In die Nacht...

Die Bindungen

Ich betrete die Wohnung und sehe dich durch den Rundbogen zum Wohnzimmer auf dem Sofa sitzen. Sofort habe ich den Eindruck, dass ich dich irgendwobei störe; einen Moment bleibe ich im Flur stehen und beobachtete dich, deinen Kopf, die hochgesteckten Haare, hinter der Sofalehne im Takt der lauten Musik hin und her schaukelnd. Dann ein leises Klick, du beugst dich nach vorn, und nun bermeke ich erst die kleine Kamera, die du auf dem kleinen Bücherregal neben der Tür zum Schlafzimmer deponiert hattest. Du nimmst sie an dich und betrachtest das Bild, das sie soeben geschossen haben muss. Mit dem Versuch, kein Geräusch zu verursachen und einem Schmunzeln auf den Lippen bewege ich mich auf dich zu, stelle mich hinter dir auf und lege meine kalten Hände sanft auf deine nackten Schultern. Du bist nur mit kniehohen Stiefeln, Strümpfen und einem schwarzen Seidenschal bekleidet, den du dir statt um den Hals um die Hüfte gebunden hast; die Kälte meiner Finger, die gerade beginnen, sanft deinen Hals zu massieren, lässt dich hochschrecken. Du blickst dich um und siehst mir direkt in die Augen. Ertappt! Bei was? Mit hastigen Bewegungen machst du die Kamera aus und legst sie auf den Couchtisch, bevor du dich wieder zu mir wendest. Mit geschlossenen Augen beuge ich mich über dich, wir küssen uns, intensiv, unsere Zungen spielen miteinander, meine Lippen wandern über dein Kinn, deinen Hals, während meine Hände von deinem Hals ablassen, über deine Schultern zu deinen Brüsten wandern, und ich spüre dein Gesicht, deine Lippen auf dem Hemd über meiner Brust. Ein leichter Biss in deinen Hals, deine Brustwarzen zwischen meinen Fingern, mit starkem Druck; stöhnst du leise auf, blickst mir erstaunt aber voller Wollust in die Augen.
„Steh auf, lass uns noch ein bisschen raus gehen.“ Du wendest deinen Blick zu deinen Sachen, die neben dem Sofa auf dem Boden lagen. Ich folge ihm. „Nein, die lässt du hier! Ich möchte, dass du so mitkommst.“ Ein sorgenvoller Blick, beinahe ängstlich. Ich lache, reiche dir meine Hand und führe dich zur Garderobe, an der dein Kurzmantel hängt. Der Seidenschal, der noch immer über deine Hüfte geschnürt ist, flattert wie ein Schwänzchen über deinen wundervollen Arsch, zwischen deinen Beinen. Selbstverständlich helfe ich dir in deinen Mantel, verschließe ihn aber nicht, und du wirst es auch nicht tun. An meiner Hand und mit sicheren Schritten geleite ich dich ins Treppenhaus, deine Schritte schwanken sachte, nicht wissend, was ich mir für dich ausdachte. Kein Licht. Nach unten, ins Auto. Es ist herbstlich kalt, und ich erlaube dir deine Jacke anzulassen, bis die Heizung die Luft im Innenraum aufgewärmt hat. Ein weiterer, intensiver Kuss, über die Konsole gebeugt, dann fahren wir los, in die Dämmerung dieses Sonntagabend.
Du liebst Kaffee, aber ich wähle kein Café um mich mit dir hinzusetzen, sondern eine Tankstelle. Du erahnst es, als ich sie ansteuere, blickst wieder unsicher zu mir herüber, ich lächle zurück, schaue dir tief in deine Augen und gebe dir die Sicherheit, die du für Abende wie diesen nötig hast. Andere Autos, Kunden, ich stelle den Wagen vor der Eingangstür ab, die sich - durch einen Bewegungsmelder gesteuert - einladend für dich und mich schon öffnet. Gehe herum ums Auto und öffne dir die Tür, deine Hände nesteln an den Knöpfen deines Mantels. „Nein, es ist warm dort drin, du wirst den Mantel nicht verschließen.“ Gesenkten Blickes folgst du mir in das Geschäft, die Blicke der andere Kunden gar nicht richtig registrierend, ich halte deine Hand, gebe dir Sicherheit durch die Wärme und den Druck meiner Hände. Ich bin da für dich, meine Liebste, ich passe auf dich auf. Immer!
Du bestellst zwei Cappucino, ich schaue mich im Laden um. Der Mann hinter dem Tresen, etwas jünger als wir und mit kurzen, blonden Haaren, ist sichtlich irritiert. „Milch, Zucker?“ „Ja, beides“, antwortest du schüchtern, und nach einem kleinen Moment des Überlegens bewegt er sich zu einer großen Kaffeemaschine, die am anderen Ende des Tresens steht. Er versucht, nicht zu uns herüberzusehen, aber er schafft es nicht. Die zwei Männer, die an einem Stehtisch hinten im Laden stehen, haben bereits bei unserem Eintreten ihr Gespräch eingestellt. Sie schauen uns unumwunden an. Abwechselnd, zu dir, zu mir. Hin und her. „Kleinen Moment, ist gleich fertig.“ Eine weitere Kundin betritt das Geschäft, geht langsam zur Kasse als sie uns bemerkt und bezahlt. Ihr Blick bleibt ebenfalls auf uns hängen. Sie schmunzelt als sie den Schal sieht, der unter deinem Mantel hervorschaut, ich lächle sie an, zögernd dreht sie sich wieder um und verlässt mit einem amüsierten Blick über die Schultern den Raum.
Langsam verschwindet auch deine Unsicherheit. Deine Hand drückt sich in meine, und du überlegst laut, ob wir noch etwas Süßes brauchen. „Gern!“ Hand in Hand suchen wir zwei Riegel aus. „Der Cappucino ist fertig“, der Verkäufer, offensichtlich ebenfalls schon etwas an die etwas ungewöhnliche Kundschaft dieses Abends gewöhnt, stellt sie auf den Tresen vor sich. Ich bezahle die Getränke und die Süßigkeiten, während du mich zärtlich und doch fest auf den Hals küsst. Meine Hand lässt die deine los und streicht bei dem Kuss über deinen Hintern. Dann nehme ich den Schal, wickle ihn um meine Hand, bevor wir wieder hinausgehen. Du vor mir, ich beobachte deine Beine, wie sie sich vor mir bewegen, Schritt für Schritt, dein wundervoller Arsch schaut ein Stück unter dem Mantel hervor; den Schal halte ich in der Hand, so führe ich dich, an einer Leine gleich hinaus. Mit ihm habe ich gleich noch etwas vor, nachdem wir wieder im Auto sind. Ich werde es dir noch nicht verraten, denn erstmal bist du froh, wieder im warmen Auto zu sein.
Ich bemerke ein leichtes Zittern deiner Hand und deiner Beine. Aufgestautes Adrenalin, abfallende Anspannung. Auch ich zittere leicht. Du spürst, es ist noch nicht vorbei. Ich nehme wieder den Schal, du hebst dein Becken, und ich löse ihn von deiner Hüfte, lege ihn über deine Hände, die auf deinem Schoß die Becher festhalten. Ein leichter Kuss auf deinen Hals, deine Schultern, ich ziehe den Mantel über deine Arme, befreie dich. Für mich. Ein weiterer Kuss auf deinen Hals, meine Lippen wandern hinab an deinem Körper, ich sauge an deiner Brust, fest, und deine Hände lösen sich von unseren Getränken, die du zwischen deine Beine klemmst, und verkrallen sich an meinen Haaren. Mit einem Aufbäumen deines zarten Körpers stöhnst du auf, ich sauge deine Anspannund aus dir heraus. Dein Kinn fällt auf meinen Hinterkopf, deine Finger zerren an meinen Haaren. Noch ein Kuss auf deinen Mund, dann starte ich den Wagen wieder. Die Männer, die eben noch an dem Stehtisch standen, schauen durch die geöffnete Tür auf unser Auto. Du winkst ihnen lachend zu, als wir an ihnen vorbeifahren, und ebenfalls lachend schütteln sie ihre Köpfe, drehen sich um und gehen wieder zurück. Der Schal fällt in den Fußraum, als du mir einen Becher reichst, dann hebst du ihn wieder auf, und während ich lenke, lege ich ihn dir wieder über die Hände. Weißt du, was ich noch mit dir vorhabe? Vielleicht kannst du es dir denken, aber wie oft hat dich deine Ahnung schon getrogen? Ich blicke zu dir herüber. Wir lachen, in der Ferne wird eine Ampel rot. Rechts überholt ein Sportwagen, der Blick des Fahrers stur nach vorn. Deine Augen. Sie glänzen und verraten mir: du denkst dasselbe wie ich. Du wirst wieder ernst willst den Blick senken, aber ich lächle dich an. Ich liebe dich, meine Schatz! Unendlich!

In die dunkle Nacht hinaus. Du sitzt an meiner Seite, den Mantel nur kurz über deine Beine geschlagen. Während ich den Wagen lenke, berührt deine Hand die meine und streicht mir über das Handgelenk; du schaltest für mich, und deine Brüste wippen neben mir im Takt der feinen Bodenwellen auf unserem Weg in die Nacht. Ich schaue zu dir herüber: wie WUNDERBAR du bist! Zu jeder Zeit...
Der Kaffee, den wir gerade aus der Tankstelle holten, steht zwischen deinen Stiefeln, mit zartem Gefühl passt du auf, dass er nicht verschüttet wird. „Liebster, wohin fährst du?“ fragst du mich und aus deinem Blick und deinen Berührungen kann ich lesen: benutze mich! Benutze mich jetzt und hier, auf der Stelle! Straßenlaternen flackern vorbei, ihr Schein fällt kurz auf deinen Körper und hüllt ihn kurz in gleißende Helligkeit, dann wieder fahles Dämmerlicht. Die letzte Laterne, Stadtausgang, ich fahre zur Seite, stelle den Motor ab. „Nein, meine Liebste, noch sind wir nicht da“, flüstere ich dir leis ins Ohr, als ich mich zu dir herüberbeuge, „warte noch einen Augenblick, bis ich dich benutzen werde, Dich, meine wunderbarste aller Frauen auf der Welt.“ Ich bemerke, wie ein leichter Schauer über deine Haut zieht, wie du beginnst zu zittern, deine Beine öffnest und mir im schwachen Licht der Nacht einen kleinen Eindruck von der Lust preisgibst, die sich zwischen deinen Schenkeln abspielt. Mit der Hand fahre ich über deine Oberschenkel, die Innenseiten entlang, hinauf und wieder leicht hinab und blicke dir tief in deine dunklen Augen. Du schließt sie und ein Stöhnen entfährt deinen Lippen. Dann fährt meine Hand hinunter zu deinen Stiefeln, über deine Fesseln; ich merke, wie du deinen Kopf zur Seite wirfst, dein Mund steht offen, und deine Brüste beben in Wollust. „Ja, nimm mich, mein Liebster“, willst du mir zuschreien, aber es dringt kein weiterer Laut aus deiner Kehle, sondern nur ein unterdrücktes Gurgeln tief aus deinem Körper, der vor lauter Lust geschüttelt wird. Ich ergreife einen der Becher, die noch immer zwischen deinen mittlerweile gespreizten Beinen stehen, und fahre mit ihm hoch zu deinem Bauchnabel, zwischen deinen Brüsten entlang und über deinen Hals, bevor ich ansetzte um einen tiefen Schluck des heißen Kaffees zu nehmen. Die Wärme des Getränks hat eine Spur auf deiner Haut hinterlassen, deine Poren nehmen die Hitze auf, du hast noch immer die Augen geschlossen.
Mit dem heißen Getränk im Mund beuge ich mich abermals zu dir herüber, beginne an deinem Hals zu saugen und die Flüssigkeit umspielt deine Haut, deine Haare. Du schreist kurz auf, deine Beine zittern, dann ziehst du meinen Kopf von mir, zerrst an meinen Haaren und durch die finstere Nacht hindurch schaust du mir tief in die Augen, in mein Inneres, doch nur um mir DEINES vollends preiszugeben. „Meine..“ hauche ich, du schließt die Augen und ich küsse dich auf deinen Mund. Unsere Zungen spielen miteinander, du schiebst mir deine ganz tief hinein, ich sauge an ihr und halte sie mit meinen Zähnen fest. Dann erkundet meine Zunge deinen Mund, deine Zähne, deinen Gaumen. Unsere Zähne stoßen aufeinander, ich halte deinen Kopf fest, sodass du den Kuss nicht lösen kannst, Zähne auf Zähnen, und in dem Moment entfährt auch mir ein leises Stöhnen, die Luft aus meinem Körper strömt zu dir herüber, du nimmst sie auf, atmest ein. Den Kaffee, den ich auf dem Armaturenbrett abgestellt habe, verteilt seinen Nebel auf der Scheibe, mit der einen Hand streichle ich über deinen Bauch, berühre die Spitzen deiner Brüste nur ganz sanft und wie nebenbei; aber ich bemerke, wie allein diese kleine Berührung dich schon wieder erbeben lässt, du stößt dich von mir ab, und starrst mich an. Deine Augen verraten mir, dass ich mit dir machen kann, was ich will. Denn du bist Meine und ich bin Deiner, wir gehören uns und nur uns in dieser Nacht. Ein weiterer Kuss und meine Hand schiebt sich langsam deinen Bauch hinunter, zu deinem Dreieck, deinem Zentrum der Lust, das du mir entgegendrückst. Deine Fotze wartet nur darauf, auch endlich bedient zu werden, und nur zu gern lasse auch ich mich kurz auf das Spiel ein, massiere kurz deinen Kitzler, du ziehst deinen Kopf von mir fort und blickst mich wieder an. Dann dringen meine Finger in dich ein. Du windest dich auf deinem Sitz, presst mir deine Hüfte entgegen, dein Mund steht auf, deine Augen wieder geschlossen, ich schiebe meine Finger noch ein Stück weiter hinein, bis mein Daumen deinen Kitzler massieren kann. Die andere Hand stützt mich ab, während ich dich betrachte, wie du in Wollust zergehst, wie du dich erhebst über meine Lust, über meinen Wunsch dich gleichzeitig zu benutzen und dir zu dienen. Für immer, meine Liebste, ganz wie du es wünscht. Dann nehme ich meine Hand wieder aus dir heraus, dein erstaunter Blick, offener Mund, führe ich meine nassen Finger zu deinem Mund, du leckst sie ab, ich schiebe sie noch ein Stückchen nach, du saugst an ihnen, umspielst sie mit deiner Zunge und dein Blick fällt abermals in meine Augen: „Danke dir mein Schatz!“
Dann starte ich den Motor erneut, du nimmst den Kaffee zwischen deinen Beinen weg und trinkst einen kleinen Schluck des süßen Getränks, das mittlerweile nur noch lauwarm ist. Mit einem Lächeln biege ich wieder auf die Straße ein. Die Nacht kann uns haben...

Dramababies 2011


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Categories: First TimeVoyeur
Posted by Dramababies
3 years ago    Views: 155
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