Burg Lichtenhorn

Teil I: Wie alles anfing

„Ja gnädige Frau, so sieht es leider aus“, sagte der kleine, dickliche Anwalt, “ihre Reserven sind bald aufgezehrt und wenn Sie in den nächsten Monaten nicht eine neue Einnahmequelle finden, werden Sie das Haus wohl verkaufen müssen.“ Der Ausdruck „neue Einnahmequelle“ klang in ihren Ohren etwas doppeldeutig und Anna bemerkte, dass sein Blick einen Augenblick zu lange auf ihren Brüsten verweilte.
Er raffte die Papiere zusammen und verstaute sie in einer Aktenhülle. „Tut mir leid, ich habe gleich wieder eine Besprechung. Frau Möller wird Sie hinausbegleiten und Sie melden sich wie besprochen in zwei bis drei Wochen bei mir, ja?“ Er drückte auf einen Knopf und Sekunden später erschien seine blonde Sekretärin, perfekt gestylt im grauen Kostüm und teuren High heels.

„Sie haben geläutet Herr Winzer?“
„Monique, bitte führen Sie Frau Gräfin hinaus und bringen Sie mir die Akte Holzmann“.

Anna (Anna-Maria Gabrielle Gräfin zu Lichtenhorn mit vollem Namen) stand auf und folgte der Sekretärin ihres Anwalts. Wie sie diese Pfennigfuchser und Rechtsverdreher hasste! Protzige Büros, lederbezogene Möbel, Nadelstreifenanzüge, teure Uhren am Handgelenk und immer die obligate, unterkühlt wirkende Sexbombe im Vorzimmer. Und dann diese lüsternen Blicke auf ihre – wie sie wohl wusste – fülligen, aber straffen Kurven. Ihre Ahnen würden sich in ihren Gräbern umdrehen wenn sie wüssten, mit wem man Heutzutage an einem Tisch sitzen musste.

Sie trat aus dem modernen Bürogebäude, stieg in ihren alten Landrover und fuhr mit ziemlich viel Tempo aus dem kleinen Städtchen Richtung Lichtenhorn. „Schattenhorn wäre wohl die geeignetere Bezeichnung“, brummelte sie vor sich hin, „die Lichter werden bald ausgehen.“

Sie erinnerte sich, wie es in ihrer Kindheit zu und her gegangen war. Fröhliche Gartenfeste mit Dutzenden von Verwandten und Kindern, alle Nachbarn, ob arm oder reich, adelig oder nicht, waren immer willkommen und ihr Vater hatte für alle ein offenes Ohr und half auch finanziell, wenn irgendwo Not am Mann war. Ihre Mutter dagegen verprasste das Geld in den Spielkasinos und mit Playboys in Monte Carlo und auf anderen Spielplätzen der Reichen und Schönen. Dennoch genoss sie eine schöne Kind- und Jugendzeit – bis zu jenem verhängnisvollen Tag vor fast 10 Jahren. Ihr Vater stellte das familieneigene Jagdrevier im Herbst einer Horde von schiesswütigen Grossstädtern zur Verfügung. Vier von ihnen flogen mit ihrem Jeep über einen steilen Anhang hinaus. Drei kamen sofort um und der Fahrer lag monatelang im Spital. Die Autopsien ergaben zwar, dass die Unglückraben allesamt ziemlich „geladen“ hatten, aber die folgenden Prozesse – es hiess, der Feldweg sei ungenügend gesichert gewesen – verschlangen Unsummen und ihre Familie musste den grössten Teil ihres Besitzes verkaufen.

Nach den jahrelangen Rechtsstreitigkeiten war ihr Vater ein gebrochener Mann und starb wenig später einsam und verbittert. Ihre Mutter griff sich einen grossen Teil des noch verbliebenen Geldes und war nie wieder gesehen, ausser auf Fotos mit irgendwelchen Neureichen in der blöden Klatschpresse.

Anna war etwas in Gedanken und sah den kleinen roten Sportwagen am Strassenrand fast zu spät. Neben dem Wagen stand eine schlanke Frau mit kastanienbraunen Haaren und winkte hektisch. Sie trug ein elegantes, dunkelblaues Kostüm, das ihre sportliche Figur hervorhob. Anna bremste heftig und stieg aus.
„Haben Sie Probleme“, fragte sie freundlich.

„Das kann man laut sagen“, meinte die Unbekannte mit leichtem Akzent. „Mein Wagen streikt und ich habe mich zudem total verfahren.“
„Das ist wirklich doppeltes Pech, kann ich Sie ein Stück mitnehmen?“
„Ich sollte vor einer Stunde bei einem wichtigen Kunden sein, aber das ist wohl gelaufen. Zudem ist der Akku meines Handys leer und ich konnte ihn nicht einmal informieren. Mein Boss wird ganz schön sauer sein.“
„Benützen Sie doch meines und erklären die Lage“, forderte Anna die traurig dreinschauende Frau auf.
„Vielen Dank“, erwiderte die Frau, „ich bin übrigens Bernadette.“
„Und ich heisse Anna, nun machen Sie schon.“

Bernadette wählte zuerst eine Nummer und erläuterte die Misere. „Das war ja gar nicht so schlimm“, meinte sie lächelnd, „dann muss der eben Heute ohne mich auskommen.“
„Und Dein Boss“, hakte Anna nach.
„Oh, das wird schwieriger, sie mag es gar nicht wenn wir Kunden versetzen.“
Sie wählte eine zweite Nummer und erklärte nochmals, was passiert war.
„Was“, schimpfte eine Frauenstimme (Anna konnte das laute Gezeter deutlich hören), „Du hast den Kunden einfach hängen lassen. Das ist schon das zweite Mal in diesem Monat, Du dumme Gans. Dein Hirn hat wohl vom vielen Bumsen Schaden genommen. Du bist gefeuert, such Dir einen anderen Job…“
Anna war sprachlos und Bernadette schien den Tränen nahe. Sie gab das Handy mit einem verlegenen Blick zurück, wobei ihre Hand leicht zitterte.
„Tut mir leid, dass Du das mit anhören musstest, aber sie wird sich schon wieder einkriegen.“

„Das klang mir aber gar nicht so, und was wird nun aus Deinem Wagen.“
„Ich könnte ja den Pannendienst anrufen und warten“, meinte Bernadette.
„Das dauert ewig und zudem wird es langsam dunkel. Darf ich Dich zu mir einladen und Morgen sehen wir dann weiter“, gab Anna zurück.
„Vielen Dank, das ist sehr freundlich von Dir. Kriege ich da vielleicht ein heisses Bad und ein Glas Wein“, fragte Bernadette.
„Keine Sorge, meine Behausung ist zwar alt, aber wir haben alles nötige“, erklärte Anna.

Sie half ihre neuen Bekannten eine kleinen Koffer und die Handtasche umzuladen und die beiden Frauen stiegen in den alten Jeep. Anna steuerte den schweren Geländewagen routiniert über die kleine, steil ansteigende Strasse, die hoch hinaufführte. Ihre Beifahrerin war ganz in die Betrachtung der Landschaft versunken und bemerkte nicht wie sie von der Seite immer wieder betrachtet wurde.

Anna bewunderte nämlich die schlanke, aber muskulöse Figur ihres Gastes. Sie hatte durchtrainierte Beine, einen süssen, knackigen Hintern und einen mittelgrossen, hoch angesetzten Busen. Nach einer knappen halben Stunde kamen sie zu einer mannshohen Mauer und Anna stieg aus, um das schwere Tor zu öffnen. Nachdem sie durchgefahren war und das Tor wieder geschlossen hatte, ging es über eine schmale Holzbrücke, die einen Trockengraben überspannte und dann durch einen steinernen Torbogen in einen kleinen Burghof.

„Hier wohnst Du“, fragte Bernadette verblüfft und bestaunte das alte Gemäuer. „Das ist ja toll!“
„Das würdest Du nicht sagen, wenn Du wüsstest welche Summen der Unterhalt verschlingt“, antwortete Anna und fuhr in eine offenstehende Garage.
Aus dem Eingang trat eine sehr hübsche junge, schwarzhaarige Frau und musterte die Begleiterin von Anna eingehend.
„Da bist Du ja endlich, ich habe mir schon Sorgen gemacht“, meinte sie.
„Bernadette, das ist Mery, meine gute Fee, Köchin und beste Freundin“.
„Mery, wir haben heute Nacht einen Gast, sei so lieb und kümmere Dich um Bernadette und bring sie ins Blaue Zimmer.“

Die beiden verschwanden auf einer schmalen Treppe und Anna ging in ihre Gemächer, um sich umzuziehen und frisch zu machen. Sie stand gerade unter der Brause, als Mery hereinkam und fragte, was sie zum Essen vorbereiten solle.
„Das machst Du immer wieder“, schimpfte Anna, aber mit einem Lächeln. „Kommst hereingeplatzt, während ich splitternackt bin, Du unanständiges Ding.“
„Du siehst dann eben immer aus wie die schaumgeborene Aphrodite“, grinste Mery vergnügt und reichte ihr ein vorgewärmtes Handtuch.

„Hast Du Dich um unseren Gast gekümmert“, fragte Anna streng.
„Ja, sie liegt in der Wanne und ich habe ihr ein Glas Wein gebracht. Sie sieht ziemlich erledigt aus, aber ausgesprochen hübsch und sexy.“
„Bernadette gefällt Dir wohl“, lächelte Anna hintergründig.
„Und wie, sie hat ein tolle Figur und ist…“
„…was denn…, zum Anbeissen, “ hakte Anna nach.
„Ja, genau, ich finde sie hinreissend“, erwiderte Mery.
„Nun geh, und bereite das Nachtessen vor. Du willst doch nicht, dass wir verhungern.“

Während Anna sich ankleidete dachte sie daran, wie Mery vor ein paar Jahren in der Burg erschienen war. Sie war damals knapp 17 Jahre und das Einzelkind eines Bauern aus der Gegend. Die junge Frau hatte ihre Mutter früh verloren und lebte allein mit ihrem tyrannischen Vater, der zudem als ziemlicher Trunkenbold bekannt war. Anna nahm sie bei sich auf und Mery erwies sich als geschickte Haushälterin und fröhliche Gesellschafterin. Bald wurde sie zu ihrer engsten Vertrauten und Anna bemerkt sehr wohl, dass sich ihre Gefährtin sehr zu ihr hingezogen fühlte. Es war ihr nie ganz klar, ob es sich nur jugendliche Neugier handelte, ober ob Mery vielleicht auf Frauen stand. Sie selber hatte seit ein paar Jahren nur wenig Interesse an Sex, zu gross waren die Sorgen um die Zukunft und die Avancen ihres Anwalts und anderer Männer aus dem geschäftlichen Umfeld ihres verstorbenen Vaters hatte sie nie gekümmert. Nicht dass sie etwa frigide oder asexuell war, während ihrem Studium hatte sie ein paar leidenschaftliche Affären gehabt, aber nun musste sie praktisch denken und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Sie ging ins Speisezimmer, wo Mery aufgetischt und ein Feuer im grossen Kamin entzündet hatte. Bernadette wartete schon, sie stand an der Wand und betrachtete ein paar alte Gemälde und das grosse Familienwappen über dem prasselnden, offenen Feuer.
„Ist das ein toller Raum“, meinte sie, „es ist, als würde man in einem Museum speisen.“
In diesem Augenblick kam Mery herein und tischte ein Wildgericht auf. Anny forderte sie auf, sich dazu zu setzen und während dem Essen kam rasch ein angeregtes Gespräch in Gang.
Anna fragte Bernadette, was denn das für ein seltsames Telefonat gewesen war. „Ist Deine Chefin immer so überdreht, wenn einmal etwas schiefgeht“, wollte sie wissen.
„Sie ist eine ziemliche Käseraffel“, gab die Angesprochene zurück. „Eigentlich hatte ich schon länger vor, bei der Agentur auszusteigen.“
„Was ist denn das für eine Firma“, fragte Mery.
„Das ist etwas peinlich, aber ich schätze dass ich Euch vertrauen kann“, sagte Bernadette. „Ich bin das was man ein e****t oder Edelnutte nennt.“
„Du meinst damit…“, gab Anna zurück und verschluckte sich fast am nächsten Bissen.

„Ja, ich bin eine Prostituierte. Ich werden von vermögenden Männern, manchmal auch Frauen oder Paaren gebucht und bumse mit Ihnen gegen Geld.“
Mery sah die Besucherin verblüfft an. „Macht es Dir denn gar nichts aus, mit wildfremden Männern in die Kiste zu steigen.“
Anna verschluckte sich diesmal heftig. „Sag‘ mal, woher hast Du denn solche Ausdrücke?“
„Nun, man hört und sieht so einiges“, grinste Mery.
Bernadette schien die Situation zu amüsieren. „Es ist nicht so schlimm, wie es sich anhört. Die Kunden sind im Allgemeinen sehr nett, die Chefin ist sehr wählerisch und die Bezahlung ist erstklassig.“

„Was kann man den da so verdienen“, fragte Mery neugierig.
„Ein voller Nachttermin – und etwas anderes mache ich nicht – kostet 3‘000 Euro und davon gehen 30% an die Agentur. Extras werden zusätzliche bezahlt und diese Einnahmen gehen voll an mich.“
Anna war überrascht, wie Bernadette so offen über ihre doch ungewöhnliche Arbeit sprach. „Und wie viele Kunden hast so?“
„Ich mache nie mehr als zwei bis drei Termine pro Woche, im Monat kommen so etwa 30- 40 Tausender zusammen, manchmal aber auch einiges mehr, viele Kunden geben sehr grosszügige Trinkgelder.“

„Welches ist denn Dein verrücktester Kunde“, platzte Mery heraus, „erzähl‘ doch…“
Anna schnitt ihr das Wort ab, obwohl sie mittlerweile auch neugierig geworden war. „Aber bitte, das ist doch wirklich zu privat.“
Doch Bernadette lachte fröhlich auf, „ich erlebe immer wieder total abgedreht Sachen, das macht manchmal richtig Spass.“

„Also“, begann sie, „da gibt’s es einen schwerreichen Industriellen, der mich als Stute sehen will. Ich muss mich jeweils nackt vor ihn hinknien und er schnallt mir einen Sattel um. Dann streift er sich ein riesiges künstliches Glied über seinen kleinen Schwanz, es sieht aus wie ein Pferdepimmel, und er tänzelt um mich herum, während ich ihm meine Punze präsentiere. Ich muss dabei wiehern und mich selber reiben, damit er meine feuchte Öffnung genau betrachten kann. Dann fordere ich ihn auf, seine rossige Stute zu besteigen und das bringt ihn so richtig in Fahrt. Er schlägt mir den Riesenschwengel auf meinen Rücken und meist spritzt er dann sehr schnell in die künstliche Hülle.“

„Wahnsinn“, meinte Mery, „und er will Dich gar nicht bumsen oder anfassen?“
„Nein, das ist schon alles“, gab Bernadette zurück. „Danach trinken wir meist ein Gläschen und er erzählt mir von seinen Fantasien. Er hat wohl irgendwo gelesen, dass es Katharina die Grosse (einst Zarin von Russland) auch mit Pferden getrieben hat und das ist wohl der Ursprung seines Fetischs. Manchmal kann er auch ein zweites Mal, aber immer nach dem gleichen Schema.“
Anna war während den gesc***derten Praktiken sehr still geworden und Bernadette schien das zu merken.
„Habe ich Dich etwa schockiert“, fragte sie. „Dann entschuldige ich mich, ich wollte nur ehrlich, aber nicht ungebührlich sein.“

„Wie wäre es, wenn wir unseren Gast etwas herumführen“, schlug Mery vor, um die Situation zu retten.
Die drei Frauen gingen von Raum zu Raum, durch schmale Korridore und über enge Treppen. Bernadette kam aus dem Staunen kaum heraus und fragte unentwegt, welche Räume zu welchem Zweck verwendet worden waren. Zum Schluss kamen sie in den mächtigen Turm, der schon lange nicht mehr bewohnt wurde und nur noch verstaubte Zimmer mit altem Mobiliar aufwies.
„Daraus könnte man aber einiges machen, zum Beispiel Gästezimmer. Seht Euch nur einmal die tolle Aussicht an!“ Bernadette wies auf das dunkle Tal in dem die hellen Lichter des nahgelegenen Dorfes funkelten.
„Ja, das könnte man, wenn man die nötigen Mittel hätte, oder eine vernünftige Finanzierung bekäme “, seufzte Anna.

Nach dem Rundgang ging das Trio in die Bibliothek und Mery war für Kaffee und Cognac besorgt.
„Was ist eigentlich los mit Dir“, fragte Bernadette ihre Gastgeberin, „wo drückt der Schuh?“
Anna erzählte ihrer Besucherin die ganze Geschichte von Anfang bis Ende, während Mery still in einem hohen Lehnstuhl sass. Vieles davon war ihr bisher auch noch nicht bekannt und sie folgte dem Gespräch aufmerksam. Schliesslich erwähnte Anna noch das Gespräch, das sie heute mit ihrem Anwalt geführt hatte und Mery wurde kreidebleich, als sie hörte dass ihr Heim der letzten Jahre vielleicht bald nicht mehr der Familie Lichtenhorn gehören würde.

Bernadette merkte, wie ihren beiden Gastgeberinnen zumute war und dachte lange nach.
„Ich habe da eine Idee, die für uns alle hilfreich wäre“, verkündete sie schliesslich. „Es gibt in meinem Kundenkreis ein paar Leute, die für ihre Abartigkeiten viel Geld locker machen und immer auf der Suche nach einem neuen Kick sind.“
In den nächsten zwei Stunden schmiedeten die drei Frauen allerlei Pläne, wie man die etwas heruntergekommenen Räume im Turm zu einem Treffpunkt für gutbetuchte, sexbesessene Kunden machen könnte.
Anna war etwas unschlüssig, musste aber zugeben, dass hier möglicherweise ein Markt erschlossen werden konnte. Sie dachte an ihren verstorbenen Vater und auch ihre Vorfahren, denen Ehrlichkeit und Gutmütigkeit wenig eingebracht hatte. Warum nicht einmal etwas Neues versuchen, vor allem, wenn kaum Alternativen bestanden. Sie beschloss, darüber zu schlafen und zog sich mit einer Entschuldigung in ihr Schlafzimmer zurück.

Bernadette und Mery verkündeten, dass sie noch einen letzten kleinen Cognac zu sich nehmen wollten. Anna vermutete, dass da möglicherweise noch andere Absichten im Spiel waren. Es hatte schon den ganzen Abend zwischen den beiden eindeutige Blicke gegeben, aber darüber konnte sie sich jetzt nicht auch noch den Kopf zerbrechen.
Nach einer unruhigen Nacht, in der sie sich ständig gewälzt hatte, stand ihr Entschluss fest. Sie lud Bernadette ein, ein paar Tage zu Gast zu bleiben und die Drei machten sich mit Feuereifer daran die vagen Pläne vom ersten Abend genauer auszuarbeiten.

„Vor allem brauchen wir einen genauen Businessplan“, verkündete Mery am Nachmittag.
„Das übernehme ich“, meinte Bernadette, „ich habe nicht umsonst einen Abschluss in Betriebswirtschaft. Endlich kann ich einmal anwenden, was die mir an der Uni eingetrichtert haben.“

„Mery und ich kümmern uns um die Einrichtung, holen Kostenvoranschläge ein und sehen was überhaupt noch brauchbares herumsteht“, schlug Anna vor. Sie war total aufgeblüht, voller Energie und gutes Mutes. Die Tage flogen nur so dahin, die Burgherrin schlief zum ersten Mal seit Jahren wieder tief und traumlos und sah jeden Morgen neue Möglichkeiten.

„Wie wäre es, wenn wir den alten Kerker unter dem Turm auch herrichten würden“, fragte sie bei einem Frühstück ihre beiden neuen Geschäftspartnerinnen.
„Tolle Idee“, meinte Mery und bekam glänzende Augen. „Daraus lässt sich sicher etwas Interessantes machen.“

Am nächsten Tag musste Anna für ein paar Besorgungen in die nahgelegene Stadt und als sie zurückkam, suchte sie nach Bernadette und Mery, die aber nirgends zu sehen waren. Schliesslich ging sie über die steile Treppe in den ehemaligen Kerker und was sie da zu sehen bekam, verschlug ihr den Atem.

Der dunkle Raum war von ein paar Fackeln erleuchtet und Mery lag gefesselt auf einer Art Pritsche die früher wohl für Folterzwecke verwendet worden war. Zwischen ihren obszön gespreizten Schenkeln kniete Bernadette, nur mit einem Lendentuch bekleidet und leckte Mery’s glitzernde Spalte. Die Gefesselte warf sich wild gegen die Fesseln und zuckte unkontrolliert und stöhnend vor Lust. Bernadette hielt immer wieder kurz inne und verhinderte so, dass ihre Gespielin zum ersehnten Höhepunkt gelangen konnte. Mery schien halb wahnsinnig und konnte doch nichts gegen die süsse Folter tun.

Schliesslich stand Bernadette auf und präsentierte, was unter dem Lendentuch verborgen war: Einen grossen, dicken Umschnalldildo!
„Willst Du ihn spüren, Du kleines, geiles Ding“, fragte sie Mery und schlug ihr mit dem enormen Teil ein paar Mal auf die zitternden Schenkel. Anna konnte deutlich sehen, dass ihr Gast ebenfalls hoch erregt war, denn die Brustwarzen an ihren wundervollen, birnenförmigen Brüsten standen steif hervor.
„Ja, BITTE, ich will endlich kommen, ich bin so GEIL!“ schrie die Angesprochene wie von Sinnen.
Ihre Quälerin stellte sich vor sie und strich mit der dicken Gummieichel zwischen den geschwollenen und nassen Schamlippen durch.
„Ahhhhh, bitte, bitte…“, wimmerte Mery verzweifelt.
„Bitte was“, fragte Bernadette fordernd.
„BITTE FICK MICH“, keuchte die gefesselte Frau und bäumte sich auf.
Bernadette spreizte die Schamlippen von Mery und plötzlich rammte sie ihr den künstlichen Penis mit einem einzigen Stoss in die Lustgrotte. Die Aufgespiesste schrie so laut auf, dass Anna befürchtete, die morschen Deckenbalken könnten einstürzen.

Bernadette schien genau zu wissen, wie Mery es gern hatte und machte langsame, aber feste Stösse mit dem Kunstschwanz. Nach wenigen Minuten hechelte die gefesselte und stöhnende Frau „ich komme, ja, mach mich fertig, stoss mich zum Höhepunkt!“
Ihre Augen waren weit geöffnet und plötzlich warf sie den Kopf in den Nacken und kam zu einem langanhaltenden Orgasmus. Ein letzter Aufschrei kam aus ihrem Mund und dann lag sie ganz still da. Anna befürchtete etwas Schlimmes und trat leise neben Bernadette, die überrascht aufsah.

„Geht es ihr gut“, fragte sie atemlos.
„Aber ja, beruhigte sie Bernadette, während sie den tropfnassen Gummischwanz aus Mery herauszog und abschnallte. „Das ist ‚le petit mort‘, der kleine Tod. Es gibt Frauen die manchmal so intensiv kommen, dass sie ohnmächtig werden. Sie ist bald wieder ganz die alte.“
Anna war durch die ganze Geschichte ziemlich aufgewühlt und musste sich einen Moment setzen. Ihre neue Freundin fragte etwas nervös, „haben wir Dich mit unserem Treiben schockiert, Du wirkst ganz verstört.“
„Ich bin kein Mauerblümchen und habe auch meine Fantasien und Erfahrungen“, gab Anna zurück, „aber so etwas Ausgefallenes habe ich bisher nur aus Büchern gekannt.“

Bernadette erklärte ihr, dass sie sich mit Mery eine paar Szenarien für Leute mit speziellen Vorlieben ausgedacht habe. „Wir hatten da einige Ideen für Vorführungen und irgendwie ist die Sache dann aus dem Ruder gelaufen, als wir einen Probelauf machen wollten.“

Anna half die Fesseln von Mery zu lösen und bemerkte, dass diese gerade wie aus tiefem Schlummer erwachte und sich mit verschleierten Augen umsah. „Oh“, entfuhr es ihr, als sie Anna erblickte, „da.. das ist jetzt aber peinlich.“
Doch Anna lächelte ihre langjährige Gefährtin an und half ihr, den auf einem Stuhl liegenden seidenen Hausmantel anzuziehen. Bernadette hatte sich inzwischen auch angezogen und die drei Frauen gingen zusammen aus dem Raum.
„Ihr meint also, dass solche kleinen Vorführungen Anklang finden würden“, fragte sie ihre beiden Geschäftspartnerinnen.
„Ja, unbedingt“, gab Bernadette zurück, „Du kannst Dir gar nicht vorstellen, welche kleinen Sauereien die Leute gerne sehen und ausprobieren.“
„Und ausserdem werden wir dabei auch unseren Spass haben“, warf Mery vergnügt ein.

„Welchen Part habt ihr denn mir zugedacht“, wollte Anna wissen.
„Da wäre einmal die Rolle der unterkühlt wirkenden, aber innerlich kochend heissen Aristokratin“, erläuterte Bernadette. „Meinst Du dass Du hinkriegst?“
Anna musste laut auflachen, „nichts leichter als dass, die Figur habe ich während meinem halben Leben und vor allem an der Uni abgegeben.“
Nun war noch das Hauptproblem zu lösen. „Wir brauchen bei allem Enthusiasmus aber Startkapital für die Rennovationen, Einrichtungen und Kostüme“, gab Anna zu bedenken.

Sie selber verfügte nicht mehr über viele Mittel und Mery schon gar nicht. Bernadette überlegte angestrengt, nahm ihre Notizen zur Hand und verkündete schliesslich, „ich kann auf die Schnelle ungefähr 500‘000 auftreiben, aber das reicht sicher nicht aus.“
Die drei Frauen besprachen den Vorschlag zur Finanzierung eingehend und kamen zum Schluss, dass für eine erfolgreiche Lancierung inkl. Reserven insgesamt rund 1.5 Millionen benötigt wurden.

Anna stöhnte laut auf, „selbst wenn ich alles einschiesse, was mir noch geblieben ist, haben wir immer noch einen Fehlbetrag von über einer dreiviertel Million.“
Sie fühlte sich plötzlich wieder mutlos und dorthin zurückgeworfen, wo sie vor ein paar Tagen im Büro ihres Anwalts gewesen war, aber Bernadette meinte, „ich denke, ich könnte Fremdkapital zu vernünftigen Konditionen beschaffen. Ich werde für ein paar Tage herumreisen und sehen, was sich machen lässt.“

Am nächsten Morgen stieg Bernadette in ihren inzwischen reparierten Sportwagen und brauste davon. Anna und Mery nutzten die Zeit für weitere Vorarbeiten und erstellten eine umfangreiche Liste mit Dingen die zu beschaffen waren. Nach vier Tagen rief Bernadette an und berichtete den beiden, dass sie ein zinsgünstiges Darlehen über 1 Million ergattert hatte. „Rückzahlbar in 10 Jahren und einigen Naturalien“, merkte sie an, „soll ich das Geschäft machen?“
Die drei Geschäftspartnerinnen berieten sich kurz und stimmten zu. „Von wem kommt das Geld und was ist mit Naturalien gemeint“, wollte Mery aber noch wissen.

„Nun, der Geldgeber ist ein schwerreicher Immobilienkönig der vor lauter Geld und Langeweile platzt. Er findet unsere Idee witzig und möchte einfach hin und wieder eingeladen werden.“

So waren also endlich auch die Mittel zur Umsetzung des kühnen Vorhabens sichergestellt und nach weiteren zwei Monaten intensiver Arbeit war das alte Gemäuer für die erste grosse Veranstaltung bereit.
93% (24/2)
 
Categories: Hardcore
Posted by Hornyoldie
2 years ago    Views: 1,824
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