier noch paar Tage über das Wochenende. Sie nickte Zustimmend. Montag muss ich unbedingt bei uns Zuhause auf das Standesamt und zum Landratsamt, paar Sachen wegen dir Erledigen. Ich dachte mir wir machen unsere Flitterwochen wenn du deinen richtigen Pass mit Aufenthaltstitel hast. Gute Idee Ralf, das ist Sicherer.

Und dann? Afrika. Ist nicht dein Ernst, Ralf! Doch, du zeigst mir deine Heimat und wir besuchen deine lebenden Geschwister, ich muss mich bei ihnen Bedanken, weil sie mir so Viel geholfen haben. Wirklich? Ihre Stimme überschlug sich vor Freude, die Kellner sahen noch Interessierter zu Ihnen hin. Ralf, langsam wird mir alles Unheimlich, das letzte Jahr war einfach zu Viel auf einmal. Wird alles Gut, Abayomi, Vertrau mir! Dies war der erste Mensch in ihrem Leben in den sie Grenzenloses Vertrauen hatte.

Wie fühlst du Dich, Abayomi? Ich bin sehr Glücklich! Wieder waren die strahlenden Zähne dominant vor der dunklen Haut zu Sehen. Und du? Alles Gut, Ralf? Sie wurden nur kurz von dem Ober unterbrochen, der beim Servieren einen Augenblick zu Lange auf Abayomis Beine schielte. Bei mir, antwortete Ralf, ist es im Moment weniger ein Glücksgefühl, eher irgendwie eine tiefe Erleichterung, Zufriedenheit, fast ein Erfolgserlebnis und das Gefühl genau das richtige im Leben getan zu Haben. Wenn es nach meinem Vater gegangen wäre hätte ich das schon viel früher tun sollen.

Echt Ralf? Ihr habt über mich Gesprochen? Ja, nicht nur einmal. Das stimmte sogar, das längste Gespräch war aber wie sie den Ehevertrag umgehen und trotzdem für Ralf sichere Verhältnisse schaffen konnten. Diese Ehrlichkeit hätte jetzt bestimmt die schöne Stimmung verdorben.

Und wieso Zufriedenheit, Ralf? Wir können jetzt deine Zukunft Planen. Unsere Zukunft, verbesserte sie. Ja, unsere! Wir werden jetzt deine Schule so richtig in Angriff nehmen und in Zukunft kannst du für deine Einsätze als Sanitäterin auch Bezahlt werden. Ich bekomme eine Arbeitserlaubnis? Ja! Dann darf ich auch ganz Offiziell bei dir Putzen? Ralf lachte Laut. Ja, nur die Bezahlung müssen wir jetzt ganz neu Regeln, ich vermute da wird eine Gehaltserhöhung fällig. Abayomi kicherte.

Wie werden wir dann künftig Wohnen? fragte Abayomi. Zusammen! Ja schon Zusammen, das tun wir jetzt auch schon. Du meinst wo wir schlafen werden? Ja. Denn in deinem Schlafzimmer möchte ich nicht eine Minute nächtigen, dort ist noch der böse Geist von Veronika. Echt, du fühlst so etwas? Ja, jetzt im Moment gerade auch wieder. Sie vergiftet deine Seele, sie neidet dir dein Leben. Ja, sagte Ralf nachdenklich, das kann sein. Aber wenn wir beide nicht genügend Zimmer haben, wer dann? Zur Not baumelt deine Hängematte noch im Heizungskeller. Ja, lachte Abayomi, fürs erste Bewohnen wir eben beide das Gästezimmer.

Ohne es zu Bemerken näherten sie sich einem zentralen Thema. Im alltäglichen Zusammenleben würde sich fast nichts ändern, außer dass die Haushaltskasse vollständig verschmelzen wird, aber da hatte er vollstes Vertrauen in sie, welches sie auch immer Gerechtfertigt hat. Beide wussten dass sich körperlich etwas ändern würde. Keiner brachte es direkt zur Sprache. Musste es denn ausgesprochen werden?

Tief unten aus dem Schiffsbauch ertönte ein sonores Grummeln, immer mehr festlich gekleidete Menschen strömten aufs Schiff, ein Steward forderte das Pärchen höflich auf sich langsam in den Speisesaal zu Begeben, natürlich mit ausführlicher Begutachtung von Abayomis langen Beinen. Ralf daneben schien einfach zu Verblassen, den nahm niemand so wirklich wahr. Dessen Interesse galt aber nicht den anderen Leuten sondern ausschließlich seiner nun Ehefrau.

Das Essen war Grandios, dem Anlass mehr als Angemessen. Die Aussicht traumhaft, die lange Sommersonne im Norden zauberte ein romantisches Licht auf die Küste. Einige Leute steckten die Köpfe zusammen und tuschelten über Abayomi, ob man die nicht irgend woher kennen müsse? Eine ältere Frau fragte Abayomi nach einem Autogramm, Ralf drehte sich erheitert weg, hörte nur wie seine Frau sagte: Nein, ich heisse Abayomi, nicht Naomi!

Das Tanzen war anfangs sehr Lustig, denn Abayomi konnte nicht Tanzen und schon garnicht mit diesen Schuhen, mit denen sie Ralf deutlich Überragte. Ralf führte eben so gut er konnte, zeigte ihr die nötigsten Grundschritte. Später wurde das Tanzen sehr aufregend.

Das Orchester spielte sehr langsame Balladen, der Tanz wurde statischer. Für beide kostete es deutliche Überwindung, die bisher so sichere und bewährte Distanz aufzugeben. Sie schlang ihre nackten Arme um seinen Hals, er nahm die Hände an ihre Beckenschaufeln, sie tanzten immer noch mit deutlichem Abstand der Körper, hielten verkrampft ein banales Gespräch aufrecht.

Sie war es, welche die erste Vertrauliche Berührung initierte. Ein warmer wohliger Schauer lief über Ralfs Rücken, als Abayomi mit ihren langen Fingernägeln zärtlich seinen Nacken kraulte, er Erinnerte sich an seinen ersten Tanzkurs mit Veronika, schob diesen Gedanken jedoch mit Gewalt zur Seite. An diesem Gesicht konnte sich Ralf nicht satt sehen, an den strahlenden Zähnen die in der Dunkelheit wie ein Leuchtturm ihre Position verrieten.

Sie war schön, unglaublich schön. Eine in Ansätzen etwas herbe Schönheit, da ihre Nase und Lippen deutlich Voluminöser sind wie bei europäischen Frauen, aber in ihren Proportionen war alles mehr als Stimmig. Gute glatte Haut, traumhaft schöne Haare, die trotz des künstlichen Volumens immer noch bis fast an den Po reichten.

Es war aber ihr strahlendes offenes und herzliches Lachen, die fröhliche Ausstrahlung, die so faszinierte. An diesem Abend war sie die unbestrittene und beneidete Königin des Balls. Und Ralf war wohl der am meist beneidete Mann im Raum.

Es war schon spät in der Nacht als sie sich so Nahe kamen, dass sie mit ihrer Oberweite gelegentlich leise Ralfs Brust berührte. Dieser wunderte sich nur wie hart und punktuell dieser Druck war, und das alles ohne BH. Eine undefinierbare Vorfreude breitete sich in ihm aus.

Er war wiedermal fasziniert, wie gut ihr Deutsch mittlerweile ist, sie konnten sich nun schon Stundenlang über anspruchsvolle Themen problemlos Unterhalten. Auch wenn die Unterhaltung im Moment etwas gekünstelt, gezwungen wirkte. Noch vor Wochen hatte er Frauen in solchen Situationen einfach rücksichtslos Nieder geknutscht. Jetzt war es anders, er wagte es nicht. Vor dieser Frau hatte er grenzenlose Achtung und Respekt.

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Sie summte vergnügt eine Melodie des Orchesters, als sie sich im Bad des Hotelzimmers vor dem Spiegel Abschminkte, dachte über den Tag und ihre Zukunft nach, die noch nie so Rosig schien. Sie mochte Ralf sehr. Aber liebte sie ihn? Noch nie war ein Mensch so gut zu Ihr wie Ralf. Niemals hätte ein afrikanischer Mann sie auch nur annähernd so selbstlos Unterstützt.

Letzte leise Zweifel blieben ihr noch. Ralf hat es wirklich mit Frauen krachen lassen. Jedoch war er immer für sie da und kam am Wochenende ausschließlich zu Ihr. Würde er seine Eskapaden für sie einstellen? Denn nur dann war sie sich Sicher, dann würde sie Ihn richtig lieben können.

Und wie sollte sie sich jetzt in der Hochzeitsnacht ihrem Mann gegenüber Verhalten? Sollte sie sich Anbieten? Die Initiative übernehmen? Oder auf seine Reaktion warten? Ralf hatte zweifellos sehr viel Erfahrung mit Frauen. Das würde ihr die Sache Erleichtern. Im Alltag wusste sie alles von Ihm. Aber auf diesem zwischenmenschlichen Gebiet...... sie wurde etwas Ängstlich und Unsicher. Zog ein langes weites, leicht transparentes Nachthemd an, löschte das Licht, verließ gespannt auf seine Reaktion das Bad.

Ralf stellte sich Schlafend. Eigentlich war er Geil, den ganzen Abend zusammen mit einer so aufregend schönen Frau, seine Ehefrau. Er war regelmäßigen Sex gewohnt, die letzten Wochen kam der aber deutlich zu Kurz, da er sich sehr viel um Abayomis Papiere kümmern musste.

Was tagsüber oft an Arbeit liegenblieb musste in langen Überstunden eingearbeitet werden. Sein Glück war dass Kunden vermehrt zu bestimmten Zeiten kamen, gleich Morgens oder nach Feierabend, dazwischen hatte er Zeit zu Organisieren.

Sie hatten noch nie Sex zusammen, waren sich nicht mal auf dem Sofa zärtlich Näher gekommen. Außer gelegentlichem flüchtigem Händchenhalten hatten sie keinen erotischen Körperkontakt. Sie hätten jetzt hoffentlich ein Leben lang Zeit dafür, da Käme es jetzt auf einen Tag mehr nicht an. Er wollte sie nicht Überrumpeln, Vertrauen schaffen. Besser langsam Herantasten, seine Frau unterschied sich doch Deutlich in Allem von deutschen Frauen.

Abayomi sah noch Lange auf ihren schlafenden Mann, lächelte Milde, waren die letzten Tage doch zu Anstrengend für ihn gewesen? Vorher ihr bester Freund, jetzt ihr Ehemann. Es würde sich viel Verändern, sie würde viel dazu Lernen müssen. Langsam und Vorsichtig legte sie sich Löffelchen vor Ihn, nahm seine Hand und legte diese auf ihren Bauch, lauschte seinen regelmäßigen (gespielten) Atemzügen.

Bald – so nahm sie sich Fest vor – bald wollte sie auch körperlich seine Ehefrau sein, mit ihm die Ehe Vollziehen. Sie schlief schnell ein. Ralf schlief lange Nicht. Zum ersten Mal diese körperliche Nähe. Ihre langen vollen Haare kitzelten leicht sein Gesicht. Seine Hand bewegte sich langsam auf ihrem Bauch mit der Atmung auf und ab. Der zarte Stoff des Nachthemds. Der harte flache Bauch. Die langen Beine die sich an seine Schmiegten, ihre warmen Füße an seinen. Der steinharte kleine Po an seinem Becken, er kämpfte gegen eine Erektion. Diese Frau war einfach der absolute Wahnsinn.


Ralf hatte die ganze Nacht nicht wirklich Geschlafen, döste nur so Vor sich hin, nickte gelegentlich kurz Weg. Ungewöhnlich für ihn, war er doch Nachts weibliche Gesellschaft gewohnt. Abayomi erwachte aus einem unruhigen Schlaf, versuchte sich kurz zu Orientieren. Von was wurde sie geweckt? Dann war sie sehr plötzlich richtig Wach, wagte aber nicht sich zu Rühren. Ihr Mann lag immer noch an ihrem Rücken, aber seine Hand hatte sich deutlich bewegt. Auf ihrem Bauch. Und sie spürte etwas zwischen ihren Pobacken, etwas langes und sehr hartes, das konnte nur sein...... heftiges Herzklopfen!

Ralf massierte seine Frau sanft am Bauch, mit dem Zug des Armes regulierte der den Druck ihres Po an seinem Penis. Nur zwei dünne schichten Stoff trennte sie voneinander. Mit der anderen Hand kraulte er ihre vollen langen, seidig weichen Haare mit den widerspenstigen Naturlocken. Eigentlich dachte er eher auf Blond oder Braun zu Stehen. Bisher. Bei Abayomi machte es die schiere Menge an Haaren, die ihre Weiblichkeit so sehr betonten, sie gehörten Elementar zu ihrer Ausstrahlung.

Sie hatte über die Zeit vielleicht zwanzig Möglichkeiten gezeigt sie zu Tragen: Meist locker gefasst mit einem Haargummi im Nacken, manchmal zu festlichen Anlässen ganz offen mit viel Volumen, was sehr würdevoll aussah. Zur Arbeit oder beim Sport flocht sie einen strengen Zopf und steckte diesen innen in das Shirt oder Pullover.

Dazu kannte sie noch etliche Möglichkeiten die Haare kunstvoll Hochzustecken oder aufwendig zu Flechten. Ralf mochte es am liebsten wenn sie ihre Haare nur etwas in sich Eingedreht, ansonsten aber offen nach vorne über ihre Schulter hängen ließ.

In diesem Augenblick lagen sie wirr und offen, rochen noch etwas nach Schiff, Kerzenleuchter und Essen, kitzelten ihn etwas im Gesicht, er war bedacht sich nicht mit dem Kopf darauf zu Legen. Ralf war sich Sicher, seine Frau war Wach, die Atmung hatte sich von Tief und Langsam während weniger Augenblicke in flach und gepresst geändert. Ihr Herz schlug so stark und schnell dass er dieses mit der Hand auf dem Bauch noch fühlen konnte.

Beide hatte keine Zeit des Händchenhaltens, der Schmusereien und ersten Fummeleien gehabt. Diese Zeit wäre jetzt irgendwann angebrochen. Sie lag stocksteif vor ihm, wagte sich nicht zu Bewegen, ergriff keinerlei Initiative, ließ keine Ermunterung Vermuten. Langsam Ralf! mahnte er sich, langsam Angehen lassen! Wer weiss welche Erfahrungen sie Vorher machte. Durch den Vorhang drangen erste Sonnenstrahlen in das kleine Zimmer.

Die anderen Frauen sonst waren ihm Egal. Sie boten sich an, mehr oder weniger Aufdringlich. Reindrücken und Absamen, hatte er einen guten Tag oder war ihm die Frau sympathisch achtete er noch darauf dass sie auch einen Höhepunkt bekommen würde. Sah er sie wieder? Egal. Manche traf er noch zwei- oder dreimal, bis ihm seine Vernunft riet sich abzusetzen. Denn im Hinterkopf hatte er immer Abayomi.

Die Frau welche vor ihm lag, mit dieser Frau hoffte er seinen endgültigen Hafen gefunden zu Haben. Sie bot sich nicht an, sie würde er langsam Erobern müssen. Für den Moment zeigte sie keinerlei Regung, verriet nur innere Aufregung. Seine Hand auf dem Bauch verringerte den massierenden Druck, begann mehr zu Streicheln. Großflächiger nun, vom Rippenbogen bis knapp an den Schamhügel.

Ihre Herzfrequenz beunruhigte ihn etwas, der hauchzarte Stoff des Nachthemds wurde feuchter von ihrem Schweiß unter der Hand. Keinerlei Ermunterung, aber auch keine Abwehr. Langsam Ralf! Natürlich sah er sie schon oft in aller möglichen Bekleidung. Selbstverständlich hatte er eine ungefähre Vorstellung von ihrem aufregenden Körperbau. Wie traumhaft gut der sich jetzt real anfühlte hatte er sich nicht Vorstellen können.

Sie lagen sehr lange so, seine Hand erweiterte den Radius, seine Neugierde steigerte sich, der Hormonspiegel zwang ihn Mutiger zu Werden. Die andere Hand hatte langsam einen unendlichen Berg von Haaren beiseite gekrault, er spielte nun in ihrem langen Nacken und an den zarten Ohren. Bis in den Hals war das harte Pochen des hektischen Puls zu fühlen.

Unzählige Male war er in der letzten Stunde vor den verlockenden Brüsten mit der Hand abgedreht, die Vernunft sagte Nein, die Hormone sagten Ja. Das war auch ihre erste erkennbare Regung, als sie ihren gertenschlanken Oberkörper sanft in seine forschende Hand hinein schmiegte, ihre steinharte Brust in seine zärtliche Hand räkelte. Die Brustwarze war klein, aber Steinhart. Der Warzenhof durch den hauchzarten Stoff hindurch fühlbar zusammengezogen und Rauh.

So feste Brüste hatte er noch nie Gefühlt. Er fasste schon größere und kleinere Busen an, manche hingen weich, manche standen fest. Abayomis Oberweite war mittelgroß, ein Handschmeichler, genau eine Brust für eine Hand, aber so was von Knackig und Wohlgeformt! Sie lag seitlich, aber die Schwerkraft schien für ihre Busen nicht zu Gelten.

Als er von sanft knetendem Druck wechselte zu stimulierendem Spiel von zwei Fingerkuppen an den kaum greifbaren kleinen Brustwarzen zuckte sie mehrfach mit dem ganzen Oberkörper. Das Atmen hatte sie jetzt ganz Vergessen? Ralf rückte nach hinten bis an die Wand, stützte sich auf einen Ellenbogen, drehte Abayomi auf den Rücken, ohne dabei die spielende Hand von der Brust zu nehmen.

Dieser Blick! Ein Schauer rannte seinen Rücken hinab. Sie sah ihn mit weit geöffneten Augen bohrend direkt ins Gesicht, der Mund sinnlich geöffnet, die weißen Zähne glänzten leicht durch die vollen Lippen. Wie sollte er ihren Blick deuten? Scannte sie wieder seine Seele? War sie Ängstlich? Bitte tu mir nichts Böses? Erwartungsvoll Neugierig? Verunsichert? Abwartend Interessiert? Auf jeden Fall nicht Geil.

Während die Hand sich weiter um die winzige Brustwarze kümmerte beugte sich Ralf langsam über ihren Kopf, dieser sinnliche Mund, die vollen weichen und schön konturierten Lippen waren einfach zu Verlockend. Seine Absicht war klar zu Erkennen, er wollte ihr Gelegenheit geben den Kopf zu Drehen wenn sie dies Nicht – oder noch Nicht wollte. Anscheinend erwartete sie seinen Mund, denn sie öffnete ihre Lippen kaum merklich, schluckte mehrmals Trocken.

Es wurde ein sehr vorsichtiger, schüchterner und zärtlicher Kuss, ihr Mund wirkte etwas Passiv, Abwartend. Vorsichtiges Schmusen von Ralf. Abayomi öffnete nur die Lippen noch ein klein Wenig, aber sonst keine Reaktion. Küssten sich die Menschen in Afrika nicht auf den Mund? So wie die Enuid am Nordpol?

Abayomi war kurz vor einer Ohnmacht, fühlte sich gerade noch wohl, Ralf war sehr Vorsichtig. Das war also ein Kuss. Aufregend. Was er an ihren Brüsten machte hatte sie selbst auch schon oft genossen, von fremder geschickter Hand gespendet fühlte es sich sehr viel schöner an.

Sie hatte indirekt befürchtet einfach Bestiegen zu Werden, wie sie es immer von ihren Freundinnen gehört hatte. Sollte es so sein hätte sie es Hingenommen, sie war jetzt seine Frau. Sie hätte auch gerne seine Zärtlichkeit erwidert. Aber Wie? Fühlte Ralf ihre Unsicherheit? Er schien sehr viel Erfahrung, aber auch Disziplin zu Haben. Seine harte Erregung konnte sie lange Zeit an ihrem Gesäß fühlen, nur eine Frage der Zeit bis sie diese in sich Drin haben würde?

Zögerlich, mit viel Selbstüberwindung hob sie beide Arme und streichelte Ralf im Gesicht. Er sah sie sehr Ernst und Angespannt an, sicher fühlte er sich unter Druck? Die letzten Wochen, war sie sich Sicher, hatte er keine Frau, war jeden Abend bei Ihr zu Hause, auch keine verräterischen Spuren an seiner Wäsche. Sie hörte schon dass Männer sich regelmäßig Entspannen mussten. Also war er Gefangen zwischen Rücksicht, Vorsicht und Hormonstau? Diese Probleme hatte sie so Nicht.

Ralf? Ja! Ich bin jetzt deine Frau, du kannst mich nehmen wenn du willst. Ihre Worte klangen zittrig, unsicher. Langsam Abayomi, alles zu Seiner Zeit, er versuchte ihr ein beruhigendes Lächeln zu Schenken. Bitte sei Ehrlich zu Mir, Abayomi. Hast du mal schlechte Erfahrung mit einem Mann gemacht? Oder soll ich dich anders Berühren? Haben afrikanische Frauen anatomische Eigenheiten die ich nicht Kenne? Nein, es ist schön so, Ralf. Ehrlich? Bestimmt. Ich habe nur keine Erfahrung.

Den letzten Satz glaubte Ralf nicht. Diese Masche der Frauen kannte er. Einen auf Jungfrau machen, obwohl der Saft noch von einem anderen heraus läuft. Das letztere schloss er jetzt bei Abayomi zwar aus, zwang sich aber vorsichtshalber noch Einfühlsamer zu Agieren. Die Sonne brachte mittlerweile sehr viel Energie ins Zimmer, das Frühstück wurde sicher unten schon Abgeräumt. Noch nie hatte es länger als eine halbe Stunde gedauert bis er drin war. Bei dieser Frau bremste ihn eine unsichtbare Hand.

Mit etwas Nachdruck drehte er Abayomi auf den Bauch, wollte jetzt Endlich mal den wunderbaren Körperbau der jungen Frau erforschen, der immer so ansehnlich in engen Hosen verborgen blieb. Jetzt sah er, dass ihr klasse Körper nicht von der Hose geformt wurde, sondern dass der knackige Körperbau die Kleidung in Form zwang.

Er begann zart an den Fesseln zu Nagen, amüsierte sich über den Farbkontrast der schlanken Füße, oben ziemlich Dunkel, die Fußsohlen und Handflächen fast Weiß, als musste sie zur Farbgebung an einer Wand gestanden haben. Die Haut ist Phantastisch. Straff, weich, schlanke aber harte Muskeln. Als sein Mund ihre Kniekehlen erreichten atmete sie hörbar ein und Zuckte ein wenig, was ihn veranlasste sehr viel Zeit zum Kosen der weichen Haut zu Nehmen, in der Beuge ist die Haut ebenfalls eine Nuance heller.

Es brauchte eine gefühlte Ewigkeit sich über die langen Beine zum Gesäß zu Küssen, kein Wunder dass die Afrikanerinnen mit solcher Anatomie den Langstreckenlaufsport dominierten. Für Ralf war es einfach nur ein sinnliches Erlebnis, für Abayomi ein aufregendes Erkennen wie sehr sie mit ihrem Körperbau den jungen Mann beschäftigen konnte.

Der Po war für Ralf eine Offenbarung. Kleine Halbkugeln, steinhart, perfekte Form als Handschmeichler, seine Hände kreisten und kneteten genüsslich. Der Geruch aus Ihrem Schritt ist deutlich anders wie bei einer deutschen Frau, sehr Herb. Abayomi ist eine sehr reinliche, sehr saubere Frau, daran kann es nicht liegen, es musste also eine genetische Eigenheit der Rasse sein. Gewöhnungsbedürftig aber nicht Abstoßend.

Der Po mündet in einen kürzeren Rücken mit ausgeprägt sichtbarer Wirbelsäule in sanftem Schwung und zwei kräftigen Rückenmuskeln. Immer wieder bemerkte Ralf die ausgeprägt konturierten kleinen Muskeln, die klar fühlbaren Rippen, ganz anders wie die zur Molligkeit tendierenden europäischen Frauen. Ralf wühlte in den langen kräftigen wirr gelockten Haaren, die über den ganzen Rücken verstreut schienen, zum Küssen des Nackens fasste er diese Zusammen und legte sie auf eine Seite neben den Kopf.

Nagte am langen dünnen Hals, saugte sich Vorsichtig fest. Würde man an dieser dunklen Haut auch Knutschflecken sehen? Knabbern an den Öhrchen, wilderes wühlen in den Haaren. Abayomi atmete langsam, stockend und Flach. Genoss sie seine Berührungen? Oder war sie Ängstlich? Ralf wurde zunehmend Neugierig auf ihre Brüste. Hart und stolz Erhoben hatten diese gestern das tolle Kleid am Oberkörper gehalten, mehrmals drückte sie diese an seinen Arm oder Oberkörper, er erinnerte sich klar an die durch den dünnen Stoff scheinenden harten Brustwarzen.

Mit etwas Nachdruck drehte er sie auf den Rücken, sie schien etwas zögerlich seinem Händedruck zu Folgen. Auch jetzt waren die Brustwarzen wieder deutlich erigiert, genau wie sein Penis. Sie lag auf dem Rücken und ihre mittelgroßen Brüste standen steil zur Zimmerdecke, fingen seinen Blick. Ralf streichelte zuerst sehr lange den Bauch um dann mit der Hand zum Blickfang seiner Augen zu Wandern.

Die sahen nicht nur Hart aus, sie sind es tatsächlich. Vorsichtiges Kneten der Brüste. Da war nichts drin, das ist alles echt! Abayomi hat so festes Gewebe! Ihre Körperhaltung wirkte etwas Steif, Ängstlich, die Arme lagen lose neben dem angespannten Körper. Das interessierte Ralf für den Moment weniger, er begann sich an den phantastischen Busen festzusaugen, sie schien ihre Atmung ganz einzustellen.

Seine linke Hand streichelte ihr konturiertes Gesicht, die rechte Hand wanderte langsam über den Bauch auf ihren Schamhügel, der von dichtem weichem Schamhaar bewaldet ist. Ralf wollte wissen ob das mit dem Geruch davor nur Einbildung war, begab sich mit dem Mund auf eine lange andauernde Reise über Rippen und einen flachen Bauch.

Die buschigen Schamhaare waren so weich, dass sie beim Küssen nicht im geringsten Störten, Ralfs Hormone gingen langsam mit ihm durch, zu enthaltsam lebte er die letzten Wochen, nur gelegentlich ein schnelles Wichserle unter der Dusche zum Ausleeren, nicht zu Vergleichen mit seinen abenteuerlichen Eskapaden der Monate davor, wo er häufigen und häufig wechselnden Geschlechtsverkehr erleben durfte. Diese wirklich aufregend schöne Frau trieb ihn in einen Hormonstrudel, auch wenn sie für den Moment sehr Passiv, angespannt wirkte. Er würde sie schon noch aus der Reserve locken. Muschi lecken, das wirkt meistens!

Getrieben von Hormonen und Neugierde drückte er ihre langen Beine auseinander, legte sich dazwischen, musste sich mit seinen Füßen etwas am Boden abstützen. Es war nicht wirklich Hell im Zimmer, der Blick in ihren Schritt verriet erst mal nicht so viel, alles Schwarz in Schwarz, verborgen von dichtem Schamhaar. Da war auch wieder dieser herbe Geruch.

Mit den Ellenbogen drückte er Geil Abayomis Beine auseinander, verschaffte sich Platz. Wühlte mit den Fingern in den Schamhaaren um die Anatomie der Begierde genauer zu Erforschen. Er sah in letzter Zeit viele Muschis, aber selten so natürlich Behaart. Dieser Geruch erschien seltsam. Er fand schließlich zwei ganz kleine Schamlippen, die von einer harten Pflaume zugedeckt waren und von einer winzigen Klitoris gekrönt. Es brauchte deutlich Kraft diese Pflaume zu öffnen, wirklich Alles schien sehr fest an dieser Frau zu Sein.

Dann innen ein zartrosa Schimmer. Der Eingang ins Paradies. Sie war erkennbar gewaschen, Ralf kannte auch ungewaschene Muschis. Also war es einfach ihr eigener Geruch, an den er sich jetzt von nun an Gewöhnen würde. An ihrer Reaktion konnte er weder Zustimmung noch Ablehnung ableiten.

Seine Zunge tauchte ins zarte Rosa ein. Weich und Warm, fest zusammengezogen. Glücklicherweise schmeckte sie sehr viel besser als sie Roch, auch wenn genau genommen keinerlei Schleim aus ihrer Grotte sickerte. Dafür feuchteten Massen von seinem Speichel ihre Scham an. Ralf leckte, saugte sich fest, teilte immer wieder mit der Zunge die kleinen Schamlippen ohne wirklich Tief eindringen zu Können, spielte an dem winzigen Kitzler.

Wenn Frauen das mochten dann wurden sie bei diesem seinen Spiel spätestens jetzt willig. Mochten sie es nicht dann verwehrten sie ihm den Zugang mit dem Kopf in ihr Dreieck. Abayomi verwehrte nicht, ließ aber auch keine Geilheit erkennen, ein kurzer Moment von Unsicherheit machte sich in seinem Hormonrausch breit. Wollen afrikanische Frauen anders Angefasst werden? Oder war er zu Schnell, zu Direkt? Abayomi unterbrach plötzlich seine schmatzenden Geräusche.

Ralf, nimm mich jetzt, ich will ganz deine Frau werden. Ralf erhob sich etwas, sah sie lange fragend an, schien einen Gedanken zu Verscheuchen. Robbt sich über sie, ihre weit gespreizten Beine führten sein Becken genau über Ihr Zentrum. Ralf zog die Spitze seines Penis mit etwas Druck durch ihre winzigen Schamlippen und den dichten Busch, es war aber nur die Feuchtigkeit seines Speichels auf der feinen hellrosa Haut zu Spüren, entweder ihr Schleim war auch so wässrig oder sie war noch nicht wirklich Bereit dafür. Früher war ihm das Egal. Wieder zögerte er.

Findest du mich nicht schön? Bin ich nicht genug Frau für dich? Willst du mich nicht nehmen? Du weisst doch wie das Geht? Sie griff ihn am Becken und zog Ralf leicht gegen sich. Warum Eilte es ihr plötzlich so? Wirklich Geil war sie nicht. Scheinbar fühlte sie sich nicht Unwohl, aber wirklich Bereit sieht anders aus. Hatte sie Schuldgefühle gegenüber ihm? Scheinbar meinte sie es müsse jetzt Sein. Jetzt, in diesem Moment, er hätte noch gewartet.

Ralf nahm einen dicken Tropfen Speichel vom Mund ab, verteilte diesen gründlich auf seiner prallen Eichel und nochmal auf ihren Schamlippen, war immer noch etwas Skeptisch. Abayomi hatte die Augen geschlossen und einen vorsichtig Erwartungsvollen Blick, die Hände krallten sich in sein Becken. Dies alles verriet Anspannung. Er setzte seine Eichel zwischen die Schamlippen und erhöhte langsam den Druck. Ihre Krallen an seinem Becken schnitten in gleichem Maße tiefer ein.

Es ging nicht. Mehrmals zog Ralf zurück, nahm viel Speichel. Er kam ein kleines Stück in sie, die engen Labien hielten seine Spitze fest, dann ein fühlbarer Widerstand. War sie wirklich so eng? Unterschieden sich Europäerinnen und Afrikanerinnen so sehr? Ralf ließ sein Becken etwas kreisen, erhöhte den Druck am Glied, setzte aus unterschiedlichen Richtungen nach. Ihr Gesicht verriet Unwohlsein, ihre Hände duldeten jedoch mit viel Kraft keinen Rückzug. Sie wollte es jetzt.

An einer Position fixierte sie sein Becken mit Macht, er spürte wie etwas an seiner Eichel entlangrutschte, nachgab, dann Schrie sie erstickt, drückte den Pimmel mit Energie nach, danach Versank er mit viel unangenehmer Reibung an seiner Vorhaut ganz in ihrer total engen Scheide. Augenblicklich nahm sie ihre Hände auf seinen Rücken und verharrte Bewegungslos, schluchzte leise in sein Ohr. Ralf war etwas Unsicher, genoss einerseits den schönen Moment des Verschmelzens, andererseits machte er sich Sorgen. Weinte sie vor Erleichterung, Rührung oder Schmerz?

Wie er sich langsam in ihr Bewegen wollte fixierte sie ihn und schluchzte etwas mehr. Augenblicklich war Ralf ernüchtert, stützte sich auf seine Arme, zog seinen Penis aus ihr, kniete sich zwischen Ihre Beine und sah abwechselnd in ihr Gesicht und zwischen die Beine. Auf seinem Pimmel waren dunklere Flecken, im Laken ein, zwei mit Speichel vermischte Tropfen Blut. Abayomi, ich möchte das so nicht. Es ist keine Pflicht, nur wenn man Verheiratet ist. Es soll schön sein, für Beide. Ist es das nicht von Anfang an dann müssen wir eben lernen wie es für den Anderen schön wird. Hast du gerade deine Tage?

Nein! Sie wischte sich einige Tränen aus den Augen und bemühte sich um ein fröhliches Gesicht. Ralfs Gedanken rasten, was er falsch gemacht haben könnte. Dann traf es ihn wie ein Blitz. Sah auf das Blut im Laken und an seinem Penis. Ihr Verhalten. Ihre Unsicherheit. Alles war echt. Schlagartig begriff er. Es war keine Masche. Er, Ralf, war ihr erster Mann gewesen! Warum war er nicht früher darauf gekommen? Wäre er mit dem Finger vorsichtig in Sie gedrungen hätte er es fühlen können. Oder sie hätte etwas Gesagt. Wer rechnet mit so etwas?

Du kannst mich nehmen Ralf, es ist alles in Ordnung! versuchte sie nachzuschieben. Langsam Mädchen, ganz langsam, alles zu seiner Zeit! Ralf streckte sich neben Sie, schob ihre Beine Zusammen, streichelte sie ganz zart im Gesicht, nahm einen langen und beruhigenden Kuss auf. Wühlte in ihren Haaren, kuschelte sich an Sie. Plötzlich war alles Anders für ihn. Er durfte nicht seine Erfahrungen mit deutschen Frauen anlegen, seine Ehefrau ist grundlegend Anders!

Ihr Herzschlag beruhigte sich, durch das zärtliche Verständnis ihres Mannes fiel der Druck von Ihr, sie begann seine Wärme und Zuneigung zu Genießen. Und sie fühlte sich bestätigt, den richtigen Mann gewählt zu Haben. Er war Rücksichts- und Verständnisvoll. Ralf bemerkte nun auch eine Änderung in ihrem Verhalten. Sie kuschelte sich an ihn, schlang ihre langen Beine um die Seinen, streichelte ihn schüchtern. Von diesem Augenblick an hatte er den Eindruck sie fühle sich wirklich wohl.

Es war schon spät nach Mittag, als sie der Hunger nach draußen trieb. Sie schlenderten Händchenhaltend oder Arm in Arm durch die Stadt, suchten ein Restaurant welches um diese Zeit warme Küche anbot. Diese körperliche Nähe war plötzlich selbstverständlich, Abayomi suchte von sich aus immer wieder den Kontakt. Sie schien ehrlich Verliebt zu Sein.

Im Hafen wurden sie fündig, ein uriger Fischkutter hatte einen riesigen Kessel an Deck und verkaufte lokale Leckereien. Sie setzten sich auf die Reling, lehnten sich gegen gespannte Taue, aßen mit den Fingern von Papptellern leckere Fischstückchen mit würziger Soße, Möven kreisten Kreischend um sie Herum und warteten ob sie Schmarotzen könnten. Als sie fertig waren nahm Abayomi Ralfs Finger und leckte ihm die restliche Soße von den Fingern, sah ihn dabei mit ihrem durchdringendsten Blick an.

Ihre eigenen Hände wischte sie achtlos an ihre Hose, stellte sich vor Ralf zwischen seine Knie, schlang ihre langen Arme um sein Genick, sah ihn eindringlich an. Danke Ralf! Für was? fragte dieser etwas Ratlos. Danke für Alles! Für deine Unterstützung, deine Rücksicht, deine Hilfe, einfach für Alles! Sei sicher, ich werde dir eine gute Frau sein! Ralf antwortete zögerlich: Du bist meine Frau, weil du eine gute Frau bist!

Zum ersten Mal drückte Abayomi nun ihre Lippen auf Ralfs Mund, etwas unbeholfen noch, aber es war ihre Initiative. Ralf rann ein Schauer von Glück über den Rücken hinab. Und es war ihre Zunge, die als erstes den Einlass in seinen Mund begehrte. Das Fischerpaar auf dem Boot beobachtete vergnügt das junge verliebte Pärchen. Den Rest des Tages verbrachten sie komplett an der windigen und manchmal verregneten Küste, so dass sie am Abend ehrlich erschöpft schnell einschliefen.

-Szene-

Sonntag früh reisten sie nach einer ausgiebigen wärmenden Dusche und einem leckeren Frühstück gen Heimat, bis Hamburg auf der Autobahn, danach jedoch nicht mehr auf eigenen Rädern, sondern mit einem Autoreisezug und im Schlafwagen. Das Stundenlange Kilometerfressen mit einem Kleinwagen zwischen schnellen Limousinen, Reisebussen und Holländern mit Wohnwagen erschien zu Strapaziös. Ausserdem hatte Ralf Blut geleckt. An seiner Frau und deren traumhaften Körper. Im Schlafwagen hat man sein eigenes absperrbares Abteil.

Natürlich hätte er sich am Morgen annähern oder bis zu Hause warten können. Jetzt aber war er ausgeschlafen, gesättigt, frisch – und Geil. Der Blick auf ihre langen Beine während der Fahrt bis Hamburg, der gelegentliche Griff an ihr Knie, er kraulte stundenlang in ihren langen Haaren und den zarten Nacken, spielte genüsslich an ihren kleinen Ohren oder streichelte den Oberschenkel. Ihr Lächeln wenn sie ihn ansah. Früher wirkte sie immer irgendwie Zufrieden wenn sie Abends oder am Wochenende Zeit miteinander Verbrachten. Doch wie sie ihn nun immer anlächelte! Sie war Glücklich!

Das Verladen absolvierte sie erstaunlich Gut, der Schaffner führte beide zu ihrem Abteil, sie zeigten ihre Fahrkarten vor und baten nicht gestört zu Werden. Es war eine seltsame Spannung in der Luft. Nicht nur von ihm aus. Selbst Abayomi sendete eindeutige Signale, ihre Blicke und ihr Lächeln schienen sehr Einladend für Ralf. Es lag schon stundenlang in der Luft, es Knisterte.

Im Abteil warfen sie unachtsam Handtasche und kleinen Rucksack in die Ecke, schlossen die Vorhänge, klappten das untere Bett herab, fielen sofort übereinander her. Abayomis Küsse waren unbeholfen, aber fordernd. Ralf zog seine Frau mit festen zielgerichteten Griffen aus, ihre hauteng sitzende Hose verlangte eine kräftige Hand. Abayomi war bei Ralf etwas vorsichtiger, aber genauso eindeutig mit ihrer Intention.

Nackt wälzten sie sich in der kalten Kabine auf das schmale Bett, Ralf griff seiner Frau in den Schritt und massierte kreisend den Schamhügel. Sie roch sehr Streng und Intensiv, jedoch anders wie zwei Tage zuvor. Als er tiefer in den Schritt griff fühlte er es. Sie war Feucht. Ihr Schleim ist also nicht Wässrig, sondern klebrig und Glitschig. Jetzt war sie wirklich Bereit. Und sie wollte es. Aufgeheizt von stundenlangem Streicheln und einem schönen Gespräch im Auto.

Ralf drückte ihr grob die Beine auseinander ohne sich von ihrem Mund und ihrer wühlenden Zunge zu Lösen. Zog die Eichel mehrmals am Eingang ihrer Scheide durch den Schleim, drückte nach, spürte wo es nachgab, schob gegen einen erheblichen Widerstand in sie Rein. Abayomi löste den Kuss, nahm ihren Kopf seitlich zu Seinem, Umarmte ihn Grob, stöhnte leise auf als ihr der steinharte Penis mit sehr viel Kraft nach mehrmaligem Nachlassen in voller Länge in die glitschige enge Grotte geschoben wurde. Ihr Unterleib war aufgefüllt. Dann hielt Ralf still und beide Versanken im Erleben des Augenblicks. Jetzt waren sie zusammen, jetzt fühlte sie sich wirklich Wohl, jetzt in diesem Augenblick wurde sie tatsächlich zu seiner Frau.

Der Zug war mittlerweile angefahren und die einzige Bewegung seines Pimmels in ihr waren das Schaukeln des Wagons an den Weichen. Ist es in Ordnung für dich? Fragte er Besorgt flüsternd in ihr Ohr. Sie Nickte glücklich. Ja Ralf, nimm mich jetzt richtig! Natürlich fickte er sie nicht so Hemmungslos wie die im Gegensatz zu Abayomi so ausgeleierte Veronika, in diese konnte er reinhämmern wie ein Pressluftbohrer. Seine Ehefrau brauchte Einfühlungsvermögen. Ralf wollte keinesfalls dass sie schon gleich zu Beginn die Lust am Sex verlor.

Seine Bewegungen waren langsam und Vorsichtig. Er konnte nur aus dem Becken heraus stoßen, denn Abayomi hielt ihn am Oberkörper fest Umklammert. Das Erleben für Ralf war göttlich. Sie war unglaublich Eng und umfasste einen Penis straff und fest, wegen genügend Schleim war sein Gefühl überwältigend. Sie kannte dieses Gefühl noch nicht, war Froh dass Ralf etwas Vorsichtig mit ihr schien.

Während ihrer Studienzeit in Afrika hatte sie aus den Nebenzimmern oft laut Quietschende Betten und hartes Hämmern von Bettgestellen an Wänden gehört. Ralf war langsam in ihr Zugange, sie konnte sich an dieses Gefühl gewöhnen, nicht unangenehm, wenn das so Bliebe könnte sie ihm das durchaus sehr viel öfters schenken. Ihr Mann war ganz in ihr und sie Vollzogen jetzt erstmalig die Ehe.

Ralf spürte wie nach den enthaltsamen letzten Wochen sein Level erreicht war. Sie war so eng, so fest, er spürte richtig wie das Fleisch der Scheide bei jedem Eindrücken richtiggehend von seiner Eichel Verdrängt wurde, wie er jedes mal erneut in sie Eindrang. Er war langsam und Vorsichtig, für den Moment konnte er sich nicht Vorstellen diese Frau überhaupt Hämmern zu Können.

Sie schien nicht einem Orgasmus Nahe zu Sein, sie Genoss einfach das neue Erleben, ihren Mann in sich. Ralf merkte es kommen, in so einer Muschi kann es kein Mann der Welt lange durchhalten. Durch seine langsamen und intensiven Bewegungen wurde es kein harter Orgasmus. Er merkte wie das Sperma aus ihm heraus blubberte, ihre kräftigen Arme noch kräftiger Zupackten und ein tief erlösendes lange anhaltendes Glücksgefühl seinen Verstand vernebelte.

Abayomi spürte etwas warmes zuckendes pulsierendes in sich Sickern, dem tiefen glücklichen Atemzug von Ralf nach strömte er gerade sein Sperma in ihren Unterleib. Sie umarmte ihn noch fester und genoss das vollkommene Verschmelzen ihrer Leiber. Sie hauchte in sein Ohr: Mein Mann!

Ralf wollte sich nicht Bewegen, nur dem Erleben des Augenblicks hingeben. Abayomi liess die krakenhafte Umklammerung locker, mit einer Hand begann sie seinen Hinterkopf zu kraulen, mit der Anderen seine Schulter zu Streicheln. Ralf blieb in ihr stecken. Sein Pimmel wurde nicht richtig weich, bei jeder Weiche im Gleis wurde sein Penis in der engen Grotte erneut stimuliert, ihr warmer Atem an seinem Ohr und ihre Gefühlvollen Hände steigerten sein Wohlbefinden. Das war kein Fick. Das war Liebe machen!

Bald schon wurde sein Pimmel wieder steif, die Muschi schien jetzt auch nicht mehr so gnadenlos Eng zu sein, hatte etwas nachgegeben, wurde anscheinend aber immer noch Schleimiger, der herbe Geruch verbreitete sich im ganzen Abteil. Ralf suchte den Mund seiner Frau, sie half mit ihrer Hand etwas nach und sie küssten sich sehr leidenschaftlich.

In diesen Kuss hinein begann Ralf erneut zu Stoßen, weil sie sich etwas weiter anfühlte nun etwas fester und schneller. Jetzt kam in ihm auch das bekannte Gefühl der früheren Ficks zurück, etwas eher zu vergleichen mit dem was er schon kannte. Abayomi nahm die Stöße, atmete heftiger aber nicht wirklich Erregt. Sie kam ihm entgegen, sie wollte es, sie fühlte sich Wohl aber kannte echte Geilheit anscheinend noch nicht.

Wieder dauerte es nicht sehr lange und Ralf spürte erneut die Hormone Aufwallen, wie ein kochender Topf mit Milch. So schnell? War es weil er so lange enthaltsam war oder weil sie sich so traumhaft anfühlte? Allem Anschein nach würde sie diesmal wohl auch nicht mit ihm Gleichzeitig kommen, so überließ er sich Vorbehaltlos seiner Geilheit, dem spannenden Erwarten seines sich so übermächtig anbahnenden Orgasmus, keuchte beim Küssen schwer in ihren Mund.

Das zweite mal kam er Heftig. Abayomi war überrascht mit wie viel Kraft er in sie drückte, wie ungehemmt er sich auf ihr wälzte, welch a****lische Geräusche und Töne er dabei von sich gab, mit welch heftigem Zucken er diesmal sein Sperma in die Scheide pumpte. Sie merkte aber auch dass sie ihrem Mann anscheinend etwas sehr Schönes schenken konnte, wenn er es so fulminant Genoss. Dann brach Ralf schwer atmend und schwitzend auf Abayomi zusammen. Er war fertig. Sie war Glücklich. Ihr Mann! Und durch sie durfte er das Erleben.

Es dauerte vielleicht eine Stunde bis Ralf sich wieder etwas erholt hatte, Abayomi begann sich unter dem Gewicht ihres Mannes etwas unbeholfen zu Räkeln, suchte eine angenehmere Position auf dem engen Bett. Ralf nahm einen unendlich zärtlichen Kuss auf, legte all sein schönes Empfinden hinein und Abayomi spürte seine Seeligkeit. Langsam erwachte Ralf wieder, zog seinen schmierigen Pimmel aus seiner Frau, begleitet von einem heftigen Schwall Sperma und Schleim, erweiterte seine Küsse auf ihr ganzes schönes Gesicht und seitlich an ihren Hals, verlagerte sein Gewicht wieder voll auf Knie und Ellenbogen, robbte sich langsam nach unten und ließ die Küsse auf ihrem Körper folgen.

Er wollte mit dem Mund in ihren Schritt. Sein eigenes Sperma stieß ihn etwas ab aber das meiste rann unten aus der Muschi über ihren Damm ins Laken und er wollte unbedingt etwas testen. Konnte sie nicht Empfinden? Weil es noch zu Neu für sie war? Oder kannte sie es einfach noch nicht? Vielleicht konnte er mit dem Mund jetzt etwas genauer ihren Schritt erforschen?

Die tänzelnde Zunge fand schließlich die kleine Knospe in der schützenden Hautfalte, sorgsam Bedacht nicht zu Viel vom Sperma aufzulecken. Vorsichtig massierte er in dem weichen Busch ihre kleinen Schamlippen, der gemischte Geruch nach ihrem herben Schleim und seinem Sperma war etwas Abstoßend, aber trotzdem wollte er da durch, Vorsatz und Neugierde waren größer.

Die langen Finger von Abayomi griffen seinen Kopf, fixierten ihn genauer und plötzlich atmete sie deutlich heftiger. Ralf spürte sein Erfolgserlebnis, sie konnte abschalten! Jetzt war sie frei im Kopf, jetzt war sie bereit für seine Liebkosungen. Seine Zunge tanzte nur sehr leicht und flink über die Hautfalte, den Hauptreiz versuchte er über das Massieren der kleinen Schamlippen und des glitschigen riechenden Dammes zu Erzeugen. Und ja – Abayomi bewegte ihr Becken, erst kaum wahrnehmbar, dann immer deutlicher. In ihr zuckte etwas unregelmässig, ihr Griff an seinem Kopf wurde grober.

Ralf fühlte sich bestätigt, verlor zunehmend seinen Ekel, massierte, küsste die kleine wunderbare Grotte die ihm so viel Freude bereitet hatte und künftig soviel Freude zu Bereiten versprach. Mit 4 Fingern kreiste er Flächig über den Eingang und die kleinen Labien durch die übelriechende heraussickernde Mischung, immer heftiger wurde das Zucken tief aus dem schlanken Unterleib heraus. Ralf verlagerte die Intensität mehr von seinen Fingern weg auf seine Zunge, wurde mit immer mehr Druck immer schneller und direkter auf die Clit, die ganz langsam und kaum sichtbar immer mehr aus der schützenden Hautfalte Hervortrat.

Die Fingernägel krallten sich schmerzhaft in seine Kopfhaut, Ralf wurde klar dass sie nicht mehr völlig bei Sinnen war, sie wurde von ihren Hormonen gepeitscht, sie erlebte etwas was sie wohl vorher so noch nicht kannte, sie lernte auf dem schönen Weg was echte Geilheit war.

Abayomi wimmerte, jammerte, alles war Echt und authentisch. Sie spielte nichts, ihr Unterleib zuckte nicht mehr sondern verkrampfte sich kontinuierlich, die Bauchmuskeln spannten feste an, sie drehte ihr Becken etwas unter seinen Berührungen. Dann brach alles heraus! Sie rammte seinen Kopf in ihren Schritt, wand sich heftig, stöhnte leise, jammerte etwas, redete in ihrer eigenen Sprache irgendwelchen wirren Dinge, ihr Schleim und sein restliches Sperma wurden bei jedem wilden Zucken des Unterleibs stossweise aus ihrem Schlitz gepumpt und Sickerten ebenfalls ins Laken mit dem Bahnabzeichen. Seine Zunge tanzte noch bis Abayomi wieder langsam ruhiger wurde.

Ralf grinste Zufrieden in sich hinein. Das also war bei afrikanischen Frauen zumindest Gleich. Er stellte sich kurz neben das Bett, schob ihre Beine Zusammen und kuschelte sich neben sie auf die schmale Pritsche, mit einem großen schmierigen kalten Fleck im Laken an seiner Pobacke. Sie sah ihn erstaunt an, er grinste frech. Dann mussten beide Lachen und umarmten sich. Schön? Fragte Ralf. Ja, und wie! Antwortete sie glücklich.

Sie kuschelten, Abayomi zog umständlich eine Bettdecke unter ihren Leibern hervor, deckte Beide zu und sie ließen sich langsam wegdämmern. Erst kurz vor München wurden sie Rüde von einem laut klopfenden Schaffner wieder geweckt.

Die Stunde Heimfahrt von der Verladestation ließ durch den Hormonrausch die vorher so wohlbekannte Gegend in einem völlig neuen Licht erscheinen. Sie besuchten noch seine Eltern, welche Abayomi beide glücklich umarmte und Stolz ihren Ring am rechten Finger zeigte. Zu Abend aßen sie zu Viert in einer kleinen Pizzeria mit Holzofen. Die Stimmung war sehr ausgelassen und auch Ralfs Eltern schienen recht Zufrieden zu Sein. Das frisch vermählte Paar bemerkte auch nicht die einsame junge Frau, welche sich bei ihrer Ankunft am Haus im Schutz der Hecke und Dunkelheit lauernd herumtrieb.

-Szene-

Sofort am Montag Morgen startete Ralf einen wahren Ämtermarathon. Jetzt zahlte sich aus dass er so viele Paare über ihre Erfahrungen ausgefragt hatte, genau wusste Was in welcher Reihenfolge Wo ablief und mit welchen Komplikationen und Kosten zu Rechnen war.

Abayomi verbrennt während Dessen mit einer theatralischen Zeremonie Ralfs altes Bett im Garten, welches sie mühsam die Treppen hinab gezerrt hatte. Ralf kam gerade nach Hause als sie noch in der Glut stocherte und mit dem letzten Polsterstoff die Flammen nährte. Ralf wusste sofort, was sie Ihm damit sagen wollte, was das für ihn und seine Vergangenheit Bedeutete.

-Szene-

Wieder stürmten 4 uniformierte Amtmänner das Anwesen, wieder scheinbar Unerwartet, wieder genau zum Abendbrot. Sie hatten die Ausweisung vermeintlich schriftlich, Asylantrag abgelehnt, Rechtsmittel ausgeschöpft. Eine arrogante Genugtuung und rüder Umgangston machte sich breit. Dieses Mal jedoch stand Ralf gar nicht mehr vom Tisch auf. Nur Abayomi öffnete die Türe. Zeigte freundlich Lächelnd den goldenen Ring am Finger, danach triumphierend ihre Papiere.

Ein vorläufiger Pass mit 3 Monaten Heiratsvisum für Dänemark und kurzfristiger Duldung für Schengen. Heiratsurkunde von Dänemark, Anerkennung vom örtlichen Standesamt. Bestätigung vom Landratsamt über den Antrag auf Familienzusammenführung für die Aufenthaltserlaubnis, Einwohnermeldeamt, Krankenversicherung, blablabla..... Sie war jetzt die Frau Ralf. Froh und Stolz darauf.

Sie hatte nicht nur keine Angst mehr, sie wünschte den Uniformierten auch noch freundlich einen schönen Abend, sie würden ihren Pflichten wirklich Gewissenhaft nachkommen, ein gutes Gefühl als Gast in diesem Land vor den bösen Ausländern so Beschützt zu werden. Sarkastisch konnte sie also auch. Abayomi, komm setze dich, dein leckeres Essen wird Kalt! Sie brachte die ungebetenen Gäste nicht mehr zur Türe, diese kannten den Weg schon selber.

Sie setzte sich wieder an den Tisch, aß jedoch nicht, sah Ralf durchdringend an. Du wusstest dass sie kommen werden? Nein, ich befürchtete es. Hast du mich nur deswegen Geheiratet? Nein! Deswegen wollte ich dich so schnell Heiraten. Alleine um alle Informationen zu Sammeln, deine Papiere auf Vorrat alle komplett zu Bekommen hat mehrere Wochen gedauert, Zeit zum Nachdenken, Zeit mir über dich Sicher zu Werden, dich zu Beobachten wie du zu mir stehst.

Die drohende Ausweisung hat uns nur den Zeitpunkt Diktiert, mich gezwungen über dich schneller Klar zu Werden, was ich für dich wirklich fühle, ich hätte dich absolut Sicher so auch gefragt, einfach nur zu einem anderen Zeitpunkt. Und was wenn ich Nein gesagt hätte? fragte Abayomi. Dann hätte ich ein Flug-Abonement nach Afrika buchen müssen oder dort eine Zweigstelle vom Autohaus eröffnet, Ralf grinste.

Du hättest auch problemlos ein weißes Mädchen bekommen können, Ralf? Ja bestimmt, aber ich wollte Dich. Du bist Anständig, Ehrlich, Intelligent, Fleißig, Warmherzig, Liebevoll. Und siehst noch wahnsinnig Gut dazu aus. Du bist die perfekte Frau für mich. Und ich Liebe dich!

Ralf, wie hast du das dann doch noch mit meinen Papieren geregelt? Ich selber bin Jahrelang erfolglos Hinterher gelaufen! Ralf grinste: Mit Habgier! Das fragende verständnislose Gesicht seiner Gattin ermunterte Ihn zum Fortfahren: Ich bin direkt ins Konsulat deines Landes gefahren und habe einen Sachbearbeiter unter 4 Augen angesprochen, ob er noch mit seinem Privatauto Zufrieden sei. Auf unserer Firmenwebseite zeigte ich ihm was bei uns alles auf dem Hof stand.

Bei einer gebrauchten Luxuslimousine mit Zwölfzylinder und langem Radstand bekam er Stielaugen. Ich sagte ihm wenn er alle deine Papiere zu mir in den Laden bringt dann kann er das Auto direkt mitnehmen. Vier Tage später war er schon in meinem Büro. Abayomi lachte laut: Das ist Typisch!

Aber war das nicht recht teuer für dich? Jetzt lachte Ralf. Ach Woher! Das war ein typischer Blender, den ich mal aus purer Gefälligkeit billigst in Zahlung nahm und schon ewig am Hof stand, weil der Kunde einen teuren Neuwagen geleast hatte. Zehnmal um die Erde rum gelaufen, neuer Lack, guter Innenraum. Die Dinger saufen wie Boris Jelzin, so etwas kauft sonst kein Mensch mehr. Er verlangte dann noch eine „Bearbeitungsgebühr“ in Bar, wir gaben ihm aber nur noch Winterreifen dazu.

Was ist Boris Jelzin? Sie sah ihn fragend an. Das sei wahrscheinlich Russlands berühmtester Trinker. Muss ich das Verstehen? Nein Schatz. Der afrikanische Sachbearbeiter hat noch sofort an Ort und Stelle die Nummernsc***der von seinem abgerittenen Franzosen abgenommen, auf seine Limousine geschraubt und ist mit quietschenden Reifen vom Hof gejagt. Das wirklich einzige Problem an der Aktion war seine alte Karre zu Verschrotten, da er keinerlei Papiere dazu hatte. Ralf grinste amüsiert, Abayomi wissend. Anscheinend wusste Ralf schon beinahe genauso viel über ihr Heimatland wie sie selber.

-Szene-

Ralf überlegte über das vergangene Jahr. Als Mensch und Ehefrau war Abayomi wunderbar, als Partnerin Wertvoll. Sie war zwar Weit davon entfernt eine Sexbombe zu Werden, aber sie hatte mittlerweile richtig Freude am Sex, begann damit immer öfter von sich selbst aus. Sollte das so bleiben so würde er dauerhaft Zufrieden damit Leben können.

Abayomi bestand zwar das deutsche Abitur, wurde jedoch trotzdem nicht zum Studium als Medizinerin Zugelassen. Sein Vater fand einen Ausweg. Eine private Schule zur Heilpraktikerin. Abayomi nahm probeweise am Unterricht Teil, fand dass diese Fachrichtung vielleicht sogar eher zu ihrer Sichtweise passte. Naturheilkunde ließ sich besser paaren mit dem Zauber und den Heilkräften der afrikanischen Magie. Ralf war froh, dass sie diese Möglichkeit nicht nur als Notlösung sah.

Sie verschwiegen ihr dass diese Schule bezahlt werden musste, womöglich hätte sie die Ausbildung sonst aus Schuldgefühl nicht angetreten. Ralfs Vater überwies die Schulgebühr ganz im Voraus, damit sie nicht mehr damit Konfrontiert wurde. Niemand zweifelte daran dass sie diese Chance Erfolgreich beenden würde.

Ihr „Taschengeld“ verdiente sie sich immer noch nebenbei als Sanitäterin, den sonstigen bescheidenen Lebensunterhalt steuerte die gemeinsame Haushaltskasse bei. Wenn Ralf hörte was seine Freunde in ihre Frauen und Freundinnen sponsorten, wenn er Zurück dachte was Vroni Verschlang, so konnte er heute nur noch erleichtert Lächeln. Das Haus schien nur Äußerlich noch Protzig, jedoch innen herrschten ganz bürgerliche und einfache, afrikanisch geprägte Ansprüche.

-Szene-

Wie endet jetzt dieses Märchen? Nach drei Jahren bekam Abayomi ihre unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Dies war ein Moment wo Skeptiker glaubten dass sie sich Absetzen würde. Sie jedoch schloss ihre Heilpraktikerschule ab und schenkte Ralf ein Kind. Nach zwei Jahren ein Weiteres. Sie fuhr immer noch den kleinen hellblauen Fünfhunderter.

Weil im Haus für die Kinderzimmer eh Umgebaut wurde ließ Ralf zum Balkon eine Außentreppe anbringen, das alte Gästezimmer mit Bad zur Praxis und sein ehemaliges Schlafzimmer als Warteraum einrichten, die gläserne Balkontüre wurde durch eine stabilere Haustüre ersetzt. Abayomi hatte damit die Möglichkeit ihren Beruf und die Familie zu Verbinden. Die Arbeit als Sanitäterin musste sie bald Aufgeben, da ihre eigene Praxis zu viel Zeit und Energie in Anspruch nahm.

Irgendwann drückte sie Ralf eine alte Zigarrenkiste in die Hand. Das ist für dich, Ralf! Ich rauche doch nicht? Seine Antwort. Guck doch Mal! Als er die Kiste öffnete waren darin sehr viele lose Geldscheine, hohe Werte. Ralf war Bestürzt. Das sei sie ihm Schuldig geblieben, er habe für sie sehr viel Geld ausgeben müssen. Sie wolle ihre Schulden begleichen damit sie endlich auf gleicher Augenhöhe gegenüber treten könne.

Ralf war Peinlich berührt. Er weigerte sich standhaft, das Geld auch nur anzurühren oder zu Zählen. Da Abayomi es aber auch nicht zurück nehmen wollte einigten sie sich darauf, dass seine Frau es für sinnvolle oder wohltätige Zwecke einsetzen sollte. Damit hatten beide das Gesicht gewahrt. Auf Augenhöhe war sie seiner Ansicht nach von Anfang an.

Ralf übernahm die Geschäftsleitung im Autohaus, seine Eltern genossen die Zeit als Vollzeit-Großeltern. Sie waren stolz auf die süßen Kinder, Ralfs Gene dominierten Klar, aber die afrikanischen Wurzeln waren ihnen deutlich anzumerken. Die Leute tuschelten manchmal, aber das waren sie Gewohnt. Jetzt hatten sie auch die Zeit und Muße für Kinder, die Ihnen bei Ralf vielleicht manchmal etwas fehlte.

Und sonst? Abayomis Geschwister lebten weiter in Afrika, gelegentlich bekamen sie etwas Unterstützung zugesandt. Ein Lastwagenfahrer aus Österreich hat bei einer späteren Tour nochmal unerwartet des Nächtens seine Plane öffnen müssen, diese Frau lebt jetzt mit ihm im Alpenland. Eine alleinerziehende Mutter in München ist nicht mehr Alleinerziehend und wie man hörte auch sehr Glücklich.

Wen kennen wir noch? Veronika arbeitet nun auch im Industriegebiet, nicht weit weg vom Autohaus. Sie jedoch macht die Nachtschicht am Bordstein. Manchmal auf dem Rücken oder auf allen Vieren, mit der Hand oder dem Mund. Alles mit Vorkasse, mittlerweile sogar immer öfter ohne Kondom um überhaupt noch Kunden zu Bekommen.

Während der immer längeren Wartezeit auf Kunden langweilte sie ihre Kolleginnen mit ständig denselben nervtötenden Geschichten aus der Vergangenheit. Was sie mal war, welche Studiengänge sie belegte, welche Autos sie fuhr, welches Handikap sie beim Golf hatte, wie viel Geld sie für Markenklamotten ausgeben konnte, welch tolle Männer sie Abweisen musste. Heute wurde sie Abgewiesen, denn die Konkurrenz aus Osteuropa ist Hübsch und Billiger.

Und was bei keinem Märchen fehlen darf: Wenn sie nicht gestorben sind.....
100% (45/0)
 
Posted by renate43
1 year ago    Views: 8,583
Comments (11)
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3 months ago
sehr toll und sehr gut geschrieben
3 months ago
Welche Schätze es hier doch gibt, man muß sie nur finden!
Das mit dem "Märchen" passt. Sehr schön, danke das ich so was lesen durfte.
Hätte ich einen Verlag würde ich dir einen Buchvertrag anbieten!
Weiter so...
1 year ago
wow good
1 year ago
Toll wie immer...
1 year ago
Super Story,wirklich das beste was es bisher hier zu lesen gab. Ich freue mich schon auf weitere storys. Mach weiter so

LG Florida
1 year ago
Liebe Renate, mit Genuss las ich diese sehr schöne Geschichte und spürte dass du nachempfinden kannst wie es Ellen ging.

LG

Joona
1 year ago
Danke für diese tolle Geschichte.
Ich freue mich sehr auf mehr.
Und ich habe nach dem Lesen ein schlechtes Gewissen bekommen,
weil ich an meiner aktuellen Storry seit laaanger Zeit nix getan habe.
1 year ago
sehr schöne Geschichte, solltest mehr schreiben hast Talent
Nur mit Vroni...
ach egal verdient hat sie es
grins
bin viel zu weichherzig wie ich wieder mal merke

und die anderen Geschichten werde ich auch noch lesen
.... ich muss doch morgen wieder arbeiten :-(
1 year ago
Hallo Renate,
vielen, vielen Dank für dieses wunderbare Märchen !
Habe inzwischen alle Deine Geschichten mit sehr viel Vergnügen genossen und natürlich in meine kleine Sammlung aufgenommen.-Hoffe auf Dein Einverständnis.-
Bitte weiter so !
Du bist eine der besten Autorinnen in diesem Forum und wertest es richtig auf!
LG -Dein Fan-
Lo
1 year ago
Die beste Geschichte, die ich bisher hier gelesen habe
1 year ago
geil